Zahlt der IWF die "Gasprom"-Rechnung?


Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat für die Ukraine 300 Mio. Sonderziehungsrechte in 480 Mio. Dollar konvertiert. Darüber informierte heute ein Informant beim Finanzministerium die Nachrichtenagentur RBK-Ukraina.

Den Worten des Informanten nach, werden derzeit die Mittel auf das Finanzkonto der Regierung überwiesen.

Experten meinen, dass dieses Geld für die Bezahlung des im Oktober genutzten Erdgases bei “Gasprom” verwendet wird.

Der Pressesprecher von “Naftogas Ukrainy”, Walentin Semljanskij, teilte heute auf einer Pressekonferenz mit, dass das Geld für den Oktober an “Gasprom” bis zum Ende des Tages überwiesen wird. Er fügte hinzu, dass “Naftogas” mit den Mitteln bezahlen wird, die bei der NAK (Nationalen Aktiengesellschaft) auf dem Konto sind.

Zur gleichen Zeit informierte Premierministerin Julia Timoschenko darüber, dass die Ukraine bereits 500 Mio. Dollar für das Gas, welches im Oktober genutzt wurde, überwiesen hat. “Heute am 6. haben wir vertragsgemäß rechtzeitig für das russische Gas bezahlt. Wir haben dies getan, ungeachtet der Nichtzahlungen der Gasverteilungsunternehmen, ungeachtet dessen, dass wir Euch, den Metallurgen, Gas zu einem verringerten Preis geben, damit in der nicht einfachen Krisenzeit Unterstützung gebend. Was es uns kostet, das möchte ich derzeit nicht sagen”, sagte die Regierungschefin.

Gestern, am 5. November, hatte der Präsident der Ukraine, Wiktor Juschtschenko, den Präsidenten der Europäischen Kommission Jose Manuel Barroso über die Möglichkeit der Bezahlung für das im Oktober 2009 importierte Gas unter Nutzung von Sonderziehungsrechten (des IWF) informiert.

Quelle: RBK-Ukraina

Übersetzer:   Andreas Stein  — Wörter: 239

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