Litwin rät Pinsenyk keine "geheimen Briefe" zu schreiben


Der Vorsitzende der Werchowna Rada der Ukraine, Wladimir Litwin, geht davon aus, dass der Finanzminister der Ukraine, Wiktor Pinsenyk, nicht nur “geheime Briefe” an Premierministerin Julia Timoschenko bezüglich der ökonomischen Situation schicken, sondern auch zur Diskussion dieses Themas in die Werchowna Rada kommen soll.

Wie UNIAN berichtet, erklärte er dies im Programm “Swoboda na Intere” am 30. Januar.

“Ich habe sie (die Direktive) gelesen und es ist nicht wichtig, wem diese gehört. Es kann so sein – doch einige Daten sind bereits veraltet”, sagte Litwin.

Gleichzeitig drückte Litwin seine Überzeugung aus, dass der Finanzminister in die Werchowna Rada kommen soll und zur Diskussion im Parlament alle vorhanden Probleme vortragen und dazu argumentieren soll. “Wer, wenn nicht er, kann, soll und ist verpflichtet dazu, darüber zu erzählen? Wir müssen in einer Sprache reden – der Sprache der staatlichen Verantwortung”, sagte der Vorsitzende der Werchowna Rada.

Wie UNIAN berichtet, hatte am 27. Januar eine Internetseite einen angeblichen Brief Pinsenyks an Julia Timoschenko veröffentlicht, der vom 6. Januar 2009 datiert ist. Die Materialien, welche in diesem dargelegt wurden, zeugen davon, dass die Ukraine derzeit die schwerste Krise seit dem Jahr 1994 durchlebt.

Der Pressedienst des Finanzministeriums und des Kabinetts der Minister der Ukraine wandten sich an die Presse mit der Bitte diese Materialien zum “Geheimbericht” zu entfernen und sich provokativer Publikationen zu dieser Frage zu enthalten.

Quelle: UNIAN

Der Brief um den es sich handelt ist in der Ekonomicheska Prawda veröffentlicht worden. Eine Übersetzung des zugehörigen Artikels aus dem Kommersant-Ukraine findet sich hier

Übersetzer:   Andreas Stein  — Wörter: 262

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