FacebookXVKontakteTelegramWhatsAppViber

Mehr als 10% der ukrainischen Waffenexporte gingen 2007 nach Georgien

0 Kommentare

Die UNO veröffentlichte gestern den Bericht über den internationalen Handel mit militärischen Waren für 2007.

Gemäß den Angaben der internationalen Organisation nach, ist unser Land (die Ukraine) zu einem der Schlüssellieferanten für Kriegstechnik und -ausrüstung nach Georgien geworden. Außer bei der Ukraine kaufte das offizielle Tiflis im letzten Jahr Waffen bei Israel, Bulgarien, den USA, Tschechien und Polen.

Am meisten verdienten die ukrainischen Ausrüster bei der Lieferung modernisierter Panzer des sowjetischen Typs T-72. Für die Bewaffnung des georgischen Militärs wurden im letzten Jahr 74 dieser Panzerfahrzeuge, neuausgerüstet nach den Standards der NATO, geliefert.

Den Worten des stellvertretenden Direktors des Forschungszentrums für Armee, Konversion und Abrüstung, Michail Samus, beträgt der Wert eines jeden dieser Panzer T-72 im Mittleren eine Million Dollar.

Gemäß den Angaben des Berichts der UNO nach, importierte Georgien im letzten Jahr 74 Panzer, sechs andere Panzerfahrzeuge, neun großkalibrige Artilleriessysteme, acht Flugzeuge, 10.800 Raketen und Abschussvorrichtungen und ebenfalls 28.800 Schusswaffen. Aus dieser Liste kamen alle Panzer und gepanzerten Fahrzeuge, sowie die Flugzeuge aus der Ukraine. Außerdem exportierte unser Land (die Ukraine) nach Georgien fünf Artilleriesysteme, 495 Raketen und Abschussvorrichtungen und ebenfalls 19964 Schusswaffen in dieses Land. Unter Berücksichtigung des Marktwertes dieser Technik und Ausrüstungen, verdienten die ukrainischen Verkäufer bei den georgischen Partnern im letzten Jahr mehr als 100 Mio. $. Den Worten von Michail Samus nach, verdiente die Ukraine nach unterschiedlichen Einschätzungen im letzten Jahr zwischen 600 Mio. und einer Milliarde Dollar durch Waffenverkäufe. Auf diese Weise, erhielt Georgien im letzten Jahr mehr als 10% der ukrainischen Waffenlieferungen.

Transparente Lieferungen

2006 waren die ukrainischen Exporte wesentlich niedriger als im letzten Jahr – 6.808 Raketen und Abschussvorrichtungen und ebenfalls 21.870 Schusswaffen.

Die Daten, welche im Bericht der UNO aufgeführt werden, werden von jedem Land freiwillig geliefert. Dabei ist sich der Experte Michail Samus sicher, dass die Informationen über Waffenexporte, welche die Ukraine der internationalen Organisation übergibt, vollständig glaubwürdig sind. “Für die Ukraine macht es keinen Sinn das Regime der Exportkontrolle zu verletzen, da nach dem ‘Rüstungsskandal’ unserem Land (der Ukraine) besondere Aufmerksamkeit durch die führenden Länder und Organisationen gewidmet wurde.”, sagt der Experte. “Wozu aufgrund beispielsweise einer überflüssig verkauften Kanone sich eine negative Reklame zuziehen?” Gleichzeitig betont er, dass der Dienst zur Exportkontrolle über erschöpfende Daten zum Export ukrainischer Waffen verfügt; in den letzten Jahren stimmten die Informationen des Dienstes immer mit den Ziffern im Register für konventionelle Waffen bei der UNO überein.

Georgiens Appetit stieg

Nikolaj Sungurowskij, der Direktor des Militärprogrammes beim Zentrum namens Rasumkow, erklärte den Anstieg der Lieferungen ukrainischer Waffen nach Georgien ausschließlich mit den “ansteigenden Anfragen des Verteidigungsministeriums Georgiens”. Der Meinung des Experten nach, werden die Mengen des Imports und Exports an Waffen durch die Regierung des Landes entsprechend den ausgearbeiteten Plänen zur Reformierung der bewaffneten Kräfte, “welche uns nicht bekannt sein können”, bestimmt.

“Alles ist normal, alles ist echt.”, denkt Wadim Gretschaninow, der Präsident des Atlantikrates der Ukraine und Vorsitzende des Aufsichtsrates des Forschungsinstitutes für interne Verteidigungspolitik. “Georgien ist ein Verbündeter. Georgien fürchtet Russland. Georgien befindet sich in einer schwierigen Situation und so verkaufte man dem Land mehr. Doch Freundschaft ist Freundschaft und alle diese Dinge kosten Geld. Man muss Georgien fragen, wozu sie mehr kaufen.”, sagt Gretschaninow.

Ebenfalls merkte der Experte an, dass Georgien nicht auf der Liste der Länder steht, welchen man keine Waffen verkaufen darf, doch die von der Ukraine verkauften Waffen stehen auf der Liste der zum Verkauf verbotenen.

Ein Rettungsring

Die steigenden Waffenlieferungen an Georgien waren einträglich für die Ukraine. Das Verteidigungsministerium konnte damit den Fall der Verkäufe kompensieren, der mit dem Wechsel der Leitung des Ministeriums einsetzte. Diese Meinung wurde von Gretschaninow vertreten. “Es handelt der Staat, doch das Ministerium empfiehlt! Jechanurow (der jetzige Verteidigungsminister) wechselte die Mannschaft aus. Darunter Leute, die für den Export verantwortlich waren und für alles braucht man Zeit. Danach musste man nachholen, insbesondere beim Export nach Georgien.”, denkt der Experte.

Den täglichen oder wöchentlichen Newsletter abonnieren und auf dem Laufenden bleiben!

Die Frage über Lieferungen ukrainischer Waffen an Georgien wurde von Russland aufgeworfen, welches gerade kriegerische Handlungen auf dem Territorium des Landes durchführt. Gleichzeitig lieferte die Russische Föderation 2007 ausländischen Bestellern Waffen und Waffentechnik im Wert von 7,5 Mrd. Dollar und in 2008 wird ein Export von 8,5 Mrd. Dollar erwartet. 2007 verkaufte Russland 14 Staaten der Welt Waffen. Die größten Importeure waren: Algerien, Venezuela, Kasachstan, Aserbaidschan, Indien und Bangladesh. Insbesondere in Venezuela, ungeachtet der Proteste der USA, unterstützt Russland offen die Regierung von Hugo Chavez. “Wenn es Russland nicht gäbe, dann wären wir fast unbewaffnet, so ist es unumgänglich den Mut der russischen Regierung anzuerkennen, die sich dem Druck des Imperiums nicht beugte.”, erklärte 2007 der venezuelanische Führer.

Quelle: Delo

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 782

Hat Ihnen der Beitrag gefallen? Vielleicht sollten Sie eine Spende in Betracht ziehen.
Diskussionen zu diesem Artikel und anderen Themen finden Sie auch im Forum.

Benachrichtigungen über neue Beiträge gibt es per Bluesky, Facebook, Google News, Mastodon, Telegram, X (ehemals Twitter), VK, RSS und täglich oder wöchentlich per E-Mail.

Artikel bewerten:

Rating: 6.0/7 (bei 2 abgegebenen Bewertungen)

Neueste Beiträge

Kiewer/Kyjiwer Sonntagsstammtisch - Regelmäßiges Treffen von Deutschsprachigen in Kiew/Kyjiw

Karikaturen

Andrij Makarenko: Russische Hilfe für Italien

Wetterbericht

Für Details mit dem Mauszeiger über das zugehörige Icon gehen
Kyjiw (Kiew)22 °C  Ushhorod24 °C  
Lwiw (Lemberg)21 °C  Iwano-Frankiwsk23 °C  
Rachiw22 °C  Jassinja21 °C  
Ternopil22 °C  Tscherniwzi (Czernowitz)24 °C  
Luzk22 °C  Riwne23 °C  
Chmelnyzkyj22 °C  Winnyzja22 °C  
Schytomyr21 °C  Tschernihiw (Tschernigow)22 °C  
Tscherkassy24 °C  Kropywnyzkyj (Kirowograd)26 °C  
Poltawa23 °C  Sumy22 °C  
Odessa27 °C  Mykolajiw (Nikolajew)26 °C  
Cherson30 °C  Charkiw (Charkow)24 °C  
Krywyj Rih (Kriwoj Rog)27 °C  Saporischschja (Saporoschje)29 °C  
Dnipro (Dnepropetrowsk)25 °C  Donezk30 °C  
Luhansk (Lugansk)32 °C  Simferopol34 °C  
Sewastopol26 °C  Jalta26 °C  
Daten von OpenWeatherMap.org

Mehr Ukrainewetter findet sich im Forum

Forumsdiskussionen

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.


„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“

Der Link zum Anbieter ist ja da.
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.
War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht" :-([smilie=dntknw.gif]

„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“

„Vielen Dank, mit einem Briefchen meiner Frau im Gepäck gab es keine Probleme“

„Am besten wäre natürlich, wenn die Frau mit dabei ist. Alleinreisende Männer stehen schließlich immer unter Verdacht.“

„Kein Zoll. Du musst an sich nur sagen dass das privat ist und du nicht damit handeln willst. So lange das nicht Originalverpackt ist und ersichlich das nicht neu sollte es keine Probleme geben“

„Hallo Leute, ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin mit meiner Anfrage. Ich möchte 4 Umzugskartons mit gebrauchter Straßen Kleidung bei der Einreise in die Ukraine mitnehmen. Es ist gebrauchte Kleidung...“

„Wir sind mit unserem Wohnmobil, wie geplant am Montag 15.6. in Krakovets rüber. Sehr zeitig los gegen 5 Uhr in der Früh. Mit sehr sehr wenig Verkehr, super bis zur Grenze. Nur 8 PKW vor der Schranke....“

„Gestern 6 Stunden warten vor der Grenze Richtung Polen in Krakowez mit dem Kleinbus. Abfertigung ging dann schnell da auch Passagiere mit EU-Pass dabei waren“

„Bin am Montag 15.6.26 um 8 Uhr in Urgyniw ausgereist, das erste Mal an einem Montagmorgen ca. 15 Fahrzeuge vor mir, bin sonst der Erste oder Zweite, egal, nach ca 20 Minuten wurde dann die nächste Welle...“