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Nationalisten begingen 68. Jahrestag der Gründung der UPA

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Gestern feierten Nationalisten in Kiew den 68. Jahrestag der Gründung der UPA (Ukrainische Aufstandsarmee). Vertreter der Allukrainischen Vereinigung „Swoboda“ versammelten sich beim Taras Schewtschenko Denkmal und die Mitglieder des Kongresses der Ukrainischen Nationalisten, der UNA-UNSO (Ukrainische Nationalversammlung-Ukrainische Nationale Selbstverteidigung) und die Organisation der ukrainischen Nationalisten auf dem Sophienplatz.

Als erste begannen sich die Mitarbeiter der Miliz auf den 68. Jahrestag der Gründung der Ukrainischen Aufstandsarmee (UPA) vorzubereiten. Vom Morgen an sperrten sie den Unabhängigkeitsplatz mit Sperrschilden ab, hinter die sie nicht einmal einfache Bürger ließen. Neben den Schilden standen Autos mit Angehörigen der Spezialeinheit des Innenministeriums „Berkut“. Bleibt anzumerken, dass am Vortag das Bezirksverwaltungsgericht der Allukrainischen Vereinigung „Swoboda/Freiheit“ verboten hatte den UPA-Marsch auf dem Kreschtschatik, dem Platz der Unabhängigkeit und dem Europäischen Platz durchzuführen.

Gegen zwei versammelten sich am Lenindenkmal auf dem Taras Schewtschenko Boulevard allmählich etwa 200 Anhänger der Kommunistischen Partei. Einige von ihnen hielten Flaggen der Kommunistischen Partei der Ukraine (KPU) und der UdSSR in den Händen und am Mikrofon traten Interessenten auf, die sich nicht einmal vorstellten.

„Ich rufe alle dazu auf aktiver in die Reihen der KPU einzutreten. Gemeinsam stoppen wir die Faschisierung der Ukraine“, erklärte der Mann in einer abgetragenen Jacke emotional.

„Die Nachkömmlinge derjenigen, die Kinder und Frauen ermordeten, versuchen aus ihnen Helden für unsere Kinder zu machen. Unsere Aufgabe ist es dies nicht zuzulassen, keine Heroisierung der Mörder der UPA zuzulassen“, wiederholte ihn ein junger Mensch.

Neben dem Lenindenkmal versammelten sich die „Linken“ einige Stunden lang, dabei Zusammenstöße mit den Anhängern von „Swoboda“ vermeidend, die zum Taras Schewtschenko Denkmal um 16.00 Uhr gingen. Unter einem Kosakenmarsch begaben sich der Führer von „Swoboda“, Oleg Tjagnybok, der Vorsitzende der Kiewer Organisation, Andrej Iljenko, und ebenfalls der Parlamentsabgeordnete der Werchowna Rada der I., IV. und V. Legislaturperiode, Lewko Lukjanenko, zum Fuß des Denkmals.

„Wir sind hierher gekommen, um zu zeigen, dass es im Lande eine politische Kraft gibt, welche die nationalen Interessen bewachen und daran erinnern, dass den heroischen Kampf für unsere Interessen bereits die Helden am Krut begannen, welche das Land vor den bolschewistischen Horden verteidigten“, erklärte Andrej Iljenko laut.

„Das XX. Jahrhundert war wichtig für die Ukraine, die sich vor dem Moskauer Imperium verteidigte, welches seine Zähne nach unserem Land fletschte“, begann Lukjanenko, doch sein Mikrofon schaltete sich sogleich ab.

„Das kann nur eine der Intrigen der Imperialisten sein“, scherzte jemand in der Menge.

Tjagnybok wandte sich mit den nachfolgenden Worten persönlich an Präsident Wiktor Janukowitsch: „Entweder Sie erkennen die Leistung der UPA an oder Sie müssen sofort gehen“.

Die Auftritte dauerten etwa eine Stunde, wonach sich die Versammlungsteilnehmer unter Beobachtung der Miliz zum Sophienplatz begaben, wo zur gleichen Zeit eine Aktion der Vertreter des Kongresses Ukrainischer Nationalisten (KUN), der Organisation Ukrainischer Nationalisten und der UNA-UNSO stattfand. Ihnen schloss sich die „Koalition der Teilnehmer der Orangen Revolution“ (KTOR) an, die etwa 50 Personen auf dem Platz stellte. Die alternative Versammlung erwies sich nicht als so vielzahlig – auf dem Sophienplatz trafen ungefähr 350 Menschen ein und die Aufrufe unterschieden sich praktisch nicht von denen, die beim Taras Schewtschenko Denkmal ertönten.

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„Unsere Jugend kämpft mit dieser Regierung bislang nicht in den Wäldern mit der Maschinenpistole in der Hand, sondern auf den Plätzen. Doch wenn es nötig ist, dann wird es auch in den Wäldern sein“, erklärte Natalja Tschanguli, Mitglied des Zentralrates von UNA-UNSO, unter Applaus.

Der Stellvertreter des Vorsitzenden der Kiewer Stadtorganisation der KUN, Wladimir Manko, unterstrich, dass die Anwesenden „sich dafür versammelten, um den Geist der Freiheit zu wecken, der die ukrainischen Aufständischen leitete“.

„Wir sind hier dafür, um die Verdrehung unserer Geschichte nicht zuzulassen. Wo Wiktor Juschtschenko die ukrainischen Werte deklarierte, da möchte Bildungsminister Dmitrij Tabatschnik aus den Lehrbüchern die Erinnerungen an die UPA und die ‘Orange Revolution’ überhaupt tilgen“, empörte sich der Führer der KTOR, Sergej Melnitschenko.

Am Ende die Staatshymne singend, gaben die Teilnehmer der Aktion den Platz für die Anhänger von „Swoboda“ frei, die zum Sophienplatz kamen, um eine weitere Versammlung durchzuführen – zur Verteidigung der ukrainischen Sprache. Jedoch an die Versammlungsteilnehmer wandten sich erneut diejenigen, die bereits beim Schewtschenkodenkmal auftraten, daher begannen viele den Platz zu verlassen.

Artjom Skoropadskij

Quelle: Kommersant-Ukraine

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 691

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