600-Jahr-Feier von Tscherniwzi/Czernowitz/ Tschernowitz/ Tschernowzy


Am letzten Wochenende feierte Tscherniwzi den 600. Jahrestag der Gründung der Stadt. Die feierliche Veranstaltung begann mit einer Präsentation der genauen Kopie einer Urkunde des moldawischen Herrschers Alexanderu cel Bun von 1408 im staatlichen Kunstmuseum von Tscherniwzi, gemäß derer es den Lwiwer Kaufleuten erlaubt wurde mit den Tscherniwzern zu handeln. Zwei Stunden später kletterte der gebürtige Tscherniwzer Arsenij Jazenjuk, der Parlamentssprecher der Werchowna Rada, auf die Tribüne beim Rathausgebäude. “Liebe Tscherniwzer! Liebe Freunde! Das Wort wurde nicht dem Haupt der Werchowna Rada, sondern einfach dem Tscherniwzer Jazenjuk gewährt. Ich bin ein Mensch, der sich selbst nicht ohne diese Stadt vorstellen kann. Hier bin ich geboren worden und aufgewachsen, hier wohnen meine Eltern und werden meine Kinder erzogen.”, sprach er aufgeregt aus.

Der Bürgermeister von Tscherniwzi, Mikola Fedoruk, überreichte Arsenij Jazenjuk die Medaille des Tscherniwzer Stadtrates “Na Slawu Tscherniwziw” (ungefähr “Ehrung von Tscherniwzi” also die Ehrenmedaille von Tscherniwizi). Die gleiche Medaille trug er Präsident Wiktor Juschtschenko an, der gegen 14:00 Uhr zur feierlichen Versammlung des Schauspielhauses der Tscherniwzer Oblast eintraf. Im Gegenzug übergab der Präsident Bürgermeister Fedoruk den Orden “Für Verdienste” der 1. Klasse. “Ich bin sicher, dass die Einwohner der Bukowina vollständig den Kurs der europäischen und euroatlantischen Integration teilen.”, bemerkte das Staatsoberhaupt dabei. Zur Feier erwartete man auch Premierministerin Julia Timoschenko, doch sie änderte ihre Fahrt nach Tscherniwzi, aufgrund des Unglücks in einem Schacht in der Lugansker Oblast, ab. Am Sonnabend fand abends auf dem Domplatz ein Konzert mit dem italienischen Sänger Toto Cutugno statt.

Am Sonntag eröffnete der gebürtige Tscherniwzer, der Parlamentsabgeordnete Jan Tabatschnik, das Denkmal des Bildhauers Surab Zereteli, dem 600. Jahrestag der Stadt gewidmet. Das Denkmal besteht aus einer bronzenen Stele mit der Inschrift “Meiner Heimatstadt”, geschrieben in acht Sprachen – neuhebräisch, ukrainisch, polnisch, russisch, deutsch, rumänisch, tschechisch und ungarisch.

Quelle: Kommersant-Ukraine

Übersetzer:   Andreas Stein  — Wörter: 311

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