Die wirtschaftliche Krise hat einen Abgang der Unternehmen in die Schattenwirtschaft verursacht, daher stieg der Anteil der Schattenwirtschaft im Jahr 2008 auf ein Maximum seit dem Jahr 2001 – 31,1% des BIP, teilte man gestern beim Wirtschaftsministerium mit. Vor dem Hintergrund des Rückgangs der schattenwirtschaftlichen Tätigkeiten im Immobilien- und Finanzdienstleistungssektor, wurde ein Anstieg im Bereich der realen Produktion festgestellt. Experten erwarten, dass sich das Wachstum der Schattenwirtschaft im Jahr 2009 fortsetzen wird.
Der Anteil der Schattenwirtschaft stieg in der Ukraine im Jahr 2008 um 2,3 Prozentpunkte und erreicht 31,1% des BIP, teilte gestern das Wirtschaftsministerium mit. Eine starke Ausweitung des Schattensektors fand in der zweiten Hälfte des Jahres statt, da sich im ersten Halbjahr noch dieser Sektor auf 28% verringerte. Insgesamt verringerte sich der Anteil der Schattenwirtschaft beginnend mit dem Jahr 2004, wo er 30,7% umfasste und der aktuelle Umfang ist der höchste seit dem Jahr 2001.
Die höchste Ausweitung des Schattenbereichs – um 12 Prozentpunkte auf 38% – stellte das Ministerium mit Hilfe der monetären Berechnungsmethode fest. Beim Wirtschaftsministerium erklärte man dies mit den Folgen der Finanzkrise, die einen Abfluss des Geldes aus dem Bankensystem hervorrief. Die Ausweitung des Schattenanteils wurde auch nach zwei anderen Methoden festgestellt: die Korrelation zwischen den Ausgaben der Bevölkerung und den Einzelhandelsumsätzen (+2% auf 38%) und über die Berechnung der Unrentabilität der Unternehmen (+2% auf 29%).
Ein Rückgang des Schattenanteils wurde lediglich mit Hilfe der Berechnungsmethode der Korrelation zwischen Elektroenergieverbrauch und der Produktionsmenge festgestellt (-2% auf 30%). Untersuchungen nach dieser Methode demonstrierten bereits im vergangenen Jahr eine Tendenz des Rückgangs der Schattenwirtschaft. Beim Wirtschaftsministerium vermutete man, dass der Rückgang des Elektroenergieverbrauches ein Ergebnis der Einführung von Energiespartechnologien sein könnte.
Die Wirtschaftskrise führte auch zu einem Wechsel bei den Branchenführern im Schattenbereich. Wenn im Jahr 2007 der Dienstleistungsbereich den Schattenbereich anführte, so war es im letzten Jahr die Industrie. Die Verringerung der Schattenoperationen im Immobiliensektor (von 39,1% auf 28,5%) erklärte das Ministerium mit dem Rückgang der Geschäftsabschlüsse und im Finanzsektor (von 31,3% auf 20,1%) – mit dem Verlust des Vertrauens der Bevölkerung zu den Banken, ‘“was sich auf die Zahl der Schattentätigkeiten auswirkte, die auf Vertrauen basieren”, heißt es im Bericht des Wirtschaftsministeriums.
Eine Ausweitung der Schattenoperationen wurde im Bergbau (+10% auf 42%) und der verarbeitenden Industrie (+7,9% auf 35,3%) festgestellt. Unter den Bedingungen einer Verschlechterung der Weltkonjunktur begannen die Unternehmen Reserven für ihren Fortbestand im Jahr 2009 über eine Verheimlichung der Gewinne zu bilden. Das höchste Schattenniveau wurde bei der Koksproduktion und der Erdölverarbeitung (45,1%), der Leicht- (42,9%) und der Lebensmittelindustrie (40,8%) gemessen. Etwas geringer ist das Niveau der Schattentätigkeiten in der Metallindustrie (39,3%) und im Maschinenbau 36,2%).
Wirtschaftsvertreter geben einen Rückgang der Rentabilität der Unternehmen zu, doch stimmen sie mit den Schlussfolgerungen über einen Abgang in den Schattenbereich nicht zu. “Das ist Unfug”, bewertete Walentina Isowit, Leiterin der Assoziation “UkrLjogProm” (Leichtindustrievereinigung), die Schlüsse des Wirtschaftsministeriums. “Die ukrainischen Unternehmen der Leichtindustrie verlieren tatsächlich Marktanteile gegenüber den Importeuren und von einem Abgang in die Schattenwirtschaft kann keine Rede sein”. “In den Schattenbereich sind die kleinen und mittleren Unternehmen abgewandert. Doch wie kann man von einem Abgang der Großunternehmen reden, beispielsweise des Maschinenbaus, die transparent arbeiten”, denkt der Präsident der Industriegruppe UPEK, Anatolij Girschfeld/Hirschfeld.
2009 werden alle Branchen ihre Gewinne verstecken, gibt der Direktor des Institutes für Eigentum und Freiheit, Dmitrij Ljapin, dem Wirtschaftsministerium recht: “Der Druck der Regierung auf die Wirtschaft wird die Unternehmen dazu anregen in die Schattenwirtschaft abzuwandern. Doch braucht man keine Branchengesetzmäßigkeiten zu suchen – eine Ausweitung der Schattenwirtschaft kann man in allen Branchen erwarten, für deren Produkte es in der Krise eine Nachfrage gibt”.
Jurij Pantschenko
Quelle: Kommersant-Ukraine


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„Sie kann als Untermieterin bei Dir einziehen dadurch bildet Ihr keine Bedarfsgemeinschaft. Nur Ihr BG wird gekürzt, wie viel weiß ich nicht. Erkundige Dich mal in diese Richtung.“
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