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Über Skype, Steuern und Piraten

Die jüngste Botschaft der Nationalen Regulierungskommission für Telekommunikation und Informationstechnologie hat nicht nur gewöhnliche Internet-User, sondern sogar Experten verblüfft. Die Rede ist von der Einführung einer Steuer für beliebte Webdienste wie Internet-Messenger, VoIP- und Videokonferenzsoftware, worunter Skype der mit Abstand führende Dienst sein dürfte.

Mit Worten des Vorsitzenden der Regulierungskommission, Pjotr Jazuk: „Wir werden auf jeden Fall Normen zur Regulierung des Zugangs zu Diensten, Daten und Content ausarbeiten. Ein gutes Beispiel hierfür ist Skype, das sich innerhalb von drei Jahren von einer unbekannten Firma zu einem milliardenschweren Asset entwickelt hat.“

Solche Dienste stellten, so Jazuk, eine erhebliche Belastung für die Netze dar, und die Mobilfunknetze ließen sich selbst bei Einführung neuer Technologien der vierten Generation (4G oder LTE) nicht rentabel betreiben. „Die Netzbetreiber möchten völlig zu Recht an der Übertragung dieser Internet-Anwendungen mitverdienen. Das ist doch selbstverständlich. Derzeit werden die Netze lediglich als Transitpipeline benutzt.“

Freilich hatten sich die besagten Netzbetreiber völlig ruhig verhalten, und ihre Vertreter distanzierten sich einhellig von derartigen Initiativen.

„Mir scheint, man muss zunächst Straßen bauen, bevor man Schranken darauf aufstellen kann“, so der Generaldirektor von MTS Ukraine, Iwan Solotschewskij. Unter „Straßen“ verstehe er mobile Hochgeschwindigkeits-Technologien wie 3G und LTE. „Ich denke, die Nationale Kommission hat im Augenblick vordringlichere Aufgaben.“

Was übrigens Skype betrifft, so ist in der Ukraine wenig bekannt, dass dieser Dienst nicht etwa von ehrenamtlichen Enthusiasten betreiben wird, sondern im letzten Jahr für 8,6 Mrd. US-$ von Microsoft übernommen wurde. Diese Übernahme war die größte in Microsofts Firmengeschichte. Die Europäische Kommission hat der Übernahme im Oktober zugestimmt. Dem vorausgegangen war ein Einspruch des amerikanischen Telekommunikationsgeräteherstellers Cisco gegen die Übernahme von Skype durch Microsoft vor dem Europäischen Gerichtshof. Cisco ist der Meinung, dass Microsoft den Wettbewerb im Bereich der Videokommunikation behindert. Experten gehen allerdings davon aus, dass diese Frage schon entschieden ist, da sich der Oberste Gerichtshof der EU in kartellrechtlichen Fragen in der Regel der Meinung der Europäischen Kommission anschließt. Sollten Sie also Skype aktiv benutzen und für Anrufe an Festnetztelefone und Handys bezahlen, muss Ihnen bewusst sein, dass dieses Geld in die Taschen des Softwaregiganten Microsoft fließt. Skype war eine der ersten verfügbaren Apps für Windows Phone, und Microsoft wird Skype auch für Windows auf dem Desktop schon bald aktiver promoten.

Skype selbst wird voraussichtlich kostenlos bleiben; Gewinne werden durch Anrufe an Festnetztelefone und Handys und durch den Verkauf von Hardware erzielt. Außerdem ist es durchaus wahrscheinlich, dass nach den anstehenden Gesetzesänderungen auch mit mobilen Nutzern Gewinne erwirtschaftet werden. Denn wo Rauch ist, ist auch Feuer. Kurz nach der öffentlichen Erklärung des Vorsitzenden der Regulierungskommission trafen sich Vertreter der Firma erneut mit der Regulierungsbehörde und teilten mit, dass die staatliche Zertifizierung der Microsoft-Software abgeschlossen sei. So erhielten das Betriebssystem Microsoft Windows 7 Enterprise SP1 und sieben weitere Produkte für das Geschäftskundensegment das Zertifikat des Staatlichen Amts für Spezialkommunikation und Informationsschutz. Auch Windows Vista und Windows XP SP hatten zuvor dieses Zertifikat erhalten.

„Mit seinem Paket an zertifizierter Software ermöglicht Microsoft staatlichen Stellen die landesweite Einführung effektiver E-Government-Systeme“, so Dmitrij Schimkiw, Generaldirektor von Microsoft Ukraine. „Der Schutz personenbezogener Nutzerdaten und staatlicher Informationen ist eine unverzichtbare Voraussetzung für E-Government.“

E-Government ist natürlich eine gute Sache. Dass allerdings Microsoft sich an diesem Prozess beteiligen möchte, bedeutet, dass Haushaltsmittel in erheblichem Umfang an diese Firma fließen werden. Ungelöst bleibt auch das Problem der Softwarepiraterie; selbst in staatlichen Einrichtungen wird eifrig nicht lizenzierte Software eingesetzt. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens IDC liegt der Anteil der Raubkopien in der Ukraine bei 86 %; die Ukraine gehört damit zu den zehn Ländern mit dem höchsten Grad an Softwarepiraterie.

Noch eine Prognose soll an dieser Stelle gestattet sein: Die Piraterie wird in den nächsten zehn Jahren in der Ukraine nicht in den Griff zu bekommen sein. Und davon profitiert in erster Linie Microsoft, das auf diese Weise die Staatsorgane von sich abhängig machen kann, egal wer gerade an der Macht ist. Die Firma will und will die Preise für ihre Software nicht senken, dabei erfreut sich Software von Microsoft der mit Abstand stärksten Nachfrage. Windows ist wie eh und je das am weitesten verbreitete Betriebssystem, Microsoft Office das beliebteste Office-Produkt. Aber bereits Office 2010 „Home and Student“ kostet 125 US-$ für einen PC oder 150 US-$ für drei PCs – ganz zu schweigen von umfassenderen Konfigurationen. So bleibt vielen Benutzern nichts anders übrig, als Raubkopien zu installieren.

Freilich gibt es mit dem vollständig kostenlosen Open Office, das praktisch alle Dokumentformate von Microsoft Office unterstützt, durchaus eine Alternative. Außerdem entwickeln sich Cloud-Dienste immer weiter, für deren Nutzung man nicht einmal Software auf dem eigenen PC zu installieren braucht – die Dokumente lassen sich direkt im Browser-Fenster editieren und sind überall verfügbar, wo Internet-Zugang besteht.

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Eigentlich sollten Cloud-Dienste auch in den staatlichen Organen eingeführt werden. Das dafür notwendige Schutzniveau lässt sich auch bei Verwendung von Cloud-Diensten gewährleisten.

18. Mai 2012 // German Bogapow

Quelle: Serkalo Nedeli

Übersetzer:    — Wörter: 816

Diplom-Physiker, Fachübersetzer für IT, Wissenschaft und Technik (BDÜ), Ehrenvorstand des Trägervereins der Deutschen Schule Kiew

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„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“

„ Ist die Meldung überhaupt aktuell, die "Welt" schrieb offenbar schon 2023 über genau dieses Thema ?


„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“

„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?


„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“

„ Hallo julib77,

Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.

Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)

Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.

Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.


„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.


„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“

Der Link zum Anbieter ist ja da.
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.
War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht" :-([smilie=dntknw.gif]

„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“

„Vielen Dank, mit einem Briefchen meiner Frau im Gepäck gab es keine Probleme“

„Am besten wäre natürlich, wenn die Frau mit dabei ist. Alleinreisende Männer stehen schließlich immer unter Verdacht.“