Alfa-Group bleibt das Kyivstarpaket erhalten


Die “Alfa-Group” hat ihren Anteil am türkischen Mobilfunkbetreiber Turkcell (besitzt 54,8% von life:) ) von 13,22% auf 4,99% gesenkt. Käufer der 8,23 % der Aktien von Turkcell wurden die Strukturen des russischen Geschäftsmannes Alexander Mamut und der kasachischen Investmentfirma Visor Group. Auf diese Weise hat die “Alfa-Group” eine der Forderungen des New Yorker Gerichtes umgesetzt – den Anteil an Turkcell zu verringern oder das Paket von “Kyivstar” bis zum 23. März zu veräußern. Doch die auferlegten Strafen, deren Höhe bis zu 24 Mrd. $ im Jahr erreichen kann, werden beibehalten.

Gestern hat das Unternehmen Altimo, welches die Telekommunikationsaktiva der “Alfa-Group” verwaltet, erklärt, dass sie 62,2% der Alfa Telecom Turkey Ltd. (ATTL) an die Unternehmen Nadash International Holdings Inc. und die Henri Services Ltd (HSL) verkauft hat. Der erste Käufer steht mit der Visor Group in VErbindung, der zweite gehört Mamut. Die Summe des Geschäftes betrug 90,2 Mio. $. ATTL ist Besitzer von 13,22% von Turkcell, auf diese Weise sank im Ergebnis des Geschäfts der indirekte Anteil von Altimo am türkischen Mobilfunkbetreiber auf 4,9896% und Nadash und HSL wurden zu Besitzern von 8,23% an Turkcell. Es gelang gestern nicht sich mit Alexander Mamut und Vertretern der Visor Group in Verbindung zu setzen.

Altimo hatte die indirekte Kontrolle über 13,22% der Aktien von Turkcell am Ende des Jahres 2005 erhalten. 2007 hatte das New Yorker internationale Handelsschiedsgericht im Verlaufe der Prüfung der Klage der norwegischen Telenor festgestellt, dass die Strukturen von “Alfa” die Aktionärsübereinkunft von “Kyivstar” (Telenor besitzt 56,6% und “Storm”, Tochter von “Alfa”, 43,5%) verletzen. Das Gericht verpflichtete die Strukturen der “Alfa-Group” vor dem Vorstand von “Kyivstar” zu erscheinen und bis zum 23. März 2009 den Anteil am Konkurrenzmobilfunkbetreiber Turkcell (besitzt 54,8% von “Astelit”, TM life:) ) und dem Betreiber “Ukrainskije Nowejschije Technologii” auf 5% zu senken. Andernfalls hätte “Alfa” sein Paket an “Kyivstar” verkaufen müssen.

Ende 2007 hatte die “Alfa-Group” bereits den Verkauf von 6,6% der Turkcell an die Visor Holding verkündet, was den Anteil von Altimo bei “Astelit” auf 3,6% gesenkt hätte. Den Bedingungen des Geschäfts nach, hatte die “Alfa-Group” Visor nur das Stimmrecht des Paketes bei Turkcell abgetreten, doch das ökonomische Interesse (das Recht die Dividenden zu erhalten) bei sich behalten. Außerdem besaß sie das Rückkaufsrecht für das Paket. Wie gestern der Senior-Vice-President von Altimo Kirill Babajew erläuterte, haben Nadash und HSL dem neuen Abkommen nach das Recht erhalten, unabhängige Mitglieder in den Vorstand von ATTL zu entsenden und ebenfalls ein Vorstandsmitglied bei Turkcell zu nominieren.

Der Verkauf der Anteile an Turkcell ist nicht ausreichend dafür, um die Strafsanktionen zu vermeiden, die “Alfa” vom New Yorker Bundesgericht des Bezirkes Süd (die letzte Entscheidung wurde am 11. März verkündet) auferlegt wurden: eine Strafe in Höhe von 100.000$ am Tag beginnend vom 12. März gilt, solange “Alfa” sein Aktienpaket von “Kyivstar” nicht auf ein Konto des Gerichts übergibt (die Höhe der Strafe verdoppelt sich alle 30 Tage, das heißt die Summe kann im Jahr etwa 12,4 Mrd. $ erreichen), die zweite droht der Gruppe, falls sie nicht bis zum 23. März die Einstellung des Gerichtsverfahrens gegen “Kyivstar” erreicht, welches vom Unternehmen E.C. Ventures eingeleitet wurde (das Gericht verdächtigt die “Alfa-Group” der Verbindungen mit diesem Unternehmen, die Gruppe selbst weist dies jedoch von sich). Wie gestern Babajew erklärte, beabsichtigt Altimo in der nächsten Zeit dem Gericht ein Verfahren der Deponierung der Aktien vorlegt, doch mit der E.C. Ventures werden Verhandlungen geführt, die nicht bis zum 23. März abgeschlossen sein könnten.

Anna Balaschowa , Pawel Urussow

Quelle: Kommersant-Ukraine

Übersetzer:   Andreas Stein  — Wörter: 643

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