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"UkrTransGas" besinnt sich bei der Modernisierung des Gastransportsystems auf die eigenen Kräfte

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Die Ukraine begann ihr Gastransportsystem mit eigenen Mitteln zu modernisieren. Über einen Anstieg der Durchleitungsmengen und ebenfalls über interne Einsparungen hat „UkrTransGas“ in die Erhöhung der Effektivität der Arbeit des Systems etwa 200 Mio. $ investiert und plant für diese Ziele im nächsten Jahr mehr als 300 Mio. $ aufzuwenden. Experten merken an, dass dies völlig realistisch ist: in fünf bis sieben Jahren könnte das ukrainische Gastransportsystem auch ohne Hilfe Russlands oder der Länder der Europäischen Union vollständig modernisiert sein.

Wie man dem “Kommersant-Ukraine” beim Pressedienst des Tochterunternehmens von „Naftogas“ – „UkrTransGas“ – mitteilte, belaufen sich die Investitionen in die Modernisierung des ukrainischen Gastransportsystems im Ergebnis des Jahres auf 1,7 Mrd. Hrywnja – mehr als das Doppelte des Vorjahres. Die Mittel wurden für die Umrüstung der Gaspipelines und einen Ersatz der Antriebsgeräte der Kompressorstationen von gasbetriebenen auf elektrische verwendet. Die Nutzung von Elektroenergie erlaubt es allein bis Ende des laufenden Jahres 500 Mio. Kubikmeter Erdgas oder 150 Mio. Hrywnja zu sparen. „Dass, womit ‘UkrTransGas’ begonnen hat, entspricht der Tendenz in der Welt. Faktisch in allen entwickelten Ländern der Welt wird in Gastransportsystemen Elektroenergie verwendet. Das ist weitaus effizienter“, sagt der Senior-Analyst der Investmentfirma Dragon Capital, Denis Sakwa.

Noch weitaus größere Investitionen plant UkrTransGas für das nächste Jahr, erzählte man dem “Kommersant-Ukraine” beim Pressedienst des Unternehmens. 2011 werden in die Erneuerung 3,1 Mrd. Hrywnja investiert. Von ihnen gehen 1,22 Mrd. Hrywnja in die Modernisierung der Gasleitungen und der Stationen, weitere 1,5 Mrd. Hrywnja in die Sanierung der Kompressorstationen und 200 Mio. Hrywnja in die Modernisierung der Untertagespeicher. Investitionen werden in die Umrüstung der Gaspipelines „Sojus“, Urengoj-Pomary-Ushgorod, Jelez-Krementschug-Kriwoj Rog, Ananjew-Tiraspol-Ismail gesteckt. In den Kompressorstationen „Jagotin“, „Berditschew“ und „Komarno“ werden die Gasturbinenaggregate mit elektrischen ersetzt. „Wir erhalten die Chance den Verbrauch des importierten Erdgases spürbar zu senken und die Eigenkosten des Transports von Russland und den Ländern Zentralasiens nach Europa zu verringern“, erläuterte dem “Kommersant-Ukraine” der Direktor von UkrTransGas, Sergej Winokurow. „Das verbessert die Transitmöglichkeiten und gibt einen zusätzlichen Trumpf bei den Verhandlungen sowohl mit den östlichen, als auch mit den westlichen Partnern“.

„UkrTransGas“ verwaltet etwa 36.000 km Gaspipelines, mehr als 70 Kompressorstationen und 12 Untertagespeicher mit einer Kapazität von 30 Mrd. Kubikmetern. Die Einnahmen des Unternehmens aus dem Transport von Erdgas und den Dienstleistungen der unterirdischen Speicherung betragen in diesem Jahr 15,3 Mrd. Hrywnja und im nächsten, der Prognose des Energieministeriums nach, bis zu 19,2 Mrd. Hrywnja.

Mittel für die technische Umrüstung der Gasleitungen zu finden, gelang über drei Quellen, erklärte man bei UkrTransGas. Vor allem ist das die Senkung des Preises für russisches Gas um ein Drittel, welche das Unternehmen für technische Bedürfnisse verwendet. Zur Erinnerung: einen entsprechenden Vertrag unterzeichnete die Führung von „Naftogas“ und „Gasprom“ im April dieses Jahres im Rahmen der „Charkower Vereinbarungen“. Es stiegen auch die Einnahmen aus dem Gastransport. In diesem Jahr hat die Ukraine 11,7 Prozent mehr Brennstoff für die Binnenverbraucher als im letzten Jahr transportiert – 50,4 Mrd. Kubikmeter. Der Gastransit über das Territorium des Landes stieg auf 93 Mrd. Kubikmeter (um 1 Prozent). Im nächsten Jahr wird das Transitvolumen, wie erwartet wird, das Vorkrisenniveau erreichen – 110 Mrd. Kubikmeter. Es erhöhten sich ebenfalls die Speichervolumina in den Untertagespeichern. In die Speicher wurden 13,1 Mrd. Kubikmeter Gas gepumpt, was 19 Prozent mehr als im letzten Jahr sind. Schlussendlich hat UkrTransGas die Finanzierung fachfremder Projekte eingestellt und andere Ausgaben gekürzt, dabei alle freien Mittel in die Modernisierung steckend.

Der Leiter der East European Gas Analysis, Michail Kortschemkin, betont, dass UkrTransGas die Möglichkeit hat eigenständig in den nächsten fünf bis sieben Jahren jeweils 200-300 Mio. Dollar in die Modernisierung des ukrainischen Gastransportsystems zu investieren. „Alles beurteilend, wird Russland ‘South Stream’ nicht so bald in Betrieb nehmen und das bedeutet, dass die Einnahmen aus dem Transit des Gases über das ukrainische Territorium stabil bleiben werden. Dabei werden die Ausgaben für dessen Transit aufgrund des schrittweisen Übergangs zu Elektroenergie fallen“, sagt Kortschemkin. „Und das bedeutet, dass das Unternehmen die Möglichkeit haben wird die notwendigen Mittel für eine eigenständige Modernisierung des Gastransportsystems zu generieren“. Unter diesen Bedingungen kann die Ukraine, der Meinungen des Mitgliedes des Energieausschusses der Werchowna Rada, Sergej Paschinskij, nach, allein mit der Modernisierung des Gastransportsystems ohne europäische finanzielle Hilfe und ohne Übergabe von Aktiva in ein Joint Venture mit der russischen „Gasprom“ fertig werden. „Das gibt der ukrainischen Seite sehr starke Argumente bei den Verhandlungen mit Russland“, betont der Abgeordnete.

Oleg Gawrisch, Natalja Grib

Quelle: Kommersant-Ukraine

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 757

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