Erste Reaktionen


Inzwischen kam es zu den ersten Reaktionen.

So zweifelt Julia Tymoschenko alle Exit-Polls außer dem der Initiative “Nationalny Exit-Poll” an, in dem der Abstand nur 4 Prozent beträgt. Alle anderen sind ihrer Meinung nach gekauft, um die Fälschungen durch die Anhänger Janukowytschs zu übertünchen.

Serhij Tihipko ruft unterdessen dazu auf, im zweiten Wahlgang niemanden zu unterstützen, weder Janukowytsch noch Tymoschenko.

Jazenjuk hat die Exit-Polls als Fastergebnisse anerkannt und sagt ebenfalls, dass er niemanden im zweiten Wahlgang unterstützen wird.

In Juschtschenkos Lager ist man hingegen bislang nicht bereit die Niederlage einzugestehen, so wurden erst einmal alle Kommentare unter Verweis auf die noch ausstehenden ersten Ergebnisse verweigert, denn, so Roman Bessmertnyj Vertreter des Präsidialamtes, der zweite Platz ist noch nicht klar. Ihor Popow, ebenfalls aus dem Präsidialamt, meinte, dass Juschtschenko weder zur Unterstützung Tymoschenkos noch zu einer Janukowytschs im zweiten Wahlgang aufrufen wird.

Internationale Beobachter, das Wählerkomitee der Ukraine und die Zentrale Wahlkommission sind sich darin einig, dass die Wahlen ohne größere Probleme über die Bühne gingen.

Die ersten Ergebnisse von der Zentralen Wahlkomission werden hingegen erst morgen früh erwartet.

Zum Stand 22:34 Uhr Kiewer Zeit lagen Ergebnisse zur Wahlbeteiligung aus 109 der 225 Wahlkreise vor, denen nach 66,88% der Wahlberechtigten teilgenommen haben. Hierbei wurden die größten Wahlbeteiligungen in Ternopil (75%), Riwne (71%) und Donezk (70%) festgestellt. Die Städte Kiew und Sewastopol wiesen 67,23% bzw. 66,89% aus.

Quellen:
Ukrajinska Prawda und RBK-Ukraina

Übersetzer:   Andreas Stein  — Wörter: 241

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