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Rating der freundlichsten und feindseligsten Botschaften

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Das Abkommen über das vereinfachte Visaverfahren half den Mitarbeitern der Botschaften in Kiew mehrheitlich nicht, sich von paranoiden Verdächtigungen und groben Methoden bei der Arbeit mit Ukrainern zu verabschieden, heißt es in der neuesten Ausgabe der Zeitschrift “Korrespondent”, die ein Rating der freundlichsten und feindseligsten Botschaften ausländischer Staaten in der Ukraine zusammenstellte.

“Ungeachtet der Vereinfachung des Visaverfahrens mit Ländern der Europäischen Union, nahm die Anzahl der Visaablehnungen für Ukrainer seit Anfang des Jahres deutlich zu, was Experten mit der Verschlechterung der Wirtschaftssituation im Land und dem sinkenden Lebensstandart ihrer Bürger direkt verbinden”, berichtet die Ausgabe.

Wie “Korrespondent” im Konsortium “Europa ohne Grenzen” mitgeteilt wurde, wird den Ukrainern von den tschechischen und griechischen Botschaften, aber auch von den französischen, spanischen und italienischen, ein Visum verweigert.
Dabei stieg die Ablehnung im Jahr 2009 um ein Drittel gegenüber der Vergangenheit, ungeachtet des breit angepriesenen Vereinfachungsverfahren für Visa. Gleichzeitig, nach Angaben des Vorsitzenden des Zentrums für Welt-, Konversations- und Außenpolitik der Ukraine, Alexander Suschko, waren die ungarischen und slowakischen Botschaften loyaler zu unseren Landsleuten.

Ungeachtet dessen ist der stellvertretende Minister für Auslandsangelegenheiten, Konstantin Elisejew, davon überzeugt, dass das insgesamt vereinfachte Visaverfahren der Mitarbeiter ausländischer Botschaften sie zwingen wird, effektiver zu arbeiten. “Wenn 2007, bis zur Unterzeichnung dieses Abkommens, zirka 400.000 Visa ausgestellt wurden, so wurden nach der Unterzeichnung 1,1 Mio. Visa erteilt”, berichtete er mit Bezug auf die neueste Statistik.

Beschwerden über unrechtmäßige Handlungen der Botschaftsmitglieder können in einem speziellen Monitoring-Call-Zentrum des Außenministeriums eingereicht werden. “Wir reagieren sofort”, versichert er. “Wir konnten so zum Beispiel einer Frau helfen, der ein Visum der spanischen Botschaft verweigert wurde.” Nach Angaben von Elisejew bekam die Ukrainerin nach seinem Anruf beim diensthabenden Sachbearbeiter von Spanien das Visum ohne Probleme.
Wie die Zeitschrift mit Hinweis auf Angaben von Experten bemerkt: Wenn man über irgendeine Vereinfachung sprechen kann, so berührt dies hauptsächlich Geschäftsvisa.

“Insgesamt sind sich Experten und einfache Touristen einig: Heute wurde nur ein kleines Klappfenster für Ukrainer als Fenster nach Europa gewählt, deren sozialer oder finanzieller Status gewährleistet, keine Zweifel bei den Botschaftsmitarbeitern hervorzurufen”, stellt die Ausgabe fest.

Den “Kampf um den Titel der feindseligsten Botschaften”, so schreibt die Zeitschrift, gewann die spanische und tschechische Botschaft. Die erste in der Nominierung in Bezug auf organisierte Tourgruppen, die zweite in der Kategorie in Bezug auf eigenständige Touristen.

Die volle Version des Ratings, sowie das, was von den ausländischen Botschaften von Ukrainern gefordert wird, wer und wie viel bei Problemvisa verdient, und wie man Vermittlungstricks entkommt, kann in der Ausgabe Nr. 38 des “Korrespondent” ab 02. Oktober gelesen werden.

Quelle: Korrespondent.net

Übersetzer:    — Wörter: 447

Jörg Drescher gründete 1993 die „Initiative pro Mensch“ mit dem Beinamen „Projekt Jovialismus“ und lebt seit 2002 in der Ukraine, wo er sich mit dem wirtschaftlichen und sozialen Wandel vom Sozialismus der UdSSR zur Marktwirtschaft westlicher Prägung beschäftigt und dabei alternative Ansätze mit Interessierten bespricht. Dazu zählen vor allem die Ideen zum Grundeinkommen und zum Vorschlagswesen (einer Form „Direkter Demokratie“).

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„Danke für den Link. Laut dem Ergebnis dort habe ich oben richtig gerechnet. Bin stolz auf mich. Für die paar Tage die ich gelegentlich in der Ukraine bin muss ich über sowas nicht nachdenken.“

„Der Nationalismus in der Ukraine ist älter als die "Geschehnisse im Osten". Viel älter. Aber ich nenne es mal als unvermeidliches Schicksal dieses Landes. Was sie draus machen werden sie selber am besten...“