FacebookXVKontakteTelegramWhatsAppViber

LNG-Terminal: „Verflüssigung“ der Gegebenheiten

0 Kommentare

Am 17. Dezember 2010 wurde nach einem Jahr der gegenständlichen und nebensächlichen Diskussionen das Staatsunternehmen „LNG-Terminal“ gegründet, welches nach Vorhaben seiner Gründer, die Arbeiten zur Errichten des Terminals zur Aufnahme von verflüssigtem natürlichen Gas im Umfang von 10 Milliarden Kubikmeter pro Jahr koordinieren soll. Das Terminal soll einen Platz an der ukrainischen Schwarzmeerküste bekommen und für die Aufnahme der ersten Tankschiffe bis 2014 fertig sein.

Die ukrainische Seite hat bisher noch keine Wettbewerbsvereinbarungen für das Baurecht dieses Objekts bekannt gegeben, und auch nicht für dessen Beginn. Bis 11. September 2011 ist geplant, eine wirtschaftlich-technische Grundlage des Nationalen Projekts LNG-Terminal“ auszuarbeiten.

Außer dem Terminal steht noch die Errichtung eines Werks zur Regasifizierung an. Und die reibungslose Arbeit zu garantieren, was wiederum reguläre Lieferungen des Rohstoffs voraussetzt. Dabei könnten Probleme auftreten. Die Sache dabei ist jedoch nicht einmal die, dass „Gasprom“ den entstandenen Überfluss an aserbaidschanischem Gas direkt an der Quelle aufkauft.

Ursprünglich plante man das ukrainische LNG-Terminal mit dem Rohstoff aus nahöstlicher Herkunft zu versorgen. Die jetzige politische Lage in dieser Region erlaubt allerdings nicht, ausschließlich mit dieser Zulieferungsquelle zu rechnen. Auch die Probleme der voll ausgelasteten türkischen Meerengen des Bosporus und der Dardanellen müsste man lösen.

Deshalb war die ganze Aufmerksamkeit auf Aserbaidschan gerichtet. Gerade dieser Staat, der danach strebt, den Export seines Gases zu diversifizieren, schlug den Ländern des Schwarzmeerbeckens vor, Teilnehmer des Projekts AGRI (Gasleitung Aserbaidschan – Georgien – Rumänien) zu werden. Ungeachtet dessen, dass diese Route den ukrainischen Interessen am besten entspricht, erklärte das Haupt des Ministeriums für Kraftstoff und Energie erst am Ende letzten Jahres den Wunsch der Ukraine, sich diesem Projekt anzuschließen. Obwohl es offensichtlich ist, dass beim Bau des ukrainischen LNG-Terminals gerade mit aserbaidschanischem Gas gerechnet wird. Daher kann man aus dieser Sicht eine Nichtteilnahme an dem Projekt als Bedrohung für die Ukraine ansehen.

Und nicht, weil „Gasprom“ für das nächste Jahr die Bewilligung der Staatlichen Erdölgesellschaft der Aserbaidschanischen Republik für den Verkauf von 2 Milliarden Kubikmeter aserbaidschanischen Gases erhielt. Sondern weil die Kommunikationserfahrung der Ukraine mit Aserbaidschan in der Energiebranche leider sehr oft auf der Stufe des Unterschreibens von Memoranden zum Stillstand kam. So war es zum Beispiel mit dem „Bau des Jahrhunderts“ (Pipeline Odessa – Brody). Die Pipeline wurde gebaut. Mit Aserbaidschan gab es eine Abmachung über die Lieferung von 5 Millionen Tonnen Gas pro Jahr. Aber . . .

Genau die jetzige Mannschaft an der Macht, welche im Februar 2004 einen eigentlich richtigen Beschluss (damals war Präsident W. Janukowitsch Premier) über den europäischen Direktmodus der Nutzung der Pipeline gefasst hatte, drehte nach ein paar Monaten (im Juli dieses Jahres) die Variante der Nutzung in die umgekehrte Richtung um. Und die Pipeline benutzte man nun in der entgegengesetzten Richtung Brody – Odessa, genauer gesagt, nicht die gesamte Pipeline, sondern nur einen Teil, von der Kreuzung mit der Transnistrischen Hauptpipeline weg.

Heute geht es um das „Nationale Projekt LNG-Terminal“. Dieses und die Idee des Projekts AGRI gewinnen gemeinsam große wirtschaftliche Attraktivität. Vor allem die Bedürfnisse der Ukraine, und nicht so wie Rumäniens oder sogar der interessierten Länder Bulgarien und Ungarn können dem Projekt eine schnelle Rentabilität und effektive Arbeit garantieren. Und der Ukraine selbst ein bedeutendes Maß an Energieunabhängigkeit. So ist „Gasprom“ nur unsichtbar bei all diesen Projekten anwesend und verteidigt eifrig seine Interessen.

28. Januar 2011 // Alla Jeremenko

Quelle: Serkalo Nedeli

Übersetzer:   Armin Weber — Wörter: 549

Hat Ihnen der Beitrag gefallen? Vielleicht sollten Sie eine Spende in Betracht ziehen.
Diskussionen zu diesem Artikel und anderen Themen finden Sie auch im Forum.

Benachrichtigungen über neue Beiträge gibt es per Bluesky, Facebook, Google News, Mastodon, Telegram, X (ehemals Twitter), VK, RSS und täglich oder wöchentlich per E-Mail.

Artikel bewerten:

Rating: 5.0/7 (bei 1 abgegebenen Bewertung)

Neueste Beiträge

Kiewer/Kyjiwer Sonntagsstammtisch - Regelmäßiges Treffen von Deutschsprachigen in Kiew/Kyjiw

Karikaturen

Andrij Makarenko: Russische Hilfe für Italien

Wetterbericht

Für Details mit dem Mauszeiger über das zugehörige Icon gehen
Kyjiw (Kiew)9 °C  Ushhorod5 °C  
Lwiw (Lemberg)5 °C  Iwano-Frankiwsk5 °C  
Rachiw1 °C  Jassinja2 °C  
Ternopil6 °C  Tscherniwzi (Czernowitz)6 °C  
Luzk8 °C  Riwne7 °C  
Chmelnyzkyj7 °C  Winnyzja8 °C  
Schytomyr8 °C  Tschernihiw (Tschernigow)9 °C  
Tscherkassy8 °C  Kropywnyzkyj (Kirowograd)9 °C  
Poltawa9 °C  Sumy7 °C  
Odessa7 °C  Mykolajiw (Nikolajew)8 °C  
Cherson8 °C  Charkiw (Charkow)7 °C  
Krywyj Rih (Kriwoj Rog)10 °C  Saporischschja (Saporoschje)9 °C  
Dnipro (Dnepropetrowsk)9 °C  Donezk10 °C  
Luhansk (Lugansk)11 °C  Simferopol7 °C  
Sewastopol9 °C  Jalta9 °C  
Daten von OpenWeatherMap.org

Mehr Ukrainewetter findet sich im Forum

Forumsdiskussionen

„Wenn die Ukrainer/innen schon einen Flüchtlingsstatus haben, ist ein weiterer Status als Flüchtling in Europa nicht mehr möglich. Es zählt das Erstaufnahmeland. In Deutschland wird sie dann nicht mehr...“

„Was soll der Quatsch wieder? Der Krieg noch voll im Gange, aber schon wird wieder an solchem Zeug raumgemacht. Haben die keine anderen Probleme?“

„Mittlerweile sind wieder Blockposten bei Korczowa bzw. Krakovez. Am letzten Dienstag jedenfalls wurde ich angehalten im Wald kurz vor der Grenzkontrolle. Wahrscheinlich brauchen sie wieder Männer an deren...“

„Heute 10:30 Einreise in Urgyniw, waren bis Ende 40 Minuten, also sehr stabil, Montag, diese Uhrzeit...das läuft. Heute wurde ich nach der polnischen "Endkontrolle" zur weiteren Kontrolle in die Garage...“

„Einreise als Flüchtling, bedeutet......., nicht als Deine zukünftige Frau, bist dann erst einmal ihr Vermieter, mehr Hilfestellung gibt es jetzt aber nicht mehr.“

„Gehe auf das Ausländeramt Deiner Gemeinde und erkundige Dich, kann ja sein ich irre mich, derzeit können Ukrainer als Flüchtlinge einreisen und unterliegen dem Paragraphen 24, aufgtund dessen läuft...“

„Grundsätzlich könnte ich die Sachen mit in die Ukraine nehmen, bis Luzk, ABER Der Zoll und die Einfuhr muss geklärt sein und die Kosten und daran wird es wohl scheitern!“

„Jetzt lief gestern um 23:30 Uhr alles wie geschmiert in Ustyluh/Zosin, Einreise UA in ca. 50 Minuten. Dieses Mal die Polen schnell 3 PKW, bei den Ukrainern länger, 2 Busse und sonst ein paar Fahrzeuge,...“

„Hallo, die Heirat an sich ist nicht sonderlich aufwändig und Bürokratisch, wenn man in der Ukraine heiratet. Bei Anreise Montag oder Dienstag, kann die heirat am Donnerstag oder Freitag derselben Woche...“

„Guten Tag, ich habe Kontakt zu einem Unfallchirurgen aus Sumy, der zur Zeit in einem Fronthospital arbeitet. Durch meinen Beruf habe ich aus Kliniken 10 Kisten (130kg) chirurgische Instrumente und Implantate...“

„Hallo, die Heirat an sich ist nicht sonderlich aufwändig und Bürokratisch, wenn man in der Ukraine heiratet. Bei Anreise Montag oder Dienstag, kann die heirat am Donnerstag oder Freitag derselben Woche...“

„Hallo zusammen, ich (Deutscher und wohne in Süddeutschland) bin seit fast 4 Jahren mit einer Ukrainerin zusammen. Sie ist bei Kriegsbeginn aus der Ukraine in die Schweiz geflüchtet. Sie wohnt aktuell...“

„Gestern Freitagnacht auf Samstag, 2 Uhr Kiewzeit, habe ich bei Zosin/Ustyluh ins Klo gegriffen, ca. 12 bis 15 PKW und pro Einlas nur 5 PKW..., der weitere Ablauf bei den Polen, unerträglich langsam, das...“

„Meine derzeitige Ein- und Ausreisestrategie sieht wie folgt aus, Einreise am Grenzübergang in Ustyluh, zuletzt beide Grenzen in 18 Minuten passiert, Lichtgeschwindigkeit. 1 Uhr in der Nacht (Kiewzeit)...“

„..... Mir liegen von meinen Eltern unterzeichnete Generalvollmachten in deutscher Sprache vor. ..... Grundsätzlich wirst du mit Vollmachten in deutscher Sprache bei einem ukrainischen Konsulat nicht weit...“

„2016? Das Konsulat ist doch in Hamburg. Warum rufst dort nicht an?“

„Sehr geehrte Damen und Herren, meine Eltern sind ukrainische Staatsbürger und leben seit 2008 mit einer unbefristeten Aufenthaltserlaubnis in Deutschland, genauer gesagt in Hamburg. Im Juni 2016 läuft...“

Newsletter jeden Morgen

Sie möchten täglich über Neuigkeiten auf der Seite benachrichtigt werden? Dann ist vielleicht ein Kurzüberblick mit den wichtigsten Beiträgen der vergangenen 24 Stunden für Sie interessant. Der Versand erfolgt jeden Tag 6.00 Uhr morgens.




Nach dem Eintrag Ihrer E-Mailadresse erhalten Sie eine E-Mail zum Bestätigen Ihrer Adresse und können dann die Eintragung abschließen (so genanntes "Double Opt-In-Verfahren"). Ihre E-Mailadresse wird dabei nur auf unserem Server in Deutschland gespeichert und nicht an Dritte übermittelt.