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Ukrainische Stahlhersteller leiden unter weltweiten Preisverfall für Metallprodukte

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Zur Vorbeugung eines weiteren Preisverfalls für Metall auf dem Weltmarkt, beabsichtigt das größte Stahlunternehmen ArcelorMittal die Stahlherstellung um 15% zu verringern und ruft andere Stahlhersteller dazu auf dem Beispiel zu folgen. Ukrainische Metallurgen begannen bereits damit ihre Produktion zu drosseln; sie litten unter dem Preisverfall um einiges mehr, als die Stahlhersteller der entwickelten Länder.

In der letzten Woche erklärte Lakshmi Mittal, der Besitzer des größten Stahlkonzerns der Welt, dass im IV. Quartal des laufenden Jahres sein Unternehmen die Produktion von Stahl in den USA und in Europa um 15% verringern könnte. Damit hofft ArceloMittal den Preisverfall für Metallprodukte zu überwinden, der infolge der Verlangsamung des weltweiten Wirtschaftswachstums einsetzte. Mittal rief die anderen Stahlhersteller dazu auf, seinem Beispiel zu folgen.

Die Verringerung der Preise für Metallprodukte setzte im August ein; wenn noch Ende Juli für flaches und langes Walzgut (плоского и длинномерного проката) zu FOB Bedingungen im Schwarzen Meer 1100-1180$/t betrug, so liegt er gerade bei 660-780$/t, betont man bei Dragon Capital. Experten erklären den Preisverfall mit der zu scharfen Verteuerung von Metall im I. Halbjahr, welche aufgrund des Preisanstiegs für Eisenerz, Koks und anderer Energieträger vor sich ging. Anfang des Jahres begannen Händler, eine Erhöhung der Metallpreise prognostizierend, größere Mengen der Produktion in ihren Lagern anzusammeln. Doch die Krise der Finanzmärkte und der Anstieg des Exports von Metallprodukten aus China führte zu einer Verringerung der Nachfrage. Im Ergebnis waren die Händler gezwungen, das Metall zu niedrigeren Preisen zu verkaufen.

In der Ukraine und Kasachstan begann ArcelorMittal bereits die Stahlherstellung zu drosseln; im September um 15-20%, erzählte dem “Kommersant-Ukraine der Hauptmanager für Öffentlichkeitsarbeit bei ArcelorMittal Harun Chassan. Die Schmelzung zu verringern begann auch andere ukrainische Metallurgen. Den Angaben von “UkrPromWneschExpertisy” nach, lag die mittlere Auslastung der Stahlhersteller der Ukraine im Juli bei 94% und beträgt jetzt nur noch 63%. Die Metallurgen selbst sagen, dass der Preisverfall bei Metall an den Weltbörsen zu einer Verringerung der Rentabilität ihrer Tätigkeit von 25-30% auf 7-10% führte (”*Kommersant-Ukraine“ vom 11. September).

Ukrainische Metallurgen litten unter der Schwankung der Weltmarktpreise für Stahl sogar mehr als die ausländischen Hersteller, betont Iwan Chartschuk, Analyst bei der Investmentfirma Dragon Capital. “Die Stahlhersteller der entwickelten Länder arbeiten hauptsächlich mit langfristigen Verträgen, wo die Preise und die Mengen sich nicht so stark ändern, wie am Spotmarkt. Und die GUS-Staaten, einschließlich der Ukraine, und China sind am Spotmarkt aktiv, da sie hauptsächlich Halbfabrikate herstellen und keine Produkte mit hoher Wertschöpfung.”, sagt Chartschuk.

Eine ähnlich Situation des Preisverfalls für Metallprodukte wurde bereits 2005 auf dem ukrainischen Markt beobachtet, erinnert Walerij Chilko, Direktor für Außenhandelstätigkeiten und Produktabsatz bei “Donezkstal-Metsawod”. “Damals gelang es innerhalb von vier Monaten mit einer Produktionsverringerung den MArkt wieder herzustellen.”, sagt er. Doch im Unterschied zu 2005 wird die Situation heute von der weltweiten Finanzkrise verschlechtert, sagt Oleg Gnitezkij, Experte von “UkrPromWneschExpertisy”: “Einseitige Handlungen von Seiten der Hersteller sind zu wenig, notwendig ist eine Erhöhung der Nachfrage von Seiten der Käufer.”

Quelle: Kommersant-Ukraine

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 510

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