Timoschenko-Prozess: Janukowitsch weigert sich, Timoschenko freizulassen


Präsident Wiktor Janukowitsch hält eine Freilassung von Julia Timoschenko aus der Haft für unannehmbar.

Dies sagte er in einem Interview mit westlichen Journalisten am Montag, worüber das Wall Street Journal informierte.

„Welches Signal geben wir der Gesellschaft? Etwa, das man Mitglied der Opposition sein muss, um ein Verbrechen zu verüben?“, fragte Janukowitsch im Verlauf des Gesprächs.

Die Stimme anhebend, rief Janukowitsch laut dem Wall Street Journal den Westen dazu auf, sein Land zu achten, und sagte dabei, dass sich der Eindruck aufdrängt, dass sie seine Äußerungen darüber nicht hören wollen, dass er sich nicht in die Arbeit der Gerichte und der Rechtsschutzorgane einmischt.

Janukowitsch räumte weiter am Montag ein, dass es unrichtig wäre Timoschenko in Verbindung mit den neuen strafrechtlichen Vorwürfen freizulassen, die in der letzten Woche gegen sie erhoben wurden.

Damit steht den Worten eines westlichen Diplomaten nach mit dem der Journalist des Wall Street Journals redete, der Besuch Janukowitschs in Brüssel in Frage.

Janukowitsch sagte, dass er ungeachtet der Abkühlung in den Beziehungen fahren wird.

„Ich werde nicht um einen Dienst bitten. Wir sind Partner. Wenn ein Treffen notwendig ist, bin ich bereit. Wenn nicht, werde ich weiter fliegen“, sagte er, dabei offensichtlich die nächsten Reisen nach Kuba und Brasilien im Sinn habend.

Wie die Zeitung schreibt, könnte die Dekriminalisierung der Paragraphen, nach denen Timoschenko verurteilt wurde, zu einem Ausweg werden, doch hat Janukowitsch am Montag diesen Ansatz scheinbar verworfen. „Haben Sie von mir etwas über irgendwelche Verpflichtungen gehört?“, sagte er, dabei Gespräche mit westlichen Beamten meinend.

Quelle: Ukrainskaja Prawda

Übersetzer:   Andreas Stein  — Wörter: 253

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