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Nestlé investiert weiter in der Ukraine

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Der größte Lebensmittelhersteller der Welt, die Schweizer Firma Nestlé, produziert verstärkt in der Ukraine. Bis Ende des Jahres beabsichtigt sie etwa 36 Mio. Hrywnja (ca. 3,4 Mio. €) in Produktionskapazitäten zu investieren, wo Kaffee abgepackt und ebenfalls eine Produktion von Schokoladenriegeln der Marken Nuts und KitKat eingerichtet werden soll. Dies erlaubt Nestlé in der Krise die Optimierung der Ausgaben zu erreichen und die Abhängigkeit vom Kurs des Dollars zu senken, betonen Marktteilnehmer.

Am letzten Donnerstag meldete der CEO von Nestlé, Paul Bulcke, auf einem Treffen mit Premierministerin Julia Timoschenko, dass sein Unternehmen 322 Mio. Hrywnja (ca. 3,4 Mio. €) in den Bau zweier Werke in der Ukraine investieren wird, teilte man beim Pressedienst des Kabinetts mit. Ein Großteil dieser Summe – 286 Mio. Hrywnja (ca. 27,24 Mio. €) – geht in den Bau eines Werkes im Dorf Smolygiw (Oblast Wolhynien) für die Erweiterung der Produktionsmengen für Saucen der Marke “Tortschin” (werden derzeit von der SAO (Geschlossene Aktiengesellschaft) “WolhynHolding produziert). Seit Januar 2007 wird über dieses Projekt gesprochen und im Sommer des letzten Jahres begann der Bau des Werkes, präzisierte der Direktor für Unternehmensbeziehungen von Nestlé in der Ukraine, Gennadij Radtschenko.

Weitere 36 Mio. Hrywnja (ca. 3,4 Mio. €) investiert Nestlé in den Bau von Produktionskapazitäten auf dem Gelände der Süßwarenfabrik “Switotsch”. Den Worten von Radtschenko nach, werden dort Kaffee und Kaffee-Mixe der Marke Nescafe und Trockengewürze der Marke “Tortschin” abgepackt werden. Ein Teil der Investitionen wird in die Produktionskapazitäten von “Switotsch” selbst investiert werden, wo Schokoladenriegel der Marken Nuts und KitKat hergestellt werden sollen, die derzeit in die Ukraine importiert werden. Fristen für die Verwirklichung der Projekte werden von der Firma bislang nicht genannt. “Doch dies geschieht in der nächsten Zeit. Wichtig ist, dass das Unternehmen die Umsetzung dieser Projekte bewilligt hat”, betonte Gennadij Radtschenko.

Nestlé gehören 511 Unternehmen in 86 Ländern der Welt. In der Ukraine besitzt es die Lwower Fabrik “Switotsch” und das Unternehmen “Wolhynholding”. Der Umsatz von “Nestlé Ukraina” (Nescafe, Nesquik, Nuts, KitKat, Lion) betrug im Jahr 2008 2,66 Mio. Hrywnja (ca. derzeit 253 Mio. €).

Nach der Realisierung der Projekte wird Nestlé den Import von fertigen Produkten in die Ukraine bedeutend verringern, sagt Gennadij Radtschenko. Erst vor zwei Jahren richtete das Unternehmen eine Produktion der Riegel der Marke Nesquik und ebenfalls der Schokoladenriegel der Marke Lion bei “Switotsch” ein.

Nuts, KitKat und Lion sind die Schlüsselmarken von Nestlé, unterstrich der Top-Manager eines der größten Süßwarenhersteller. “Doch im Segment der Schokoladenriegel steht Nestlé hinter Mars (Snickers und Mars) zurück, auf die mehr als die Hälfte des Marktes im Segment (umfasst etwa 700 Mio. Hrywnja; ca. 66,6 Mio. €) geht”, erzählte der Gesprächspartner des “Kommersant-Ukraine“. Die Verlagerung der Produktion in die Ukraine erlaubt es Nestlé die Ausgaben zu optimieren und die Abhängigkeit von Währungsschwankungen zu senken. “Aufgrund des Kursanstiegs des Dollars Anfang des IV. Quartals 2008, waren die Kaffeeimporteure gezwungen die Preise für ihre Produkte zu erhöhen”, unterstrich die Marketingdirektorin von Ambassador in der Ukraine, Jelena Demtschenko. Im mittleren stiegen die Preise für Kaffee im letzten Jahr um 30-40%, präzisierte die offizielle Vertreterin von illy in der Ukraine, Swetlana Iwachowa.

Im Jahr 2005 hatte der Hauptkonkurrent von Nestlé – die Firma Kraft – ein Abpackwerk für Kaffee errichtet. “Wir studieren derzeit die Möglichkeit des Abpackens von Kaffee in der Ukraine”, sagte Demtschenko. Sie hob hervor, das man über ein Abpacken in der Ukraine die Ausgaben noch auf Rechnung dessen senken kann, dass die Zölle für den Import von geröstetem Kaffee in die Ukraine 5% des Zollwertes betragen, wo auf Rohkaffee, der für die Herstellung von Kaffeegetränken und Kaffee bestimmt ist, keine Zölle erhoben werden.

Aljona Golubjewa

Quelle: Kommersant-Ukraine

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 633

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