google+FacebookVKontakteTwitterMail

«Das große Europa»: Die letzte Chance für die Ukraine

Wiederholt haben internationale und ukrainische Führer davon gesprochen, dass der Konflikt im Donbass keine militärische Lösung hat. Die Unzulänglichkeit all dieser Erklärung liegt in einem: Sie haben keine reale Alternative angeboten. Und erst heute erklang eine solche Alternative von Angela Merkel.

Das Projekt eines «großen Europas» von Lissabon bis Wladiwostok würde alle außenpolitischen und einen Großteil der ökonomischen Probleme der Ukraine lösen. Unter den Bedingungen einer Freihandelszone mit Russland und mit der EU hätte Moskau keinerlei Gründe den ukrainischen Export zu blockieren. Weder beim Kreml noch bei seinen größten Gegnern in Polen oder dem Baltikum gäbe es Gründe davon zu sprechen, dass «der Westen sich den Grenzen Russlands nähert» im Gegenteil «Russland nähert sich den Grenzen Europas an».

Und die Ukraine würde für immer aufhören ein Schlachtfeld zwischen Russland und dem Westen zu sein. Wir, wie niemand anders, sind daran interessiert, dass der Raum von Wladiwostok bis Lissabon wirklich einig wird, denn andernfalls werden der Westen und Russland für immer auseinandergehen und wir werden für immer zu einem Grenzstreifen, auf dem die zwei Welten ihre Kräfte messen.

Es gibt Gegner für ein solches Projekt. In der Welt sind das die Falken in den USA, die (und worüber in den 1990ern Brzeziński offen schrieb) keine Vereinigung von Russland mit Europa wollen, denn der Kreml könnte dann zu einem der Haupteinflusszentren in der EU werden und der Einfluss Washingtons in Europa würde sich dagegen bedeutend abschwächen. In der Ukraine ist das die «Kriegspartei», die sich nur so lange an der Macht hält, wie Kampfhandlungen stattfinden und dabei gut verdient.

Für die Ukraine ist notwendig, dass diese beiden Kräfte vom Prozess der Lösung des Problems mit dem Donbass ferngehalten werden. Das ist daher nötig, weil im Fall eines Sieges der «Kriegspartei» und der hinter ihnen stehenden amerikanischen Falken sich das «Problem des Donbass» in das «Problem der Ukraine» verwandelt – ein Schießplatz mit verbrannter Erde, auf dem die ganze Welt ihre neuesten Waffen erprobt.

7. Februar 2015 // Dmitrij Korotkow

Quelle: Westi

Übersetzer:   Andreas Stein  — Wörter: 360

Hat Ihnen der Beitrag gefallen? Vielleicht sollten Sie eine Spende in Betracht ziehen.
Diskussionen zu diesem Artikel und anderen Themen finden Sie auch im Forum.

Artikel bewerten:

Rating: 6.3/7 (bei 11 abgegebenen Bewertungen)

Kommentare

Kommentar schreiben

Neueste Beiträge

Aktuelle Umfrage

Ist das Einreiseverbot für die russische ESC-Kandidatin Julia Samoilowa richtig?
Interview

zum Ergebnis
Frühere Umfragen

Karikaturen

Andrij Makarenko: PrivatBank

Wetterbericht

Kyjiw (Kiew)10 °C  Ushhorod17 °C  
Lwiw (Lemberg)11 °C  Iwano-Frankiwsk12 °C  
Rachiw10 °C  Ternopil12 °C  
Tscherniwzi (Czernowitz)10 °C  Luzk18 °C  
Riwne18 °C  Chmelnyzkyj11 °C  
Winnyzja12 °C  Schytomyr13 °C  
Tschernihiw (Tschernigow)12 °C  Tscherkassy13 °C  
Kropywnyzkyj (Kirowograd)13 °C  Poltawa14 °C  
Sumy13 °C  Odessa12 °C  
Mykolajiw (Nikolajew)18 °C  Cherson14 °C  
Charkiw (Charkow)13 °C  Saporischschja (Saporoschje)13 °C  
Dnipro (Dnepropetrowsk)13 °C  Donezk13 °C  
Luhansk (Lugansk)13 °C  Simferopol11 °C  
Sewastopol12 °C  Jalta13 °C  
Daten von World Weather Online

Leserkommentare

Хулио Капительман in Die Krim: Drei Jahre unter russischer Kontrolle

«Ihre Aussage "...typisch russisch verlogen" ist rassistisches 'hate speach' und müsste umgehend an die von Herrn Maas und...»

«Eie? Esotheriker? Krin? leered? authark? Um an einer Diskussion halbwegs normal teilnehmen zu können sollten sie die Grundzüge...»

Alex Alexandrewitsch in Die Krim im Tausch gegen alles

«Eie gesagt Korruption ist ein problem dem langsam angegangen werden kann. An Ihrer komma setzung, kann man die deutsche sprache...»

«Und schon wieder schafft es Genosse Alexandrewitsch,auch nur einen korrekten deutschen Satz zu formulieren. Immer wieder...»

Alex Alexandrewitsch in Die Krim im Tausch gegen alles

«Okay, korruptesind ein problem. Aber was haben paar tausend jugendliche schon zu melden? Es ist nicht die Ukraine wo sie...»

«Das, was Sie da behaupten, ist reine Propaganda, typisch russisch verlogen. In jedem Fall ist das, was Sie da von sich geben,...»

«Und jetzt rudert VV ganz schön zurück: http://korrespondent.net/sh...»

KOLLEGGA mit 143 Kommentaren

Alex Alexandrewitsch mit 60 Kommentaren

Torsten Lange mit 24 Kommentaren

Wolfgang Krause mit 23 Kommentaren

Christos Papaioannou mit 20 Kommentaren

Anatole mit 17 Kommentaren

Jusstice For All mit 17 Kommentaren

franzmaurer mit 16 Kommentaren

E Siemon mit 16 Kommentaren

stefan 75 mit 15 Kommentaren