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„Rote Zone“: Reportage aus dem Infektionskrankenhaus in Tscherniwzi (Czernowitz)

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„Rote Zone“: Reportage aus dem Infektionskrankenhaus in Tscherniwzi (Czernowitz)

Durch die Holztür eines zweistöckigen Gebäudes tragen sechs Frauen einen Mann auf einem dicken orangefarbenen Laken. Fünf von ihnen sind Krankenhausangestellte, die sechste ist seine Frau. Gelegentlich rutschen den Frauen drei Sauerstoffkissen aus den Händen. Der Mann hält mit der linken Hand eine Sauerstoffmaske und stöhnt laut – er ist am Ersticken. Nach wenigen Sekunden wird er auf einen Rollstuhl gesetzt, der drei Meter von der Tür entfernt steht. Er kann nicht näher hingestellt werden, da das Gebäude renoviert wird. Der Lärm des Betonmischers und das Rauschen des Wassers, das die metallene Schubkarre füllt, können das Stöhnen des Mannes nicht übertönen. Die Frauen schieben den Rollstuhl über ein kleines Stück grauen Schutt, auf dem der Mann durchgeschüttelt wird, und rollen schließlich auf dem Asphalt. Weiter auf die Intensivstation. Sie liegt eine Minute entfernt von der Infektionsabteilung des Gebietskrankenhauses von Tscherniwzi [Czernowitz]. Hier kämpfen sie den achten Monat gegen ein Monster namens Coronavirus. Manchmal verlieren sie jedoch gegen es. Eine Reportage der Ukrajinska Prawda.

Acht Monate zuvor

Am 2. März, als SARS-CoV-2 oder Covid-19 die Abkürzungen in der Rubrik Weltnachrichten und hauptsächlich für China und Italien waren, wurde das Czernowitzer Gebiets-Krankenhaus beauftragt, „den Mars zu kolonisieren“ – sie sollten den ersten Coronavirus-Patienten in der Ukraine heilen.

Dies musste ohne ein einziges Behandlungsprotokoll des Gesundheitsministeriums, Erfahrung und Medikamente erfolgen, die mehr als nur die Symptome beseitigen konnten.

Das Czernowitzer Gebietskrankenhaus bewältigte daraufhin die „Kolonisierung des Mars“.

Der 39-jährige Olexander, der Ende Februar mit seiner Frau in die Lombardei gereist war, erholte sich 20 Tage nach seinem Krankenhausaufenthalt.

Jetzt erinnert das blaue Schild des Nationalen Registers der Rekorde der Ukraine, das im Büro des Chefarztes Serhij Zyntar steht, an seinen Aufenthalt im Krankenhaus.

Das Gebietskrankenhaus Czernowitz erhielt am 24. März die Auszeichnung „Der erste Krankenhauspatient in der Ukraine, der sich von Covid-19 erholt hat“ alle FOTOS: Nazarij Maziljuk, Ukrajinska PrawdaDas Gebietskrankenhaus Czernowitz erhielt am 24. März die Auszeichnung „Der erste Krankenhauspatient in der Ukraine, der sich von Covid-19 erholt hat“ alle FOTOS: Nazarij Maziljuk, Ukrajinska Prawda

Zyntar kam für Sluha Narodu [Diener des Volkes; das ist die Partei von Präsident Wolodymyr Selenskyj, A.d.R.] in den Gebietsrat von Czernowitz. Er nennt die Kandidatur eher eine Notwendigkeit, als seinen eigenen Wunsch – sozusagen müsse er Geld für das Krankenhaus herausschlagen. Er fügt kurz hinzu, dass in diesem Jahr etwa ein Drittel der Ärzte der Einrichtung bei den Kommunalwahlen kandidiert hat.

Krankenhäuser haben es nötig, dass Geld „herausgeschlagen“ wird. In der Abteilung für Infektionskrankheiten, einer der beiden Abteilungen, in denen Patienten mit Covid-19 behandelt werden, gibt es beispielsweise keine Dusche oder Aufenthaltsräume für Ärzte.

„Ich schäme mich, wenn Patienten fragen – warum haben Sie kein heißes Wasser?“, wird uns später Walentyna Mindrescu, die Leiterin der Abteilung für Infektionskrankheiten, mitteilen. „Unsere Bedingungen, unser Badezimmer sind eine Schande.“

Waschbecken im Badezimmer der Abteilung für Infektionskrankheiten des Czernowitzer GebietskrankenhausesWaschbecken im Badezimmer der Abteilung für Infektionskrankheiten des Czernowitzer Gebietskrankenhauses

Das Czernowitzer-Krankenhaus unterscheidet sich von den typischen regionalen Krankenhäusern in grauen sowjetischen „Kisten“.

Es ist eine riesige medizinische Einrichtung, die 1886 im Auftrag des österreichisch-ungarischen Kaisers Franz Joseph erbaut wurde. Während des Ersten Weltkriegs, 1916, arbeitete der zukünftige russische Klassiker Michail Bulgakow hier als Chirurg.

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Am 1. Oktober wurde das Krankenhaus 134 Jahre alt. Und dieses Jahr ist eines der schwierigsten in seiner Geschichte, zumindest für die Abteilung für Infektionskrankheiten.

Ungeschützte Ärzte

„Wo werdet Ihr Euch umziehen?“, fragt uns Natalija Kostina, Spezialistin für Infektionskrankheiten, mit zwei verpackten Schutzanzügen.

Die Anzüge sind eine Kleiderordnung für „Fremde“, die in die Abteilung gehen wollen. Sie selbst trägt einen schlichten weißen Kittel über Knie und Hose. Im Gesicht eine Atemschutzmaske.

Die Spezialistin für Infektionskrankheiten Natalija Kostina kam 2001 für ein Praktikum ins Krankenhaus und blieb hier, um zu arbeitenDie Spezialistin für Infektionskrankheiten Natalija Kostina kam 2001 für ein Praktikum ins Krankenhaus und blieb hier, um zu arbeiten

Wir gehen die schwach beleuchtete Treppe hinunter zu einem kleinen Keller, wo Krankenhausbettwäsche begleitet vom „Russischen Radio“ gewaschen und ausbessert wird.

Natalija hat wie die meisten ihrer Kollegen bereits Covid-19 durchgemacht – sie hatte sich Ende April mit dem Virus infiziert.

„Wir haben damals so hart gearbeitet, dass ein Weg aus diesem Irrenhaus nur zum Krankenhausbett führte – um uns auszuruhen. Aber einige unserer Mädchen wurden sehr krank, andere wurden entlassen, weil sie nach dieser Krankheit einfach nicht mehr arbeiten konnten.“

Natalija erzählt, dass der Beginn der Epidemie von Ärzten der örtlichen Abteilung für Infektionskrankheiten in grünen Seuchen-Anzügen bewältigt wurde und es einfacher war, in ihnen zu arbeiten als heute. Nach denen gegen Seuchen gab es Kittel, die auf dem Rücken gebunden wurden, gummierte Anzüge und schließlich die aktuellen – etwas zwischen Stoff und Polyethylen.

„Dies ist ein Anzug von Herrn Achmetow“, sagt Natalija und schneidet die Verpackung auf. Zu Beginn der Epidemie gab Achmetow mindestens 300 Millionen Hrywnja [circa neun Millionen Euro, A.d.R.] aus, um das Coronavirus in der Ukraine zu bekämpfen. [Der Milliardär Rinat Achmetow ist der reichste Ukrainer. A.d.R.]

„Und wie ist es, sind es gute Anzüge von Herrn Achmetow?

„Sie werden es gleich selbst sehen. Eines kann ich sagen, dass es in ihnen im Winter nicht kalt wird.“

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„Wir fügen hinzu: auch im Herbst.

Das Foto zeigt die Hände der Korrespondentin der Ukrajinska Prawda mit Spuren des engen Gummibandes, das den Anzug an der Hand befestigt. Wir verbrachten weniger als eine Stunde in den Anzügen.Das Foto zeigt die Hände der Korrespondenten der Ukrajinska Prawda mit Spuren des engen Gummibandes, das den Anzug an der Hand befestigt. Wir verbrachten weniger als eine Stunde in den Anzügen.

Natalija hilft uns, die riesigen weißen Kittel blitzartig anzuziehen – sie rascheln so, als wärst du acht Jahre alt und packst die BMW-Tüten [Im postsowjetischen Raum waren und teilweise sind bis heute Plastiktüten mit aufgedruckten Markennamen populär, A.d.R.] aus, die deine Mutter gerade vom örtlichen Markt mitgebracht hat.

Als nächstes kommen ein blaues Mützchen, unter dem man seine Haare verstecken muss, eine Atemschutzmaske, unter der man ziemlich leicht atmen kann, ein Schutzschirm, der um den Hinterkopf gebunden ist, und weiße Gummihandschuhe. Alles zusammen dauert 15 Minuten.

Wir schieben unsere Hand durch das enge Gummiband des Kittels. Damit kann man den Ärmel am Handgelenk befestigenWir schieben unsere Hand durch das enge Gummiband des Kittels. Damit kann man den Ärmel am Handgelenk befestigen.

„Die Kapuze kommt noch nach innen“, sagt Natalija, „aber dann wirst du nichts sehen können. Es wird herunterrutschen.“

Und sie hat recht. In wenigen Sekunden fällt der Korrespondentin der Ukrajinska Prawda mindestens dreimal die zusätzliche Haube auf die Augen, und wir entscheiden, dass wir darauf verzichten können.

Im Wechsel mit Pop ertönt im „Russischen Radio“ politische Agitation mit den Worten: „Das sind Leute, die wissen, wie man Probleme löst.“

In diesem Augenblick ist unser größtes Problem der transparente Gesichtsschutz, auf dem ständig Kondenswasser auftritt. Als „Scheibenwischer“ kann nur die eigene Hand dienen, wenn sie frei ist und zwischen Schutzschirm und Atemschutzmaske geschoben werden kann.

Die Ärzte haben jedoch einen kleinen Life-Hack – das Visier kann mit einem Stück trockener Seife eingerieben werden, wonach die Wassertropfen ohne „Treibhauseffekt“ nach unten fließen. Bei uns funktioniert dieser Life-Hack nicht.

Der Gesichtsschutz der UP-Korrespondentin nach weniger als einer Stunde Arbeit darinDas Gesichtsvisier der Ukrajinska-Prawda-Korrespondentin nach weniger als einer Stunde Arbeit darin.

„Wie lange kann ein Arzt in einem solchen Schutzanzug gehen?“, fragen wir Natalija.

„Vier Stunden.“

Und wie lange dauert die Schicht?“

„24 Stunden.“

Die Ukrajinska-Prawda-Korrespondentin in voller Umhüllung.Die Ukrajinska-Prawda-Korrespondentin in voller Umhüllung.

Fast keiner der Ärzte auf der Station, auf der Patienten mit Covid behandelt werden, trägt Schutzkleidung. Es gibt zwei Argumente – wir haben die Krankheit bereits durch, die Anzüge schützen nicht.

„Wir haben sie im Februar, März, April getragen und was hat es uns gebracht?“, sagt die Leiterin der Abteilung für Infektionskrankheiten Walentyna Mindrescu. „Wir sind dennoch krank geworden. Ebenso alle unsere Kollegen, die Assistenzärzte und die Nachwuchskräfte.“

Fünf Liter Sauerstoff pro Minute

„Kranke werden nicht fotografiert“, bedeutet uns Natalija Kostina, als wir in den ersten Stock der Abteilung für Infektionskrankheiten gehen, wo Patienten mit Coronavirus behandelt werden.

Die Patienten wechseln sich ab und verlassen ihre Stationen zum Mittagessen in den Korridor, der von großen Metalltöpfen auf dem Kühlschrank übersät ist. Das Mittagessen ist für sie kostenlos. Von Verwandten mitgebrachte Lebensmittel können unter Angabe des Datums und ihres Nachnamens im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Ein Kühlschrank für persönliche Nahrungsmittel von Patienten der Covid-Station. Das Essen wird normalerweise von Verwandten gebracht.Ein Kühlschrank für persönliche Nahrungsmittel von Patienten der Covid-Station. Das Essen wird normalerweise von Verwandten gebracht.

Die Abteilung für Infektionskrankheiten des Gebietskrankenhauses Czernowitz verfügt über 60 Betten auf zwei Etagen des Krankenhauses und 82 medizinische Mitarbeiter.

Der wichtigste Raum ist das Zimmer für Intensivbehandlung. Dies ist der einzige Ort mit direktem Zugang zu dem Notwendigsten während der Covid-19-Epidemie – Sauerstoff. Und hier fehlt er.

„Dies ist unser Luftbefeuchter, ein Nachbau“, Natalija zeigt auf eine Plastikflasche Morschynska [eine bekannte ukrainische Mineralwassermarke, A.d.Ü.], zu der am Tropf Sauerstoff „herabsinkt“.

Eine Krankenschwester im Krankenzimmer immer Zimmer der IntensivbehandlungEine Krankenschwester im Krankenzimmer immer Zimmer der Intensivbehandlung.

Nach der Befeuchtung gelangt es durch einen hellgrünen Schlauch zu der Maske, die am Gesicht des Patienten und entsprechend an seinen Atemwegen angebracht ist.

Es können nur vier Patienten gleichzeitig an Sauerstoff angeschlossen werden.

Jetzt arbeiten sie jedoch an einem neuen Verteiler.

Im Zimmer für Intensivbehandlung sind drei Personen – zwei Männer und eine Frau, alle sind dem Aussehen nach über 45 Jahre alt.

Im Zimmer für Intensivbehandlung ist ein Pulsoximeter mit dem Arm des Patienten verbunden.Im Zimmer für Intensivbehandlung ist ein Pulsoximeter mit dem Arm des Patienten verbunden.

Der vierte war ein Mann, der am Morgen auf die Intensivstation gebracht wurde.

„Wir legen es Ihnen einfach ans Händchen“, – sagt Natalija zu der Patientin im Zimmer für Intensivbehandlung und schließt ein Pulsoximeter an – ein Gerät zur Messung von Blutsauerstoff und Herzfrequenz. Sie legt es auf einen Stuhl neben dem Bett des Patienten – zwischen Medizin, Toilettenpapier und geriebener Rote Beete mit Brot zu Mittag.

„Gib ihr noch ein kleines Kissen“, bittet sie die Krankenschwester.

Ein Tischchen neben dem Krankenhausbett im Zimmer für Intensivbehandlung. In der Mitte ein gerade angeschlossenes Pulsoximeter

Ein Tischchen neben dem Krankenhausbett im Zimmer für Intensivbehandlung. In der Mitte ein gerade angeschlossenes PulsoximeterEin Tischchen neben dem Krankenhausbett im Zimmer für Intensivbehandlung. In der Mitte ein gerade angeschlossenes Pulsoximeter.

Das [Finger-]Pulsoximeter zeigt nach einigen Sekunden den Sauerstoffgehalt im Blut an – Sättigung – 86.

„86 – ist das nicht genug?“, fragen wir bei Natalija nach, als wir das Krankenzimmer verlassen.

„Das ist sehr wenig. Jetzt ‚atmet‘ sie durch.“

Der direkte Anschluss an Sauerstoff ist die zweite Stufe der Versorgung eines Patienten mit Atemproblemen. Der erste ist ein Sauerstoffkonzentrator, an den ein Patient mit einer leichten Abnahme der Sättigung angeschlossen ist.

Die dritte sind Sauerstoffmasken und Beatmungsgeräte [Überdruckbeatmung]. An sie wird nur in kritischen Fällen angeschlossen – auf der Intensivstation.

Ärztinnen der Abteilung für Infektionskrankheiten, die Menschen mit Coronavirus behandelnÄrztinnen der Abteilung für Infektionskrankheiten, die Menschen mit Coronavirus behandeln.

Seit Ende März hat das Krankenhaus eine zweite Abteilung für Covid-Patienten – die Pulmonologie. Sie wurde neu gestaltet. Es gibt 45 Betten, die derzeit alle belegt sind.

Wir haben Sauerstoff, einen Verteiler, zehn Konzentratoren“, sagt die Leiterin Switlana Kowalenko. „Jetzt kommen oft Patienten mit ihren Konzentratoren, weil sie solche Geräte sind, eher für den Heimgebrauch – für die Low-Flow-Sauerstofftherapie. Wenn der Patient eine solche Möglichkeit hat, empfehlen wir daher den Kauf von Konzentratoren.“

„Obwohl sie leider nicht billig sind – tausend Dollar plus-minus.“

Eine Person benötigt durchschnittlich fünf Liter Sauerstoff pro Minute, sagt Switlana. Das sind 300 Liter pro Stunde und mehr als 7.000 Liter pro Tag.

Der Korridor zwischen den Zimmerboxen der Abteilung für Infektionskrankheiten. Die Fenster in solchen Stationen blicken nicht zum Hof, sondern zum nächsten Raum.Der Korridor zwischen den Zimmerboxen der Abteilung für Infektionskrankheiten. Die Fenster in solchen Stationen blicken nicht zum Hof, sondern zum nächsten Raum.

Kristina Awramenko ist eine der Krankenschwestern, die in der Abteilung für Infektionskrankheiten arbeitet. Sie kam vor einem halben Jahr mitten in der Epidemie in die Abteilung und wurde sofort krank.

„Ich hatte kein positives Testergebnis, aber die Lungenentzündung war beidseitig“, teilt das Mädchen mit, während sie Medikamente sortiert.

„Haben Sie nicht daran gedacht, zu kündigen, nachdem Sie krank geworden sind?“

„Nein, nein, ich mag diese Arbeit. Ich wollte hier arbeiten.“

Ein separates, boxenartiges Einzelzimmer in der Infektionsabteilung.Ein separates, boxenartiges Einzelzimmer in der Infektionsabteilung.

Ein Patient mittlerer Schwere verbringt in der Infektionsabteilung des Krankenhauses Czernowitz mindestens zwei Wochen. „Leichte“ Coronavirus-Patienten werden in der Ukraine nicht ins Krankenhaus eingeliefert.

„Bei mir war das höchste 50 Tage“, erzählt Natalija am „Arzt“-Tisch am Eingang der Abteilung. „Ein komplette Schädigung der Lunge. Die Patientin verbrachte einen Monat auf der Intensivstation und dann weitere 20 Tage bei uns. Aber sie ging auf eigenen Füßen nach Hause!“

Die Hauptperson in der Abteilung ist Walentyna Mindrescu. Sie kam 1997 unmittelbar nach Beendigung des medizinischen Instituts in das Gebietskrankenhaus Czernowitz. Hier absolvierte sie ein Aufbaustudium und „wuchs“ bis 2009 zur Leiterin der Infektionsabteilung heran.

Das Coronavirus bezeichnet sie als die größte Herausforderung in den elf Jahren ihrer Arbeit.

„Als der erste Patient zu uns kam, hatten wir nur zehn Schutzanzüge“, – erzählt Walentyna.

Dazu wurden Freiwillige aktiv, nicht gleichgültige Menschen und erst dann – der Staat.

Jetzt erzählen die Ärzte des Krankenhauses Czernowitz offen, dass sie sowohl Schutzausrüstungen als auch Lohnzuschläge haben. Und abseits der Aufnahme fügen sie hinzu, dass man das Krankenhaus während des Wahlkampfes mit Medikamenten „zugeschüttet“ hat.

Walentyna hat wie ihre Mitarbeiter Covid-19 überstanden. Und sie war nicht die einzige Patientin in ihrer Familie – ihr Mann und ihre Tochter haben die Krankheit durchgemacht, aber sie wurden alle zu unterschiedlichen Zeiten krank.

… Der Mann, der morgens von sechs Frauen auf einem orangefarbenen Laken getragen wurde, ist übrigens Dozent an einer hiesigen Universität, mit ihm arbeitet ihre Tochter als Doktorandin zusammen.

Die Covid-Welt ist klein.

28. Oktober 2020 // Olha Kyrylenko

Quelle: Ukrajinska Prawda

[Czernowitz erlebte im Frühjahr 2020 die größte Welle von Corona-Infektionen in der Ukraine. Das russische Engagement in der Region – hier deutlich durch das Hören von „Russkoje Radio“ – hat vielfältige Wurzeln: Einerseits „einte“ und überdeckte die russische Sprache und Kultur nach dem 2. Weltkrieg die unterschiedlichen nationalen, politischen und politischen Prägungen, andererseits fühlt sich die Bukowina ähnlich wie auch die Karpatoukraine im Westen des Landes partiell von der jetzigen zentralen Regierung immer wieder im Stich gelassen, was nostalgische und Macho-Gefühle weckt. Anm. d. Übers.]

Übersetzer:    — Wörter: 1998

Christian Weise trägt seit 2014 übersetzend und gelegentlich schreibend bei zu den Ukraine-Nachrichten. Im Oktober 2020 erschienen von ihm zwei literarische Übersetzungen: Vasyl’ Machno, Das Haus in Baiting Hollow. Leipziger Literaturverlag und Yuriy Tarnawsky, Warme arktische Nächte. Ibidem, Stuttgart. Im Januar 2020 bereits erschien seine Übersetzung des Bandes Verfolgt für die Wahrheit. Ukrainische griechisch-katholische Gläubige hinter dem Eisernen Vorhang. Ukrainische katholische Universität, Lwiw.

Mit ukrainischen Themen ist er seit 1994 vertraut, als er erstmals Kiew und Lemberg besuchte und sich zunächst mit kirchengeschichtlichen Fragen beschäftigte. Wenn nicht Pandemien hindern, bereist er etwa fünfmal im Jahr die Ukraine.

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„Anscheinend haben ihm seine Pfleger/Wärter wohl erstmal wieder das Handy weggenommen. Der nächste Troll bitte... (Btw: Warum eigentlich Gogol hier nicht auch wieder seine Bosheiten ausbreitet ?)“

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„Na, na, na, wer wird den gleich beleidigend werden. Da habe ich wohl einen oder mehrere wunde Punkte getroffen, @minimax ? Minimax und Adejwka befreien? Mädchen in Strumpfhosen, die vor dem PC sitzen...“

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„Schwachmaten wie @Bernd D-UA sind besser ruhig, mehr als uninteressanten Müll ist von solchen Leuten nicht zu lesen.“

„Ein gesunder Mensch bringt nicht zwangsläufig wehrlose Menschen um, auch nicht im Krieg, weil andere sich falsch verhalten haben und Kameraden umgebracht haben und nun in gleicher Situation das Gleiche...“

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„Wieso auskotzen ? Ich bin aktuell mit Befreiung Awdejewkas recht zufrieden. Du und deine Mörderbande "Russische Soldaten haben nach der Einnahme der Kleinstadt Awdijiwka im Osten der Ukraine nach Angaben...“

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„Wieso auskotzen ? Ich bin aktuell mit Befreiung Awdejewkas recht zufrieden.“

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„Als neue Juden sozusagen? Das hättest du und deinesgleichen natürlich gerne, ist schon klar und mit den grünen Faschisten + CDU/CSU ist einiges vorstellbar. Nazi-Schweine unterstützen Nazi-Schweine,...“

„Wenn das große Strafgericht kommt solltest Du aber bald die Seiten wechseln Minimax. Nicht daß Du als aufrechter Putintroll auch noch im Filtrationslager endest... Wer weiß, vielleicht gelingt es Dir...“

„Vielen Dank Erstmal! Meine Frau wird jetzt zur Botschaft fahren und eine schriftliche Bestätigung holen, dass ein Austritt nicht möglich ist. Mal sehen was die österreichische Seite dann sagt. Hallo,...“

„Handrij, Mariupol blüht ja auch auf. Im aktuellen Kriegsverlauf sind großflächige Zerstörungen leider unvermeidlich. Ob später alle Dörfer und Städte aufgebaut werden, ist natürlich fraglich. Später...“

„Leute, gute Nachrichten, Awdejewka wird in den nächsten Tagen befreit. Für einige Nazis, wie unter anderem Asow, dürfte es verlustreich werden. Hat der Nazi wieder mal Ausgang bekommen ...“

„Leute, gute Nachrichten, Awdejewka wird in den nächsten Tagen befreit. Für einige Nazis, wie unter anderem Asow, dürfte es verlustreich werden.“

„Vielen Dank Erstmal! Meine Frau wird jetzt zur Botschaft fahren und eine schriftliche Bestätigung holen, dass ein Austritt nicht möglich ist. Mal sehen was die österreichische Seite dann sagt. Hallo,...“

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„Aber minimax, ich muss auch einen Dank aussprechen, es herrscht Bürgerkrieg in der Ukraine? Das ist der Witz des Tages! Interessanter Ansatz, ich frage mich nur, warum wusste ich nicht, dass so viele...“

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„Oh man, diese bescheuerten Artikel werden wohl nie enden. Die armen Schweine bzw. Leibeigene in der Ukraine können einem Leid tun, sind praktisch komplett ohne Rechte und müssen sich andauernd verstecken....“

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„Irgendiwe werde ich das Gefühl nicht los, daß Selenskyi keine Ahnung von Diplomatie hat (und auch keine Ahnung von Völkerrecht - z.B. welche Befugnisse ein Land in einem anderen hat - oder eben nicht)“

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„Oh man, diese bescheuerten Artikel werden wohl nie enden. Die armen Schweine bzw. Leibeigene in der Ukraine können einem Leid tun, sind praktisch komplett ohne Rechte und müssen sich andauernd verstecken.“

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„Der minderbemittelte "Stratege" ist wieder am Fantasieren. D verliert gerade seine Konkurrenzfähigkeit. Und wenn D meinen sollte, den Krieg weiterhin und noch intensiver unterstützen zu müssen, braucht...“

„Man darf ja wohl noch träumen, tatsächlich aber ein Armutszeugnis für Selenskyi, politischer Dünnschiss! Trotzdem liegt er an anderer Stelle auch mal richtig. Zuviel Politik in der Ukraine, man sollt...“

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„Die Deutschen sind besonders nützliche Idioten, da geht sicher was. Auch wenn dabei das eigene Land zugrunde geht.“

„Der Clown will schon mal viel, wenn der Tag lang ist. Ne, eigentlich andauernd und nicht selten besonders absurd.“

„Ein Päckchen von Berlin nach Kiew hat mit der Nova Post / Nowa Poschta jetzt gerade einmal fünf Tage benötigt. In umgedrehter Richtung genau so. Wurde am Sonntag in der Nähe von Kyjiv aufgegeben und...“

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„He Minimax. Nur noch einmal kurz zu Ihrer Äußerung, Salo und Slava, GEROJAM - Salo ist eine Beleidigung es heißt Slava. Man sollte sich vielleicht vorher etwas eingehender informieren ehe man seine...“

„"Feuer breitet sich nicht aus hast du Minimax im Haus ... Aber Minimax ist grosser Mist wenn du nicht zuhause bist" Muss direkt mal Bekannte fragen ob dort viele Kasper arbeiten“

„Apropos Absetzung, ist anscheinend bereits beschlossene Sache und er wird nicht alleine entlassen. Die Selenskij Bande wartet wohl noch ab, bis die Lage in Awdejewka für die Nazis katastrophal wird. Und...“

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„Das hört sich doch mal sehr gut an. Ich werde das mal weitergeben. Vielen Dank.“

„Zunächst einmal danke für die Antwort. Teilweise habe ich schon bei den vorgeschlagenen Stellen Hilfe gesucht. Es wird aber immer nur angeboten einen Reisepass auszustellen oder einen Pass zu verlängern....“

„Sehr geehrte Forennutzer. Ich benötige einen Rat, bezüglich der Beantragung eines Ukrainischen Ausweises (kein Reisepass). Eine junge ukrainische Frau besitz nur einen Kinderausweis, der seit kurzen...“

„Das Gleiche gilt auch für Österreich und ist auch dort bekannt: ...“

„Da das nach irischem Recht beurteilt werden muß kann Dir hier in D wohl kaum jemand beantworten. Ich vermute daß trotz anderer Begrifflichkeit ("Asyl") dort für Ukrainer ähnlich weitgehende Befreiungen...“

„Flixbus erscheint mir als die beste Alternative. Von Chisinau in die Ukraine sollte es aber auch mit dem Bus gehen, leider kann ich da nicht weiter helfen , daher der lange Weg nur mit Flixbus sinnvoll“

„Gar nicht, bleib wo Du bist. Ein Asylverfahren ist kein Wunschkonzert. Ansonsten geh nach Hause in die Ukraine, kannst von dort aus Deinen Geschäften nachgehen“

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„hallo zusammen wir wohnen in estepona spanien und meine frau überlegt gerade mit dem bus nach odessa oder chisinau zu reisen. kennt jemand eine verbindung oder ein unternehmen danke“

„hallo guten tag,kann mir jemand sagen ob es möglich ist wenn ich als ukrainer in irland asyl habe und das hotel bezahlt vom staat habe,wie kann ich ich dann in die eu oder moldavien reisen“

„Laut Asylstelle sind wohl beide Verfahren noch in der Prüfung. Ist frustrierend, wenn du selbst als der deutschen Sprache halbwegs mächtiger Mensch kaum Informationen bekommst. Ich bleibe am Ball. Solange...“

„Ich lese auch nur kreuz und quer im Internet. Bei dem 2. Mann ist es ja wohl noch in Prüfung. Warum ist es bei ihm anders? Allg. musst aber da dran bleiben, da ist das letzte Wort sicherlich nicht gesprochen“

„Danke für die Antwort! Hast du irgendwelche Links, wie die Bedingungen sind? Gesetzestexte etc? Wir haben heute die Asylsprechstunde genutzt. Die Sachbearbeiterin fand es selbst verwunderlich, dass die...“

„Da wird halt geprüft ob sie wegen langen Polenaufenthalt den Sonderstatus als Ukaineflüchling erhalten oder nicht. Ansonsten gelten sie halt nach Asylgesetz. Ukrainer werden halt NICHT als Asylsuchende...“

„Vielen Dank für deine Antwort. Ja, beide waren bereits öfter mit Visum in Polen arbeiten. Doch erst 20 Tage vor dem Kriegsausbruch hat er erstmasl seine Frau und sein Kind mitgenommen aus Angst vor dem...“

„Wie lange waren denn die Männer schon in Polen zum Arbeiten gemeldet? Sicherlich länger als sie dann komplett mit Familie rüber sind. Das könnte das Problem sein.“

„Hallo und schön, dass es euch gibt! Ich bin durch Zufall hier in Deutschland an zwei ukrainische Männer geraten. Ihre Geschichte geht wie folgt: Ziemlich genau einen Monat vor dem Kriegsausbruch haben...“