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Hat sich der Maidan gelohnt?

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Nach Angaben von Amnesty International leiden über eine Million Menschen in der Ukraine unter Polizeigewalt. Die Tradition der Grausamkeit, die noch von den sowjetischen Geheimdiensten stammt, steht jetzt im Dienst von korrupten Beamten und politischen Usurpatoren. Bis vor kurzem schlief die ukrainische Gesellschaft und versuchte, diesen Schmerz, den ihr das monströse „Ordnungssystem“ zufügte, nicht zu beachten.

Als der Euromaidan ausbrach, wurde er sofort mit den Methoden konfrontiert, mit denen die Polizei ohnehin Gegner auf Befehl der Regierung bekämpft. Und da kosteten wir in einer sehr konzentrierten Form das, womit wir eigentlich die letzten Jahrzehnte gefüttert wurden – das führte zu Einsicht und zu einem Aufstand. Wir begriffen, dass die Sondereinheit Berkut nicht aus Menschen besteht, dass im Land jetzt nur eine Seite überleben kann – entweder wir oder sie. Diese Erkenntnis und dieser Aufstand sind für heute das Hauptergebnis.

Aber nicht alle von uns Ukrainern (und umso weniger die Menschen im Westen) verstehen den Sinn unseres Aufstandes. Es sind vor allem die Politiker von allen Seiten, die dies als einen politischen Konflikt darstellen und ihn mit den für sie üblichen Methoden lösen wollen – versteckten Ränkespielchen und peinlichen Kompromissen, indem sie die Protestierenden mit „Abstimmungen“ und „Verhandlungen“ hypnotisieren. Das führt zum Nachlassen der Aktivität, aber jedes Mal bringen uns die nächsten sadistischen Ausschreitungen der Polizei und des staatlichen Terrorismus in die Wirklichkeit zurück. Und wir begreifen langsam, dass Verhandlungen mit Terroristen unmöglich sind.

Verstehen Sie, wir kämpfen nicht gegen die Partei der Regionen! Wir kämpfen gegen die Donezker Bande „Lux“, die unmittelbar mit Achmetow, Janukowytsch und anderen Machthabenden verbunden ist. Gegen die Bande, deren Methoden – Folter, Kidnapping, Mord, Geiselnahme – heute offener Teil der Staatspolitik sind. Dass wir über die Grenzen der heimtückischen ukrainischen „Politik“ hinaus den Weg des Kampfes beschritten haben – gerade das ist die Hauptleistung des Euromaidans.

16. Februar 2014 // Ihor Luzenko, Journalist und Aktivist der Bürgerinitiative „Für die Erhaltung des alten Kiews“.

Quelle: Blogeintrag bei der Ukrajinska Prawda

Übersetzung: Olha Sydor

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