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300 statt 450: Wozu muss die Anzahl der Parlamentsabgeordneten reduziert werden?

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Werchowna Rada - ukrainisches ParlamentQuelle: rada.gov.ua

Am 4. Februar billigte das ukrainische Parlament vorläufig die Änderung an der Verfassung in Bezug auf die Verminderung der Anzahl der Parlamentsabgeordneten. Dementsprechend kann schon in der nächsten Legislaturperiode das Parlament aus 300 statt den heutigen 450 [Faktisch sind es aufgrund der von Russland annektierten Krim und den Separatistengebieten im Donbass nur 423, A.d.R.] bestehen.

Braucht das Land solche Änderungen und wer profitiert davon?

Die Diskussionen über die Notwendigkeit der Reduzierung des ukrainischen Parlaments gab es seit Langem. Noch im weit entfernten Jahr 2000 versuchte der damalige Präsident Leonid Kutschma diese Idee mit Hilfe eines gesamtukrainischen Referendums durchzubringen, eine der Fragen betraf eben die Verminderung der Anzahl der Mandatsträger auf 300. Damals wurde die Initiative von ungefähr 91 Prozent der Ukrainer unterstützt, dennoch gaben ihrem Wunsch das Parlament und das Verfassungsgericht nicht statt. Analoge Initiativen ertönten auch später: 2015 erschien auf der Website des Präsidenten eine Petition mit dem Aufruf zur Verminderung der Anzahl der Abgeordneten der Werchowna Rada bis auf rekordhafte 100 Abgeordnete, und 2018 schlug der ehemalige Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk vor, den „Einfluss, die Legitimität und Professionalität“ der Abgeordneten durch die Verringerung ihrer Zahl innerhalb der Wände des Parlaments zu steigern. Dennoch ist es erst jetzt mit der Initiative des amtierenden Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gelungen, näher an die Realisierung dieses Vorhabens zu kommen.

Dieses Streben der neuen Regierung scheint absolut logisch und verständlich zu sein: In der Gesellschaft reifte schon seit langem die Nachfrage nach Änderungen, die von den Machthabern selbst begonnen werden sollte. Die Reduzierung der Anzahl der Volksabgeordneten wird zu keiner qualitativen Änderung für den Staat, aber sie wird zum wunderbar wirksamen Instrument der Befriedigung dieser Nachfrage, zumindest aus der Sicht der Wählerschaft. Das größte Problem dieses Gesetzentwurfes liegt darin, dass seine Annahme in sich eine ganze Reihe offensichtlicher und geheimer Gefahren birgt, vor allem für die Bürger, die übereifrig für diese Änderungen eintreten.

Erstens muss man begreifen, dass in der Entscheidung über die Reduzierung der Anzahl der Volksabgeordneten ein Anteil des Populismus steckt, der auf Wahrung und Anstieg der Umfragewerte der Regierungspartei ausgerichtet ist. Denn als erste und somit wichtigste Bedingung für die Bestimmung oder Änderung der Anzahl der Volksabgeordneten in einem Staat gilt die Bevölkerungszahl. In den letzten Jahren hat sich die tatsächliche Anzahl der Bürger unseres Staates ohne jeden Zweifel verringert, was sich auf die Vertretung der Volksabgeordneten in der Werchowna Rada auswirken sollte. Wer sagte aber, dass die Anzahl der Volksabgeordneten gleich 300 sein soll und nicht zum Beispiel 323 oder 278? Das Herangehen der Regierung an diese Frage, was als „Schuss ins Blaue“ bezeichnet werden kann, wird nach allen Kenngrößen als „Populismus“ bestimmt.

Zweitens erweisen die amtierenden Parlamentarier mit der Reduzierung der Volksabgeordneten dem Staat einen Bärendienst, indem sie das Auftauchen von neuen, unabhängigen und nicht korrupten Politikern ohne riesengroße Wahlkampfressourcen in der nächsten Zusammensetzung der Werchowna Rada maximal erschweren. Denn auf einen sicheren Listenplatz der Parteien können nur entweder schon populäre und bekannte Persönlichkeiten oder Leute, die über genug Mittel für die Bezahlung der „Eintrittskarte“ in die Liste selbstständig oder aus der Tasche der Mäzene verfügen, gelangen. Die Verminderung der Abgeordnetenzahl ist natürlich auch eine wesentliche Einsparung für den Staatshaushalt. Aber viel ersparen sich auch die Puppenspieler, vor allem wegen der erzwungenen Loyalität der Leibeigenen mit einem imperativen Mandat [Unklar, was der Autor damit meint. Im in erster Lesung verabschiedeten Gesetz ist von einem imperativen Mandat keine Rede. In der aktuellen Fassung des Abgeordnetengesetzes ist lediglich die Gefahr der Aufhebung des Mandats wegen einer Verurteilung und damit der Verlust des Mandats gestiegen, da die Abgeordneten keine Immunität mehr haben. A.d.R.].

In Bezug auf die regionalen Listen kann man sagen, dass dort ein noch härteres Rennen nach den knappen Mandaten ablaufen wird und der Preis dieser Wahlkampagnen wächst um ein Vielfaches. Denn, außer der Verringerung der Plätze unter der Kuppel um ein Drittel, werden die Kandidaten nicht nur mit den Konkurrenten aus den anderen Parteien wetteifern, sondern auch mit den Parteifreunden, die mit allen Kräften um einen Platz unter der Parlamentssonne kämpfen werden. Folglich wird es in einem Wahlkreis 15 bis 25 Konkurrenten statt 3 bis 5 geben, was den durchschnittlichen Scheck für den Wahlkampf um das Zweifache oder Dreifache erhöht.

Und zum Schluss. Die Reduzierung der Zahl der Zusammensetzung der Werchowna Rada ist eine Reduzierung der Vertretung der Bürger im Hauptgesetzgebungsorgan des Landes, wobei sich der Zugang der Wähler zum „Leib“ des Abgeordneten erschwert, und der Einfluss der Regierung auf die Abgeordneten wächst. Denn je weniger Parlamentarier bleiben, desto leichter wird es, sich mit ihnen in irgendeiner Frage zu einigen. Und das ist das Gefährlichste. Besonders unter den Bedingungen, wenn die wirklichen Absichten der amtierenden Regierung und von Präsident Selenskyj persönlich außerordentlich schwer zu begreifen sind. Gegenwärtig sind 300 Stimmen notwendig, um die Verfassungsänderungen zu der Anzahl der Parlamentsabgeordneten zu beschließen. Im Fall der Verabschiedung dieser Entscheidung kann das Hauptgesetz des Landes mit der Kraft von 200 Abgeordneten geändert werden. Kann sich das ein in Korruption versinkendes im Krieg befindliches Land mit einem Präsidenten ohne klare Position zu Schlüsselfragen des Staates erlauben? Es scheint eine rhetorische Frage zu sein.

4. Februar 2020 // Maxym Dschyhun

Quelle: Dserkalo Tyschnja

Übersetzerin:   Maria Watschko — Wörter: 852

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„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“

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„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“

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Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?


„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“

„ Hallo julib77,

Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.

Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)

Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.

Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.


„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.


„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“

Der Link zum Anbieter ist ja da.
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.
War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht" :-([smilie=dntknw.gif]

„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“

„Vielen Dank, mit einem Briefchen meiner Frau im Gepäck gab es keine Probleme“

„Am besten wäre natürlich, wenn die Frau mit dabei ist. Alleinreisende Männer stehen schließlich immer unter Verdacht.“