FacebookXVKontakteTelegramWhatsAppViber

Medwedjew wurde mit einer kleinen Kundgebung begrüßt

Vor dem Besuch des Präsidenten der Russischen Föderation, Dmitrij Medwedjew, in Kiew gelang es oppositionellen Politikern nur eine Versammlung durchzuführen; auf dem Sophienplatz versammelten sich gestern Vertreter der Allukrainischen Organisation “Swoboda/Freiheit” (äußerste politische Rechte der Ukraine). Vorher hatten die Oppositionellen mit Massenaktionen am Tag des Eintreffens des russischen Staatsoberhaupts gedroht (Ausgabe des “Kommersant-Ukraine“ vom 26. April). “Wir sehen keine Notwendigkeit darin die Gesellschaft aufzuhetzen. Einfach so die Leute zu einer Demonstration aufrufen würde ich nicht wollen. Notwendig ist es, ihnen die Augen für die heimlichen ukrainisch-russischen Vereinbarungen zu öffnen. Dafür werden wir eine Stellungnahme der Regierung in der Werchowna Rada organisieren”, erklärte dem “Kommersant-Ukraine“ der Vertreter des Nationalen Komitees zum Schutz der Ukraine, Jurij Karmasin.

Zum Anfang der Versammlung, um 12:00 Uhr, versammelten sich auf dem Sophienplatz etwa 300 Personen. Sie entfalteten Transparente mit Aufschriften wie “Hinfort mit der Okkupationsverwaltung!” und “Medwedjew, ab nach Hause!”. Bemerkenswert ist, dass die Rechtspflegeorgane für eine kleine Veranstaltung außerordentliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen: auf den anliegenden Straßen standen überall Milizbusse und der Platz selbst war von Angehörigen der Spezialeinheit “Berkut” umstellt. Milizionäre und Geheimdienstvertreter (SBU) in zivil hielten Teilnehmer der Aktion vor dem Zutritt auf den Platz an und überprüften ihre Dokumente.

“Wir möchten klar zeigen, dass es eine Kraft gibt, die gegen die Lakaienpolitik Janukowitschs vorgeht!”, erklärte der Stellvertreter des Leiters der Kiewer Stadtorganisation von “Swoboda”, Andrej Iljenko. “Moskowiter, fletsch deine Zähne nicht gegenüber der Ukraine/Moskal, na Ukrainu suby ne skal!”, skandierten die Teilnehmer der Versammlung. “Das, was heute vorsichgeht ist unerhört. Mit dieser Geschwindigkeit werden wir bald zu Illegalen auf unserem Boden und für Ukrainer werden Reservate eingerichtet!”, entrüstete sich der Führer der “Studentischen Freiheit”, Ruslan Andrijko. “Ukrainer! Heute seid ihr einig – Verteidiger des Vaterlandes. Geht auf die Plätze, Straßen, zu den Versammlungen. Wir müssen Janukowitsch und Medwedjew zeigen, dass dies unser Land ist!”, verkündete der Leiter der Organisation “Ljustrazija”, Oleg Osuchowskij. “Ruhm der Nation! Tod den Feinden!”, schrien die Versammlungsteilnehmer als Antwort.

Die Aktion dauerte etwa eine Stunde. Diese beendend, rief Andrej Iljenko die auf dem Platz anwesenden Studenten dazu auf in die Schewtschenkouniversität in ukrainischer Nationaltracht (Wyschywanka) zu gehen, wo Dmitrij Medwedjew heute eine Vorlesung halten will, und “ihm eine Reihe unangenehmer Fragen zu stellen”.

Artjom Skoropadskyj

Quelle: Kommersant-Ukraine

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 408

Hat Ihnen der Beitrag gefallen? Vielleicht sollten Sie eine Spende in Betracht ziehen.
Diskussionen zu diesem Artikel und anderen Themen finden Sie auch im Forum.

Benachrichtigungen über neue Beiträge gibt es per Bluesky, Facebook, Google News, Mastodon, Telegram, X (ehemals Twitter), VK, RSS und täglich oder wöchentlich per E-Mail.

Artikel bewerten:

Rating: 5.0/7 (bei 1 abgegebenen Bewertung)

Neueste Beiträge

Kiewer/Kyjiwer Sonntagsstammtisch - Regelmäßiges Treffen von Deutschsprachigen in Kiew/Kyjiw

Karikaturen

Andrij Makarenko: Russische Hilfe für Italien

Wetterbericht

Für Details mit dem Mauszeiger über das zugehörige Icon gehen
Kyjiw (Kiew)13 °C  Ushhorod16 °C  
Lwiw (Lemberg)13 °C  Iwano-Frankiwsk13 °C  
Rachiw11 °C  Jassinja10 °C  
Ternopil11 °C  Tscherniwzi (Czernowitz)13 °C  
Luzk11 °C  Riwne11 °C  
Chmelnyzkyj11 °C  Winnyzja10 °C  
Schytomyr11 °C  Tschernihiw (Tschernigow)11 °C  
Tscherkassy14 °C  Kropywnyzkyj (Kirowograd)12 °C  
Poltawa12 °C  Sumy11 °C  
Odessa15 °C  Mykolajiw (Nikolajew)14 °C  
Cherson15 °C  Charkiw (Charkow)11 °C  
Krywyj Rih (Kriwoj Rog)13 °C  Saporischschja (Saporoschje)14 °C  
Dnipro (Dnepropetrowsk)12 °C  Donezk12 °C  
Luhansk (Lugansk)13 °C  Simferopol13 °C  
Sewastopol15 °C  Jalta12 °C  
Daten von OpenWeatherMap.org

Mehr Ukrainewetter findet sich im Forum

Forumsdiskussionen

„Ich habe mal sie Einreise in die UA (aus Polen), am Grenzübergang Uhryniw gemacht. Inzwischen 3 Mal am Freitagabend 21 Uhr MEZ. Nur zwei bis drei PKW, was schon gut ist. Aber der Hit ist, dort gibt es...“

„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“

„ Ist die Meldung überhaupt aktuell, die "Welt" schrieb offenbar schon 2023 über genau dieses Thema ?


“

„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“

„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?


“

„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“

„ Hallo julib77,

Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.

Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)

Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.

Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.


“

„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“