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95% der ukrainischen Kohleschächte sind 20 Jahre nicht modernisiert worden

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Falls der Staat wenigstens zehn Jahre in die Zukunft denkt, dann sollte er die Kohlebranche jetzt unterstützen, erklärte Andrej Kljujew, Stellvertreter des Vorsitzenden der Partei der Regionen in einem Interview mit der Nachrichtenagentur UNIAN. Als eine Quelle dafür sieht er den Stabilisierungsfonds.

Den Worten des Abgeordneten nach, ist die Situation kritisch – “seit Anfang des laufenden Jahres wurde praktisch nicht eine Hrywnja aus Haushaltsmitteln in den Erwerb von Ausrüstung für die Erschließung neuer Abbaustellen und den Anlagenbau gesteckt”.

Den Prognosen Kljujews nach, könnte sich bei dieser Vorgehensweise in der pessimistischen Variante der Entwicklung der Weltkrise in den nächsten Jahren das Fördervolumen für Kohle in der Ukraine halbieren. Er erinnerte daran, dass 95% der Schächte bereits 20 Jahre nicht mehr modernisiert wurden.

Kljujew hob ebenfalls hervor, dass die Regierung kein Recht dazu hat Arbeitsschutzmaßnahmen nicht zu finanzieren, da hier die Rede vom Leben der Menschen geht.

Der Meinung des Abgeordneten nach, kann man, neben direkten Budgetzuwendungen, viele Fragen auch in der Krise lösen, ohne zusätzliche Mittel zu benötigen. “Es überlebt nur derjenige, der effektiv managed”, die Regierung sollte die Balance der Energieträger beobachten, diese planen und rechtzeitig eingreifen, sowohl im Fall eines Defizits, als auch im Fall der Überproduktion von Kohle, denkt Kljujew. “Notwendig ist eine Regulierung der Auslastung der Kapazitäten bei der Atom-, der Kohle- und der Wasserkraft. Wichtig ist es, Reparaturen zu planen, darunter die der Atomkraftwerke. Beispielsweise ist es derzeit, um eine Anhäufung von zu großen Kohlevorräten zu vermeiden, notwendig die inländischen Wärmekraftwerke mehr auszulasten”, erklärte der Abgeordnete.

Kljujew hob hervor, dass die Regierung ebenfalls maximal die Kohleunternehmer bei der Suche nach neuen Märkten unterstützen soll, dabei den Import beschränkend.

Seiner Meinung nach, sollten die Maßnahmen zur Rettung der Branche systematisch sein. Notwendig ist es nicht nur sorgfältig per Gesetz die Prozeduren der Gewährung von staatlicher Unterstützung vorzuschreiben, sondern auch ein qualitatives Gesetz zu den Besonderheiten der Privatisierung von Kohleförderunternehmen zu beschließen, welches insbesondere Mechanismen der Anwerbung nichtstaatlicher Investitonen und die Erfüllung von Auflagen durch die Investoren vorsieht, sagte Kljujew. Den Worten des Abgeordneten nach, muss man die Erneuerung der Schachtausrüstungen maximal stimulieren. Dies ist der Hauptweg für eine Erhöhung der Effektivität der Branche.

Wichtig ist, die Zukunft des Landes nicht zu vergessen; seit langem ist es Zeit die Energiestrategie bis zum Jahr 2030 zu erneuern, betonte Kljujew. “Ungeachtet des scheinbaren Rückgangs der Nachfrage und der Preise in der Welt, ist die Kohlebranche für uns strategisch sehr wichtig. Und nicht nur aus der Sicht der Energiesicherheit, sondern auch aus sozialer Sicht und ebenfalls aus Sicht der allgemeinen wirtschaftlichen Pläne des Landes”, sagte der Abgeordnete. Kljujew erinnerte daran, dass in den entwickelten Ländern der Kohleverbrauch pro Kopf 2-3 mal höher liegt, als in der Ukraine, “und wir, die wir Kohlevorräte für viele Jahrzehnte haben, müssen die Branche für unsere Kinder und Enkel bewahren”.

Quelle: UNIAN

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 478

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