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„Alaska“ – des tumben Trumps größte Torheit

Winfried Schneider-Deters, Heidelberg, 31. August 20251

  • Applaus auf dem roten Teppich – Putins Rehabilitierung
  • Das Ergebnis von Anchorage nach Trump – „10 von 10“ Punkten
  • Viel Symbolik – aber „no deal“
  • Das Gipfeltreffen in Alaska – ein „Durchbruch“ oder „Tiefpunkt der US-Diplomatie“?
  • Putins Taktik – weiter reden und weiter schießen
  • Die „Grundursachen“ des Krieges – Putins Erzählungen
  • Westlicher Friedensaktivismus – suizidaler Defätismus
  • Anchorage 2025 – ein „München II“?
  • Sicherheitsgarantien – „fast wie Artikel 5 der NATO
  • Trump –„zu Hause“ unter Druck
  • Russlands Medien – Putin, der „Sieger von Alaska“
  • Putin – „host“ der Pressekonferenz nach dem Gipfeltreffen
  • „Land swap“ – Gebiets- (und Bevölkerungs-)Austausch
  • Conclusio

Applaus auf dem roten Teppich – Putins Rehabilitierung

Als Russlands Präsident Wladimir Putin auf der Militärbasis JBER2 in Anchorage aus der russischen Präsidentenmaschine, eine Iljuschin II 96 mit der Aufschrift „ROSSIJA“ in roten Lettern3, stieg, begrüßte ihn der amerikanische Präsident Donald Trump mit Applaus. „Das war das irritierendste Bild von diesem Gipfel“, sagte der Politikwissenschaftler Carlo Masala.4

Der amerikanische Präsident Donald Trump hatte den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem persönlichen Treffen auf die Militärbasis „Joint Base Elmendorf-Richardson“ in Anchorage / Alaska mit der Absicht eingeladen, die bisherigen (Schein-)Verhandlungen auf drittrangiger Ebene über einen Waffenstillstand in der Ukraine in einem Gespräch von Angesicht zu Angesicht voranzubringen, wie er selbst sagte – ohne den Präsidenten der betroffenen Ukraine, und auch ohne Staats- und Regierungschefs des „mitbetroffenen“ Europa miteinzuladen.

„Leute“ auf einen wichtigen Militärstützpunkt in einem Landesteil der USA einzuladen, auf den „diese Leute“ Anspruch erheben („Аljaska nascha“, „Alaska ist unser“), um über den Krieg zu reden, den „diese Leute“ begonnen haben – das sei die äußerste Grenze außenpolitischer Fantasie, das „Ultima Thule!“5 Und zu akzeptieren, dass eine militärische Invasion Grenzen legal verändern kann, und auf die Einrichtung eines Sondertribunals für die strafrechtliche Verfolgung des Verbrechens der Aggression (Angriffskrieges) zu verzichten, zerstöre die Weltordnung, schreibt Timothy Snyder.6

Trump reiste – nach eigener Aussage – nach Alaska, um Putin „zuzuhören“. „Trumps gesamte politische Karriere besteht darin, Putin zuzuhören und dessen Behauptungen zu wiederholen,“ schreibt Snyder weiter.7 Beide Männer werden von dem Wunsch nach Größe angetrieben. Putin glaubt, historische Größe durch die Entfesselung eines Krieges erreichen zu können; Trump glaubt, sein historisches Vermächtnis sei die Stiftung von Frieden durch die Beendigung von Putins Krieg – und bleibt dabei ein Gefangener dessen, der den Krieg begonnen hat.

Das Ergebnis von Anchorage nach Trump – „10 von 10“ Punkten

Donald Trump musste zwar selbst eingestehen, dass sein Treffen mit Putin in Alaska den Krieg in der Ukraine seinem Ende nicht näher gebracht hat; dennoch bewertete er das Ergebnis in dem Interview mit Sean Hannity (Fox News)8 gleich nach der Pressekonferenz in Anchorage mit „10 von 10“ Punkten – und zwar deshalb, weil er sich „mit Putin gut verstehe“, weshalb auch von der Einführung neuer Sanktionen gegen Russland Abstand nehme.9 Er enthalte sich der „strengen Konsequenzen“10 („severe consequences“), die er vor dem Treffen in Alaska angekündigt hatte, um Putin zu bewegen, einem Waffenstillstand in der Ukraine zuzustimmen.

Auch wenn es nicht gelungen sei, eine verbindliche Übereinkunft („deal“ in seinem Jargon) zu erreichen, nannte Trump das Gipfeltreffen „erfolgreich“. Und, sagte Trump, der Ball läge jetzt im Feld des ukrainischen Präsidenten Selenskyj – mit dem er sich bekanntlich nicht so gut versteht – ohne dass Putin auch nur das geringste Zugeständnis gemacht hatte.

Trump verwechselt Diplomatie mit persönlichen Beziehungen zwischen den Repräsentanten beider Seiten. In seiner Betonung der Wichtigkeit von emotionalen Beziehungen scheut Trump auch nicht vor peinlichen Bekenntnissen zurück: Über seine Begegnung mit dem nordkoreanischen Despoten Kim Jong Un sagte der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika auf einer politischen Veranstaltung wörtlich: „Wir haben uns ineinander verliebt“ („We fell in love“).11

Viel Symbolik – aber “no deal”

Die Wahl Alaskas für das russisch-amerikanische Treffen war symbolisch – wenn auch nicht schmeichelhaft für die russische Seite, hatte doch Zar Alexander II. „Russisch Amerika“ („Russkaja Amerika“) im Jahre 1867 für 7,2 Millionen US-Dollar an die USA verkauft – ein „Deal“ ganz nach dem Herzen des amerikanischen Präsidenten Trump, der hofft, einen ähnlich günstigen Deal um Grönland mit Dänemark abschließen zu können.12 Russen bereitet Alaska immer noch Phantom-Schmerz.

Putin werde im ehemaligen russischen Alaska nicht Gast sein; er werde das Symbol wiederhergestellter Ordnung sein. Indem Trump ihn auf diesem Boden empfange, anerkenne er, dass Russland nicht ein Ausgestoßener sei, sondern ein Gleichgestellter, vor dem man sich verneigen müsse. Die Abhaltung eines Gipfeltreffens auf einem Teil des US-amerikanischem Territoriums, das (immer noch) „Teil des kulturellen Raums Russlands“ sei, habe eine hohe Symbolik, schrieb ein gewisser Timur Faridulli,13 ein Journalist usbekischer Abstammung, und vermutlich ein Sprachrohr des Kreml.

Alaska sei kein Ort; Alaska sei eine Botschaft […] und eine Mahnung an Amerika: „Ihr habt das Land gekauft, aber ihr habt seine Seele nicht zerstören können: Die Orthodoxie, die russischen Namen der Städte, lokale Legenden – all das zeugt davon, dass (dieses Land) Russland war, ist und sein wird.“ Putin komme nicht als Diplomat, sondern als Träger des zivilisatorischen Gedächtnisses Russlands.14

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Diese Einstellung ist nicht neu. So sagte die Moderatorin Olga Skabejewa des „Ersten Kanals“ (im Jahre 2024), dass sich ein russisches Flugzeug der Grenze „unseres Alaskas“ genähert habe. Der Russin Skabejewa kann man diesen Lapsus (oder war es eine bewusste Provokation?) nachsehen. In einem Anfall geistiger Verwirrung (ein Delir?) kündigte der Präsident der Vereinigten Staaten, Donald Trump, vor seinem Treffen mit Putin in Alaska am Freitag, den 15. August (2025) auf einer Pressekonferenz am 11. August selbst an, dass er nach „Russland“ reise.15

Ein anderer russischer TV Propagandist, Wladimir Solowjow, forderte (im Jahr 2024) dass Finnland, Warschau, die Baltischen Staaten, Moldova – und Alaska – an das „Russische Imperium zurückgegeben“ werden sollten.

Symbolisch für die gegenwärtige Annäherung der Vereinigten Staaten unter Trump an die Russländische Föderation unter Putin ist auch die geographische Nähe der beiden Länder in der Beringstraße; die Entfernung zwischen dem westlichsten Punkt der USA16 und dem östlichsten Punkt Russlands17 beträgt nur 85 Kilometer.18

Eine Szene auf der amerikanischen Militärbasis von Anchorage fand erstaunlicherweise in den amerikanischen Medien keine Beachtung,19 umso mehr in den ukrainischen sozialen Medien: Die symbolstarken Videos und Fotos von US-Soldaten in Uniform, die vor der Gangway des Flugzeug knieten, mit welchem Putin gerade gelandet war, um vor diesem den roten Teppich auszurollen.20

Für Europa und die Ukraine war eine andere Symbolik dieses Treffens ärgerlich – der Handschlag auf dem Roten Teppich, die Begegnung des Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika mit dem Präsidenten der Russländischen Föderation auf Augenhöhe, die Putin seit seiner Machtübernahme anstrebt – nämlich die Rehabilitation des Aggressors und Kriegsverbrechers Putin durch den amerikanischen (formal noch) mit Europa verbündeten Präsidenten Trump. Indem er einem Mann die Hand schüttelt, gegen den der Internationale Strafgerichtshof einen Haftbefehl erlassen hat,21 zeigt, dass für Trump Putins Kriegsverbrechen keine Rolle spielen, schreibt Timothy Snyder.22

Abgesehen von der Erinnerung an die „prodascha Aljaski“, den „Alaska Purchase“, war für Putin der Besuch in den USA ein voller Erfolg: Trump konnte ihn nicht nur nicht zu einem Waffenstillstand in der Ukraine – seinem erklärten Ziel dieses Treffens – überreden, sondern Putin überredete seinerseits Trump, das Endziel „Frieden“ (ohne die Etappe eines zwischenzeitlichen Waffenstillstands) direkt anzusteuern – was ihm, Putin, die Weiterführung seines Krieges in der Ukraine bis zum „Endsieg“, die Unterwerfung der ganzen Ukraine, ohne störende Interventionen von Seiten der USA erlaubt.

Das Gipfeltreffen in Alaska – ein „Durchbruch“ oder „Tiefpunkt der US-Diplomatie?

Oliver Stock, ein altgedienter Wirtschaftsjournalist, seit Anfang 2024 Herausgeber und Chefredakteur von „Business Punk“23, „feiert“ (wie er selbst schreibt) Trumps diplomatische Großtat in Alaska: Donald Trump hätte bei Wladimir Putin kaum klüger agieren können. Er zeige, wie sich der Teufelskreis der Diplomatie durchbrechen lasse.24

Diplomatie ist in der Tat ein „Teufelskreis“, wenn eine der beiden Seiten überhaupt keine diplomatische Lösung anstrebt, sondern „Friedensgespräche“ nur als Hinhalte-Taktik einsetzt. Im Fall der Ukraine ist ein Durchbruch nur durch maximale militärische Unterstützung der Ukraine durch Europa zu erreichen, weil die USA unter Trump eine Beendigung des Krieges gänzlich auf Kosten der Ukraine verfolgen, und zwar durch die völlige Annahme der russischen Forderungen bereits vor Aufnahme von „Verhandlungen“.

Ähnlich positiv sehen auch zwei deutsche Politiker, die Oliver Stock zur Verstärkung seines Arguments anführt: Der SPD-Politiker Ralf Stegner, ein „Putin-Versteher“ der ersten Stunde,25 dessen Verständnis für Putin auch nach dessen Überfall auf die Ukraine nicht nachgelassen hat – und der CDU-Politiker Armin Laschet,26 der zwar betonte, dass es keinesfalls zu einer „völkerrechtlichen Anerkennung dieser Gebietsverschiebung“ (d. h., „Bevölkerungsverschiebung“) kommen dürfe, weil sich sonst „wirklich Gewalt in Europa lohne“; doch „dann wird man vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt eine endgültige völkerrechtliche Lösung finden“, meint Laschet in unschuldiger Naivität. O sancta simplicitas!

Der Politikwissenschaftler Stefan Meister, Leiter des „Zentrums für Ordnung und Governance in Osteuropa, Russland und Zentralasien“ der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), nannte in einem Interview mit der Korrespondentin des „Handelsblatts“, Dana Heide, das Treffen in Alaska ein „Desaster“ für die Ukraine und einen „Tiefpunkt der US-Diplomatie“.27

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Einen „Tiefpunkt“ kann man „Alaska“ nicht nennen, weil die Bemühungen des US-amerikanischen Präsidenten um die Beendigung des Krieges in der Ukraine bislang noch gar nicht aus den Niederungen US-amerikanischer Diplomatie herausgekommen sind. Und ein „Signal“ dafür, dass Putin und Trump über die Zukunft der Ukraine entscheiden, war der Gipfel in Alaska auch nicht, denn darüber entscheidet die Ukraine – mit Unterstützung Europas.

In Wirklichkeit war der bilaterale „summit“ in Alaska – ein „U.S.-Russia mutual admiration event“ (Ben Hodges28) – die Inszenierung der Rückkehr des russischen Präsidenten Putin auf die Weltbühne – an der Hand genommen von dem komödiantischen Selbstdarsteller Trump.

Genau darin sieht Oliver Stock eine „Chance“, eine Chance für die „Eröffnung des Gesprächs“ – durch die „Behandlung des Aggressors Putin mit Respekt“, durch die „Befreiung“ des „Kriegsverbrechers“ aus der „Isolation“ und dessen „Empfang auf dem roten Teppich“.

Doch ein Putin lässt sich nicht durch Empfänge auf roten Teppichen von seinem Endziel – der Unterwerfung der Ukraine unter Moskauer, d. h., unter seine Hoheit, und Auslöschung der nationalen Identität der Ukraine – abbringen. Deshalb muss die Maxime „Frieden durch Stärke“ („Peace through Strength“) heißen – und nicht Frieden durch die dämliche Inszenierung von „Männerfreundschaft“.

Der amerikanische Präsident Trump glaubte offenbar, dass er durch seine demonstrative Nähe zu Putin dessen Gunst gewinnen würde; doch hat er sich dadurch zu einem Gefangenen Putins gemacht, schreibt Andreas Umland.29 Üblicherweise findet ein Gipfeltreffen zwischen Staatschefs erst dann statt, wenn alle Differenzen auf unteren Ebenen ausverhandelt sind und ein abschließendes Dokument unterschriftsreif ist. Frustriert über den ausbleibenden Fortschritt in den „Gesprächen“ auf unteren Ebenen hatte Trump – in der selbstgefälligen Einschätzung, dass nur er persönlich Frieden schaffen könne – Putin zu dem Zweiergespräch nach Alaska eingeladen.

Der vorzeitige Abbruch des Treffens nach dreieinhalb Stunden – geplant waren Gespräche in einer erweiterten Runde über die zukünftige wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den USA und Russland – lässt darauf schließen, dass Putin seinen Gastgeber Trump durch seine hartnäckige Beharrung auf maximalen Forderungen irritierte. Dennoch überhäufte Trump nach „Alaska” Putin in einem Interview mit „Fox News“ Putin mit Lob.30

Vor dem Treffen in Alaska hatten die Medien über Trumps angebliche Verärgerung über Putin, seine angebliche Abwendung von Russland und seine angebliche Hinwendung zur Ukraine berichtet. Trump hatte erklärt, Russland würde „ernste Folgen“ („severe consequences“31) zu spüren bekommen, wenn es nicht einem Waffenstillstand in der Ukraine zustimme.

An dem erweiterten tête-à-tête Trump – Putin nahmen U.S. Secretary of State Marco Rubio und special envoy Steve Witkoff an der Seite Trumps teil,32 und der russische Außenminister Sergej Lawrow33 und der außenpolitische Berater Juri Uschakow an der Seite Putins.

Die beiden Wirtschaftsdelegationen – auf russischer Seite Finanzminister Anton Siluanow, der führende Vertreter des Kreml im Umgang mit Trump („the Kremlin’s main point man on Trump“, Alexander Baunov, Carnegie), Kirill Dmitrijew und Verteidigungsminister Andrej Beloussow, trafen sich nicht zu Gesprächen. Das heißt, die Themen Aufhebung der Sanktionen, “resource deals” (kritische Mineralien), Handel etc. wurden in Alaska gar nicht erörtert. Das bedeute, meint Alexander Baunow, dass sich Trump nicht durch wirtschaftliche Verlockungen von dem zentralen Thema, dem Krieg in der Ukraine, habe ablenken lassen,34 wie Putin beabsichtigte.

Putins Taktik – weiter reden und weiter schießen

Putin, zufrieden mit dem erreichten „understanding“ mit Trump, lud diesen (auf Englisch) ohne festen Termin nach Moskau ein – um weiter zu reden. Bis es dazu kommt, kann er beruhigt weiter schießen – an der militärischen Front und auf zivile Ziele in der Ukraine.

„Es ist gut, dass geredet wird“ – lautet der Tenor so mancher Einlassung in westlichen Medien. Dies dem amerikanischen Präsidenten Trump als Verdienst anzurechnen, zeugt von „Unverständnis“ für den russischen Präsidenten Putin. „Reden“ ist ein Freibrief für Putin, mit dem ihm erlaubt wird, seine Angriffe auf die Ukraine ungestraft fortzusetzen.

Putins Taktik ist offenkundig: Durch demonstrative Gesprächsbereitschaft in wechselnde Formaten zu erneuerten Terminen den amerikanischen Präsidenten hinzuhalten;35 in direkten Gesprächen mit Trump wirtschaftliche Perspektiven in den Vordergrund zu rücken, um diesen von der Verhängung weiterer (mehrfach angedrohter) Sanktionen abzuhalten – und ein direktes Gespräch mit dem „illegitimen“, „nazistischen“ und (obgleich selber Jude) „antisemitischen“ ukrainischen Präsidenten Selenskyj zu vermeiden.

Solange Wladimir Putin lebe, werde Russland nicht einem (Verhandlungs-) Ergebnis zustimmen, bei dem die Ukraine als souveräner Staat überleben würde, sagte der ehemalige Oberkommandierende der US-amerikanischen Streitkräfte in Europa, General a. D., Ben Hodges, in ein einem Gespräch mit Katharina Schuster (ZDFheute).36 Er verstehe nicht, weshalb Trump ein „so weiches Herz für Putin“ habe, sagte Ben Hodges in dem Interview. Er frage sich, ob Trump wirklich an einer Lösung interessiert sei, oder ob er sich lieber als Teil einer globalen Ordnung inszeniere, in der er, Trump, mit Putin und Xi Jingpin die Welt unter sich aufteilen.37

Dabei machte Trump klar, dass auch in der neuen globalen Ordnung eine Rangfolge gilt: „Wir (die USA) sind die Nummer Eins; sie (die Russländische Föderation) ist die Nummer zwei“, sagte er in dem Interview mit „Fox News“ nach dem Treffen mit Putin.38

Hodges meint, ein dauerhafter Waffenstillstand brauche europäische Initiativen. Die bisherigen amerikanischen Ansätze seien weder in Kyjiw noch in den europäischen Hauptstädten „anschlussfähig“. Trump sei „entweder naiv oder dumm“ urteilte Ben Hodges prägnant.39 (Trumps ehemaliger Sicherheitsberater John R. Bolton nannte ihn in einem Gespräch in der „Bill Press Show“ unverblümt einen „nützlichen Idioten“.40)

Mit der „Koalition der Willigen“ hätten Frankreich und Großbritannien die ersten Schritte unternommen; nun müsse Deutschland „durch entschlossenen Führung Verantwortung“ übernehmen. Russland werde seine Angriffe auf die Ukraine nicht einstellen, solange es glaube, den Krieg gewinnen zu können, sagt Ben Hodges und fordert: „Wir müssen zeigen, dass dies nicht möglich ist.“41

Ein bedingungsloser Waffenstillstand, wie ihn Trump ursprünglich forderte, zu welchem der ukrainische Präsident Selenskyj sich überreden ließ, um die Unterstützung Trumps nicht zu verlieren, und die von den europäischen Staats- und Regierungschefs übernommen wurde, ist illusorisch, solange der russische Präsident Putin davon überzeugt ist, „diesen Krieg auf dem Schlachtfeld zu gewinnen“.

Josep Borrell, der Hohe Vertreter der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik, erklärte im April 2022 nach seinem Besuch in Kyjiw, dass „dieser Krieg auf dem Schlachtfeld gewonnen werde“;42 ohne explizit zu sagen: „von der Ukraine“.

Die Ukraine mag auf dem Schlachtfeld in Bedrängnis sein, aber Russland ist nicht „auf dem Vormarsch“,43 und ist nicht „winning the Ukraine War“44, wie einige westliche Beobachter defätistisch konstatieren. Putins Zuversicht in veröffentlichten Beiträgen zu übernehmen – und damit zu propagieren – schwächt die Stellung der Ukraine auf dem Schlachtfeld, weil es die westliche Bereitschaft zur militärischen Unterstützung der Ukraine schwächt. Was wie eine objektive Feststellung aussieht, wirkt wie „nützliche Idiotie“ zugunsten Russlands.

Die „Grundursachen“ des Krieges – Putins Erzählungen

Trumps Auftritt in Alaska bestätigt erneut seine Naivität, aber auch das Unverständnis seiner Zuarbeiter im Weißen Haus für die wahren Ursachen des Krieges, konstatiert Andreas Umland.45

Die Erzählung, dass der Westen aufgrund der Osterweiterung der NATO oder auch wegen seines mangelnden Respekts gegenüber Russland (Barack Obama nannte Russland despektierlich eine „Regionalmacht“46) für die Aggressivität Moskaus verantwortlich sei, ist nicht nur in Europa, sondern auch in den USA weit verbreitet. „Die Aggressivität Russlands gegenüber dem Westen ist jedoch keine Reaktion auf das Verhalten des Westens, sondern hat nationale historische, ideologische, kulturelle und politische Ursachen“, schreibt Andreas Umland. Der Ukraine-Experte sieht die Wurzeln des russischen Expansionsdrangs in den „imperialen Traditionen Moskaus (Sankt Petersburgs), den geostrategischen Ambitionen, den irredentistischen Ansprüchen auf die ehemaligen Gebiete des Russischen Zarenreiches und der Sowjetunion,“ und in den „Mechanismen zur Legitimierung der Innenpolitik“.47 Gänzlich unabhängig von den Aktionen des Westens wolle Putin die Ukraine wieder unter die Kontrolle Russlands bringen.48

Für Trump ist der Krieg in der Ukraine ein „Nebenkriegsschauplatz“, ein Problem, dessen er sich bei seinem (zweiten) Amtsantritt schnell entledigen wollte, um sich „größeren Dingen“ zuwenden zu können – wie der geopolitischen Rivalität mit China, der „Entbindung“ Russlands von China („Reverse Nixon“) und wie den potenziell enormen „resource deals“ mit Russland.

Putin ist bemüht, seinen Krieg gegen die Ukraine wie präventive Notwehr Russlands aussehen zu lassen. In der Tat aber sind die „Grundursachen“ („korennyje pritschiny“), auf die Putin stereotyp zur Rechtfertigung seines Überfalls auf die Ukraine immer wieder verweist, nur vorgeschoben.

Die „Grundursachen“ seines Krieges sind nach Putin die Osterweiterung der NATO seit dem Ende des Kalten Krieges insgesamt; es geht also um mehr als eine weitere Ostausdehnung der NATO auf die Ukraine.

Doch auch die behauptete Bedrohung der Sicherheit Russlands durch eine eventuelle Mitgliedschaft der Ukraine in der NATO ist nicht die „tiefere Ursache“ des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine, sondern die durch eine ukrainische NATO-Mitgliedschaft der Ukraine verhinderte neo-imperialistische Westausdehnung Russlands.

Und weil Putin sich nicht mit der Unterwerfung der Ukraine begnügen wird, sondern eine „Neugestaltung der Beziehungen zwischen Russland und dem Westen anstrebt“, d. h., eine erneute Aufteilung Europas in Interessensphären wie nach dem II. Weltkrieg, ein „Jalta II“ sozusagen – eine Perspektive, die der amerikanische Präsident Trump attraktiv zu finden scheint – ist die Einbindung der Ukraine in eine westliche Verteidigungsgemeinschaft unabdingbar – notfalls in eine cis-atlantische, europäische „Rest-NATO, sollte Trump den angedrohten Rückzug der USA aus dem gesamt-westlichen Verteidigungsbündnis wahrmachen.

Westlicher Friedensaktivismsus – suizidaler Defätismus

Nachfolgend sei auf den Artikel einer externen Expertin (non-resident fellow) des amerikanischen Quincy Institute for Responsible Statecraft49 eingegangen, in welchem zustimmend viele der Argumente versammelt sind, mit denen der Kreml die westliche Unterstützung der Ukraine zu schwächen versucht. Das Quincy Institute und seine externen „fellows“, wie die bulgarische Aktivistin Almut Rochowanski, plädieren mit ihren Argumenten für den Frieden, realiter aber für eine Kapitulation vor dem Angreifer – wenn nicht für den Suizid des Opfers der Aggression.

Das wichtigste Ergebnis des Alaska-Gipfels sei, dass es „substanzielle Friedensverhandlungen geben wird, statt eines bloßen Waffenstillstands“, meint Rochowanski; in Wirklichkeit gab es überhaupt kein Ergebnis – wenn man denn Trumps Verzicht auf seine Forderung nach einem Waffenstillstand als „Ergebnis“ werten will.

Im weiteren Verlauf ihrer Argumentation offenbart sich Almut Rochowanski als „Putin-Versteherin“: Sie übernimmt dessen Begründung für seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine – die „tieferen Ursachen“ – und bestätigt die russische Behauptung von der „Notwendigkeit eines neuen Sicherheitsarrangements in Europa“, das den „Realitäten einer multipolaren Ordnung entspricht“50:

Richtig ist, dass Putin auf eine neue Ordnung in Europa drängt, die allerdings keine neue „Sicherheitsordnung“ ist, sondern die Wiederherstellung der ursprünglich zaristischen und später sowjetischen „Einfluss-Sphäre“ in Europa. Es ist dies eine Ordnung, in welcher Putin der Russländischen Föderation einen „Pol„ erkämpfen will, indem er sein Reich mit Gewalt erweitert.

Falsch ist, dass Europa diese „Realität wegwünscht“; ganz im Gegenteil, durch die militärische Unterstützung der Ukraine und durch die Bereitschaft, im Falle eines Waffenstillstands die Sicherheit der Ukraine (vor einem erneuten Angriff Russlands) zu „garantieren“, d. h., eine eingefrorene Front mit eigenen Truppen zu sichern, demonstriert Europa, dass es Putins neoimperialistische Ambitionen ernst nimmt – und nicht „wegwünscht“.

Rochowanski befand es als „wenig hilfreich“, dass einige Vertreter Europas „unverblümt ankündigten“, die Ukraine während einer Waffenruhe aufrüsten zu wollen und eigene Truppen in die Ukraine zu entsenden. Sie macht sich damit Putins Interesse zu eigen, der sich eine ungeschützte Ukraine für einen zweiten kriegerischen Ansturm wünscht.

Die von Rochowanski konstatierte „militärische Überlegenheit Russlands“ ist eine Behauptung, die nicht der Realität entspricht – abgesehen davon, dass sie wiederum russische Propaganda kolportiert, die den Westen die Sinnlosigkeit seiner Waffenhilfe erkennen lassen soll. In dreieinhalb Jahren ist es der russischen Armee nicht gelungen, sehr viel mehr ukrainisches Land zu erobern, als sie bereits im ersten Kriegsjahr eingenommen hat. Während die russischen Truppen an der Front nur geringe (wenn überhaupt) „Fortschritte“ machen, lässt Putin täglich die zivile Bevölkerung im ganzen Land mit Drohnen und Raketen beschießen, um sie zu zermürben.

Sollte es tatsächlich zu einem Waffenstillstand kommen, so ist weiterhin nicht das von Rochowanski geforderte „Vertrauen“ gegenüber Putin, sondern höchstes Misstrauen geboten. Täuschung gehört zum Handwerk eines KGB-Agenten, das Putin im Amt des russländischen Präsidenten sicher nicht verlernt hat.

Mit ihren weiteren Äußerungen zu „Alaska“„entsetztes Haareraufen und Händeringen“, „Entsetzen“ darüber, dass Trump seine bis dato vehement vertretene eigene Position aufgegeben hat – verlässt Rochowanski den argumentativen Fechtbogen und begibt sich unverhohlen auf das Terrain russischer Propaganda.

„Statt die Chance“ – die in Wirklichkeit eine Chimäre ist – „zu nutzen“, würden europäische Spitzenpolitiker „eine friedliche Beilegung […] torpedieren“. Putin selbst hatte schon in der Pressekonferenz in Alaska implizit gewarnt: „Wir hoffen, dass Kyjiw und die europäischen Hauptstädte all dies in konstruktiver Weise aufnehmen und keine Hindernisse schaffen; dass sie nicht versuchen werden, den entstehenden Fortschritt durch Provokationen oder Hinterzimmer-Intrigen zu stören.“51

Wenn sie dann auf „die immer lauter werdenden Stimmen“ zu sprechen kommt, die fordern, Europa müsse seine Illusionen (bezüglich den USA) aufgeben „und selbst gegen Russland in den Krieg ziehen“, verfällt sie vollends in russisches Propaganda-Narrativ: „Offenbar“ würden sie (diese europäischen Stimmen) von der „Überzeugung angetrieben, dass nur ja kein Frieden ausbrechen darf, und dass der Krieg weitergehen muss; dass nichts außer einer klaren Niederlage Russlands für Europa akzeptabel ist.“52

Anchorage 2025 – ein „München II“?

Die Verhandlungen in Anchorage endeten auf den ersten Blick – und wider Erwarten – nicht mit einem neuen „München”. Doch gab Trump zu, dass er mit Putin einen Austausch von Gebieten („swapping of territories”) zwischen der Ukraine und Russland erörtert habe – trotz seiner öffentlichen Versicherung, keine Verhandlungen darüber zu führen.

Als sich am 15. August 2025 in Alaska der amerikanische Präsident Donald Trump mit dem „Hitler unserer Zeit“ (Bob Woodward53) – Wladimir Putin – traf, postete der tschechische Außenminister Jan Lipavský auf „X“54 ein Zitat, das dem britischen Außenminister (Foreign Secretary, 1935 – 1938) Anthony Eden zugeschrieben wird: „Man kann vorübergehend Frieden erreichen, indem man Gewalt nachgibt, aber dauerhaften Frieden kann man so nicht erreichen.“55

Die Parallelen springen ins Auge: Der britische Premierminister Neville Chamberlain versuchte, den Frieden zu wahren („Peace for our time“), indem er mit der Unterzeichnung des „Münchner Abkommens“ im September 1938 seine Zustimmung zu Hitlers Annexion des Sudentenlands gab. Sechs Monate später brach Hitler das Abkommen und Deutschland besetzte die restliche Tschechoslowakei.

Der amerikanische Präsident Trump drängt die Ukraine, den Donbas an Russland abzutreten, um damit den Krieg zu beenden. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit würde der russische Präsident Putin – wie Hitler – ein eventuelles Friedensabkommen brechen und die Ukraine erneut überfallen (dieses Mal besser vorbereitet), um sie ganz zu unterwerfen.

Der tschechoslowakische Präsident Edvard Beneš musste die Bedingungen akzeptieren, die ohne seine Teilnahme von Großbritannien und Frankreich mit Adolf Hitler ausgehandelt worden waren, d. h., die Tschechoslowakei musste das Sudetenland an Deutschland abtreten. Genau so könnten heute die USA den ukrainischen Präsidenten Selenskyj nötigen, dem russischen Diktator Putin den Donbas abzutreten.56 Zu Recht beharrt Kyjiw auf dem Prinzip: „Nichts über die Ukraine ohne die Ukraine“ (Nitschoho pro Ukrajinu bes Ukrajiny“).

Der ukrainische Politik-Wissenschaftler Mykola Kapitonenko57 macht auf einen wesentlichen Unterschied zwischen damals und heute aufmerksam: Anders als damals geht es heute nicht darum, einen Krieg zu vermeiden, sondern einen bereits dreieinhalb Jahre lang tobenden Krieg zu beenden. Das bewege europäische Politiker (trotz aller Zweifel) zu entschlossener – auch militärischer – Unterstützung der Ukraine, schreibt Kapitonenko.58

Bei dem Treffen des amerikanischen Präsidenten Trump mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj und den europäischen Staats- und Regierungschefs (nach dem russisch-amerikanischen Treffen in Alaska) am 18. August (2025) in Washington, zeichnete sich eine „Friedensformel“ (Mykola Kapitonenko) ab: Abtretung des Donbas in seinen administrativen Grenzen – also einschließlich der Teile der beiden Oblaste Donezk und Luhansk, die (noch) von den ukrainischen Streitkräften gehalten werden – im Gegenzug für eine „Einfrierung der Front“ in den ukrainischen Oblasten Cherson und Saporischschja.

Das ist kein „land swap“, kein Gebietstausch, denn das russisch besetzte Gebiet hinter der eingefrorenen Front bleibt russisch besetzt und de facto annektiert. Diese trügerische „Friedensformel“ sei für die Ukraine inakzeptabel. Die Ukraine werde deshalb auch ohne Unterstützung durch die USA weiterkämpfen – eine schnelle Lösung der territorialen Frage sei daher nicht in Sicht, meint Kapitonenko.59

Umso mehr hängt die Verteidigung ukrainischen Territoriums von Europas militärischer Unterstützung der Ukraine ab. „Doch“, konstatiert Umland, „die meisten der besten Waffen des Westens liegen ungenutzt auf Stützpunkten und in Lagerhallen herum, anstatt im Donbas, rund um Charkiw oder auf der Krim ihren Dienst zu verrichten“.60

Sicherheitsgarantien – „fast wie Artikel 5 der NATO

Die Aufnahme der Ukraine in die NATO ist unrealistisch, solange Trump im Amt des Präsidenten der USA ist.

Das diskutierte Modell einer Sicherheitsgarantie für die Ukraine „fast wie Artikel 5 der NATO – aber außerhalb der NATO – („almost like Article 5”), implementiert durch eine „Koalition der Willigen“ von rund 30 Staaten habe nur symbolischen Wert,61 meint Kapitonenko; denn deren Bereitschaft, Bodentruppen entlang der Waffenstillstandslinie zu stationieren, die eventuell in wiederaufflammende Kämpfe (mit Gefallenen und Verwundeten) verwickelt werden können, ist – ohne Rückendeckung durch die USA – nicht „entschlossen“ genug.

Nach dem „Kosovo-Krieg“ 1998 – 1999, in den die NATO (ohne Mandat des UN-Sicherheitsrates) am 24. März 1999 eingriff,62 um die ethnische Säuberung des albanischen Teils der Bevölkerung durch serbische Sicherheitskräfte zu beenden, entsandte der Westen eine Friedenssicherungstruppe („Blauhelme“, „peace keeping force“) von 50 000 Mann63 – nach „Kosova“ / „Kosovë“ (kosovo-albanisch), ein Gebiet von der Größe halb Hessens.

Die Ukraine ist 55 Mal größer als der Kosovo. Angesicht dieser geographischen Dimensionen und der Verschwommenheit („fuzzy concept“) des Begriffs fordert der amerikanische Journalist Christian Caryl (Washington Post64) dazu auf, über dieses unrealistische Konzept „Sicherheitsgarantien“ – also den militärischen Schutz der Ukraine vor einem erneuten Angriff durch Russland nach Erlangung eines Waffenstillstands – nicht zu „fabulieren“ und statt dessen der Ukraine zu helfen, den gegenwärtig anhaltenden Krieg zu gewinnen.65

Seit seinem Amtsantritt argumentierte Trump, Sicherheitsgarantien für die Ukraine (als Teil eines Friedensabkommens) seien eine europäische Angelegenheit, weshalb sich die Vereinigten Staaten nicht daran beteiligen würden.

Wie Emmanuel Macron am 13. August (2025) nach einem Gespräch mit Trump bekannt gab, ist Trump von dieser Position abgerückt. Auf dem Flug nach Alaska bestätigt Trump Macrons Aussage.

Nach dem Gespräch mit Putin in Alaska bestätigte Trump diese Information erneut in einem Interview mit Fox News66 – und betonte, dass ein solcher Teil eines Friedensabkommens mit Russland abgestimmt sei. Tatsächlich sagte Putin auf der Pressekonferenz nach dem Gipfeltreffen, dass die weitere Sicherheit der Ukraine in zukünftigen Friedensgesprächen „garantiert“ werden müssten.

Es versteht sich von selbst, dass sich sofort die Frage nach des Teufels Pferdefuß stellte. Am 21. August enthüllte der russische Außenminister Sergej Lawrow Putins Beinkleid: Russland werde Sicherheitsgarantien für die Ukraine nur zustimmen, wenn Moskau ein Veto-Recht erhalte.67

Am Tage nach dem Alaska-Gipfel, am 16. August (2025), eröffnete Trump seinen überraschten europäischen Besuchern, dass er nun bereit sei, der Ukraine Sicherheitsgarantien anzubieten(„open to offering U.S. security guarantees to Ukraine“68) – eine „Kehrtwende“ („U-turn“), wie das Wall Street Journal schrieb.

Möglicherweise spürte Trump, dass er von Putin in Alaska über den Tisch gezogen worden war.

Trump – „zu Hause“ unter Druck69

Nach dem Treffen mit Putin in Alaska geriet Trump in den USA unter erheblichen Druck.70 Zwei Tage nach dem „Ereignis“ sah sich seine Administration, die die Gespräche zwischen den beiden Präsidenten auf der „Joint Base Elmendorf-Richardson“ in Anchorage als großartigen Erfolg für den amerikanischen Präsidenten gefeiert hatte, gezwungen, Trump mit Erklärungen zu verteidigen.

„Setzen Sie Putin unter Druck, Herr Präsident – das ist der einzige Weg, diesen Krieg zu beenden“,71 lautete der Titel eines an Trump persönlich adressierten Leitartikels, den die gesamte Redaktion der New York Post (die einzige gedruckte Zeitung, die Trump angeblich liest) unterschrieben hat; Druck sei die einzige Sprache, die Putin verstünde: „Sie haben Recht, Herr Präsident, das Töten muss aufhören. Aber das Treffen in Alaska hat gezeigt, dass der einzige Weg, dies zu erreichen, darin besteht, Putin unter Druck zu setzen.“72

Der Artikel beginnt mit der Feststellung, dass Präsident Trump gesagt habe, er wolle den „russischen Diktator“ treffen, um zu sehen, „what he has in mind“. „Herr Präsident“, schreiben die Redakteure der NYP, (jetzt) „haben Sie die Antwort: Putin will keinen Frieden, er will Eroberung“.73

In einem Leitartikel im Wall Street Journal hieß es, Trump habe es mit einem Mann zu tun, „der sich zum Ziel gesetzt habe, früher oder später die (ganze) Ukraine zu erobern.“74

Die Moderatoren von Trumps Haussender „Fox News“ unterschieden sich in ihren Kommentaren zu dem Gipfeltreffen in Alaska kaum noch von denen der Sender NBC und ABC, notiert Serhij Sidorenko („Jewropejska Prawda“).75 Die „Fox News“-Moderatorin Shannon Bream brachte am 18. August mit ihren Fragen Trumps Sonderbeauftragten Steve Witkoff in Erklärungsnot. Sie erklärte ihm, dass bei kampfloser Übergabe – wie von Putin gefordert und von Trump zugestanden – der von der ukrainischen Armee gehaltenen, zu einem Festungsgürtel ausgebauten Teile des Donbas, an denen der russische Vormarsch bislang gescheitert ist, die russische Armee in eine hervorragende Ausgangslage für einen neuen Angriff auf Kyjiw erhalten würden.

Und der ehemalige Sonderbeauftragte Trumps für die Ukraine, Kurt Volker, erklärte den Zuschauern von „Fox News“, Putin habe Trump „übertrumpft“. „Das Letzte, was wir (die USA) brauchen, ist, dass Putin diese (Atem-) Pause (Aussetzung von „severe consequences) als Vorwand nutzt, um den Krieg fortzusetzen, bis der Winter kommt.“ Er ziehe nicht gern Analogien zu den 1930er Jahren; „aber genau das ist es; es (Trumps Appeasement Politik) ähnelt sehr dem Münchner Abkommen mit Hitler“, sagte Volker.

Trumps ehemaliger Vizepräsident Mike Pence forderte, unverzüglich Energie-Sanktionen gegen die Russische Föderation zu verhängen, um Putin zu nötigen, die Bedingungen der USA zu akzeptieren.

Die einzigen namhaften Personen, die Trumps Verhalten in Alaska verteidigten, waren amtierende Mitglieder seiner Administration. Am 17. August (2025) wandten sich Außenminister Rubio und der Sondergesandte Witkoff (beide waren bei dem Gespräch zwischen Trump und Putin anwesend) an die Medien, gaben verschiedenen Fernsehsendern ein Dutzend Interviews, um die Botschaft – eigentlich Putins Botschaft – zu verbreiten, dass Trumps Verzicht auf einen Waffenstillstand keine Bedeutung habe, denn noch besser als eine Waffenruhe sei es, den Frieden zu erlangen.

Russlands Medien – Putin, der „Sieger von Alaska“

Moskau sehe sich im Vorteil, nachdem die Gespräche ohne Waffenstillstillstand und ohne zusätzliche Sanktionen zu Ende gegangen seien, schrieb Pjotr Sauer, der Russian affairs Reporter des Guardian.76

Die Kommentatoren in den (staatlich kontrollierten) russischen Medien meinten bereits vor dem Gipfeltreffen des Präsidenten Putin mit seinem amerikanischen Kollegen in Alaska, dass dieses ein Erfolg für Putin sein werde – unabhängig von dem Ergebnis der Gespräche. Es werde die internationale Isolation, die der Westen ihm nach seinem Überfall auf die Ukraine auferlegt habe, beenden. Trump werde ihrer Meinung nach Putins Position übernehmen, nach der Russland und die Vereinigten Staaten Entscheidungen über die Ukraine ohne die Ukraine treffen können. Wenn aber Trump Putins Bedingungen nicht annehmen würde, bekäme er nicht den „Deal“, nach dem er so sehr verlange. Trumps besondere Schwäche, seine fixe Idee, als Friedenstifter mit dem Nobelpreis ausgezeichnet zu werden, hat im Kalkül des Kreml sicher einen Stellenwert. Wenn aber Trump Putins Bedingungen akzeptiere, würde er Putins strategisches Ziel, die Vertiefung der Kluft zwischen den USA und Europa, befördern. Auch in den russischen Medien war davon die Rede, dass Trump in Europa einen Vergleich mit der Jalta-Konferenz von 1945 oder gar mit der Konferenz von München von 1938 provozieren könne, wenn er einen breiteren Konsens mit Putin suche.77

Der usbekisch-stämmige Journalist Timur Faridulli reflektierte die Putin-freundliche Stimmung wenige Tage vor dem Gipfeltreffen in Alaska (Paul Goble);78 er übertraf seine russischen Kollegen an rhetorischer Hyperbolik. Faridulli bezeichnet das Treffen in Alaska als „geopolitisches Ereignis des Jahrhunderts“ – nicht, weil ein Frieden erwartet werde, sondern weil dadurch die „Niederlage des Westens“ offenbar werde. Putin kehre nicht an den Verhandlungstisch zurück, schrieb Faridulli; Putin nehme seinen Platz am Kopfende des Tisches ein – und diktiere die Agenda des Gipfeltreffens in Alaska.79 Und tatsächlich scheint es so gewesen zu sein.

Dieses Gipfeltreffen werde ein Sieg sein, ohne dass „ein einziger Schuss“ abgegeben würde. „Putin wird nicht auf dem Schlachtfeld gewinnen.“ Er gewinne „im Gewissen der Welt“, schrieb Faridulli, was wohl so viel bedeuten soll wie „moralisch im Recht“ zu siegen. Alaska sei kein Verhandlungsort; Alaska sei ein „Triumphbogen in eine neue Welt, in der Russland […] der Schlichter (globaler Konflikte) sei“.80

Putin – „host“ der Pressekonferenz nach dem Gipfeltreffen

Die gemeinsame Pressekonferenz nach dem Gipfeltreffen war eher ein kurzes „Debriefing“ über „fast vereinbarte“ Friedensmodalitäten; Fragen waren nicht zugelassen und Trump strahlte nicht (wie sonst) Genugtuung aus.

In der Pressekonferenz, die wider alle protokollarischen Regeln mit einer Rede Putins eröffnet wurde (die zudem doppelt so lang war wie die Rede Trumps) spielte Putin die Rolle des Gastgebers.

Wie seltsam es auch unter den gegenwärtigen Bedingungen klingen möge, „wir haben das ukrainische Volk immer für unser Brudervolk gehalten und tun dies noch heute“,81 sagte der „große Bruder“, der über den „kleinen Bruder“ hergefallen ist. Und weil das ukrainische Volks ein Brudervolk des russischen Volkes sei – er sagte diesmal nicht, Ukrainer seien Russen – wolle Russland „aufrichtig“ den Krieg beenden, sagte Putin.82

Putin genierte sich nicht, auch in Alaska die lächerliche Behauptung zu wiederholen, dass die Ereignisse in der Ukraine – er sagt nicht, um welche es sich handelte – mit „fundamentalen Bedrohungen“ der nationalen Sicherheit Russlands verbunden seien. Diese „Ereignisse“, vermutlich der „Euromajdan“, der Volksaufstand gegen den korrupten ukrainischen Präsidenten Janukowytsch, mögen wegen ihrer Ausstrahlung auf die russische Bevölkerung für Putins Regime bedrohlich gewesen sein, mit Sicherheit nicht für die nationale Sicherheit der Russländischen Föderation.

Er hoffe, dass die in seinem Treffen mit Trump erreichte Verständigung „den Weg zum Frieden in der Ukraine“ öffne, heuchelte Putin in der Pressekonferenz. Auch hoffe er, dass „all dies“ (in Wahrheit die nicht erreichte Öffnung eines Weges zum Frieden) in Kyjiw und in den europäischen Hauptstädten „konstruktiv“ aufgenommen werde, und dass keine Hindernisse in den Weg gelegt würden – etwa durch Versuche, den „geplanten“ Fortschritt durch Provokationen zu vereiteln.

In der kurzen Pressekonferenz machte Putin seinem Kollegen Trump ein Kompliment; er bestätigte Trumps Behauptung, dass dieser Krieg nie ausgebrochen wäre, wenn Trump (anstelle des Demokraten Joe Biden) im Jahre 2022 Präsident der Vereinigten Staaten gewesen wäre.83 Und er lobte Trumps echten Wunsch, „die Wurzeln des Konflikts“84 verstehen zu wollen.

„Land swap“ – Gebiets- (und Bevölkerungs-)Austausch85

In dem Interview mit „Fox News“86 nach der Pressekonferenz teilte Trump mit, dass ein „territorialer Austausch“ zwischen der Ukraine und Russland Teil seiner Vereinbarung mit Putin sei; dabei betonte er, dass die Ukraine dem zustimmen müsse – doch hielt er sich insofern zurück, als er die Möglichkeit einräumte, dass „sie (die Ukrainer) Nein sagen“.

Trump wiederholte in dem Interview mehrmals, dass die Ukraine nun die Abmachungen, die er mit Putin getroffen habe, akzeptieren müsse: „Die Ukraine muss zustimmen. Präsident Selenskyj muss zustimmen. Jetzt liegt es wirklich an Präsident Selenskyj, dies zu erreichen (den „peace deal“), und ich würde auch sagen, dass sich die europäischen Nationen ein wenig einbringen müssen.“87 Und wenn sie es wünschten, „I’ll be at that next meeting“, fügte er huldvoll hinzu.88

Conclusio

Putins Taktik ist offenkundig: (Schein-)„Verhandlungen“ („Gespräche“) in die Länge zu ziehen und gleichzeitig die Ukraine auf dem Schlachtfeld zu zermürben, wie Alexander Gabuev schreibt.89

Einen Waffenstillstand wird es nicht geben, solange Putin an der Macht ist; und selbst wenn Putins Nachfolger im Kreml dessen neo-imperialistischen Pläne nicht weiterverfolgen sollte – „Frieden“ (über eine „Waffenruhe“ hinaus) zwischen Russland und der Ukraine wird es in absehbarer Zeit nicht geben.

„Den Krieg beenden“ bedeutet, Rückzug der russischen Truppen aus der Ukraine (wobei die Krim mit ihrer russischen Bevölkerungsmehrheit einer besonderen Regelung bedarf), und Einstellung des russischen Beschusses der zivilen Infrastruktur und der Wohngebiete in der Ukraine.

Deshalb heißt die Schlussfolgerung aus dem russisch-amerikanischen Gipfeltreffen in Alaska:

  • Maximale militärische Unterstützung der ukrainischen Streitkräfte durch uneingeschränkte Lieferung von Waffen und Munition;
  • Maximale Sanktionierung der russischen Wirtschaft.

Fußnoten:

1 Torheit – ein etwas altertümliches Synonym für Dummheit – ist die mangelnde Fähigkeit, eine Situation richtig zu erfassen und wirksam darauf zu reagieren. Sie kann auch schlichte Unwissenheit sein, ein Mangel an „Vorwissen“. Der Dunning-Kruger-Effekt beschreibt, wie Menschen mit wenig Kompetenz ihre Fähigkeiten überschätzen, da ihnen das Bewusstsein für die Komplexität des Themas fehlt. Alle drei Kategorien treffen auf Donald Trump zu.
Siehe: Jean-Françios Marmion: Die Psychologie der Dummheit, in: Münchner Verlagsgruppe; Jean-Françios Marmion (Psychologe und Chefredakteur von Le Cercle Psy) ist Herausgeber des Sammelbandes: Daniel Kahnemann, Antonio Damasio u. a.: Die Psychologie der Dummheit.
Christian Stüwe: Psychiaterin Heidi Kastner im Interview: „Dummheit ist gefährlich für Gesellschaft“, Interview, in: web.de, 10.02.2022; Heidi Kastner ist Psychiaterin und Gerichtsgutachterin.

2 Joint Base Elmendorf-Richardson

3 Der Flug-Tracker „FlightAware“ zeigt, dass Putins Flug als „Special Detachment Flight Rossiya 539“ vom Flughafen Magadan an der Ostküste Sibiriens aus durchgeführt wurde.

4 Miriam Hollstein: „„Das war das irritierendste Bild von diesem Gipfel““: https://www.stern.de/politik/deutschland/carlo-masala-zu-putin-trump-treffen—-das-war-das-irritierendste-bild—35977800.html (Carlo Masala zu Alaska-Treffen), in: STERN. de, 16. August 2025; Carlo Masala ist Professor für Internationale Politik an der Universität der Bundeswehr München.

5 Timothy Snyder / Timoti Snajder: „Tramp v plenu illjuzij: kak prezident SŠA popal v lovušku Putina“, in: Evropejskaja pravda (Russ. Ausgabe), 18 АВГУСТА 2025;

6 Ebda.

7 Ebda.

8 Donald J. Trump, Interview: Sean Hannity of Fox News Interviews Donald Trump in Alaska – August 15, 2025, Transcripts, White House Press Releases, in: Roll Call, 15 August, 2025. Das Interview mit dem loyalen Sean Hannity (TV presenter / Moderator Fox News) fand in demselben Konferenzraum statt, in welchem er gerade mit Putin gesprochen hatte – unmittelbar nach der Pressekonferenz, auf der Fragen der Journalisten nicht zugelassen waren.

9 Ol’ga Hluščenko: Tramp ocenil vstreču s Putinym na „10 iz 10“ i peredumal vvodit’ sankcii protiv RF, in: Ukrainskaja pravda (Russ. Ausgabe), 16 августа 2025.

10 U. a. Sanktionen gegen die russischen Erdölgesellschaften „Rosneft’ und Lukojl“, falls Putin nicht zu einer Beendigung des Krieges in der Ukraine bereit sein sollte.

11 Bei einer politischen Veranstaltung am 29. September 2018 in Wheeling, West Virginia, sprach Trump davon, dass Kim ihm “schöne Briefe“ geschrieben habe, und beendete den Satz mit: „And then we fell in love, okay? No really. He wrote me beautiful letters, and they’re great letters. And then we fell in love.“ Roberta Rampton: ‚We fell in love‘ – Trump swoons over letters from North Korea’s Kim, in: Reuters,September 30, 2018.

12 Tatsächlich hat Trump nicht nur seinen Sohn Donald Trump Jr. nach Grönland geschickt, um unter der einheimischen Bevölkerung Stimmung für einen Anschluss Grönlands an die Vereinigten Staaten von Amerika zu machen, sondern – ohne öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen – Agenten mit einem finsteren Auftrag, sozusagen mit einer „Dark Order“ nach Grönland geschickt, so wie Putin im Jahre 2014 Agenten („männliche Touristen“) zur Unterstützung der Separatisten in den Donbas schickte.

13 Timur Faridulli: Sammit na zemle pamjati: Rossija pobedila do načala peregovorov (Der Gipfel im Land der Erinnerung: Russland hat vor Beginn der Verhandlungen gewonnen“), in: asia-today news (Asia Today „Novosti“), 09.08.2025.

14 Ebda.

15 Sonam Sheth: Karoline Leavitt Says ‚Perhaps‘ Trump Will Visit Russia in the Future, in: Newsweek, 12 August, 2025.
„Trump: Wissen Sie, ich werde Putin treffen. Ich fahre am Freitag nach Russland.“
Jack Revell: Trump, 79, Seems Utterly Perplexed About Where Alaska Is, in: The Daily Beast, 2025, August 12.The Daily Beast ist eine amerikanische Nachrichten-Website.

16 Kap Prince of Wales, Seward-Halbinsel, Alaska, in russischer Zeit Mys Gvozdeva nach Miachail Gvozdev.

17 Kap Dežnëv / Mys Dežnëva in dem Autonomen Kreis der Tschuktschen (Čukotskij avtonomnyj okrug / Čukotka.

18 Inmitten der Beringsstraße liegen die Diomedes Inseln; die Kleine Diomedes gehört zu den USA, die Große Diomedes zu Russland.

19 Der betreffende Tweet des demokratischen Gouverneurs von Kalifornien, Gavin Newsom, soll eine Million Mal angeklickt worden sein.

20 Serhij Sidorenko: Tramp pid tyskom. Jak amerikanci stajut’ ključovym sojuznykom Ukraïny u vplyvi na Bilyj dim (Trump unter Druck. Wie die Amerikaner zu einem wichtigen Verbündeten der Ukraine werden…) in: Jevropejs’ka pravda, 18. August, 2025.

21 Die USA sind nicht Mitglied des Internationalen Strafgerichtshofs, auf ihrem Territorium gilt kein Haftbefehl des IStGH; eine Verhaftung Putins in Anchorage kam überhaupt nicht in Frage.

22 (Timothy Snyder), Timoti Snajder: Tramp v plenu illjuzij: kak prezident SŠA popal v lovušku Putina, in: Evropejskaja pravda (Russ. Ausgabe), 18 АВГУСТА 2025.

23 Nomen est omen; „punk“ bedeutet ursprünglich faules Holz.

24 Oliver Stock: Diesmal feiere ich Trump! Und wenn ich die Deutschen höre, platzt mir der Kragen, Kommentar in: FOCUS online, Freitag, 22.08.2025.

25 Laut Stegner bietet das Gipfeltreffen in Alaska „die bis dato größte Hoffnungsperspektive dafür, dass der Krieg in der Ukraine mit all den täglichen Opfern zeitnah endlich enden könnte“. Roland Preuß, Vivien Timmler: Gipfel in Alaska „Sinnlos ist an Gesprächen gar nichts“, in: Süddeutsche Zeitung, 17. August 2025.

26 Laschet meint, der Gipfel habe eine „neue Dynamik“ im diplomatischen Prozess entfacht.

27 Dana Heide: Russland-Experte sieht Alaska-Gipfel als „Desaster“, in: Handelsblatt, 17.08.2025.

28 General a. D. Ben Hodges, ehemaliger Oberkommandierender der US-amerikanischen Streitkräfte in Europa.

29 Andreas Umland: Možet li byt’ udovletvorena žažda Rossii k ėkspansij? in: Ukrainskaja pravda (Russ. Ausgabe), 18 августа 2025.
Andreas Umland ist Analyst des Stockholmer Zentrums für Osteuropastudien / Stockholm Centre for Eastern European Studies (SCEEUS) des Schwedischen Instituts für Internationale Angelegenheiten / Swedish Institute of International Affairs (UI), Dozent für Europastudien am Lehrstuhl für Politikwissenschaft der Nationalen Universität „Kiewer Mohyla-Akademie“ (Nacional’nyj universytet “Kyjevo-Mohyljans’ka Akademija”), senior fellow am Institut für Euro-Atlantische Kooperation (Institute for Euro-Atlantic Cooperation) in Kyjiw, sowie Herausgeber der Buchreihe Soviet and Post-Soviet Politics and Society beim ibidem-Verlag Stuttgart / Hannover.

30 Doug Mills: „After Summit, Trump Heaps Praise on Putin“: https://www.nytimes.com/2025/08/16/world/europe/trump-hannity-interview-fox-news.html in Fox News Interview, in: The New York Times, 16.08.2025.

31 Andrea Shalal, Thomas Escritt; Tom Balmforth: Trump threatens ‚severe consequences‘ if Putin blocks Ukraine peace, in: Reuters, August 13, 2025.

32 General a. D. Keith Kellogg, der Sonderbeauftragte für Russland und die Ukraine, wurde auf Betreiben Moskaus nicht in die Teilnehmer-Liste aufgenommen, weil er für den Kreml zu pro-ukrainisch sei. Putin bestimmte also sogar die Teilnehmerliste der USA.

33 Lawrows Coming-out: Der „ewige“ russische Außenminister Sergej Lawrow scheint mit zunehmendem Alter (75) seine gewohnte diplomatische Contenance zu verliefen; in Alaska machte er mit der Aufschrift SSSR (СССР) auf seinem Pullover nicht länger eine Mördergrube aus seinem Herzen und bekannte sich demonstrativ zur Wiederherstellung der Sowjetunion.

34 Alexander Baunov: „Alaska Summit Leaves Ukraine a Hostage to Russia’s Demands of the West“, in: Carnegie Politika (Carnegie Russia Eurasia Center), August 17, 2025. Der russische Publizist und Experte für internationale Politik Aleksander Baunov ist seit 2015 senior associate am Carnegie Moscow Center / Carnegie Russia Eurasia Center und editor in chief von Carnegie.ru und CarnegiePolitika.

35 Siehe auch: Andreas Umland; Wie Putins elfjähriges Verhandlungstheater die Welt an der Nase herumführt: Interview für eine deutsche Tageszeitung. Was genau ist Putins Taktik?. auf Facebook, 30. August 2025.

36 Katharina Schuster: Ben Hodges über Ukraine-Krieg: Ex-US-General: „Trump entweder naiv oder dumm“, Interview, in: ZDFheute, 17.04.2025.

37 Ebda.

38 Donald J. Trump, Interview: Sean Hannity of Fox News Interviews Donald Trump in Alaska – August 15, 2025, Transcripts, White House Press Releases, in: Roll Call, 15 August, 2025.

39 Katharina Schuster: Ben Hodges über Ukraine-Krieg: Ex-US-General: „Trump entweder naiv oder dumm“, Interview, in: ZDFheute, 17.04.2025.

40 „DEMOCRATIC NATIONAL COMMITTEE: Donald Trump’s National Security Advisor Calls Him a ‘Useful Idiot‘ for Russia“, MARCH 16, 2022. “Idiotie“ ist zwar als Diagnose geistiger Behinderung in der Medizin nicht mehr gebräuchlich, doch Donald Trump könnte für eine Wiederbelebung des Begriffs sorgen.

41 Ebda.

42 Josep Borrell Fontelles, auf “X”, vormals Twitter, JosepBorrellF —- “I return with a clear to do list: 1. This war will be won on the battlefield.” Tweet (Twitter) von Josep Borrell, 9. April 2022, nach Rückkehr aus Kiew.

43 Almut Rochowanski: Unorthodoxe Gipfel-Diplomatie, in: IPG, 18.08.2025.

44 Harry Kazianis: Russia Is Winning the Ukraine War and NATO Can’t Stop It, in: National Security Journal, June 10, 2025.

45 Andreas Umland: Možet li byt‘ udovletvorena žažda Rossii k ėkspansij? in: Ukrainskaja pravda (Russ. Ausgabe), 18 августа 2025.

46 Steve Holland, Jeff Mason: Obama, in dig at Putin, calls Russia ‚regional power‘, in: Reuters, March 25, 2014; .

47 Andreas Umland: Možet li byt‘ udovletvorena žažda Rossii k ėkspansij? in: Ukrainskaja pravda (Russ. Ausgabe), 18 августа 2025; https://www.pravda.com.ua/rus/columns/2025/08/18/7526706/.

48 Ebda.

49 Das Quincy Institute ist ein amerikanischen Think Tank, der eine „non-interventionist foreign policy“ vertritt.

50 Dabei zeichnet sich eine neue bipolare Weltordnung ab, in welche die USA nicht mit Russland um globalen Einfluss ringt, sondern mit China; Russland muss sich hüten, nicht in die Lage Europas zu geraten, also in völlige Abhängigkeit von China, wie es Europa von den USA ist.

51 „… that Kyiv and the European capitals will perceive all of this in a constructive manner and will not create any obstacles. That they will not attempt to disrupt the emerging progress through provocation or behind-the-scenes intrigue.“ The Moscow Times. (2025, August 16). „Trump and Putin praise ‘productive‘ Alaska talks but no deal on Ukraine yet“:ttps://www.themoscowtimes.com/2025/08/16/trump-and-putin-praise-productive-alaska-talks-but-no-deal-on-ukraine-yet-a90244.

52 Selbstverständlich kolportiert Rochowanski auch die Mär von dem „im Frühjahr 2022 fast abgeschlossenen Abkommen“ mit Russland, von dessen Abschluss „ihre westlichen Partner die Ukraine abhielten“. Almut Rochowanski ist laut dem Journal für Internationale Politik (IPG) der Friedrich Ebert Stiftung, das ihren suspekten Text veröffentlicht hat, eine „Friedensaktivistin“; die Frage erhebt sich, warum sie auf so durchsichtige Weise die Propaganda des Aggressors übernimmt. Sie nährt den Verdacht, in dessen Diensten zu stehen; zumindest wirkt sie wie Putins „nützliche Idiotin.

53 „bei Maischberger“ (Talkshow „Maischberger“ heute, 22. 11. 2024). Der investigative Journalist Bob Woodward (Pulitzer Prize Träger) ist in den USA seit der Aufdeckung des Watergate-Skandals“ eine „Reporter-Legende“.

54 x.com/JanLipavsky/status/1956440037723386319

55 „You can achieve temporary peace by yielding to force, but you cannot achieve lasting peace that way“. Auch wenn dieses Zitat in Recherchen nicht direkt zu finden ist, so reflektiert es Anthony Eden’s strikt ablehnende Haltung jeglicher Appeasement-Politik (wörtlich: „Befriedung“) gegenüber aggressiven Mächten. Er trat am 20. Februar 1938 als Außenminister zurück, weil er die Appeasement-Politik Neville Chamberlains gegenüber Benito Mussolinis faschistischem Regime in Italien ablehnte. Im September 1938 protestierte er gegen das „Münchner Abkommen“, das der damalige britische Premierminister Neville Chamberlain unterzeichnet hatte. Anthony Eden reagierte sehr kritisch auf Chamberlains berühmte „peace for our time“-Erklärung („I believe it is peace for our time“) bei der Rückkehr aus München. Er sah Chamberlains „Frieden für unsere Zeit“ als gefährliche Illusion an. In der House of Commons-Debatte am 6. Oktober 1938 wandte er sich gegen die Begeisterung der Mehrheit der Abgeordneten über das „Münchner Abkommen“ und sagte in der Sitzung vom 19. Januar 1937: „…It is said that it has brought us peace in our time. I am afraid that it has brought us the kind of peace which there has been in the Mediterranean from Spain to Palestine since the Prime Minister made his Treaty with Signor Mussolini six months ago.“ (Passage aus „Hansard“, den offiziellen protokollarischen Aufzeichnungen der Sitzungen des britischen Parlamentes, vom 6. Oktober 1938.) Eden bezog sich auf das sogenannte „Gentlemen’s Agreement“ zwischen Großbritannien und Italien, das am 2. Januar 1937 von Neville Chamberlain (damals noch Chancellor of the Exchequer) und dem italienischen Diktator Benito Mussolini geschlossen wurde – und mit dem Chamberlain Italien zur Respektierung des Status quo im Mittelmeer bewegen wollte. Mussolinis Italien hatte mit seinem Überfall auf Äthiopien (Abessinien) die internationale Ordnung schwer gestört und war deswegen vom Völkerbund sanktioniert worden. Chamberlain versuchte die britische Vormachtstellung im Mittelmeer-Raum durch eine politische Verständigung mit Mussolini zu suchen – und Italien von einer engeren Bindung an Hitlers Deutschland abzuhalten. „Spanien“ verweist auf den Spanischen Bürgerkrieg (1936 – 39), in welchem Mussolini massiv das faschistische Regime Francos unterstützte. Das Abkommen mit Mussolini wurde von der britischen Regierung gegenüber dem Parlament als Wahrung des Friedens gerechtfertigt.

56 wobei bei näherer Betrachtung das Sudetenland und der Donbas nur oberflächlich vergleichbar sind.

57 Mykola (Russ.: Nikolaj) Kapitonenko ist außerordentlicher Professor am Institut für Internationale Beziehungen an der Nationalen Taras-Schewtschenko-Universität Kyjiw (Institut mižnarodnych vidnosyn Kyïvs’koho nacional’noho universitetu imeni Tarasa Ševčenka und Direktor des Zentrums für Studien der Internationalen Beziehungen Russ.: (Centr issledovanij meždunarodnych otnošenij) sowie Mitglied des Gesellschaftlichen Rates beim Ausschuss für internationale Beziehungen der Werchowna Rada (Parlament) der Ukraine (Hromads’ka rada pry Komiteti z pytan‘ mižnarodnych vidnosyn Verchovnoï Rady Ukraïny).

58 Nickolay Kapitonenko: Was braucht es für Frieden? Ukraine-Experte: „Für Selenskyj sind die neuen Vorschläge kaum akzeptabel“, in: IPG, 19.08.2025.

59 Ebda.

60 Andreas Umland: Možet li byt‘ udovletvorena žažda Rossii k ėkspansij? in: Ukrainskaja pravda (Russ. Ausgabe), 18 августа 2025.

61 Nickolay Kapitonenko: Was braucht es für Frieden? Ukraine-Experte: „Für Selenskyj sind die neuen Vorschläge kaum akzeptabel“, in: IPG, 19.08.2025.

62 Nach dem Scheitern der Verhandlungen von Rambouillet.

63 Heute, ein Viertel Jahrhundert später, sind immer noch 4 500 peacekeeper vor Ort.

64 Christian Caryl, ehemaliger Moscow bureau chief for Newsweek und U.S. News & World Report.

65 Christian Caryl: Stop Fabulating About ‘Security Guarantees‘ for Ukraine. The best way to protect Ukraine from another Russian invasion is helping it to win, in: Foreign Policy; AUGUST 27, 2025.

66 Donald J. Trump, Interview: Sean Hannity of Fox News Interviews Donald Trump in Alaska – August 15, 2025, Transcripts, White House Press Releases, in: Roll Call, 15 August, 2025.

67 Russland fordert Vetorecht bei Sicherheitsgarantien für die Ukraine, in: Die Zeit (zeit.de), 21.08.2025.

68 Bojan Pancevski, Laurence Norman, Daniel Michaels: Trump Tells Europeans He Is Open to U.S. Security Guarantees in Ukraine, in: WSJ, August 16, 2025.

69 Serhij Sidorenko: Tramp pid tyskom. Jak amerikanci stajut‘ ključovym sojuznykom Ukraïny u vplyvi na Bilyj dim (Trump unter Druck. Wie die Amerikaner zu einem wichtigen Verbündeten der Ukraine werden…) in: Jevropejs’ka pravda, 18. August, 2025;

70 .Auf Trump wächst interner Druck sogar aus den eigenen Reihen, wie Umfragen zeigen. Unter den Wählern der Republikanischen Partei nimmt die Zustimmung für die militärische Unterstützung der Ukraine zu.

71 Post Editorial Board: Put pressure on Putin, Mr. President — it’s the only way to end this war, in: New York Post, Aug. 16, 2025.

72 Ebda. “”You’re right, Mr. President, that the killing must end, and Alaska showed that the only way to do that is to squeeze Putin.

73 Ebda: „Mr. President, you have your answer: Putin doesn’t want peace, he simply wants conquest.”

74 The Wallstreet Journal, Editorial Board: „No Ukraine Cease-Fire From Putin“, 15. August 2025.
„…he (Trump) is dealing with a hard man who has his eyes fixed on conquering Ukraine sooner or later.“

75 Serhij Sidorenko: Tramp pid tyskom. Jak amerikanci stajut‘ ključovym sojuznykom Ukraïny u vplyvi na Bilyj dim (Trump unter Druck. Wie die Amerikaner zu einem wichtigen Verbündeten der Ukraine werden…)
in: Jevropejs’ka pravda, 18. August, 2025.

76 Pjotr Sauer (): Russia jubilant after Trump summit as Putin reportedly demands Donetsk and Luhansk, in: The Guardian, 16 Aug 2025.

77 Paul Goble: Moscow’s Mouthpieces Claim Russia Has Already Won Ahead of Alaska Summit, in: Eurasia Daiy Monitor, August 15, 2025.

78 Ebda.

79 Timur Faridulli: Sammit na zemle pamjati: Rossija pobedila do načala peregovorov (Der Gipfel im Land der Erinnerung: Russland hat vor Beginn der Verhandlungen gewonnen“), in: asia-today news (Asia Today „Novosti“), 09.08.2025.

80 Ebda.

81 „…мы всегда считали и считаем украинский народ братским…“.

82 Александр Шумилин, Ольга Глущенко: Путин после переговоров с Трампом рассказал о „братском народе“ и дороге к миру, in: Ukrainskaja pravda (Russ. Ausgabe), 16 августа 2025.

83 „President Trump [said] that if he was the president back then, there will be no war and I’m quite sure that it would indeed be. So I can confirm that.“

84 Vermutlich meinte er die Osterweiterung der NATO, den „Staatsstreich“ in Kyjiw, die ukrainischen Neo-Nazis, den „illegitimen“ ukrainischen Präsidenten Selenskyj u. a. m.

85 Seit Kriegsbeginn sind rund 1,5 Millionen Menschen aus dem Donbas geflohen.

86 Donald J. Trump, Interview: Sean Hannity of Fox News Interviews Donald Trump in Alaska – August 15, 2025, Transcripts, White House Press Releases, in: Roll Call, 15 August, 2025.

87 “Ukraine has to agree. President Zelenskyy has to agree. Now it’s really up to President Zelenskyy to get it done ((it, the peace deal), and I would also say the European nations, they have to get involved – a little bit.”

88 Tetiana Herasimova: Trump says had reached agreement with putin on land swaps for Ukraine: „Zelenskyy has to agree“, in: Ukrainan News, 16 AUGUST 2025.

89 Alexander Gabuev: Putin is back in the driver’s seat on Ukraine, in: Financial Time, 19. August 2025. Alexander Gabuev ist Direktor de Alexander Gabuev ist Direktor des Carnegie Russia Eurasia Center, Berlin. Er leitet ein Team von Analysten, die früher Mitarbeiter des Carnegie Moscow Center waren, das 2022 vom Kreml geschlossen wurde.

Autor:   Winfried Schneider-Deters — Wörter: 8936

Winfried Schneider-Deters
Jahrgang 1938; Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Heidelberg.
1975 – 2003: Leiter von nationalen und regionalen Projekten der Friedrich-Ebert-Stiftung in Lateinamerika (Venezuela), Ostasien (Korea), Zentralasien und im Südkaukasus.
Von 1996 bis 2000: Aufbau und Leitung des „Kooperationsbüros Ukraine“ der Friedrich-Ebert-Stiftung in Kiew.
Seit 2004: Freier Autor (Veröffentlichungen zur Innen- und Außenpolitik der Ukraine).

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Forumsdiskussionen

„Was wohl die Russen davon halten, dass die Ukrainer beinahe schon nach belieben jede Raffinerie erfolgreich angreifen können, Putins Residenz aber so derartig gut gesichert ist, sodass sie angeblich 91...“

„Was wohl die Ausgebombten aus Dnipro oder die Bauern im Kursker Gebiet denken wenn sie erfahren würden daß sich ihre Kriegsherren selbst gegenseitig nur mit Samthandschuhen anfassen ?“

„Also bisher habe ich nichts davon gelesen dass es entsprechende Angriffe gab. Letztes Jahr gab es mal ein Ziel in der Nähe vom Präsidentenpalast. ... denke mal das läuft auf Gegenseitigkeit hinaus...“

„Mal ganz abgesehen davon daß dieses behauptete Ereignis vermutlich nur als Vorwand konstruiert wurde um sich vor ernsthaften Friedensverhandlungen drücken zu können: Putin scheint wohl ein schlechter...“

„Bin am 24.12.25 in Zosin/Ustyluh in die Ukraine eingereist, war das erste und einzige Auto, in ca. 45 Minuten durch gewesen. Ausreise nach Polen, ca. 10 PKW zu der Zeit.“

„Typisch Russenkasper welche vom korrupten Putin und der Machtelite um ihn herum verarscht werden. Zu mehr als zivile Ziele in Städten zu zerstören reicht es nicht.“

„Warum sollten die sich auch trollen?? Für mich ist es immer wieder eine Offenbarung, wenn man mal wieder feststellen kann, mit welch limitierten Fähigkeiten und Qualitäten jene Russlandfans unterwegs...“

„Hallo Hendrij, habe mal ne Frage zu der neuen Zugverbindung Leipzig - Krakau - Przemyel. Wir fahren ja seit vielen Jahren immer mit dem Wohnmobil und im Winter mit dem Bus nach Lwiw. Da wir unweit von...“

„Meine Ehefrau ist eine Ukrainerin, und ich kenne sie schon seit dem 4. Oktober 2016. Das ist der Grund, weshalb ich mich als deutscher Zivilist in der Ukraine aufhalte. Als Gerhard Schröder noch Deutschlands...“

„Irgendwas stimmt mit dieser Meldung wohl nicht. Katar ist schon seit mehreren Jahren in der Tat aus der OPEC ausgetreten. Warum wird diese offenbar längst überholte Nachricht jetzt wieder aufgewärmt...“

„Danke. Ergänzend dazu habe ich heute gelesen daß es wohl auch noch eine Truppe "Achmat Ost" im Gebiet Saporischschija geben soll.“

„Achja, das Großmaul Kadyrow.ist auch noch da. Das Blatt scheint sich zu wenden. Von den angeblichen Heldentaten seiner Kadyrowzy in der Ukraine ist ja schon länger nichts mehr zu hören. Weiß jemand...“

„@kobmicha Besonders helle scheinst Du nicht zu sein. Falsches Forum für Dich, geh Dich bei den Russen anbiedern, Troll.“

„Tauchen hier eigentlich immer neue Idioten auf oder sind das die gleichen? Offensichtlich sind es immer die gleichen Idioten die hier Schreiben.Sieht man ja an Ihnen. Sie,wahrscheinlich; heldenhafter Ukrainer....“

„Naja, Neuankömmlinge müssen erst einmal drei irgendwie gehaltvolle Beiträge schreiben, bevor sie komplett freigeschalten werden. Dieser Fall hatte sich schon 2011 registriert und sich bei anderen Sachen...“

„Tauchen hier eigentlich immer neue Idioten auf oder sind das die gleichen? Offensichtlich sind es immer die gleichen Idioten die hier Schreiben.Sieht man ja an Ihnen. Sie,wahrscheinlich; heldenhafter Ukrainer.“

„so....und wo ist in dem Text die Rede von Folter.Sobald irgend etwas ukrainisches das Maul aufmacht kommen nur Lügen heraus!“

„Der Klerus wusste schon immer wo Geld zu holen ist.Und die blöden deutschen ..zahlen. und zahlen und zahlen.“

„Respect für den Priester.Das ist wahre Nächstenliebe. Lass doch die Oligarchen und Selensky an der Front Kämpfen. Aber da scheißen sich die Maulhelden in die Hose!“

„Nein,nein,nein,,daß machen die braven ,guten Ukrainer nicht.Das hat ihm bestimmt ein böser Russe heimlich und das Auto gelegt!“

„Selensky wir als der größte Blender und Rattenfänger in die Weltgeschichte eingehen.Und als Milliardär in der Schweiz leben.Skrupel kennt diese Egomanie nicht!“

„Mein Nachbar hat auch eine Mistgabel hochgehalten und mich mit meiner Familie bedroht! Dann rufe ich doch auch gleich mal den Sicherheitsrat an! Ich glaube meine Nachbar war schon mal in der Sowjetunion...“

„Da war es doch schöner die Russenpipeline anzuzapfen und das gas dem Russen zu klauen.Und auch noch Durchleitungsgebühren zu kassieren. Ich mag diesen Ukrainischen Menschenschlag einfach nicht.Korruppter,hinterlistiger...“

„Das ist eine tolle Einstellung: Die Ukraine ist autonom genug zu entscheiden. Das lass sie mal mit Ihren eigenen Recoursen diesen Krieg führen. Sofort ALLE Zahlungen und Waffenlieferungen an dieses Korrupte...“

„Man. man man....wann begreift Ihr Ukrainer das ihr nicht der Nabel der Well seid! Hoffentlich haben bald Eure "Brüder" ,die Russen, die Sowjetunion wieder zum Leben geweckt! Weltweit hungern 800 Millionen...“

„Ihr macht Euch lächerlich! ..vorübergehend besetzte Regionen! Diese Gebiete sind an den Kriegsgewinner verloren. Und wenn die Korrupte Regierung weiter wartet ist alles weg! Aber die Idioten in Deutschland...“

„War von mir auch eher scherzhaft gemeint. Hoffen wir daß es dem Verfasser nach diesem Haßausbruch nun besser geht. Für die nächsten 10 Jahre...“

„Ich denke es wachsen genügend neue nach, leider. Wir leben nunmal in einer Gesellschaft von Alten, Kranken und Einsamen, faktenschwach aber meinungsstark. Vielleicht kann Handrij für Neuankömmlinge...“

„Tauchen hier eigentlich immer neue Idioten auf oder sind das die gleichen?“

„Das ist doch kein Problem für die Heldenhaften Ukrainischen Kriegsgewinner. Die Bomben fangen die doch mit den neuen erfundenen Tennisschlägern ab und schlagen die bis zu Kremel nach Moskau zurück!“

„Wohngebiet getroffen? So ein Zufall! Mit Waffenproduktion und Munitionslagern!“

„Sie brauche keine Angst vor der Fliegerbombe zu haben. Nach der Ukrainischen Berichterstattung Bombardiert der Russe nur Krankenhäuser ,Schulen und Kindergärten. Das sind die gefährlichen Gegner der...“

„Darf ich drauf Hinweisen das es sich natürlich bei dem Toten und den Verletzen natürlich um Frauen und Kinder handelt.Das ist die ukrainische Berichterstattung. Merke: Ukrainer= Edelmänner,Helden und...“

„..Stromnotstand..... Da war es doch schöner und billiger die russische Gasleitung anzuzapfen und Gas zu klauen . Und auch noch Geld für Durchleitungsrechte zu kassieren. Ukrainer und Russen sind ein...“

„Mensch....ist das nicht Lebensgefährlich? Die Russen, euer Brudervolk, bombardieren doch nur die ganzen Kindergärten und Krankenhäuser. Militärisch Ziele werden von den Ruhmreichen,unbesiegbaren Ukrainern...“

„Eine Art Grundwehrdienst gibt es aktuell nicht. Frisch eingezogene Soldaten erhalten im günstigsten Fall drei bis vier Wochen Ausbildung zum Teil im Ausland und danach können sie sofort an die Front...“

„Na,so was aber auch! So etwas machen doch eigentlich nur die bösen Russen!“

„Da war es doch schöner über Jahrzehnte die durch die Ukraine verlaufende russische Gaspipeline illegal anzuzapfen und Gas zu klauen. Und auch noch Durchleitungsgebühren von den Russen zu Kassieren....“

„Das ist doch eine tolle IDEE. Dann können die Ukrainer ja mal anfangen die Milliardenbeträge an die Unterstützer zurückzuzahlen. Oder landen die Erlöse in auf den Panama Konten des Komikers und dessen...“

„Und irgendein "Minister" hat gesagt das die in Deutschland gezahlten "Bürgergeldbeträge" direkt zur "Regierung" nach Kiew zu Überweisen sind. So stand es im "Spiegel"!“

„Bachmut? Plötzlich liest man nichts mehr von der angeblichen"Gräueltaten" der Russen in Bachmut! Ähnlich wie die Sprengung der Pipeline durch die Russen! Die Wahrheit stirbt im Krieg zuerst!“

„Bist Du nur gekommen um Deinen offenbar tiefsitzenden Ukraine-Haß hier mit vielen Wiederholungen und Ausrufezeichen zu verbreiten ? Einen Augenblick lang glaubte ich hier wäre jemand tatsächlich persönlich...“

„Europa als Schlüsselgarant; das sind die Wünsche der korruptesten Nation des Erdballs! Die Wehrfähigen Ukrainer legen sich hier in Deutschland in die soziale Hängematte und Europa soll Kämpfen und...“

„Menschen die aus der Ukraine nach Deutschland geflohen sind. Wer in der Ukraine veröffentlicht das Munitionslager und Drohnenproduktionen in Wohngebieten stattfinden werden ganz schnell zu Landesverrätern...“

„Woher genau hast Du Dein überlegenes Wissen, Du kluger Zeitgenosse ?“

„...und wieder eine Meldung aus dem "Wünsch dir was" Lager. Und die heldenhaften Ukrainer sind schon kurz vor Moskau.....oder holen gerade ihr "Bürgergeld" in Deutschlands Schlaraffenland ab!“

„Immer wieder die gleiche Leier......Kinder und Frauen wurden getötet. Das die Russen strategische Ziele Angreifen bei denen sich die "glorreichen heldenhaften" Ukrainer Ihre eigenen Kinder und Frauen...“

„"(der Russischen Schlinge um den Hals entkommen und sich dafür die Amerikanische umlegen lassen ... ???)" Warum "lassen", die Ukraine ist trotz aller Not autonom genug das selbst zu entscheiden ?“

„Um zum Thema zurückzukommen. Von Naftohas/Naftogaz kam jetzt eine Mitteilung, wonach sie über Polen nächstes Jahr bis zu 1 Milliarde Kubikmeter Flüssiggas importieren wollen. ORLEN’s US LNG supplies...“

„DANKE, es war Zeit dafür.“

„Vielen Dank Handrij für die Zusammenfassung, sie erklärt doch einiges mehr. Die einheimische Ölindustrie um Drohobytch ist natürlich seit Jahrzehnten als Schulwissen bekannt (außer vielleicht bei...“

„Haben sie nicht ? Klingt zwar etwas abenteuerlich, aber diese türkische Flotte ist schon lange durchaus erfolgreich zur Stelle wo Not herrscht. Erdbebengebiete in Küstennähe usw.“

„Muß ja nicht gleich ein stationäres Terminal sein, dafür ließen sich doch einfach spezielle Regasifizierungsschiffe mobilisieren. Das hat hier in D übergangsweise auch funktioniert.“

„Ich kann zwar nicht so recht glauben daß zB ein Gastanker aus Katar derzeit den Hafen von Odessa unter den russischen Kanonen anlaufen wird. Aber es gibt viele Wege und der Erfolg gibt den Ukrainern letztendlich...“

„Vielen Dank Handrij für die Zusammenfassung, sie erklärt doch einiges mehr. Die einheimische Ölindustrie um Drohobytch ist natürlich seit Jahrzehnten als Schulwissen bekannt (außer vielleicht bei...“

„Toll, wie schnell ihr die Zielvorgaben liefern könnt : FSB dankt Euch. Könnt ihr bitte noch die GPS Koordinaten dazu liefern: diese Woche haben nur die Dämels ihren Dienst.... die sind unfähig die...“

„Angesichts der erheblichen Turbulenzen die wir seit Kriegsbeginn hier in D selber durchgemacht haben frage ich mich aus welchen Quellen derzeit eigentlich Gas/Öl in der Ukraine sprudeln. Denn wie auch...“

„Eine Überweisung mit Western Union funktioniert auf die Empfänger-Kreditkarte sehr gut. Die Gebühr beträgt 0,99 €, und Du erhältst einen guten Devisenkurs für die Umrechnung in UAH“

„Gemäss meinen Informationen ist transfergo.de die günstigste Variante“

„Stimmt, ein Sieg der Ukraine wäre hilfreich. Ist aber leider auch der unwahrscheinliche Fall ist. Lohnt sich nicht darüber nachzudenken weil eine westliche vollwertige Unterstützung der Ukraine nicht...“

„Es geht um kleine Einkäufe auf Internett Plattformen.“

„Hallo, ist es möglich privat Geld in die Ukraine zu überweisen? Z.B. wenn man von jemanden da etwas gekauft hat. Kleine Beträge um 20 oder 50 Euro? Danke“

„Hallo, ich suche einen Deutsch sprechenden Kontakt in der Ukraine, (leider ist mein damaliger Kontakt nicht mehr erreichbar). Würde diesen gern für ein paar Organisatorischen Dinge in Anspruch nehmen...“

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