Eine der Quellen der Zurückgebliebenheit, insbesondere der ukrainischen Zurückgebliebenheit, sind fantastische Weltvorstellungen. Schon längst sind die Zeiten vorbei, als die sowjetischen Massenmedien die Bildungsvorteile der UdSSR demonstrierten, indem sie Anekdoten über amerikanische Schüler verbreiteten, die Europa auf der Weltkugel nicht finden konnten oder hartnäckig Spanien in Südafrika suchten.
Das Projekt „Ukraine – Dein europäisches Land. Erlebe und gestalte mit!“ soll sich als ideelle Plattform verstehen, die sich für Völkerverständigung zwischen Deutschland und der Ukraine einsetzt. Mithilfe des Projektes soll ein weiterer Schritt unternommen werden, die Ukraine durch Stärkung zwischenmenschlicher Kontakte mehr an die EU zu binden.
Die Deutsche Schule Kiew räumt ab! Mit Arbeiten zur Wasserqualität des Dnepr haben Schüler der Deutschen Schule Kiew im „Jugend forscht“-Regionalwettbewerb Berlin-Süd gewonnen. Mit einem ersten Preis und einem Sonderpreis im Bereich Umwelttechnik wurden die Arbeiten zu den Themen „Die Wasserqualität des Dnepr zwischen Kiewer Meer und Kiew“ und „Die Lebensweise der Hüpferlinge (Cyclops) im Uferbereich des Dnepr“ ausgezeichnet.
In der Ukraine erhebt sich eine neue Welle der Migration. Aufgrund der Instabilität und des Mangels an Perspektiven ist heute ein großer Teil der arbeitenden ukrainischen Bevölkerung bereit, die Koffer zu packen. Vor einigen Jahren war die Anzahl derjenigen, die Hoffnung und Geduld verloren haben, nur halb so groß.
Talentierte Nachwuchswissenschaftler gibt es in der Ukraine zu genüge, ungeachtet der Umstände – es gibt sie. Als redliche Wissenschaftler erhalten sie aber keine finanziellen Mittel und sie werden sie niemals erhalten. Weder das Gesundheitsministerium, noch die Akademie der Medizinischen Wissenschaften interessieren sich für diese jungen Forscher.
Angesichts der verfassungswidrigen Methode der Partei der Regionen, besteht kein Zweifel, dass die Regierung Janukowytsch die Weichen in Richtung Putin-Russland stellt, eine künstliche Russifizierung vorantreibt und die Europäische Charta der Regional- und Minderheitssprachen zu ihrem eigenen Nutzen missbraucht. Die Sprachsituation in der Ukraine ähnelt nicht der Sprachsituation in Ländern wie der Schweiz oder Belgien, in denen die Gesetzgebung funktioniert und alle Sprachen schützt, sondern mehr der Sprachsituation wie in Belarus, in dem es de jure zwei Amtssprachen gibt, de facto allerdings – nur Russisch. Auch ist zu betonen, dass die ukrainische Sprache jahrhundertelang unter Verboten litt und im Vergleich zu den Sprachen wie Französisch, Deutsch, Russisch oder Englisch, die eine umfassende Förderung von unterschiedlichen Staaten genießen, nur in einem Staat gesprochen und unter dem Regime Janukowytsch kaum gefördert, sondern in ihren Rechten als Amtssprache eingeschränkt wird. Wenn die Partei der Regionen weiter eine solche Sprachpolitik betreibt, dann haben die ukrainische Sprache sowie auch die Minderheitssprachen in der Ukraine, kaum Chancen sich durchzusetzen.
Unter Toleranz verstehe ich vor allem die Akzeptanz der Autonomie, der Selbstständigkeit und des Rechts jedes Menschen frei zu denken und geistig zu leben, was sich durch Respekt gegenüber bestimmten ideellen oder ethisch-geistigen Überzeugungen äußert. Mit anderen Worten, wenn ich das Recht eines anderen Menschen auf seine eigene Meinung respektiere, bedeutet es, dass der andere auch mein Recht auf eigene Meinung respektieren soll. Und meine Meinung kann darin bestehen, dass die Meinung des Anderen falsch ist. Die tatsächliche Toleranz bietet die Möglichkeit einer Diskussion, aus der bekanntlich das Wahre geboren wird.
Vor kurzem erhielt ich einen YouTube-Link. Ich gebe ihn ein und gucke mir das Video an. MUS-TV, ein russischer Fernsehkanal. Eine schlichte und dumpfe Sendung für Mädels und Jungs mit dem Titel “Die unglaublich Schönen”. Man bekommt eine Frage gestellt, bei richtiger Antwort gibt’s ein bisschen Geld. Im Studio sitzt ein Zwillingspärchen auf der Couch – Xenia und Jewgenia aus Moskau.
Ich fahre viel durch die Ukraine. Rede mit den Menschen, die keine politische Rolle einnehmen wollen. Mit den ganz normalen Menschen eben, keinen Gouverneuren. Erst kürzlich war ich in Odessa. Verständlicher Weise gibt es dort ebenfalls Probleme, wahrscheinlich auch ernst zu nehmende. Aber ich habe ein herkömmliches Odessa kennengelernt, eines ohne die Herren Gruwic, Kostusew und Co. Eine nette Stadt, mit schönen Häusern und Gesichtern. Kein Kiew, das durch Neubauten und geschmacklose Ideen der raffgierigen Neureichen zerstört wird.
Europas Fußballfans hoffen auf ein Kiewer Sommermärchen. Politiker in aller Welt verfolgen aufmerksam das Schicksal Julia Timoschenkos. Viele Ukrainer fragen sich, wie lange und zu welchem Preis sie noch mit russischem Erdgas heizen können. Angesichts der Dominanz solcher Themen spielt die Lage der ukrainischen Roma in der politischen Debatte innerhalb und außerhalb des Landes allenfalls eine marginale Rolle.
Die Ukraine steht nicht und kann nicht außerhalb der sich in der Welt entwickelnden Trends stehen. Alle werden von ihnen beeinflusst und alle fühlen ihre unwiderstehliche Kraft. Heute geht es um die Beschleunigung des Wandels in der Welt. Vor dem Hintergrund dieser Beschleunigung – kann jeder eigene Ziele formulieren: sowohl einzelne Individuen als auch ganze Länder.
In der allgemeinen Diskussion um die Reform der ukrainischen Hochschulwesens und den zuständigen Bildungsminister Dmytro Tabatschnyk spielt die Kiewer Mohyla-Akademie eine besondere Rolle. Die Vertreter der Akademie melden sich in der gegenwärtigen Auseinandersetzung um die politische Ausrichtung der Ukraine vergleichsweise laut zu Wort. Das Verhältnis zwischen der auf nationale Wiedergeburt orientierten Akademie und dem russophilen Bildungsminister, dessen Rücktritt von großen Teilen der ukrainischen intellektuellen Elite gefordert wird, ist ein besonders schwieriges. Der folgende Artikel untersucht diese und weitere Konfliktlinien.
Die Schule erlebt eine neue Reform. Es wird gerade die Richtung ihrer Entwicklung und Modernisierung festgelegt. Vor kurzem wurden staatliche Richtlinien für die Grundschule erarbeitet und bereits verabschiedet; es werden Richtlinien für die mittlerweile 11-jährige Ausbildung in der Mittelschule erarbeitet.
“Ich habe ein Diplom, allerdings ist es nur so, dass ich nur auf dem Papier ein allmächtiger Zauberer bin.” Sie erinnern sich sicherlich an diese Worte des lustigen Liedes von Alla Pugatschowa. Heute ist absolut klar, dass Alla Borissowna nicht den Zauberer, sondern einen Magister/Master besungen hat. Natürlich hat sie einen Master besungen, der ein gefälschtes Diplom erworben hat, was in der Ära unserer einzigartigen Marktbeziehungen keine Seltenheit ist.
Im Fernsehen berichtet man uns, wie sehr sich in der Ukraine die Verbreitung des Rauchens verringert hat, wie erfolgreich die Gesetze über die Verteuerung der Zigaretten sind und die Verbote, auf öffentlichen Plätzen zu rauchen, Zigaretten zu bewerben und an Minderjährige zu verkaufen. Doch die Realität, insbesondere bei Jugendlichen, unterscheidet sich sehr von diesen Beteuerungen.
Es wird eine Situation geschaffen, in der die ukrainische Regierung gezwungen sein wird, ihre Aufmerksamkeit darauf zu richten, was man in Europa, insbesondere was die Führung der EU, in Bezug auf die Verhandlungen über die Assoziierung und Schaffung einer Freihandelszone denkt. Falls das Gerichtsverfahren gegen Tymoschenko fortgesetzt wird, wenn sie weiter hinter Gittern bleibt, wird dies zu einem Halt in der Bewegung der Ukraine in Richtung EU führen.
Der Minister für Bildung und Wissenschaften, Jugend und Sport, Dmitrij Tabatschnik versprach gestern die Stellung der russischen Sprache in der Ukraine zu stärken. Er erklärte, dass das Bildungsministerium es mittleren allgemeinbildenden Lehranstalten gestattet im Falle von fehlenden Lehrbüchern in russischer Sprache diese auf Kosten des Staatshaushaltes zu bestellen. Der Minister betonte ebenfalls, dass er bereit ist die Zahl der russischsprachigen Schulen zu erhöhen, jedoch sehen Lehrer darin keine Notwendigkeit.
Ukrainischen Studenten zahlt man kein Stipendium. In den einen Universitäten hält man das Stipendium zurück, in den anderen zahlt man es nicht vollständig. Heute hat sich Nikolaj Tomenko (Block Julia Timoschenko) mit der Bitte um Klärung dieser Situation, die eine ganze Reihe von Lehranstalten betrifft, an den Generalstaatsanwalt gewandt.
Viele verstehen nicht, dass die ukrainischen Studenten nicht gegen bezahlte Dienstleistungen an den Hochschulen protestieren, sondern gegen kostenpflichtige Bildung als solche
Der erste Abschnitt im Wahlkampfprogramm des ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowitsch („Ukraina dlja ljudej“ – Die Ukraine für die Menschen) trägt den Titel „Silna ekonomika – uspischna krajina“ (Starke Wirtschaft – erfolgreiches Land) und beginnt mit einem ausgesprochen kühnen und verantwortungsvollen Versprechen: „Die Ukraine soll in zehn Jahren zu den 20 wirtschaftlich am stärksten entwickelten Staaten der Welt, der G-20, gehören.“
Das Ministerium für Bildung und Wissenschaften hat die Konzeption zur Entwicklung der inklusiven Pädagogik bestätigt, die einen Unterricht von behinderten Kindern gemeinsam mit den anderen vorsieht. Ziel des Projekts ist es Kindern mit besonderen Bedürfnissen den Zugang zu einer qualitativen Bildung zu verschaffen. Bei der Union der Behindertenorganisationen hebt man hervor, dass die Umsetzung dieser Initiative aufgrund der Notwendigkeit der Vorbereitung der Pädagogen nur längerfristig gelingen wird.
Die Werchowna Rada hat gestern eine elfjährige Schulausbildung festgelegt, dabei ein verpflichtendes Vorschuljahr hinzufügend. Die Änderungen treten bereits ab dem 1. September in Kraft. Nach Einschätzungen von Experten zog die Einführung der zwölfjährigen Ausbildung ungerechtfertigt große Ausgaben aus dem Staatshaushalt nach sich. Doch im Profilausschuss der Werchowna Rada vermutet man, dass die Annahme des Gesetzes „die ersten sechs Monaten des laufenden Lehrjahres durchkreuzt“.
Der Minister für Bildung und Wissenschaften, Dmitrij Tabatschnik, teilte gestern mit, dass seine Behörde ein neues Konzept der Unterrichtung der Geschichte der Ukraine in den Schulen prüft. Dieses basiert auf einem anthroprozentrischen Ansatz – ein Studium der Geschichte von der Position der Personen ausgehend und nicht von einer bestimmten ethnischen Gruppe. Die Autoren der Konzeption glauben, dass diese die Auslegung der Ereignisse neutraler macht und strittige Momente vermeidet. Experten meinen, dass man die Geschichte unbedingt aus der Sicht der Staatsideologie lehren muss.
Die Testaufgaben für das Fach “Geschichte der Ukraine” möchten fünfundachtzigausend Personen in russischer Sprache haben, also jeder fünfte der Teilnehmer an den unabhängigen Tests zur Studienzulassung (insgesamt 433.554 Personen).
Der Minister für Bildung und Wissenschaft, Dmitrij Tabatschnik, veröffentlichte gestern auf der Sitzung der Vereinigung der Rektoren der höheren Lehranstalten die Änderungen der Regelungen der Aufnahme in Hochschulen. Insbesondere ist bereits für 2010 geplant die Tests, die für die externe unabhängige Bewertung verwendet werden, in die Sprachen der nationalen Minderheiten zu übersetzen. Die Rektoren der Mehrzahl der Hochschulen haben die Initiativen Tabatschniks unterstützt und dabei die Reformen des vorhergehenden Bildungsministers Iwan Wakartschuk kritisiert.
Wiktor Janukowitsch verspricht sofort nach seinem Wahlsieg ein Sprachgesetz zu erlassen, erzählte er Wählern bei einem Treffen in Jenakijewo (Oblast Donezk).
Die Leiter von vier Ministerien stimmten gestern (28.10.2009) der Konzeption der national-patriotischen Erziehung der Jugend zu. Dies ist das erste derartige Dokument in der Ukraine. Es sieht die Erziehung auf der Grundlage von heldenhaften Beispielen des ukrainischen Volkes, der Hetmantradition, des Kosakentums, den Streitkräften der Ukrainischen Volksrepublik, den Sitscher Schützen und der Aufstandsarmee (UPA) vor.