Auch Baloga hält vorgezogene Wahlen für unvermeidlich


Der Leiter des Präsidialamtes, Wiktor Baloga, sieht vorgezogene Wahlen als das wahrscheinlichste Szenario der weiteren Entwicklung der Ereignisse an.

Davon erzählte Baloga in einem Interview mit der “Ukrainska Prawda“.

Er teilte mit, dass Präsident Wiktor Juschtschenko “jede Mehrheit anerkennen wird, die dem Grundgesetz/der Verfassung entspricht und unter Befolgung aller notwendigen Prozeduren gebildet wird.”

“Von der Formierung einer neuen Koalition wird die Position des Präsidenten nicht erschüttert. Er wird mit der Mehrheit zusammen arbeiten, die entsteht, sogar mit widernatürlichen und kurzlebigen.”, erklärte Baloga.

Seinen Worten nach, hat Juschtschenko “genügend Mittel um jeglichen verfassungswidrigen Absichten entgegenzuwirken”.

“So war es im Frühling 2007 und so wird es jetzt sein, obgleich die schnell zusammengenieteten Politiker, berauscht von der Illusion des Alleserlaubtseins, kampfeslustig ihre Fäustchen in Richtung Präsident schütteln.”, betonte Baloga.

Gleichzeitig damit antwortete Baloga auf die Frage, wie hoch er die Wahrscheinlichkeit von vorgezogenen Wahlen schätzt: “Auf 101 Prozent”.

“Beim Block Julia Timoschenko und der Partei der Regionen kommt nichts raus, sie haben unterschiedliche Rhesusfaktoren. Es gibt dort keine Zuneigung, weil vor der Eheschließung die Braut dem Bräutigam nicht sagt, dass er – ein kleiner Dieb mit einer unreinen Biografie ist.”, sagte Baloga.

“Das gegenseitige Misstrauen dieser politischen Kräfte ist so groß, dass jegliche Vereinbarungen und Kombinationen verdammt sind zum Krach/Zusammenbruch mit weiteren Detonationen bei den ‘Zulieferern’. Danach gibt es nur noch außerordentliche Wahlen.”, fügte er hinzu.

Das vollständige Interview mit Wiktor Baloga mit der “Ukrainska Prawda“ wird in nächsten Zeit auf der Website der “Ukrainska Prawda“ veröffentlicht.

Quelle: Ukrainska Prawda

Übersetzer:   Andreas Stein  — Wörter: 272

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