FacebookTwitterVKontakteTelegramWhatsAppViber

Ukrainische Bierbrauer kämpfen mit hohen Rohstoffpreisen

0 Kommentare

Wie dem “Kommersant-Ukraine“ bekannt wurde, wiesen gleich drei der größten ukrainischen Bierbrauer – “Obolon”, “Slawutitsch” und “SUN Interbrew Ukraine” – im I. Quartal Verluste aus, obgleich im gesamten letzten Jahr Gewinne gemacht wurde. Die Bierbrauer sagen, dass die Rentabilität von den hohen Rohstoff- und Energiepreisen gesenkt wurde, daher begannen sie bereits damit ihre Ausgaben zu senken. Experten sind sich sicher, dass den Unternehmen um in die Gewinnzone zurückzukehren nichts übrig bleibt, außer die Preise für ihre Produkte zu erhöhen.

In die Hände des “Kommersant-Ukraine“ sind die Daten der Staatlichen Steuerbehörde zur Steuerzahlung der größten Bierhersteller der Ukraine in 2007 und 2008 gelangt. Wie aus den Daten der Steuereintreiber folgt haben “Obolon”, “Slawutitsch” und “Sun Interbrew” im I. Quartal 2008 Verluste in ihrer Unternehmenstätigkeit angegeben, wo es in der analogen Periode des Vorjahres Gewinne zu verzeichnen – von 2 Mio. Hrywnja (ca. 267.000 €) bis zu 56 Mio. Hrywnja (ca. 7,47 Mio. €) – gab. Daraus folgen fehlende Steuereinnahmen von bis zu 33,9 Mio. Hrywnja (ca. 4,52 Mio. €) im ersten Quartal.

Ein Informant des “Kommersant-Ukraine“ bei der Steuerbehörde betont, dass die Brauer das erste Mal in den letzten Jahren Verluste ausweisen, doch ob dies ein Fakt der Anwendung von Steuervermeidungsmaßnahmen ist, konnte er nicht sagen. Der Gesprächspartner des “Kommersant-Ukraine“ ist sich sicher, dass diese drei Unternehmen nicht mit Verlusten arbeiten können – von Januar bis März 2007 überwiesen sie dem Staat 24,6 Mio. Hrywnja (ca. 3,28 Mio. €), im ersten Halbjahr 2007 130 Mio. Hrywnja (ca. 17,3 Mio. €). Die größte Steuerbelastung bei den Gewinnsteuern wies unter den genannten Unternehmen “Sun Interbrew Ukraine” mit 5,98% auf, bei “Slawutitsch” und “Obolon” betrugen diese Werte entsprechend 1,4% und 2,06%. “‘Slawutitsch’ und ‘Sun Interbrew Ukraine’ sind öffentliche Unternehmen, daher ist es unverständlich, wie sie den Aktionären Rechenschaft darüber ablegen, dass sie keine Gewinne machen.”, fasste der Gesprächspartner des “Kommersant-Ukraine“ zusammen. Doch in den Daten der Steuerbehörde gibt es eine Erklärung – Anfang 2008 überstieg das Wachstum der Ausgaben jenes der Einnahmen in allen drei Unternehmen bei weitem: die höchste Differenz liegt bei “Sun Interbrew” und “Obolon” vor.

Bei den Unternehmen “Obolon” und “Slawutisch” bestätigte man dem “Kommersant-Ukraine“, dass sie im I. Quartal Verluste gemacht haben. Übrigens, hat dies reale Ursachen. Seit Anfang des Jahres erhöhten sich die Preise für Rohstoffe, Energieträger und Werbung. Den Informationen der Leiterin des Pressedienstes “WWN Ukraina” (besitzt 92% der Aktien von “Slawutitsch”), Jelena Markowa, nach, stiegen die Kosten für Malz um 75%, für Elektroenergie um 38%, für Gas um 37%, Glas um 44% und Polyethylen um 12%. Den Angaben von “UkrPiwa” nach, erhöhten sich die Kosten für Hopfenpräparate von 100 – 150 €/Alpha-kg auf 600-700 €/Alpha-kg und Malz von 2.300 Hrywnja/t (ca. 306,6 €) auf 5.000 Hrywnja/t (ca. 666,6 €).

Außerdem stiegen die Tarife für artesisches Wasser um das 80fache. “Für Bierbrauer ist das I. Quartal ‘keine Saison’. Alle diese Faktoren sind zusammengekommen. Die Steuer hat sich schon an uns gewandt und wir haben ihnen unsere Erklärungen präsentiert.”, fügte Markowa hinzu. Beim Unternehmen versichert man, dass das I. Quartal mit einem “Plus” aufgrund des jahreszeitlich bedingten Anstiegs sein soll. Außerdem, hat das Unternehmen die Preispolitik und die inneren Ausgaben revidiert. Dem “Kommersant-Ukraine“ gelang es nicht Kommentare bei “Sun Interbrew Ukraine” zu bekommen.

Experten unterstützen die Brauer – in ihren Einnahme spiegeln sich die Weltmarktpreise für Rohstoffe wider, da die Landwirte die Aussaat von Gerste und Hopfen eingeschränkt haben, dabei auf Raps umsteigend. Der Analyst der Investmentfirma Galt&Taggart Securities, Alexej Rudenko, prognostiziert, dass den Ergebnissen des ersten Halbjahres und des dritten Quartals nach die Gewinne des Unternehmens steigen, doch zum vierten Quartal findet eine Verringerung statt. “Für den Bierverkauf ist auf der ganzen Welt Saison, daher brauchen Brauer nicht tun, nur verkaufen.”, ist sich Rudenko sicher. Doch bei “Ukrpiwa” konstantiert man, dass in den letzten Jahren die Branche weniger rentabel wurde – 8% in 2007, wo es früher 20% waren. Um die Rentabilität zu erhöhen, müssen die Hersteller ihre Preispolitik und die Markenpolitik überdenken und den Ausstoß von Bieren im Billigbereich einschränken, denkt man bei der Gesellschaft: “Es ist notwendig billige und kostenreiche Biersorten vom Markt zu nehmen und den Akzent auf Super- und Premiumsegmente zu legen, wie in anderen bierbrauenden Ländern. Bei uns nimmt das Billigsegment 60-65% des Marktes ein und Super- und Premiumsegmente erreichen gerade 13%.”

Quelle: Kommersant-Ukraine

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 801

Hat Ihnen der Beitrag gefallen? Vielleicht sollten Sie eine Spende in Betracht ziehen.
Diskussionen zu diesem Artikel und anderen Themen finden Sie auch im Forum.

Benachrichtigungen über neue Beiträge gibt es per Facebook, Google News, Telegram, Twitter, VK, RSS und per Mail.

Artikel bewerten:

Rating: 5.0/7 (bei 1 abgegebenen Bewertung)

Neueste Beiträge

Aktuelle Umfrage

Wie endet der russische Angriffskrieg in der Ukraine?
Interview

zum Ergebnis
Frühere Umfragen
Kiewer Sonntagsstammtisch - Regelmäßiges Treffen von Deutschsprachigen in Kiew

Karikaturen

Andrij Makarenko: Russische Hilfe für Italien

Wetterbericht

Für Details mit dem Mauszeiger über das zugehörige Icon gehen
Kyjiw (Kiew)23 °C  Ushhorod26 °C  
Lwiw (Lemberg)22 °C  Iwano-Frankiwsk23 °C  
Rachiw24 °C  Jassinja21 °C  
Ternopil23 °C  Tscherniwzi (Czernowitz)26 °C  
Luzk23 °C  Riwne22 °C  
Chmelnyzkyj25 °C  Winnyzja27 °C  
Schytomyr24 °C  Tschernihiw (Tschernigow)24 °C  
Tscherkassy26 °C  Kropywnyzkyj (Kirowograd)33 °C  
Poltawa31 °C  Sumy27 °C  
Odessa31 °C  Mykolajiw (Nikolajew)36 °C  
Cherson36 °C  Charkiw (Charkow)31 °C  
Krywyj Rih (Kriwoj Rog)35 °C  Saporischschja (Saporoschje)35 °C  
Dnipro (Dnepropetrowsk)33 °C  Donezk34 °C  
Luhansk (Lugansk)34 °C  Simferopol31 °C  
Sewastopol30 °C  Jalta29 °C  
Daten von OpenWeatherMap.org

Mehr Ukrainewetter findet sich im Forum

Forumsdiskussionen

„Fragen nach der Vernunft lohnen hier nicht. Die Tage sind lang und heiß, da wuchern bei manchen schnell die Phantasien vermutlich beim Spiel mit dem Finger auf dem Globus... Wieviele ukrainische Kfz mögen...“

„Verstehe den Sinn nicht das FZ in UA anzumelden. Das drumherum kann doch kaum die daraus entsehenden Unkosten aufwiegen welche möglicherweise über Beiträge spart. Davon abgesehen ob das überhaupt möglich...“

„Ich frage mich am Ende nur, kennt Deine Frau nicht irgendjemand in Ghana, der bereits mit EU Autos handelt und die Sachlage kennt, denn am Ende willst Du ja mit Deinem Fahrzeug in Ghana ankommen. Oder...“

„Kurz und knapp, schau Dir mal nochmals meine Fragen an... unter anderem, willst Du das KFZ in die Ukraine einführen, dafür Zoll bezahlen, hier sprechen wir nicht von Centbeträgen! Anschließend kannst...“

„Eigentlich will ich mich auf diese Diskussion nicht einlassen, ob man auch andere Themata eröffnen soll/darf, außer Putin's Krieg! Dieser Krieg hat, wie bereits angemerkt auch verheerende Folgen in Afrika...“

„Und falls Du meine vorherige Aussage nicht einordnen kannst, in der Ukraine ist Krieg, da wartet ganz bestimmt keiner auf Dich mit Deinem Autoproblem.“

„ADAC BINDET SICH AN DIE PERSON NICHT AN DAS FAHRZEUG, einfach mal beim ADAC fragen.“

„Lieber OCB, dies ist ein Forum über die Ukraine und nicht über Ghana. Kurz gefasst auch kein Versicherungsvermittlungsbüro. Schon daran gedacht, dass das Fahrzeug ukrainische Fahrzeugpapiere braucht?...“

„Hallo, ich habe hier einen Mercedes Vaneo, mit dem ich von D nach Ghana fahren möchte ... Hintergrund ist, dass wir, meine Frau (Fahranfängerin) und ich in Accra einen Damensalon eröffnen und meine...“

„Bei aller Emotionalität: Man darf jetzt nicht den Fehler machen Putins Rußland mit der späten Sowjetunion gleichsetzen zu wollen. Putin hat gerade im militärischen Bereich die Gunst des Technologietransfers...“

„Flugzeugträger sind militärisch weitgehend überholt, aber ich habe das Thema ja auch nicht aufgebracht. Und ja, ich selbst war in beiden genannten Orten schon zu Sowjetzeiten und weiß daß die Russen...“

„Dieses Thema hat Putin aufgebracht, aber ohne Zeitplan und vor allem nach dem Sieg Russlands! Die Flugzeugträger waren schon vor dem Krieg in der Ukraine in Planung, aber durch die eigene wirtschaftliche...“

„Flugzeugträger sind militärisch weitgehend überholt, aber ich habe das Thema ja auch nicht aufgebracht. Und ja, ich selbst war in beiden genannten Orten schon zu Sowjetzeiten und weiß daß die Russen...“

„Was sollte ein Flugzeugträger dort auch bringen? Die Russen haben genug Landebahnen in Reichweite der Ukraine bzw. auch in der Ukraine, grundsätzlich gibt es ja auch keinen Mangel an Fluggeräten, macht...“

„...womit wir wieder beim Thema wären: Was ist so unwahrscheinlich an dem Gedanken daß Rußland so einen Träger direkt auf der Krim baut ? Werftkapazitäten dürfte es in Sewastopol oder Kertsch genug...“

„...womit wir wieder beim Thema wären: Was ist so unwahrscheinlich an dem Gedanken daß Rußland so einen Träger direkt auf der Krim baut ? Werftkapazitäten dürfte es in Sewastopol oder Kertsch genug...“

„Flugzeugträger müssten den Bosporus passieren oder in einer Werft im Schwsrzen Meer, wenn es so was gibt. Ich sage mal 0% Wahrscheinlichkeit, Propaganda.“

„Die Krim soll nach Putin noch mehr militarisiert werden. Man plant Flugzeugträger dorthin zu bringen, aber so weit wird es wahrscheinlich nicht kommen! Die Krim ist Russland wichtiger als der Donbass....“

„Das wird ein schlimmer Krieg dort sein, denn Russland will die Krim noch mehr als Marinestützpunkt ausbauen, deshalb zeihen sich dort schon russische Truppen zusammen.Selinky fangt das schon klug an,...“

„Na ja, Poroschenko hatte wohl mehr Zeit das zu richten, eine komplette Amtszeit. Die grösste Armee in Europa, gemessen an der Zahl der Soldaten. Waffen wären dringend notwendig gewesen, wenn das Geld...“

„Brothers in Arms sind sozusagen Poroschenkos Leute - "alte Militärs" welche seit 2014 in der Ostukraine gekämpft haben. Die werfen auch Selenskyj vor das es viel zu wenig Vorbereitung auf den sich abzeichnenden...“

„Warum wird das nun gerade von einem Ex-Präsidenten verkündet ?“