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Parlamentarische Versammlung des Europarates erkennt Holodomor nicht als Völkermord an

Die Parlamentarische Versammlung des Europarates hat eine Resolution zum Gedenken an die im Ergebnis der Hungersnot der Jahre 1932-33 in der Ukraine und anderen Republiken der damaligen Sowjetunion Umgekommenen verabschiedet.

Wie UNIAN berichtet, stimmten 81 “dafür”, vier “dagegen” und drei enthielten sich der Stimme.

Im Dokument heißt es unter anderem, dass der Massenhunger zu einer der tragischsten Seiten in der Geschichte der Völker der ehemaligen Sowjetunion wurde.

“Millionen unschuldiger Leute in Belarus, Kasachstan, Moldova, Russland und der Ukraine, die Teile der Sowjetunion waren, haben ihr Leben im Ergebnis des Massenhungers verloren, welcher von den brutalen und absichtlichen Handlungen und der Politik des sowjetischen Regimes geschaffen wurde”, heißt es in der Resolution.

Die Abgeordneten der Versammlung des Europarates wiesen darauf hin, dass in der Ukraine, die am meisten unter der gewaltsamen Kollektivierung gelitten hat, der Holodomor nach einem Entschluss der Werchowna Rada als Genozid anerkannt wurde. Ebenfalls begrüßten sie die Anstrengungen zur Wiederherstellung der historischen Gerechtigkeit, die in den Ländern unternommen werden, deren Einwohner unter dem künstlichen Hunger litten.

Sie riefen ebenfalls die Länder der ehemaligen Sowjetunion dazu auf, ihre Archive zu öffnen und die Historiker dazu gemeinsame Forschungsprogramme umzusetzen. Gleichfalls wiesen die Abgeordneten alle Vorschläge zurück, die eine Anerkennung des Holodomors als Genozid betrafen.

Gestern hatte der Präsident der Ukraine, Wiktor Janukowytsch, vor den Abgeordneten der Versammlung des Europarates erklärt, dass man den Holodomor nicht als Genozid anerkennen kann, da es eine “gemeinsame Tragödie der Staaten war, die zur UdSSR gehörten”.

Quelle: UNIAN

Übersetzer:   Andreas Stein  — Wörter: 256

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