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Welche Konsequenzen hätte eine mögliche Washingtoner Akzeptanz der Krim-Annexion Russlands für die internationale Ordnung?

Reliefkarte der Halbinsel Krim - Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6d/Relief_map_of_Crimea.jpgReliefkarte der Halbinsel Krim - Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6d/Relief_map_of_Crimea.jpg
Eine der wichtigsten außenpolitischen Fragen für die neue US-Administration wird sein, wie sie mit dem jüngsten militärischen Abenteurertum des Kremls umgeht. Eine neue Annäherung zwischen Washington und Moskau könnte über die früheren Versuche eines Neustarts der russisch-amerikanischen Beziehungen unter der Bush- oder Obama-Administration hinausgehen. Im weitestgehenden Fall würde ein „verständnisvollerer“ Ansatz des Weißen Hauses gegenüber dem Kreml bedeuten, dass bestimmte Präferenzen der neuen US-Administration vor die Interessen jener Nationen gestellt würden, die sich derzeit mit Russland im Konflikt befinden. Dies betrifft insbesondere die geopolitischen Positionen der Ukraine und Georgiens, welche je zwei Schwarzmeergebiete (Abchasien und die Krim) und zwei weitere Gebiete (Südossetion und das östliche Donezbecken) an Russland verloren haben.

Zum einen würden die USA mit einer Akzeptanz der Krim-Annexion das bereits angeschlagene internationale Regime zur Nichtverbreitung von Kernwaffen weiter untergraben. Hatte doch Washington – wie auch Russland und Großbritannien – im sogenannten Budapester Memorandum von 1994 der Ukraine Sicherheitszusagen bezüglich ihrer Souveränität und ihres Staatsterritoriums gemacht. Auf Grundlage dieses vierseitigen Dokuments war die Ukraine damals dem Atomwaffensperrvertrag und START-Abkommen zur Reduzierung strategischer Nuklearraketen beigetreten. Kiew hat in diesem Zusammenhang das 1992 drittgrößte Kernwaffenarsenal der Welt vollständig abgebaut. Obwohl es ein Depositarstaat des Textes des Atomwaffensperrvertrages ist, verletzt Russland seine damaligen Sicherheitszusagen an die Ukraine seit 2014 massiv. Wenn nun auch die USA als mächtigster Staat der Welt ihren 1994 verbrieften Respekt für die territoriale Integrität der Ukraine relativiert, stellt sich die Frage nach dem Sinn des weltweiten Atomwaffensperrregimes. Vor dem Hintergrund einer Reihe akuter Krisen des Westens ist heute die Zukunft des Nichtverbreitungsregimes freilich kein Spitzenthema internationaler Diplomatie und Medienberichterstattung. Allerdings hat die Vermeidung von Atomwaffenproliferation eine offensichtliche Bedeutung für die Wahrung des Weltfriedens und das Überleben der Menschheit.

Zum anderen ist unklar, ob eine Appeasementpolitik gegenüber Russland in Bezug auf die Ukraine zu einem anhaltenden Frieden auf dem Gebiet der früheren UdSSR führen und ob sich Moskau nun weniger aggressiv gegenüber anderen postsowjetischen Republiken zeigen würde. Russland war offensichtlich mit seinen früheren faktischen Gebietsgewinnen und Einflusskanälen in anderen postsowjetischen Republiken, etwa im Südkaukasus, unzufrieden geblieben. Weder die Strategische Partnerschaft der EU mit Russland seit 1994 oder Modernisierungspartnerschaft von 23 EU-Staaten mit Russland seit 2008, noch eine Reihe weiterer russisch-westlicher institutioneller Vereinbarungen und Kooperationen konnten die demonstrative Aussetzung des europäischen Sicherheitssystems durch Moskau im Jahre 2014 verhindern. Die diesem Bruch vorhergehende stillschweigende westliche Akzeptanz der russischen Protektorate in Transnistrien, Südossetien und Abchasien hielt Moskau nicht von der Krim-Annexion und verdeckten Intervention im Donezbecken ab.

Man könnte hinzufügen, dass sich die Republik Moldau 1994 im Artikel 11 ihrer neuen Verfassung als dauerhaft blockfreies Land erklärte. Weder die wiederholte offizielle Bekräftigung der moldauischen Neutralität während der vergangenen 20 Jahre, noch die russischen Selbstverpflichtungen zum Truppenabzug von 1994 (bilateral) und 1999 (multilateral) haben Chişinău jedoch dabei geholfen, Moskaus Unterstützung der transnistrischen Separatisten zu beenden. Während diese und ähnliche Details postsowjetischer internationale Beziehungen im Westen wenig bekannt sind, stellen sie in der Ukraine und anderen früheren Sowjetrepubliken Allgemeinplätze dar.

Die wiederholten Vorschläge von Politikern und Diplomaten aus dem Westen, den Konflikt zwischen dem Westen und Russland zu lösen, indem man die Ukraine dauerhaft zu einem neutralen Staat macht („Finnlandisierung“), wirken in den ehemaligen Sowjetrepubliken weltfremd. Insbesondere in Kiew werden solche Ideen mit Betroffenheit, Spott oder Bitterkeit wahrgenommen, und man versteht die fortgesetzte westliche Naivität gegenüber Putin nicht. Es ist unwahrscheinlich, dass die Ukraine einer Festschreibung der Zerteilung ihres Staates und einem dauerhaften blockfreien Status seines Rumpfterritoriums zustimmt – nur weil Donald Trump, Henry Kissinger und andere dies der von Russland geschundenen Nation abverlangen.

Eine Appeasementpolitik gegenüber dem russischen Imperialismus würde zu weiteren Nebeneffekten führen und die Wahrscheinlichkeit neuer Eskalationen im postsowjetischen Raum eher erhöhen als verringern. Die mögliche Akzeptanz der russischen Krim-Annexion durch die USA würde einer generellen Entwertung des Völkerrechts Vorschub leisten – zumindest im postsowjetischen Raum. Russland hatte die ukrainischen Staatsgrenzen inklusive der Krim nicht nur im 1994er Budapester Memorandum, sondern auch im 1991er Belowesha-Abkommen, welches die UdSSR auflöste, im 1997er ukrainisch-russischen Freundschaftsvertrag und im 2003er russisch-ukrainischen Grenzvertrag sowie in etlichen anderen bi- und multilateralen Abkommen und Deklarationen anerkannt. Eine im- oder sogar explizite US-amerikanische Absegnung der jüngsten russischen territorialen Expansion würde ein gefährliches Signal an viele politische Kräfte im postsowjetischen Raum und darüber hinaus senden.

Autor:    — Wörter: 707

Dr. Andreas Umland (1967) ist seit 2010 Dozent am Fachbereich Politikwissenschaft der Kyjiwer Mohyla-Akademie (NaUKMA) und seit 2021 Analyst am Stockholmer Zentrum für Osteuropastudien (SCEEUS) des Schwedischen Instituts für Internationale Beziehungen (UI).

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„Ich habe mal sie Einreise in die UA (aus Polen), am Grenzübergang Uhryniw gemacht. Inzwischen 3 Mal am Freitagabend 21 Uhr MEZ. Nur zwei bis drei PKW, was schon gut ist. Aber der Hit ist, dort gibt es...“

„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“

„ Ist die Meldung überhaupt aktuell, die "Welt" schrieb offenbar schon 2023 über genau dieses Thema ?


“

„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“

„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?


“

„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“

„ Hallo julib77,

Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.

Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)

Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.

Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.


“

„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“