Jechanurow fordert von Timoschenko eine persönliche Entschuldigung ob der Korruptionsvorwürfe


Verteidigungsminister Jurij Jechanurow fordert die Entlassung des Vorsitzenden der Hauptkontroll- und Revisionsverwaltung, Nikolaj Siwulskij und eine persönliche Entschuldigung von Seiten der Premierin, Julia Timoschenko, für die Verbreitung von unwahren Informationen.

Davon ist in einem offenen Brief Jechanurows an die Adresse Timoschenkos die Rede, welcher der “Ukrajinska Prawda“ vorliegt.

Insbesondere bekräftigt der Minister, dass die Schlussfolgerungen der Revisionsverwaltung auf der Grundlage von Informationen getan wurden, die “nicht den Tatsachen entsprechen oder offene Fälschungen sind”.

“Derweil, haben Sie in Ihren Äußerungen während der Kabinettssitzung vom 20. Mai 2009 die Nutzung des Terminus ‘Korruption’ zugelassen, was, gemäß dem geltenden Gesetz, ausschließlich Strafverfolgungsbehörden vorbehalten ist. Auf diese Weise haben Sie Funktionen übernommen, die einer Amtsperson ihres Ranges nicht eigen sind”, heißt es im Briefe Jechanurows an Timoschenko.

Die Verbreitung dieser Information bringt, der Meinung Jechanurows nach, “den Bewaffneten Kräften der Ukraine moralischen Schaden”. In Verbindung damit bittet der Minister die Premierin darum, Suwilskij zu entlassen und fordert ebenfalls von Timoschenko eine Entschuldigung.

“Im Falle des Ausbleibens entsprechender Reaktionen auf diese Forderungen behalte ich mir das Recht vor, als Bürger, meine Ehre und Würde vor Gericht zu verteidigen”, wurde in der Erklärung gesagt.

Wie bekannt ist, hatte Timoschenko Präsident Wiktor Juscthschenko am Montag einen Brief mit der Bitte um die Entlassung Jechanurows geschickt.

Der Direktor der Abteilung für Staatseinkäufe und Ressourcensicherheit des Verteidigungsministeriums, Wassilij Bartkiw, erklärte seinerseits, dass das Ministerium beabsichtigt eine Klage gegen die Revisionsverwaltung aufgrund der Veröffentlichung zweifelhafter Informationen zur Tätigkeit der Behörde einzureichen.

Quelle: Ukrajinska Prawda

Übersetzer:   Andreas Stein  — Wörter: 257

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