„Wullje schaffen”: Was Zeidlerei ist und warum Bienen die neue Visitenkarte der Ukraine werden sollten



Die Einwohner der geheimnisvollen Religion Polesien [Polissja] nennen ihre Bienen „Ptscholy“ [das (bela-)russische Wort für Bienen, A.d.R.]. Gerade hier existiert seit über 1500 Jahren ununterbrochen die älteste Tradition der Imkerei – die Zeidlerei oder auch Waldimkerei.

In Polesien weiß man, was Zeidlerei ist und was es bedeutet, Zeidler zu sein, doch für die breite Masse wird dieses Handwerk nur dank einiger Enthusiasten bekannt, die sich für die Kultur der alten Imkerei interessieren.

Über die Zeidlerei erzählt Maxym Ptschelow – Grafikdesigner und Mitgründer der öffentlichen Organisation „Bortnyky Ukrajiny“ [dt. Zeidler der Ukraine, A.d.Ü.]. Er kann sich bereits sein Leben ohne seine „Ptscholy“ nicht mehr vorstellen.

Bekanntschaft mit Bienen

In seiner Kindheit sah Maxym nie ein Bienenhaus. Er träumte von Archäologie, und sein Hauptziel war, nach der Schule an der Fakultät für Geschichte zu studieren.

„Aber mit Geschichte klappte es nicht und ich begann an der Agraruniversität an der Fakultät für Zootechnik zu studieren.

Als wir im zweiten Studienjahr eine Fachrichtung wählen sollten, hatte ich überhaupt keine Strategien.

Man konnte sich mit Pferden, Kühen, Vögeln, Genetik… oder mit Bienen beschäftigen.

Fast alle meine Studienkollegen hatten ihre Wahl im Voraus geplant, doch meine war ganz spontan.

Damals dachte ich einfach, die Bienen sind die coolsten von dieser Liste, weil ich mit ihnen früher nie etwas zu tun hatte.

Seit meiner Kindheit an wohnte ich in einer Stadt und hatte nicht mal eine Oma auf dem Land, geschweige denn einen Bienengarten. So ein Asphaltheld war ich (lächelt). Deswegen fing meine Bekanntschaft mit Bienen von Null an.

Das Studium gefiel mir, es war interessant und mit der Zeit stellte sich die Frage eines Zusatzeinkommens. Im letzten Studienjahr fing ich an mir selbstständig Grafikdesign anzueignen und bekam einen Job bei einem Zeitschriftenverlag.

Die Arbeit nahm viel Zeit in Anspruch, außerdem wurde an mich eine Forderung gestellt, gemäß welcher ich zur Vollzeit wechseln musste. Ich wählte die Arbeit und bereue das nicht. Damals dachte ich mir, auf meine alten Tage würde ich mir einen Bienengarten anzuschaffen und doch zur Imkerei doch zurückkehren.

Zu den Ursprüngen der Imkerei

Nach nur fünf Jahren begriff ich, dass Grafikdesign und Werbung nicht das war, womit ich mich wirklich gerne beschäftigen wollte.

Ich beschloss aufs Land zu ziehen, ein Haus zu bauen und mich mit Bienen zu beschäftigen.

Ich stellte einfache rahmenförmige Bienenhäuser auf und verkaufte sogar Honig aus der eigenen Imkerei.

Bei mir selbst kam die Frage auf, wie die Imkerei früher, noch zur Zeit der Kyjiwer Rus aussah.

Ich wusste, dass Honig damals tonnenweise aus unseren Regionen exportiert und direkt von Bäumen, wo die Bienenvölker lebten, gesammelt wurde.

Aber über die Technik selbst fehlte es mir an Wissen. Langsam suchte ich nach Information.

Zu dieser Zeit arbeitete ich im Kunstarsenal [Mystezkyj Arsenal in Kyjiw, A.d.R.] und ging während der Mittagspausen in die historische Bibliothek gegenüber und suchte nach der entsprechenden Literatur.

Innerhalb von fünf Jahren lernte ich viel interessantes, doch die Antworten auf die Fragen, die ich mir am Anfang gestellt hatte, konnte ich nicht finden.

Die Technik wurde nirgendwo erwähnt. Erst später erfuhr ich zufällig, dass in der Ukraine die ununterbrochene Erbtradition des Honigsammelns aus den Baumbeuten [Beute = alter Zeidlerausdruck für die Baumhöhlen, A.d.R.] noch immer existiert.

Und diese Tradition gibt es bereits seit 1.500 Jahren.


Im Unterschied zu der modernen Imkerei hat die Zeidlerei auch einen kulturellen Bestandteil. Damit ist eine ganze Reihe von Ritualen, Symbolen verbunden – und das alles existiert bis heute.

Im Jahre 2013 beschloss ich, dass ich Zeidler kennenlernen sollte. Meine Frau und ich fuhren mit dem Motorrad in das Dorf Selesiwka im Kreis Owrutsch [Gebiet Schytomyr, A.d.Ü.] – das ist eines der größten Zentren der Zeidlerei.

Damals kannten wir niemanden von den Einheimischen und fragten Leute, während wir durch das Dorf gingen. Und so fanden wir diejenigen, nach denen wir gesucht hatten!

Wir lernten ein paar Zeidler kennen, die uns Baumbeuten, Werkzeuge zeigten und uns erzählten, wie man mit ihnen arbeitete.

Suche nach Verbündeten

Nachdem Maxym aus Selesiwka zurückgekehrt war, fing er an, die Zeidlerei noch tiefer zu erforschen und nach denjenigen zu suchen, die sich für dieses Thema interessierten. Er sagt, es müsse jemanden geben, der genauso nach Information sucht und den alten Prozess des Honigsammelns rekonstruieren würde. So lernte er den Ethnographen Olexij Nahornjuk kennen.

„Es stellte sich heraus, dass er bereits viel Information und viele Materialen aus der Gebiet Riwne hatte. Zu diesem Zeitpunkt gab es in der Ukraine nur ein paar Menschen, die sich für Zeidlerei interessierten und sie erforschten. So saßen wir praktisch im gleichen Boot.

Anfang dieses Jahres beschloss ich, dass es höchste Zeit war, entscheidende Schritte zu machen.

Zusammen mit Olexij gründeten wir den Verein „Bortnyky Ukrajiny“.

Das öffnete uns die Tür in einen breiteren Informationsraum, ermöglichte uns, uns offiziell um verschiedene Gelder zu bewerben, Kooperationsverträge zu schließen und als Ergebnis – die ukrainische Zeidlerei für die Welt zu öffnen.

Bis jetzt blieb praktisch das ganze Wissen über die Zeidlerei bei denselben Zeidlern aus Polesien. Unsere Aufgabe ist, dieses Wissen zu systematisieren, es kreativ zu implementieren und die Ukraine und die Welt mit der Zeidlerei bekannt zu machen.

Die Jugend in Polesien beginnt, sich für alte Techniken des Honigsammelns wegen des Produkts selbst zu interessieren, während sein kultureller Bestandteil langsam ins Vergessen gerät.

Das Ziel der Zeidler ist, soviel Honig wie möglich zu sammeln. Aber Olexij und ich interessieren uns neben dem Produkt auch für die Rituale, Symbole, Sprichwörter und Sagen, die damit verbunden sind, also für alles, was den praktischen Bestandteil vervollständigt.“

Polesien – das Land der Zeidler

Die beste Region für die Zeidlerei ist Polesien. Dort sind noch immer die dichtesten Wälder erhalten geblieben und wächst die größte Zahl alter Bäume, die für Bienenvölker taugen.

Gerade verschwinden die Bienen schrittweise aus der Natur, weil es immer weniger Bäume gibt, welche sie bewohnen könnten.

„Auf meiner letzten Expedition stellte sich heraus, dass alte Eichen mit Bienenschwärmen nicht nur im Wald, sondern auch auf den Friedhöfen geblieben sind – dort werden sie seit Jahren von niemandem berührt.

Ich habe vor, in den Wald zu fahren und dort alte Bäume zu markieren, damit sie niemand fällt und sie in der Zukunft als Häuser für Bienen funktionieren könnten.

Es gibt zwei Arten von Zeidlerei: die Bienenzucht in einem abgesägten Holzklotz, einer Klotzbeute oder direkt in einem lebenden Baum.

Die Bienen schaden dem Baum nicht, da seine Säfte fortsetzen, über die äußere Schicht des Holzbildungsgewebes zu fließen, und so kann der Baum noch hunderte Jahre leben

Die Zeidler fanden solche Baumhöhlen, erweiterten sie, erzeugten ein spezielles Brett, das als Tür galt, und kümmerten sich um den Bienenschwarm.

Diese Art der Zeidlerei existiert jetzt nur teilweise in Weißrussland und bei uns in Polesien.

Die Leute wohnten seit tausend Jahren in Polesien in Einzelgehöften und nur in den letzten 70 Jahren in Dörfern sowjetischen Typs. Die Zivilisation kam hierher am spätesten und die Einheimischen brauchten einfach keine Bienenhäuser mit Wabenrahmen.

Diese Region ist am authentischsten – gerade deswegen ist sie so interessant.

Bis heute existieren hier neben dem Christentum die Traditionen des alten Glaubens.

Zum Beispiel wächst Gebiet Riwne in einem Dorf eine riesige jahrhundertalte Kiefer – sie ist ganz mit Tüchern behängt.

Die Einheimischen nennen sie Beschützerin des Dorfes, gehen zu ihr beten, und gegenüber steht eine Kapelle. Allerdings trocknet diese Kiefer langsam ein, und es bleibt das Geheimnis, was mit diesem Dorf weiter geschehen wird.


Wilder Honig

„Einer meiner Dozenten am Institut sagte, es existiere keine sogenannte Hausbiene.

Die Bienen sind von Natur wild, der Unterschied besteht nur im Umfeld.

Für Bienen ist ein quadratförmiger Bienenstock unnatürlich, denn die Wärme verbreitet sich dort ungleichmäßig.

Sogar im eigenen Haus kann man sich überzeugen, dass in den Ecken die Temperatur niedriger ist. In einer runden Baumhöhle kann sich die Wärme jedoch gleichmäßig verbreiten und das schafft angenehme Bedingungen für den Bienenschwarm.

Der Unterschied zwischen dem Honig aus einer Beute und aus einem raumförmigen Bienenstock ist wirklich wesentlich.

In den modernen Techniken wird für den Bienenstock eine künstliche Honigwabe verwendet, die Paraffin beinhaltet – ein Teil davon geriet dementsprechend in das Produkt.

Außerdem verändert sich infolge des Kontakts mit Metall die chemische Zusammensetzung des Honigs und das macht seine Qualität niedriger.

Das Handwerk eines Zeidlers

Die Zeidler haben meistens keine Bienenausbildung, sie machen einfach das, was ihre Großväter gemacht haben – und so ist es von einer Generation zu der anderen.

Dafür gibt es bei ihnen viel angestammten Volksglauben. Oft widersprechen diese Volksglauben den wissenschaftlichen Tatsachen, aber vielleicht deswegen ist die Zeidlerei so authentisch erhalten geblieben.

Um die Bienenschwärme und die Bäume kümmern sich die Zeidler das ganze Jahr lang.

Ein Zeidler kann sogar auf 100 Klotzbeuten mit Bienenvölkern aufpassen, und der Abstand zwischen ihnen reicht manchmal bis zu 50 Kilometern.

Im Winter kommt zur Beute der Specht – der Vogel, der kleine Aushöhlungen in den Baum hackt und Bienen frisst.

Dann kommen Marder oder Mäuse, die das Loch vergrößern und das Bienenvolk auch daran hindern ruhig zu leben.

Deswegen müssen die Zeidler diese Löcher ab und zu stopfen

Im frühen Frühling suchen die Zeidler nach alten Bäumen oder stellen bereits fertig ausgehackte Klotzbeuten auf, reinigen die Baumhöhlen und bereiten sie für die Besiedlung durch Bienen vor.

Dieser Prozess heißt in Polesien „wullje schaffen“ [wullja – belarussisch für Bienenstock, A.d.R.]. In die Baumhöhlen werden duftende Kräuter und Blumen oder ganze Blumensträuße eingerieben, die die Bienen anlocken.

Die restliche Zeit beschäftigen sich die Zeidler mit der Hauswirtschaft, pflücken Beeren und sammeln Pilze, die es in Polesien jede Menge gibt.

Auf die Beuten und Bäume passen sie zu zweit auf, weil es alleine schwierig ist, auf den Baum mit allen Werkzeugen zu klettern – jemand muss absichern und helfen.

Früher war das Handwerk eines Zeidlers noch schwieriger, weil in Polesien viele Bären lebten, die außerdem gut auf die Bäume klettern konnten.

Mit der Verkleinerung des Waldes verschwinden die Bären langsam, deswegen hängen moderne Zeidler ihre Beuten immer niedriger.

Dafür wurden die sogenannten „Bienendiebe“ aktiv – diejenigen, die Honig stehlen.

Das ist nicht einfach zu machen, aber der Dieb muss zumindest nicht auf den Baumwipfel klettern, weil die Beuten jetzt so niedrig hängen, dass es reicht, eine kleine Leiter anzulehnen.

Die Einwohner von Polesien sagen, seit alten Zeiten gebe es für solche Diebe eine besondere Strafe.

Wenn der Bienendieb erwischt wurde, musste er auf den Boden genau von dort springen, wo er geklettert war.

Natürlich endete das mit dem Tod oder einem körperlichen Schaden. Dieser Brauch existiert in Polesien bis heute.

Die Zeidler selbst begreifen den Wert des Produkts nicht, welches sie sammeln.

Der Honig aus einer Beute wird häufig zum Preis des Honigs aus einem Bienenhaus verkauft. Als ich das sah, bot ich einem bekannten Zeidler selbst an, seinen Honig zum doppelten Preis zu kaufen. Er wunderte sich sehr darüber.

Und gerade das ist die wichtigste Aufrechthaltung des Handwerks. Das bedeutet, dass der Sohn oder der Enkel des Zeidlers nicht nach Kyjiw fahren muss, um dort als Manager zu arbeiten, sondern er könnte Geld selbstständig mit dem Honig aus dem Baumstamm verdienen.

Außerdem gibt es dafür alle Bedingungen, Materialen und Lehrer. Jetzt wird diese Tätigkeit immer weniger eine Erbsache, weil die Zeidlerei nicht den Kindern beigebracht wird, sondern denjenigen, die sich dafür interessieren.“

Rekonstruktion von Werkzeugen

„Die Techniken der Herstellung der Werkzeuge verschwindet auch langsam mit den Trägern dieses Wissens. Zum Beispiel, die Ausrüstung, mit Hilfe derer der Zeidler auf den Baum klettert, wird nicht mehr hergestellt.

Die letzten dieser Werkzeuge wurden vor ein paar Jahrhunderten hergestellt – sie werden noch immer gebraucht.

Diejenigen, die diese Werkzeuge machten, sind schon längst nicht mehr am Leben, deswegen habe ich vor, den Herstellungsprozess dieses Werkzeuges zu reproduzieren.

Wobei es nicht leicht und nicht wirklich ästhetisch ist.

Für diese Ausrüstung nahm man die Haut eines Elchs oder von Rindern. Die Elche lassen wir in Ruhe, die Rindshaut reicht (lächelt), für die Kletterausrüstung braucht man zwei davon.

Die Zeidler bearbeiteten die Haut, tauchten sie ins Wasser ein, ließen sie im Kuhdung, im Harn liegen und am Ende schnitten sie diese in dünne Streifen und bearbeiteten sie mit Teer.

So ein Kletterseil wurde weich und sehr fest. Ich habe zwei Originale als Muster, die bereits älter, als 100 Jahre sind und sie schauen noch immer sehr gut aus.“

Zeidlerei in der Welt

Die Zeidlerei war auf dem Territorium der Ukraine, Polens, Weißrusslands, Litauens, in den anderen europäischen Ländern und in Baschkirien, hinter dem Ural verbreitet. Mittlerweile entwickelt sich das Thema der Zeidlerei aktiv unter den Polen.

„Die polnischen Forscher werden vom Staat unterstützt und finanziert. Sie kamen auch zu uns, um das Fotoprojekt „Die letzten Zeidler von Europa“ zu organisieren.

In Polen sowie auch in Weißrussland arbeitet man an der Ernennung der Zeidlerei zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Zusammen arbeiteten sie lange an dieser Idee und nahmen sogar Video-Zustimmungen an.

Das ist noch eine Bedingung: Die Träger einer bestimmten Tradition sollen zustimmen, diese zum Weltkulturerbe zu ernennen.

Es wurden 104 solche Zustimmungen für das polnisch-weißrussische Projekt aufgenommen.

Interessant, dass die weißrussische Zeidlerei aus der ethnokulturellen Sicht der ukrainischen absolut ähnlich ist – die Verbreitungsregion ist dieselbe.

Aber zu der Zeit, als die Arbeit zur Einreichung zur Liste des UNESCO-Welterbes begann, wurde die Forschung der Zeidlerei in der Ukraine erst geboren.

Damals konnte niemand mit dem Vorschlag zur Kooperation auftreten und die Ukraine blieb mit ihren lebendigen Traditionen der Zeidlerei am Rande.

Damit die ukrainische Zeidlerei die Chance bekommt, zum UNESCO-Welterbe erklärt zu werden, schlug ich vor, sie in die Liste des Kulturerbes der Ukraine einzutragen.

Beim Rat für immaterielles Erbe des Kultusministeriums unterstützte man die Idee und in ein paar Monaten war unsere Arbeit beendet.

Jetzt hat die Zeidlerei mehr Chancen, ihren Platz im Informationsraum einzunehmen, für einen breiteren Kreis der Menschen interessant zu werden, die diese Tradition aufrecht halten werden. Das ist auch eine wichtige Voraussetzung zur Aufnahme ins UNESCO-Welterbe, deswegen ist für die Ukraine die Tür offiziell geöffnet.

Die Zeidlerei kann und wird noch eine Richtung für die Entwicklung des Tourismus, für das Knüpfen von Kontakten mit Polen, Litauen, Deutschland und Weißrussland sein. Schon in ein paar Jahren werden sie zu uns kommen, da wir in der Ukraine die Träger dieser Tradition haben.“

Zukünftige Projekte

Zu den Plänen von Maxym gehören ein Freilichtmuseum, interaktive Veranstaltungen, Installationen, Fotoprojekte und sogar Platzierung von Klotzbeuten mit Bienenschwärmen in Kyjiwer Parks. Zu den aktuellen Aufgaben gehören auch die Dreharbeiten des ersten abendfüllenden Kinofilms über die Erforschung der Zeidlerei mit dem Arbeitstitel „Der Bär“.

„Vorschläge für die Kooperation kommen bereits aus dem Ausland. Der letzte war aus Kanada bezüglich der gemeinsamen industriellen Honigherstellung in rahmenförmigen Bienenstöcken, aber ich sagte ab. Mich interessieren traditionelle Techniken, und nicht nur das fertige Produkt.

Einer der größten Pläne ist, ein Zentrum der Zeidlerei zu gründen, wo man zu einem Workshop für die Herstellung von Holzbeuten oder Kerzen kommen, Honig kosten und über die alten Techniken der Imkerei erfahren könnte. Das wird ein Zentrum sowohl für Wissenschaftler, als auch für Touristen sein.

Auch führen wir mit dem Park „Beremyzke“ [ein Naturpark in der Nähe von Kyjiw, A.d.Ü.] Verhandlungen durch, wo wilde Tiere der Region Polesien leben.

Bald kann man dort das Leben der Bienen in ihrem natürlichen Umfeld beobachten.

Jeden Monat bekommen wir immer mehr Ideen und Vorschläge von Partnern, die mit der Zeidlerei verbunden sind – um sie umzusetzen, würde das ganze Leben nicht reichen (lächelt).

Jetzt entferne ich mich langsam vom Grafikdesign und bin bereit, ganz in die Zeidlerei einzutauchen.

30. September 2018 // Olexandra Petrauskajte

Im Artikel wurden Fotos der Hauptfigur, sowie Standbilder aus dem Film „Der Bär“ verwendet.

Quelle: Ukrajinska Prawda – Schyttja

Übersetzerin:   Roksoliana Stasenko  — Wörter: 2571

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