Wie dem “Kommersant-Ukraine“ bekannt wurde, wiesen gleich drei der größten ukrainischen Bierbrauer – “Obolon”, “Slawutitsch” und “SUN Interbrew Ukraine” – im I. Quartal Verluste aus, obgleich im gesamten letzten Jahr Gewinne gemacht wurde. Die Bierbrauer sagen, dass die Rentabilität von den hohen Rohstoff- und Energiepreisen gesenkt wurde, daher begannen sie bereits damit ihre Ausgaben zu senken. Experten sind sich sicher, dass den Unternehmen um in die Gewinnzone zurückzukehren nichts übrig bleibt, außer die Preise für ihre Produkte zu erhöhen.
In die Hände des “Kommersant-Ukraine“ sind die Daten der Staatlichen Steuerbehörde zur Steuerzahlung der größten Bierhersteller der Ukraine in 2007 und 2008 gelangt. Wie aus den Daten der Steuereintreiber folgt haben “Obolon”, “Slawutitsch” und “Sun Interbrew” im I. Quartal 2008 Verluste in ihrer Unternehmenstätigkeit angegeben, wo es in der analogen Periode des Vorjahres Gewinne zu verzeichnen – von 2 Mio. Hrywnja (ca. 267.000 €) bis zu 56 Mio. Hrywnja (ca. 7,47 Mio. €) – gab. Daraus folgen fehlende Steuereinnahmen von bis zu 33,9 Mio. Hrywnja (ca. 4,52 Mio. €) im ersten Quartal.
Ein Informant des “Kommersant-Ukraine“ bei der Steuerbehörde betont, dass die Brauer das erste Mal in den letzten Jahren Verluste ausweisen, doch ob dies ein Fakt der Anwendung von Steuervermeidungsmaßnahmen ist, konnte er nicht sagen. Der Gesprächspartner des “Kommersant-Ukraine“ ist sich sicher, dass diese drei Unternehmen nicht mit Verlusten arbeiten können – von Januar bis März 2007 überwiesen sie dem Staat 24,6 Mio. Hrywnja (ca. 3,28 Mio. €), im ersten Halbjahr 2007 130 Mio. Hrywnja (ca. 17,3 Mio. €). Die größte Steuerbelastung bei den Gewinnsteuern wies unter den genannten Unternehmen “Sun Interbrew Ukraine” mit 5,98% auf, bei “Slawutitsch” und “Obolon” betrugen diese Werte entsprechend 1,4% und 2,06%. “‘Slawutitsch’ und ‘Sun Interbrew Ukraine’ sind öffentliche Unternehmen, daher ist es unverständlich, wie sie den Aktionären Rechenschaft darüber ablegen, dass sie keine Gewinne machen.”, fasste der Gesprächspartner des “Kommersant-Ukraine“ zusammen. Doch in den Daten der Steuerbehörde gibt es eine Erklärung – Anfang 2008 überstieg das Wachstum der Ausgaben jenes der Einnahmen in allen drei Unternehmen bei weitem: die höchste Differenz liegt bei “Sun Interbrew” und “Obolon” vor.
Bei den Unternehmen “Obolon” und “Slawutisch” bestätigte man dem “Kommersant-Ukraine“, dass sie im I. Quartal Verluste gemacht haben. Übrigens, hat dies reale Ursachen. Seit Anfang des Jahres erhöhten sich die Preise für Rohstoffe, Energieträger und Werbung. Den Informationen der Leiterin des Pressedienstes “WWN Ukraina” (besitzt 92% der Aktien von “Slawutitsch”), Jelena Markowa, nach, stiegen die Kosten für Malz um 75%, für Elektroenergie um 38%, für Gas um 37%, Glas um 44% und Polyethylen um 12%. Den Angaben von “UkrPiwa” nach, erhöhten sich die Kosten für Hopfenpräparate von 100 – 150 €/Alpha-kg auf 600-700 €/Alpha-kg und Malz von 2.300 Hrywnja/t (ca. 306,6 €) auf 5.000 Hrywnja/t (ca. 666,6 €).
Außerdem stiegen die Tarife für artesisches Wasser um das 80fache. “Für Bierbrauer ist das I. Quartal ‘keine Saison’. Alle diese Faktoren sind zusammengekommen. Die Steuer hat sich schon an uns gewandt und wir haben ihnen unsere Erklärungen präsentiert.”, fügte Markowa hinzu. Beim Unternehmen versichert man, dass das I. Quartal mit einem “Plus” aufgrund des jahreszeitlich bedingten Anstiegs sein soll. Außerdem, hat das Unternehmen die Preispolitik und die inneren Ausgaben revidiert. Dem “Kommersant-Ukraine“ gelang es nicht Kommentare bei “Sun Interbrew Ukraine” zu bekommen.
Experten unterstützen die Brauer – in ihren Einnahme spiegeln sich die Weltmarktpreise für Rohstoffe wider, da die Landwirte die Aussaat von Gerste und Hopfen eingeschränkt haben, dabei auf Raps umsteigend. Der Analyst der Investmentfirma Galt&Taggart Securities, Alexej Rudenko, prognostiziert, dass den Ergebnissen des ersten Halbjahres und des dritten Quartals nach die Gewinne des Unternehmens steigen, doch zum vierten Quartal findet eine Verringerung statt. “Für den Bierverkauf ist auf der ganzen Welt Saison, daher brauchen Brauer nicht tun, nur verkaufen.”, ist sich Rudenko sicher. Doch bei “Ukrpiwa” konstantiert man, dass in den letzten Jahren die Branche weniger rentabel wurde – 8% in 2007, wo es früher 20% waren. Um die Rentabilität zu erhöhen, müssen die Hersteller ihre Preispolitik und die Markenpolitik überdenken und den Ausstoß von Bieren im Billigbereich einschränken, denkt man bei der Gesellschaft: “Es ist notwendig billige und kostenreiche Biersorten vom Markt zu nehmen und den Akzent auf Super- und Premiumsegmente zu legen, wie in anderen bierbrauenden Ländern. Bei uns nimmt das Billigsegment 60-65% des Marktes ein und Super- und Premiumsegmente erreichen gerade 13%.”
Quelle: Kommersant-Ukraine


Forumsdiskussionen
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„ Ist die Meldung überhaupt aktuell, die "Welt" schrieb offenbar schon 2023 über genau dieses Thema ?
“
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“
Awarija in Ukrinform • Re: Russland attackiert erneut Grenzübergang zu Moldau in Region Odessa, Verkehr gesperrt
„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?
“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“
Frank in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„ Hallo julib77,
Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.
Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)
Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.
Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.
“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“
julib77 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.
“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht"
“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“
Eric in Recht, Visa und Dokumente • Re: Deklaration gebrauchter Kleidung beim Zoll
„Vielen Dank, mit einem Briefchen meiner Frau im Gepäck gab es keine Probleme“
Anuleb in Recht, Visa und Dokumente • Re: Seit Anfang des Jahres haben die Zollbeamten Verstöße im Wert von fast 11 Milliarden aufgedeckt
„Am besten wäre natürlich, wenn die Frau mit dabei ist. Alleinreisende Männer stehen schließlich immer unter Verdacht.“