Juschtschenko besprach Südossetienkonflikt mit europäischen Staatsoberhäuptern


In Verbindung mit dem bewaffneten Konflikt in Südossetien (Georgien) führt der Präsident der Ukraine, Wiktor Juschtschenko, aktive Konsultationen mit den Führern der Weltgemeinschaft und der Europäischen Union. Er sandte ebenfalls den Außenminister der Ukraine, Wladimir Ogrysko, nach Tiflis, für die Durchführung von Konsultationen mit der Regierung Georgiens.

Im Laufe des heutigen Treffens berichtete der Leiter der Diplomatiebehörde dem Staatoberhaupt über die Anstrengungen des Außenministeriums bezüglich der Beilegung des bewaffneten Zusammenstoßes in Südossetien auf friedlichem Wege.

Heute führte das ukrainische Staatsoberhaupt Telefongespräche mit den Präsidenten Litauens, Valdas Adamkus und Frankreichs, Nicolas Sarkozy, und mit dem Hohen Vertreter für die Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union, Javier Solana, durch.

Hauptthema dieser Konsultationen wurde die Einstellung des bewaffneten Konfliktes in Südossetien und der Beginn von Friedensverhandlungen. Während der Konsultationen rief Juschtschenko seine Gesprächspartner insbesondere zur Hilfe für die betroffenen Regionen Georgiens bei der Wiedererrichtung der zerstörten Infrastruktur, von Wohnhäusern und der Gewährung von humanitärer Hilfe auf.

Der Präsident der Ukraine betonte die Wichtigkeit einer schnellen Einstellung der Kampfhandlungen, was eine weitere Eskalation des Konfliktes abwenden und weitere menschliche Opfer verhindern würde.

Am Abend plant der Präsident ein Telefongespräch mit dem Präsidenten Polens, Lech Kaczynski, zur Beilegung des Konfliktes in Südossetien.

Außerdem diskutierte Juschtschenko mit dem Präsidenten Frankreichs die Vorbereitung zur Durchführung des Gipfels Ukraine-EU, welcher am 9. September stattfindet.

Das Außenministerium der Ukraine hat die Russische Föderation dazu aufgefordert ihre Truppen aus dem Territorium Georgiens abzuziehen und Zurückhaltung in den eigenen Handlungen an den Tag zu legen.

Zusätzlich drückte das ukrainische Außenamt seine Bereitschaft dazu aus, diplomatischen Beistand beim Ziel der Einstellung der Kampfhandlungen und zum Beginn direkter Verhandlungen zwischen Tiflis und Zchinwali in jedem beliebigen Format zu leisten.

Das Außenministerium Russlands beschuldigte die Ukraine darin, Georgien zur Intervention und zu ethnischen Säuberungen in Südossetien ermutigt zu haben.

Heute hatte ein Informant im operativen Stab der russischen Truppen vermutet, dass ein russischer Bomber über Georgien von einem Flugabwehrsystem abgeschossen wurde, welches von der Ukraine geliefert wurde.

Südossetien hatte die Ukraine und die USA bereits der Waffenlieferungen für Georgien beschuldigt. Ebenfalls beschuldigte Südossetien die Ukraine und die USA in der Vorbereitung von georgischen Scharfschützen.

Das Verteidigungsministerium der Ukraine wies die Erklärung der Regierung Südossetiens zurück, dass ukrainische Spezialisten georgische Scharfschützen trainiert haben, welche am Beschuss von Zchinwali beteiligt waren.

Die Abgeordnete der oppositionellen Partei der Regionen, Anna German, beschuldigte das Außenministerium der Ukraine der Inkompetenz und der Verschlechterung der Beziehungen zwischen Kiew und Moskau und verkündete die Notwendigkeit der Untersuchung der Frage der Kompetenz des Außenministeriums in der Werchowna Rada, im Falle einer krassen Verschlechterung der internationalen Sicherheit.

Quelle: Korrespondent.net

Übersetzer:   Andreas Stein  — Wörter: 430

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