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Zur Situation der ukrainischen Sprache in der Russischen Föderation

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In der Ukraine ist ständig die Rede von der Gefährdung der russischen Sprache und Kultur durch die Zwangsukrainisierung der jetzigen Regierung und insbesondere des Präsidenten. So wird immer wieder betont, dass die Zahl der auf Russisch unterrichtenden Einrichtungen in der Ukraine beständig abnehme, russische Fernsehsender verboten werden, russischsprachige Filme und Serien zwangsweise ukrainisch synchronisiert und untertitelt werden. Doch wie verhält es sich mit der Situation der Ukrainer und der ukrainischen Sprache in der Russischen Föderation? Schafft die Regierung der Russischen Föderation bessere Bedingungen für Sprachvielfalt und die Entwicklung beispielsweise der ukrainischen Sprache?

Den Angaben der ukrainischen Wikipedia nach leben zwischen 4,4 und 5 Mio. Ukrainer in Russland, der deutschsprachigen nach gibt es 2,2 Prozent oder 2,8 Mio. Ukrainer in Russland, die russischsprachige gibt 2.942.961 bzw. 2,03 Prozent (Volkszählung von 2002) an. Viele der Ukrainer leben in Moskau und Sankt Petersburg. Geschlossene Siedlungsgebiete soll es (lt. ukrainischer Wikipedia) am Kuban, an der Wolga, am Don, in den Oblasten Kursk und Woronesh und im Fernen Osten geben. Haben diese Leute bei Bedarf die Möglichkeit eine ukrainischsprachige Schule, Hochschule oder auch nur einen Kindergarten zu besuchen?

Scheinbar gibt es nicht einmal in Moskau derartige Möglichkeiten. So wurde beispielsweise im vorigen Jahr das Ukrainische Bildungszentrum an der 124. Moskauer Mittelschule geschlossen. Dieses wurde von 1995/1996 bis Juni letzten Jahres auf Initiative der Vereinigung der Ukrainer in Russland und der ukrainischen Botschaft in der Russischen Föderation betrieben. Am 17. April wurde, gemäß der Darstellung der Vereinigung der Ukrainer in Russland, dem Zentrum die Lizenz entzogen. Nachfolgende Briefe und Eingaben an die zuständigen Organe wurden zumeist nicht beantwortet. Gerade im Jahr 2007/2008 konnte zum ersten Mal eine ukrainische Klasse gebildet werden, die gerade einmal ein Jahr existierte.

Ähnlich ist die Situation, der Darstellung der Vereinigung der Ukrainer in Russland vom 9. März 2009 nach, bei der Bibliothek für ukrainische Literatur in Moskau. So wurden hier speziell alle kompetenten Mitarbeiter, also diejenigen, welche der ukrainischen Sprache mächtig waren und in der ukrainischen Literatur bewandert sind, entlassen, um diese mit uninteressierten ausschließlich russischsprachigen Mitarbeitern zu ersetzen. Seit diesem Personalwechsel vor zwei Jahren wurden scheinbar keine neuen Bücher, Filme, Musikaufzeichnungen usw. beschafft. Dabei soll den Vertretern der Vereinigung der Ukrainer in Russland nach, Ministerpräsident Putin im November 2008 in einem Brief selbst auf die Notwendigkeit der Entwicklung der Bibliothek unter Einbeziehung der Vertreter der ukrainischen Diaspora in Russland hingewiesen haben.

In einem anderen Dokument der Vereinigung der Ukrainer in Russland wird A. A. Nesterenko, ein Vertreter des russischen Außenministeriums zitiert, der auf die Frage: “Warum es keine ukrainischen Schulen in Russland gibt?” erklärte, dass diese aufgrund der Nähe der ostslawischen Sprachen und Kulturen zueinander und dem gemeinsamen orthodoxen Glauben nicht notwendig sind. Hiermit wurde im Prinzip dem ukrainischen Bildungsministerium eine Steilvorlage zur Schließung russischsprachiger Bildungseinrichtungen gegeben.

Weiter wird das russische Außenministerium damit zitiert, dass es in Sankt Petersburg, in Workuta, in Murmansk und in Pensa Schulen gäbe, in denen Ukrainisch als Fremdsprache zwischen der 1. und der 11. Klasse gelehrt wird. Dies ist den Angaben von Vertretern der ukrainischen Kulturverbände nach eine Falschangabe.

Weiterhin soll in Nowij Urengoj, Chanti-Mansijsk, Ufa, Nishno-Kaminsk, Kasan, Omsk, Orenburg, Jekaterinburg, Wladiwostok, Syktywkar, Sotschi, Surgut, Nishnewartowsk, Tobolsk und ebenfalls in den Oblasten Belgorod, Woronesh und Samara Ukrainisch als Unterrichtsfach angeboten werden. Den Vertretern der ukrainischen Diaspora nach finden in Tobolsk und Surgut Unterrichtsstunden ohne staatliche Unterstützung statt und in den anderen genannten Gebieten gibt es keine Unterrichtung in ukrainischer Sprache, teilweise jedoch auch keine Vertretungen ukrainischer Kulturverbände.

Den Angaben der Vereinigung der Ukrainer in Russland nach gibt es einige Schulen in Moskau, der Republik Baschkortostan, in Tomsk und Samara. In der Ortschaft Solotoschka in der Republik Baschkortostan existiert der einzige ukrainischsprachige Kindergarten Russlands mit 70 Kindern. In den Ausführungen der Vertreter der ukrainischen Diaspora wird noch erwähnt, dass es in Schulen in Baschkortostan und der Oblast Woronesh fakultativ die Möglichkeit des Erlernens der ukrainischen Sprache gibt. Weiterhin gibt es ukrainische Sonnabendschulen in einigen Schulen Moskaus, Baschkortostans, auf Kamtschatka, in Tatarstan, Chanti-Mansijsk u. a. Darüber hinaus wird angemerkt, dass es in Russland keine Ausbildung für Ukrainischlehrer gibt.

Soweit zur Situation der ukrainischen Sprache in Russland, die – wenn die Angaben stimmen – wohl nur als schlecht bezeichnet werden kann. Demnach kann für die Vertreter der russischsprachigen Minderheit in der Ukraine die Situation nur als gut bis ausgezeichnet bezeichnet werden, doch nur im Vergleich zur Lage der ukrainischen Sprache in Russland. Das Wehklagen der russischen Minderheit bezieht sich ja darauf, dass die Situation der russischen Sprache in der Ukraine in den 80er und den 90er Jahren besser war und sich aus der Warte dieses Zeitpunktes her die Situation verschlechtert hat. Doch mit Blick auf die Russische Föderation lässt sich nur sagen: “Es könnte noch schlimmer kommen!”. Wenn wir jedoch nicht nur auf die Situation im Bildungsbereich schauen, sondern beispielsweise den Zeitungen- und Zeitschriftenmarkt, den Büchermarkt, Radio und Fernsehen im Allgemeinen betrachten, ist die Vorherrschaft des Russischen weiterhin ungebrochen und von einer Benachteiligung des russischsprachigen Teils der Bevölkerung kann keine Rede sein.

Eine vergleichende Tabelle zur Bildungssituation der Russen in der Ukraine und der Ukrainer in der Russischen Föderation (Schuljahr 2008/2009)

UkraineRussische Föderation
Vorschuleinrichtungen mit russischer Unterrichtssprache983Vorschuleinrichtungen mit ukrainischer Unterrichtssprache0
Kinder in diesen164.027Kinder in diesen0
Schulen für mittlere Bildungsabschlüsse mit Russisch als Unterrichtssprache1.199Schulen für mittlere Bildungsabschlüsse mit Ukrainisch als Unterrichtssprache0
Schulen für mittlere Bildungsabschlüsse mit Ukrainisch und Russisch als Unterrichtssprache1.755Schulen für mittlere Bildungsabschlüsse mit Russisch und Ukrainisch als Unterrichtssprache0
Insgesamt in russischer Sprache unterrichtete Schüler an mittleren Bildungseinrichtungen779.423Insgesamt in ukrainischer Sprache unterrichtete Schüler an mittleren Bildungseinrichtungen0
Russisch als Unterrichtsfach lernende Schüler1.292.518Ukrainisch als Unterrichtsfach lernende Schüler205
Fakultativ oder in Arbeitskreisen die russische Sprache Lernende165.544Fakultativ oder in Arbeitskreisen die ukrainische Sprache Lernende100
Berufsschulen mit russischer Unterrichtssprache35Berufsschulen mit ukrainischer Unterrichtssprache 0
Berufsschulen mit russischer und ukrainischer Unterrichtssprache113Berufsschulen mit russischer und ukrainischer Unterrichtssprache0
Insgesamt auf Russisch Unterrichtete in Berufsschulen51.685Insgesamt auf Ukrainisch Unterrichtete in Berufsschulen0
Insgesamt auf Russisch unterrichtete Studenten an höheren Lehranstalten des I-II Akkreditierungsniveaus59.656Insgesamt auf Ukrainisch unterrichtete Studenten an höheren Lehranstalten des I-II Akkreditierungsniveaus0
Insgesamt auf Russisch unterrichtete Studenten an höheren Lehranstalten des III-IV Akkreditierungsniveaus395.186Insgesamt auf Ukrainisch unterrichtete Studenten an höheren Lehranstalten des III-IV Akkreditierungsniveaus0
Auf Staatskosten gedruckte Lehrbücher in russischer Sprache (Exemplare)1.555.500Auf Staatskosten gedruckte Lehrbücher in ukrainischer Sprache (Exemplare)0
Kosten (Hrywnja)18.616.200Kosten0
Auf Staatskosten gedruckte ukrainisch-russische Wörterbücher (Exemplare)125.000Auf Staatskosten gedruckte ukrainisch-russische Wörterbücher0
Kosten (Hrywnja)1.500.000Kosten0
Ausgaben auf allen Budgetebenen der Ukraine zur Unterstützung der Lehranstalten mit russischer Unterrichtssprache (Hrynwja)3.195.634.300Ausgaben auf allen Budgetebenen der Russischen Föderation zur Unterstützung der Lehranstalten mit ukrainischer Unterrichtssprache0

Quelle: Zur Situation des Ukrainischen in der Russischen Föderation (Offener Brief an Medwedjew.pdf, Offener Brief an Medwedjew und Lushkow.pdf, OSZE Kommission zu Minderheitsrechten in der Russischen, Föderation.pdf, Tabelle.pdf, Zum Stand der ukrainischen Sprache in der Russischen Föderation.pdf)

Autor:   Andreas Stein — Wörter: 1156

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„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“

„ Hallo julib77,

Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.

Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)

Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.

Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.


„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.


„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“

Der Link zum Anbieter ist ja da.
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.
War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht" :-([smilie=dntknw.gif]

„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“

„Vielen Dank, mit einem Briefchen meiner Frau im Gepäck gab es keine Probleme“

„Am besten wäre natürlich, wenn die Frau mit dabei ist. Alleinreisende Männer stehen schließlich immer unter Verdacht.“

„Kein Zoll. Du musst an sich nur sagen dass das privat ist und du nicht damit handeln willst. So lange das nicht Originalverpackt ist und ersichlich das nicht neu sollte es keine Probleme geben“

„Hallo Leute, ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin mit meiner Anfrage. Ich möchte 4 Umzugskartons mit gebrauchter Straßen Kleidung bei der Einreise in die Ukraine mitnehmen. Es ist gebrauchte Kleidung...“

„Wir sind mit unserem Wohnmobil, wie geplant am Montag 15.6. in Krakovets rüber. Sehr zeitig los gegen 5 Uhr in der Früh. Mit sehr sehr wenig Verkehr, super bis zur Grenze. Nur 8 PKW vor der Schranke....“