FacebookXVKontakteTelegramWhatsAppViber

Ins Nichts gehen

0 Kommentare

Maksim ist 22, schlank, freundlich, vom Alter her noch nicht ernst zu nehmen. Er wuchs im Internat auf und kannte seine Eltern nicht. Seit seiner Kindheit hat er sich Geld verdient: in der vierten Klasse kaufte er ein Telefon, später ein Moped. Früh hat er auch damit begonnen, mit den Mächtigen zu streiten: forderte Schmerzensgeld ein, schrieb Beschwerden über die Qualität des Internatsessens, veranstaltete eine Demonstration von Waisen vor der Gebietsverwaltung, verprügelte einmal sogar einen Beamten, der für die Berufsausbildung verantwortlich war. Maksim fürchtet die Beamten nicht, er hat viele Freunde, für ihn setzen sich Abgeordnete ein und er ist Vorsitzender der gesellschaftlichen Organisation „Vorposten Odessa“.
Maksim bei einer Versammlung für die Rechte von WaisenkindernMaksim bei einer Versammlung für die Rechte von Waisenkindern

Die Organisation hilft Heimkindern, eine Wohnung zu finden. Allerdings wohnt Maksim selbst schon das vierte Jahr in einem Zimmer eines Wohnheims am Rand der Stadt. Er hat Autoschlosser gelernt, arbeitet in einer Agrarfirma, studiert an der Universität und hat sogar sein eigenes Geschäft, einen Lebensmittelkiosk im Erdgeschoss. Doch das eigene Leben zu gestalten, wie das Maksim getan hat, sind nicht viele Heimkinder in der Lage.

„Das Internatssystem erzeugt Parasiten“, erklärt Maksim.

Für einige Waisen bedeutet „sein Leben gestalten“, einen Platz in der Berufsschule zu bekommen. Das ist die einzige Chance, die jedem offen steht. Die Ausbildung, die man dort erhält, ist selten eine Quelle für Einkünfte, aber es ist die Möglichkeit, ein selbstständiges Leben zu beginnen.

Das Erwachsenenleben von Maksim und vielen seiner Freunde begann mit 50 Hrwynja und einer Tasche mit Kleidung. Der Lehrer fuhr ihn zur Berufsschule und verabschiedete sich:

„Station „freischaffend“. Spring raus!“

Aus dem Internat in die Berufsschule, aus der Berufsschule wohin auch immer, und häufig ins Nichts. Waisen werden in der Sprache des Gesetzes mit 18 zu „Personen aus der Gruppe der Waisenkinder“ und formal ist weder das Internat noch die Berufsschule weiter für sie verantwortlich. Einigen gelingt es, eine Wohnung zu mieten, manche wohnen kostenlos in einem Sozial-Wohnheim bis sie 23 sind.

Korridor des Wohnheims in dem Maksim wohntKorridor des Wohnheims in dem Maksim wohnt

Die Leitung von Internaten ist verpflichtet herauszufinden, ob für das Kind ein Wohnplatz am Ort seiner ersten Meldung (woher es bei Eintritt kam) reserviert ist. Und bei Bedarf muss das Waisenkind bis es 16 ist, in der Warteliste für eine Wohnung eingetragen sein. In Wirklichkeit gibt es kein gesamtukrainisches Programm der Versorgung mit Wohnraum. Diese Frage löst jede Region auf ihre eigene Weise.

„Die Beamten sagen, dass Waisen daran gewöhnt sind zu fordern, aber nichts tun. Ich stimme dem zu. Aber im Wohnheim hat einem niemand erklärt, dass es eine Wohnraumerfassung gibt. Alle erfahren davon, wenn sie auf der Straße landen. In Odessa stehen alle diese Programme, und als solche findet keine Versorgung mit Wohnraum statt …“ Maksim wäre auch stolz, über Erfolge der Regierung zu sprechen, aber er findet keine Worte.

Abernds versammeln sich beim Wohnheim die Nachbarn an Maksims kleinem Lebensmittelkiosk: junge Mütter mit Kindern und ihren Freunden, selbst noch fast Kinder. Obwohl das Wohnheim groß ist, kennen sich hier alle: hier bleibt man für länger.

Heute springt Konstantin im Laden ein. In blauem Hemd und Hosen sieht er einem Verkäufer überhaupt nicht ähnlich. Auch er lebte im Internat. Aber Konstantin nennt sein ehemaliges Zuhause lieber Inkubator.

Den täglichen oder wöchentlichen Newsletter abonnieren und auf dem Laufenden bleiben!

„Das Internat sollte einem sagen, wie es weitergeht. Aber wir haben einfach gelebt und über nichts nachgedacht.“

Konstantin erinnert sich, wie die Lehrer und Erzieher über ihn gelacht haben, Witze machten, dass er ein Versager sei. Aber Konstantin ist es gelungen. Und jetzt ist er in Odessa, studiert an der Universität, lebt in einer Wohnung und träumt vom Unterrichten.

KonstantinKonstantin

„In der Berufsschule zahlt man den Kindern ein Stipendium von zwei- bis dreitausend Hrywnja. Natürlich, wozu sollen sie noch zum Unterricht gehen. Sie wissen doch, dass sie das Geld sowieso bekommen. Das wird zur Gewohnheit.“

„Und von welchem Geld lebst du jetzt?“ erkundige ich mich bei dem Jungen.

„Ich studiere an der Universität auf dem VI. Niveau der Akkreditierung, sie zahlen ein Stipendium von 5300.“

„Nicht schlecht, bei uns auf Arbeit bekommt nicht jeder soviel Geld.“

„Ja, aber wo in Amerika zum Beispiel sieht man, dass sie Waisen 200 Dollar zahlen?“

Eines von Konstantins Erfolgsgeheimnissen ist es, sich an die Freunde zu halten, die mit ihm den langen Weg gegangen sind. Mit anderen Heimkindern verkehrt er nicht. Er weiß nur, dass Wladimir sich herumtreibt, während in seiner Wohnung Roma wohnen, und dass Stanislaw im Gefängnis ist.

Straßenkinder

Der Haarschnitt an die Null Zentimeter, eine Zigarette in der Hand, am Hals eine silberne Kette – auf dem Foto ist Stanislaw. Mit seinen 20 Jahren sitzt er schon zum zweiten Mal. Er ist in einer Zelle mit 14 Leuten, dreckigen Pritschen und einem verbotenen Telefon für den Kontakt mit der Welt. Manchmal geht Stanislaw ins soziale Netz. Genau dort unterhalten wir uns mit ihm.

„Wenn ich eine Wohnung hätte, dann hätte ich ein Mädchen. Ich hätte den Gedanken, dass mich jemand braucht. Und alles wäre anders.“ Ist sich Stanislaw sicher. (mit Rechtschreibfehlern).

Den täglichen oder wöchentlichen Newsletter abonnieren und auf dem Laufenden bleiben!

Nach dem Internat ging der junge Mann in die Berufsschule, aber dort hatte er es schwer – das Geld reichte nicht (staatliche Zahlungen erhielt er nach seinen Worten nie), er hatte keine Unterstützung. Eine Wohnung hatte er nicht; übernachtete bei Freunden, mal bei Mädchen. Stanislaw gab auf, schmiss die Lehre und begann zu stehlen. Der junge Mann gibt dem Internat die Schuld an der fehlenden Disziplin:

„Während ich lernte, tat ich, was ich wollte. Den Erziehern war es egal. Und auf sich selbst gestellt, ist es in unserer Zeit schwer zu überleben. Den Erziehern war der Schichtwechsel das Wichtigste. Und um dich hat sich niemand gekümmert.“

Stanislaw mag es nicht „in der Vergangenheit zu wühlen“, aber weil er niemals darüber nachgedacht hat, ist es auch ein bisschen seine Schuld. „Man sollte lieber ehrlich leben“, beteuert er.

Und so lebt Stanislaw. Er fand ein Mädchen in Freiheit, begann eine Telefonbeziehung und markiert die Tage bis zur Entlassung. Ein Jahr ist schon abgestrichen, bleiben noch fünf. „wenigstens kommt das Leben langsam in Ordnung.“ Zur gleichen Zeit treiben sich seine Freunde in Odessa herum, schlafen, wo sie die Nacht überfällt. Sie werden von Freiwilligen gerettet.

Versammlung für die Rechte von Waisenkindern am 14.11.2013Versammlung für die Rechte von Waisenkindern am 14.11.2013

Odessa ist ein Umladepunkt. Hier gibt es das Meer und einen frühen Sommer und eine Grenze zu Transnistrien und Moldawien. Schon zwölf Jahre lang hilft an fünf Tagen in der Woche die „soziale Patrouille“ den Straßenkindern, eine Tour von Sozialarbeitern, die Essen anbieten, Kleidung, medizinische Fürsorge und die auch andere Probleme lösen. Vor ihnen hat man keine Angst, man vertraut ihnen. Die Leiterin der Patrouille, Inna Lasarjuk, kennt viele von denen, deren Zuhause Keller, Märkte, Luken, verlassene Häuser und Kollektoren sind. Nach ihren Worten sind es bedeutend weniger Familienkinder auf den Straßen geworden, was man von den Waisenkindern nicht sagen kann:

„Die Zahl der Kids über 18 stieg. Sie haben keine Verwandten, keine Beziehungen. Sie sind es nicht gewohnt, für sich selbst zu entscheiden. Darum ist es für sie viel leichter, auf die Straße zu kommen. Und von dort ist es sehr schwierig und schrecklich wieder wegzukommen. Aber selbst mit den Entschiedenen gibt es ständig Probleme: hier haben sie Dokumente verloren oder noch etwas anderes.“

Auto der SozialpatrouilleAuto der Sozialpatrouille

Inna sagt, dass man in letzter Zeit solche Kinder als Hausmeister einstellt; man zahlt ihnen die Hälfte des Üblichen, aber auch das ist für Einige eine Chance zum Überleben. Nach Innas Worten können die Heranwachsenden, wenn man ihnen auch nur kleinen Unfug durchgehen lässt, es nicht schaffen, die Lösung ihres Wohnungsproblems anzugehen.

„Die Polizei lenkt ihre Aufmerksamkeit auf die Kleinen, besonders auf die in der Fahndung. Aber wenn man abends auf dem Priwos (einer der größten Warenmärkte in Europa – A. d. A.) geht, kann man sehen, wie sich die Waisen an den Metallsammelpunkten, den Abfüllkiosken zusammenscharen, sich mit Alkohol vergiften.

Man kann die Kinder nicht nur abends sehen, sondern auch frühmorgens, die meisten von ihnen auf den Märkten und am Bahnhof. Nur die Gesetzeshüter bemühen sich, sie nicht zu bemerken.

Eine der Polizeistreifen, mit denen es gelang zu sprechen, beschuldigen die Waisen dahingehend, dass sie ihr Leben nicht selbst in die Hand nehmen: sich arm stellen, zu faul zum Arbeiten sind und ständig eine Ausrede für ihr Unglück suchen.

„Das ist der absolute Abstieg. Zuerst beginnen sie Klebstoff zu schnüffeln (werden Staubsauger), und dann lungern sie auf dem Markt rum. In jedem beliebigen Kreis sind unter den Drogendealern Heimkinder. Wenn sie gegen Gesetze verstoßen, nehmen wir sie fest, bringen sie in die Kinderzelle der Polizei, lassen sie aber schnell wieder laufen. Sehen Sie?“ der Polizist führt mich zu einer Umzäunung im Park, hinter der die Steilküste und das Meer sind. „Unter uns ist ein Raum. Wenn die Strandsaison beginnt, sammeln sich hier die Penner. Wenn es fürs Protokoll nötig ist, kam ich her und schlug sie. Aber so braucht diese Kinder niemand.

Mädchen von 16 Jahren arbeiten schon auf der Straße. Irgendwie sah ich eine Neue, die beklagte sich, dass sie vom Land sei, man sie aus dem Wohnheim entlassen hätte, sie nichts zum Leben hat. Wir vereinbarten, dass ich sie ins Wohnheim schicke, gab ihr 500 Hrwynja und zwei Monate Frist“, erzählt der Polizist.

„Wissen Sie, wie es ihr jetzt geht?“

„Nein. Ich möchte mich nicht völlig von den Menschen enttäuschen lassen. Obwohl ich sie seitdem nicht mehr gesehen habe.“

Hoffe auf dich selbst

Julia trinkt Wein mit Konstantin, Maksim und anderen Bewohnern des Wohnheims. Ihr ganzes Leben gibt sie in zwei Sätzen wieder: „Ich lernte im Internat. Dort war alles sehr schlimm.“

Julias „sehr schlimm“ ist, als die Erzieher sie auszogen und zwangen, den halben Tag in halb sitzender Haltung zu stehen, oder als sie deren Lieblingslieder auswendig lernte, um auf Befehl zu singen; als sie ihr an den Kopf warfen „Willst du aufwachsen wie deine Mutter, die Nutte?“, doch sich zu beschweren war einfach schrecklich.

„Nach der Entlassung schicken die Erzieher die Heimkinder oft aufs Land zum Lernen. Aber diese betrinken sich dort, streichen herum, die Mädchen werden schwanger, die dummen. Zuerst kommt die Zeit der Anpassung. Einfach alles, was sie sah, war neu: Supermärkte, selbst das Essen in den Regalen. Im Unterricht bist du erschlagen, versuchst das Leben zu verstehen und Geld zu verdienen. Ich fühlte mich beleidigt und gehasst“, Weißwein aus einem Plastikbecher nippend marschiert Julia in ihrer Erzählung voran, ohne nachzudenken, als sei sie gewohnt, selbst vor Fremden über ihr Leben zu erzählen.

Im Leben der Waisen, die es schafften, sich minimal im Leben einzurichten, gab es Erzieher, die sie nicht verließen. Auch Julia hatte Glück. Eben diese Erzieherin setzte durch, dass das Mädchen in der Odessaer Berufsschule eingeschrieben wurde: drei Tage lief sie zur Leitung. Julia musste nur ihre Sachen in das Wohnheimzimmer bringen. Nach der ersten, völlig bewährten Ausbildung versuchte sie zwei Jahre lang, auf die Universität zu kommen. Es klappte nicht. Deshalb arbeitet die junge Frau vorerst im Supermarkt.

Auf der Wohnungsliste steht Julia schon das dritte Jahr. Jedoch bot man ihr ein Zimmer im Wohnheim in Ismail an, aber die junge Frau lehnte ab, den Mitarbeitern des Dienstes dies als Variante für ihre eigenen Kinder empfehlend. Julia glaubt nicht an staatliche Geschenke:

„Ich zähle jetzt nur auf meine eigenen Kräfte. Ich hoffe, dass ich bald mit meinem Freund eine Wohnung finde. Es wird Zeit, mein eigenes Leben zu führen. Wie, weiß ich allerdings noch nicht.“

Löcher über dem Kopf

Als letzter stößt noch der hellhaarige Walentin zu der Runde der Nachbarn, kauf im Laden löslichen Kaffee. Der junge Mann wohnt mit seinem Zwillingsbruder Wowa im Haus. Man kann sie nur an der Tätowierung am Hals unterscheiden. Die Brüder sind eine der wenigen, die eine Wohnung vom Staat bekommen haben. Nach mieten sie diese Wohnung. Im Haus sind drei Haupteingänge, neun Etagen, ein kaputter Lift, kalte graue Wände und einen Geruch nach Feuchtigkeit. Zu Besuch kommt man an einer Concierge mit durchdringendem Blick vorbei.

WalentinWalentin

Walentin führt den langen Korridor entlang und öffnet das, was man üblicherweise Tür nennt, aber es ist eher ein Stück zerschlagene Holzplatte. Im Zimmer der Brüder stehen ein Doppelstockbett, Kühlschrank und ein kleiner Schreibtisch mit Computer und Lautsprechern. Die grellen Tapeten haben schon mehrere Familien als Bewohner überlebt. Walentin und Wladimir renovieren nicht, weil sie sich hier nie als Hausherren fühlten. Ständig lebten sie in der Angst, rausgeworfen zu werden.

Der Staat hat ihnen eine Wohnung in einem Kasernenkomplex an der Grenze zu Transnistrien gekauft. Nur kann man darin nicht leben:

„Das Haus ist im Havarie-Zustand. In der Decke sind Löcher, an den Wänden Schimmel. Das Jugendamt hat ihnen erst verlassene Dorfhütten angeboten, aber in ihnen wächst Gras aus dem Boden. Wir haben uns etwa fünf Wohnungen angesehen, aber jede hatte ihre „Besonderheiten“, keinen Strom, keine Dusche, ein Haus zerfällt fast. In unserem gab es wenigstens Gas. Wir hatten Angst, es abzulehnen, dachten, mehr wird man uns nicht vorschlagen. Es jetzt zu verkaufen ist nicht real, dort zu wohnen aber auch, es gibt in dem Dorf keine Arbeit. Wir beschlossen, es als eine Art Ferienhaus zu behalten. Wir begannen, es aus eigener Kraft zu renovieren. Überhaupt, wenn Maksim nicht wäre, der den Beamten ständig einheizt, hätten wir selbst das nicht.“

Maxim beeilte sich so den Brüdern zu helfen, weil es nichts gab, wohin er gehen konnte, als er selbst aus dem Internat entlassen wurde. Im Internat verdienten sie sich Geld: sammelten Schrott, ernteten und verkauften Kartoffeln, gaben Nüsse ab. So kauften sie ein Telefon, einen elektrischen Wasserkocher, verkauften Joghurt, Schokolade und Bananen.

„Mein Bruder und ich wussten wie alle anderen nicht, was nach dem Internat kommt. Aber wenn die Entlassungszeit kommt, machen sie dort keine großen Umstände: ‚Da ist Gott, und dort ist die Schwelle‘. Also gingen wir.“

„Erinnerst du dich, wie dein Erwachsenenleben begann?“

„wir gingen aus dem Tor. Ja….“, überlegt der junge Mann, „wir gingen durchs Tor.“

„Und was weiter?“

„60 Hrwynja in der Hand. Zuerst dachten wir, dass uns alle etwas schulden. Aber diese Überzeugung verflog, als wir unser erstes Stipendium erhielten, und wir unser Leben selbst ordnen mussten.“

Jetzt verdient Walentin dreitausend, bezahlt die Ausbildung und bemüht sich, etwas Geld für Baumaterial zu sparen.

„Ich weiß, dass es gut klingt ‚Ich habe eine Wohnung‘, aber was für eine das ist, das ist schon eine andere Sache“, seufzt der junge Mann verzweifelt.

Auf dem Kühlschrank der Zwillinge steht ein selbstgemachtes Souvenir: eine Tasse, aus der Münzen fallen. „zum Geld“, sagen sie.

Geldtasse von Walentin

Wohnraum löst das Problem nicht

„Sie haben ganz offenkundig Ressourcen, eine Flagge, unter der sie bis zum Ende ihres Lebens schreiten werden“, so spricht Alla Kirijak über die Heimkinder. Aber sie spricht nicht missbilligend, sondern verständnisvoll. Alla Iwanowna begann sich mit sozialer Arbeit zu befassen, als sie selbst über Adoption nachdachte. Jetzt kommen künftige Adoptiveltern zu ihr, vor kurzem wurde Kirijak Leiterin der Abteilung zur Entwicklung familiärer Erziehungsformen.

„Das staatliche System ist nicht in der Lage, den Waisen die Bedingungen zur Integration zu schaffen, weil sie in Einrichtungen aufwuchsen, in denen sie wussten, dass sie auf jeden Fall ihre Suppe bekommen. Kinder in Einrichtungen leben in einer gegensätzlichen Realität. Es ist schwierig mit ihnen“, sagt Alla Iwanowna.

Alla KirijakAlla Kirijak

Ihre Kollegen denken, dass Waisen nicht selbständig leben können, weil es lange Zeit nach den Richtlinien verboten war, Kinder im Internat zu Arbeiten heranzuziehen. Jetzt können sie kleinere Aufgaben im Haushalt übernehmen, aber die Richtlinien stellen klare Bedingungen: nicht mehr als eine Stunde am Tag.

Im Jahr 2015 standen auf der Liste des Jugendamts des Odessaer Gebiets 2.504 Kinder ohne Wohnung. Im letzten Jahr wurde aus dem Gebietsbudget ein Programm zur Versorgung mit Wohnraum für 37 Volljährige realisiert. In diesem Jahr ist das Programm noch nicht bestätigt, aber das Amt verspricht Hilfe für weitere 54 Kinder. Aber es wird jedes Jahr mehr gebraucht. Nach den Worten Oksana Ugliks von der Bildungsabteilung der Gebietsverwaltung beginnen jährlich 300 – 400 Kinder im Odessaer Gebiet ein Leben nach dem Internat.

Die Warteliste für Wohnungen ist ein kleines Drama im Leben erwachsener Kinder. Es kommt vor, dass sie in ihr Elternhaus zurückkehren müssen, ohne Rechte, einfach nur weil eben diese Wohnung für sie festgeschrieben ist und sie per Gesetz nicht auf die Wohnungsliste gelangen können. Oder es passiert, dass der Wohnraum nur de jure besteht, man dort faktisch aber nicht leben kann, weil das Haus zerstört ist. (dann muss man sein Anrecht auf staatlichen Wohnraum nochmals nachweisen)

Aber auch der Kauf von Wohnraum löst die Probleme nicht. Es gibt Fälle, in denen die Wohnung mit der Zeit verkauft wird oder in denen aus verschiedenen Gründen (schlechte Bedingungen, Möglichkeit Arbeit zu finden) niemand wohnt, sie verfallen. Außerdem werden Waisen oft Opfer von Wohnungsbetrügern.

Dass sich in der Reihe der Wohnungssuchenden praktisch nichts bewegt, geben die Beamten zu. Kirijak sagt, dass man in erster Linie versucht denen zu helfen, die am dringendsten Hilfe brauchen. Die „Dringlichkeit des Bedarfs“ reguliert nach ihren Worten manchmal die Warteliste.

„Den Zwillingsbrüdern kaufte man eine Wohnung, weil sie für ihre Rechte kämpften und diese einforderten“

Neues Leben

Aleksandra ist 24, aber ihre Geschichte würde für drei Leben reichen. Sie sitzt am Küchentisch ihrer neuen Wohnung, nicht der, die sie sich vom Staat erhofft hatte, sondern der, die sie sich selbst vom Geld aus dem Verkauf der Wohnung ihrer leiblichen Mutter gekauft hat. Gut, bis zum Zentrum ist es fast eine Stunde und in der Küche gibt es kein Spülbecken. Es geht nicht alles auf einmal.

Aleksandra bewirtet uns mit köstlichem Borschtsch. Sie hätte für Seemänner auf Frachtern gekocht, wenn sie nicht schwanger geworden wäre. Damals war sie 19. Bis dahin hatte sie schon einen Ehemann und noch früher starb ihre Mutter und begann ihr Internatsleben, eher ein Kampf ums Überleben. Eine Pflegefamilie bekam Aleksandra, als sie schon groß war, in der 9. Klasse, und ständig versuchte man, sie „umzuändern“. Sie beklagten, dass sie kein Geld verdient, wollten sie einmal sogar zurück ins Internat bringen.

„Die Pflegemutter fuhr mich aus der Stadt und sagte: ‚rechts geht es ins Internat, links nach Hause – wähle!‘ Ins Internat wollte ich nicht, zu ihr nach Hause auch nicht. Ich beschloss, in die Berufsschule zu gehen.“

AleksandraAleksandra

Als Aleksandra in die Berufsschule kann, schien ihr, dass sich das Leben bessert: Sie hatte Ersparnisse. Später war das Geld weg und mit ihm auch die Freunde. Sie lernte einen afghanischen Jungen kennen und wurde schwanger. Der Vater des Kindes liebte die Drogen mehr als seinen Sohn, und so blieb Aleksandra allein mit 100 Dollar in der Tasche. So kam sie zu einer Stiftung „Swetlyj Dom (helles Haus – A. d. Ü.)“, die ihr zunächst eine Wohnung anmietete, dann bei der Eintragung für die Wohnung half, später bei der Renovierung.

Aleksandra ist sogar ein bisschen froh, dass sie jetzt eine Wohnung bekommen hat und nicht vor dem Internat.
„Ach wie ich gelebt habe. Aber ich habe überlebt, Gott sei Dank. In schwierigen Momenten hat mir keiner meiner „Freunde“ geholfen. Wenn jetzt jemand von den Heimkindern nicht weiß, wo er wohnen soll, lasse ich sie hier nicht herein. Was haben die getan, die klagen, dass man ihnen keine Wohnung gegeben hat? Haben sie Dokumente gesammelt, haben sie sich über Details informiert?“

„Und was hast du getan, um die Unterstützung der Stiftung zu bekommen?“

„Ich bin insgesamt glückhabend im Leben“, lacht Aleksandra, „und durchsetzungsfähig, ja.“

Die junge Frau geht raus zum Rauchen, deckt sich zu und träumt hörbar von der Zukunft. Fragen über das Leben im Internat lässt sie unbeantwortet: zu sehr möchte sie die Vergangenheit schnell vergessen. Jetzt hat sie ein neues Leben. Es scheint, als ob sie selbst nicht ganz glaubt, dass sie jetzt in ihrer eigenen Wohnung sitzt, wo im halbdunklen Zimmer ihr braunäugiger Sohn Trickfilme schaut.

„Ich zahle die Kommunalabgaben jetzt selbst, ich spare“, Aleksandra dreht zwei Glühlampen in die Lampenfassung. Es wird hell. Sie träumt von einem Anbau an den Balkon und davon, ihr eigenes Nagelstudio einzurichten. Und zu heiraten.

„Alles wird anders. Das ist sicher“, verspricht sie mir zum Abschied.

Einige Stunden später, schon im Zug, erhalte ich eine Mitteilung von Aleksandra: „Nie im Leben kommt mein Kind ins Internat!!!“

31. Mai 2016 // Margarita Tulup

Quelle: Lewyj Bereg

Übersetzerin:   Anja Blume — Wörter: 3282

Anja Blume ist Sozialpädagogin und übersetzt - zwischen eigener poetischer Tätigkeit - auch immer wieder Märchen und Lieder aus dem Russischen ins Deutsche. Ehrenamtlich ist sie im Bereich der internationalen Jugendarbeit tätig.

Hat Ihnen der Beitrag gefallen? Vielleicht sollten Sie eine Spende in Betracht ziehen.
Diskussionen zu diesem Artikel und anderen Themen finden Sie auch im Forum.

Benachrichtigungen über neue Beiträge gibt es per Bluesky, Facebook, Google News, Mastodon, Telegram, X (ehemals Twitter), VK, RSS und täglich oder wöchentlich per E-Mail.

Artikel bewerten:

Rating: 5.5/7 (bei 2 abgegebenen Bewertungen)

Kommentare

Neueste Beiträge

Aktuelle Umfrage

Werden die von Trump eingeleiteten Friedensgespräche erfolgreich sein?
Ja!
18% / 24 Teilnehmer
Nein!
40% / 55 Teilnehmer
Es wird erst gar nicht zu Verhandlungen kommen!
16% / 22 Teilnehmer
Welche Friedensgespräche?
22% / 30 Teilnehmer
Weiß nicht ...
4% / 6 Teilnehmer
Stimmen insgesamt: 137
Abstimmen
Frühere Umfragen
Kiewer/Kyjiwer Sonntagsstammtisch - Regelmäßiges Treffen von Deutschsprachigen in Kiew/Kyjiw

Karikaturen

Andrij Makarenko: Russische Hilfe für Italien

Wetterbericht

Für Details mit dem Mauszeiger über das zugehörige Icon gehen
Kyjiw (Kiew)15 °C  Ushhorod17 °C  
Lwiw (Lemberg)14 °C  Iwano-Frankiwsk15 °C  
Rachiw13 °C  Jassinja13 °C  
Ternopil14 °C  Tscherniwzi (Czernowitz)15 °C  
Luzk14 °C  Riwne14 °C  
Chmelnyzkyj14 °C  Winnyzja14 °C  
Schytomyr12 °C  Tschernihiw (Tschernigow)15 °C  
Tscherkassy18 °C  Kropywnyzkyj (Kirowograd)20 °C  
Poltawa16 °C  Sumy16 °C  
Odessa20 °C  Mykolajiw (Nikolajew)20 °C  
Cherson19 °C  Charkiw (Charkow)19 °C  
Krywyj Rih (Kriwoj Rog)20 °C  Saporischschja (Saporoschje)20 °C  
Dnipro (Dnepropetrowsk)19 °C  Donezk20 °C  
Luhansk (Lugansk)19 °C  Simferopol18 °C  
Sewastopol22 °C  Jalta20 °C  
Daten von OpenWeatherMap.org

Mehr Ukrainewetter findet sich im Forum

Forumsdiskussionen

„Passt nicht ganz in diesen Thread, bin dieses Mal über Ungarn in die Ukraine eingereist. Grenzübergang Berehove/Luschanka, ich war das einzigste Auto, bin in 20 Minuten durch beide Kontrollen gekommen....“

„Und ja, Lutsk war schon mehrfach "unter Feuer " das Leben geht weiter, am Montag war Riwne dran, im Grunde gleich neben an, aber ich lasse mir mein Hirn nicht von Putin... F..., das ist mein Wiederstand!“

„Tanken ist kein Problem... Westukraine ist das komplett safe, Lwiw... oder unterwegs... kein Problem, morgen tanke ich in Lutsk wieder voll, kein Problem Bisher hatte ich keine Einschränkungen, bin aber...“

„Wasserstandsmeldung. In Lwiw habe ich eine tolle Nacht im Hotel verbracht, inkl. Restaurantbesuch, hab tief geschlafen und bin gut erholt aufgewacht. War dann heute nochmals Golf spielen, unweit von Lwiw......“

„"Toll und sicher in der Westukraine" ? - Das mag vielleicht noch für das unmittelbare Grenzgebiet um Mukatschewo gelten. Aber gerade Luzk ist doch schon mehrfach mit großen Luftschlägen angegriffen...“

„Flixbus fährt ab Kiew mir Umsteigen komplett Deutschland oder private Busse, das klappt auch oder " blablacar" App Mitfahrgelegenheit. Mache ich schon seit über 10 Jahren, da werden sicher Fahrten angeboten“

„Wiederum, vielleicht sitzt sie schon in D im Aufnahme..." Lager" und hat Langeweile und braucht Geld und Ablenkung...“

„Kollege, die sitzt in einen Bus und fährt nach D. Das ist so was von unseriös... lass Dich doch nicht verarschen.“

„Luhansk... wieder so ne "Geschichte "“

„Die Frage ist wo? In der Ukraine oder in Deutschland? In D geht es ein bisschen länger, so 4 bis 6 Wochen, aber sehr seriös und zuverlässig. Generalkonsulat in München und deren Außenstelle. 05.2025...“

„Nun, ich bin schon wieder in der Ukraine im Urlaub..., jaaa, das geht! Hängt natürlich etwas von der " Gegend " ab, wo man "abhängt". War gestern in Mukatschewo und in Irschawa (Zakarpatska). Bin heute...“

„Ich sehe gerade, das ich mich mit dem Bus Ticket vertan habe. Es sind 4600 Hrywnja, ca 100€“

„Also könnte sie nicht einfach mit ihrer ukrainische ID-Karte und dem Bus Ticket (siehe #2) für ca 250 Hrxwnja ( ca. 5,50€) die Reise durchführen?“

„Ergänzend der Hinweis: Falls Sie eine ukrainische ID-Karte (Modell 2015) besitzen, gilt diese bis zum 23.2.2026 als Passersatz. Sollten Sie uns glaubhaft nachweisen können, dass Sie keinen Reisepass...“

„Hey zusammen, ich habe soetwas ähnliches. Die Frau wohnt ebenfalls in charkiv und möchte nach Deutschland ausreisen. Sie besitzt aber keinen Reisepass. Ich denke das es sich um eine Betrugsmasche handelt....“

„Gibt es in der Ukraine inzwischen SWIFT? Habe eine UA… Kontonummer bekommen.“

„Guten Morgen, Ich bin in diesem Forum zufällig über die Information gestoßen, dass es offenbar Dienstleister gibt, die gegen Gebühr einen Reisepass für Ukrainer innerhalb von zehn Tagen ausstellen...“

„Das Geld soll schon in die Ukraine gehen. Aber nicht auf den Namen des Passes. Den sie mir gezeigt hat und mit Betreff GIFT. Konto gehört angeblich ihrer Mutter, die eines besitzt weil sie Rente bekommt....“

„Die Masche ist wohl wieder im Vormarsch. Gab doch erst letzte Woche so eine komische Anfrage. In welches Land soll denn das Geld gehen?“

„Liebe Forumsgemeinschaft, Ich hoffe auf eure Erfahrung und unvoreingenommen Urteilskraft. Ich habe über eine Partnerbörse eine ukrainische Grundschullehrerin kennen gelernt, die nach eigener Aussage...“

„Nächste Woche geht es durch den Kongress, Mehrheit ist vorhanden Saudi-Arabie hat auch schon die Produktion hochgefahren.: sagt schon eimal: Hasta la Vista, Putina.....“

„@Frank..., da wirst Du vermutlich nicht Unrecht haben! Züge fahren jedenfalls nach Kiew, auch von Kharkiv aus, eine Ukrainerin findet das selbst auch sehr viel schneller, da sie der Landessprache mächtig...“

„Habe gedient, allerdings hat es nur zum Obergfreiten gereicht, als Wehrdienstleistender die " Krönung", aber klar doch UA = Ukraine. Ich denke, da hat sich jemand nur einen Spaß gemacht. Panzer sind...“

„Soll das ein Witz sein? Die Dame aus Charkiv weis nicht wie sie nach Kyjiw kommt? Klingt doch wieder mal nach jemand der dir das Geld aus der Tasche ziehen will.“

„Ich benötige einmal Euer Schwarmwissen: Für den Besuch einer Bekannten aus Charkiv nach Hannover suche ich gerade nach Möglichkeiten der Reisemöglichkeit. Meines Wissens fahren Busse auf der Route...“

„Johannes: "Bedeutet UA = Unteroffiziersanwärter?" Natürlich nicht, UA = Autokennzeichen der UKRAINE. Meine Güte in welcher Welt lebst Du eigentlich ??“

„..... Naja als die Leos damals geliefert wurden war ja wohl eine Offensive angesagt. Denke mal das wurde ein totaler Fehlschlag, wurde auch nicht weiter kommuniziert. ..... Doch, es wurde schon kommuniziert....“

„Dann verstehe ich das Problem nicht. Die paar Gegenstände einmalig aufzulisten dürfte doch nicht schwerfallen, hier geht's doch auch ? Aber vielleicht findet sich tatsächlich noch eine fundierte Antwort.“

„Es ist das erstere: ich sende ein paar persönliche Gegenstände (die mir gehören und für mich bestimmt sind) an mich in die Ukraine. Es ist ein Paket.“

„"Private Sendung" meint eine gelegentliche Versendung an einen bestimmten privaten Adressaten zur persönlichen Verwendung ? Oder handelt es sich um größere Mengen zur Weiterverteilung,, sog. "private...“

„@tombi ach je Du armer Tropf Gute Manieren sind unbezahlbar, das weiß doch jedes Kind! Fest steht, ich habe gute Manieren und Du nicht und Du tombi kannst Dir keine kaufen. Es spricht schon Bände über...“

„Ich habe eine Frage bezüglich der Zollerklärung (CN22) für persönliche Gebrauchsgegenstände: Ich möchte einige persönliche Gegenstände von Deutschland nach Lviv (mit Nowa Posta) verschicken. Es...“

„@tombi Grüß Dich, immer noch nichts dazugelernt? Wolltest doch wegbleiben? Würde mich wundern, wenn Du mit Deinen schlechten Manieren hier noch länger verweilen darfst! Na, Deine sind ja auch nicht...“

„@tombi Grüß Dich, immer noch nichts dazugelernt? Wolltest doch wegbleiben? Würde mich wundern, wenn Du mit Deinen schlechten Manieren hier noch länger verweilen darfst!“

„aha, hofft man also.... man, ich kann ja den Lavrov bereits bis hierhin sabbern hören.... Mal eine Frage an die Forumsleitung: wessen Moral wollt ihr eigentlich mit diesen Fakes untergraben und Was zahlt...“

„Chief Rabbi of Ukraine Moshe Azman - Time to fight Hey, der Rabbi kann ja richtig rocken: iframe Der lässt ja richtig die NaZi-Riege in Moskau in Fetzen reissen..... geil“

„Bedeutet UA = Unteroffiziersanwärter? Jedenfalls hat mir Bernd eine sehr gute Antwort über die Schwachstellen der Leopard-Panzer gegeben. Die Sache mit der relativ massiv und stabilen Trennwand zwischen...“

„Yeep Frank, so war es. Auch der Leo ist keine Wunderwaffe. Drohnen greifen von oben an, dort wurde bei allen Kampfpanzermodell an Panzerung gespart, mußte nie geschützt werden. Jedenfalls hält die Front...“

„Was soll das werden? Spielst du im Sandkasten Panzerkrieg? Damalss die 70 km Fahrzeugkolonne der Russen vor Kyiv wurde einfach aufgerieben. Da ist nix mit nebeneinander fahren. Das war eine Strasse durch...“

„Awarija hat uns mitgeteilt, dass es heute für den Preis von hundert €uro Spielzeugdrohnen gäbe, mit der ein Panzer vernichtet werden könne. Könnte mit einer solchen Drohne auch ein Leopard II oder...“

„Und warum zählst das jetzt auf? Panzer dürften keine Rolle mehr spielen. Um die 10.000 von den Russen sollen zerstört worden sein. Unbemerkt kann sich eine grössere Anzahl auch nicht mehr ansammeln....“

„Einen reinen Bewegungskrieg gibt es nicht. Falls es den Verteidigern gelingt, die feindlichen Angriffsverbände in einigen Abschnitten aufzuhalten, kann daraus ein Stellungskrieg entstehen. Zur Verteidigung...“

„Panzer sind im modernen Krieg Dinos, zu schwerfällig, zu verwundbar, zu teuer. Jede 100€-Spielzeugdrohne kann so einen millionenschweren Koloß binnen Sekunden vernichten. Die Russen setzen sich inzwischen...“

„..... Sind solche gewaltigen Panzer-Operationen, die im Sommer 1941 real vollzogen worden sind, in der Gegenwart nicht mehr möglich? Damals hatte man auch mit riesigen Bomberschwärmen angegriffen. Das...“

„Eine Anmerkung zur Kriegsgeschichte: sind die Erkenntnisse aus dem Zweiten Weltkrieg heute technisch überholt? Als Student hörte ich in militärhistorischen Vorlesungen in Deutschland ungefähr Folgendes:...“

„@lev dann wünsche ich Dir eine gute Reise, es war sehr schön in LVIV, muss unbedingt nochmals so eine Rundreise machen. Ich habe so wundervolle Menschen kennengelernt, ich bin zutiefst beeindruckt! Es...“

„Danke Bernd für deine Eindrücke. Ich fahre Ende Mai wieder für mehrere Wochen nach Lviv. Nicht um Urlaub zu machen, sondern in unsere Wohnung. Hatte sie ja vor dem Krieg, aufwendig saniert und möchte...“

„Hallo liebe Forengemeinde und Mitleser, ich bin gerade auf einem Kurztripp durch die Ukraine. Es ist wunderschön wieder hier zu sein. Es fehlen die Touristen, gestern habe ich einen persönlichen und...“

„Kurzer Bericht, hab dann doch den Wachwechsel erwischt, bei den Polen ging dann bestimmt 45 Minuten gar nix. Und dann wurde in zwei Schüben eingelassen, ich finde, dann ging es in einem guten Tempo voran....“

„Bin jetzt da, 10 PKW vor mir, das ist akzeptabel, ist ja auch der 1.Mai. Bin zufrieden mit der Situation. @Frank Fahre immer noch ein schwarzes Auto... kennst doch meine Erfahrung mit der Polizei in UA...Kaffeebraun...“

„Probier doch einfach. Wenn der offen ist doch alles ok. Bin da glaube mal zurück drüber gefahren. War dann nur eine ewige Kurverei bis zur A4. Bin da aber eh erstmal bis Krakau. Kann natürlich auch...“

„Schade, dass es keine Info´s zu Zosin gibt, wer aber noch was weiß, bitte schreiben, ich fahre jetzt in 30 Minuten los und kann immer noch in ca. 10h bei einem Stopp nochmals nachlesen. Google Maps schickt...“

„Diesen Grenzübergang hatte ich schon auf dem Schirm, kenne ihn nur noch nicht. Kann jemand noch etwas zu Zosin sagen, wäre ja auch machbar oder lieber nicht? Vielen Dank Bernhard.“

„Hallo Bernd Es hängt etwas davon ab, wohin Du in Ukraine fahren möchtest. So wie es scheint möchtest Du (wie ich normalerweise) in Richtung Kiew fahren. Ich benütze deshalb seit Jahren den Übergang...“

„Ergänzend, möchte nach Luzk fahren, ist ja sicherlich nicht uninteressant für einen Ratschlag.“

„Möchte morgen über Nacht in die Ukraine fahren und plane die Ankunft an der Grenze sehr früh am Morgen. Fahre entweder über Polen oder ggf. über Tschechien, je nachdem was google maps empfiehlt. Normalerweise...“