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Brüderliche Umarmung?

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Sotschi: Premier Putin schlägt Fusion des russischen Energieriesen Gasprom mit ukrainischem Gasversorger Naftogas vor. Investitionen in marodes Pipelinenetz versprochen

Der Kreml will offenbar die Gunst der Stunde nutzen und eine möglichst weitgehende energiepolitische Integration zwischen der Ukraine und der Russischen Föderation erreichen. Während der Sitzung des Ausschusses für ökonomische Kooperation bei der russisch-ukrainischen Regierungskommission schlug Rußlands Regierungschef Wladimir Putin seinem ukrainischen Amtskollegen Nikolai Asarow am Freitag in Sotschi überraschend eine Fusion des staatlichen russischen Energiemonopolisten Gasprom mit dem ukrainischen Energieversorger Naftogas vor. Der bei den Konsultationen in dem Schwarzmeerkurort ebenfalls anwesende Gasprom-Chef Alexej Miller erklärte, daß hierbei »im Grunde genommen eine Zusammenlegung beider Unternehmen« geplant sei. Schon Anfang Mai sollen entsprechende Sondierungsgespräche aufgenommen werden.

Im Besitz des staatlichen ukrainischen Versorgers Naftogas befindet sich das ukrainische Pipelinenetz, über das gut ein Fünftel des in der Europäischen Union konsumierten Erdgases von Rußland gen Westen fließt. An die 80 Prozent der entsprechenden russischen Exporte in die EU werden über das ukrainische Netz abgewickelt. Bei einer erfolgreichen Fusion würde der Kreml mit dem Zugriff darauf ein lange verfolgtes geopolitisches Ziel erreichen. Zugleich würde hierdurch auch die europäische Konkurrenz auf dem ukrainischen Energiemarkt marginalisiert. Wie der russische Rundfunksender Stimme Rußlands betonte, würde Gasprom im Rahmen der neuen Holding sowohl »in die Förderung, als auch in die Bedienung des ukrainischen Pipelinenetzes« verstärkt investieren. Die Fusion solle alle Tätigkeitsfelder beider Konzerne umfassen, von »der geologischen Erkundung bis hin zum Vertrieb«, erklärte Gasprom-Chef Miller.

Ukrainischen Medienberichten zufolge reagierte die politische Führung in Kiew überrascht auf den russischen Vorstoß. Ministerpräsident Asarow werde »das Angebot prüfen«, hieß es aus Regierungskreisen. Die Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko macht bereits dagegen mobil. Moskaus Vorschlag sei »Teil eines groß angelegten Planes zur Liquidation der Ukraine als unabhängiger Staat«, erklärte die ehemalige Ministerpräsidentin. Im Kreml ist man indes bemüht, den Eindruck zu vermeiden, es handle sich um eine aggressive Expansionsstrategie. Ministerpräsident Putin habe nie von einer »Übernahme« von Naftogas durch Gasprom geredet, betonte ein Regierungssprecher in Moskau: »Es geht um die Gründung einer neuen juristischen Person, also um die Zusammenlegung beider Unternehmen«.

So versucht man, Kiew das Angebot mit etlichen Zugeständnissen schmackhaft zu machen. Die Ukraine könne damit direkten Zugriff auf das Allerheiligste des russischen »Energieimperiums«, auf die Gasressourcen, bekommen. Zudem ist Moskau offenbar bereit, auf energiepolitische und finanzielle Forderungen der ukrainischen Seite einzugehen. So hatte der neue ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch bereits mehrfach Garantien für die künftige Auslastung des ukrainischen Erdgastransits in die EU gefordert, der eine wichtige Devisenquelle bildet. Kiew sieht seine Stellung als Energieträgertransitland durch die von Rußland und Italien geplante South Stream Pipeline gefährdet, die russisches Gas unter Umgehung der Ukraine auf dem Boden des Schwarzen Meeres bis in die EU befördern soll. Am Freitag abend nun sagte Putins Sprecher Dmitri Peskow dem Radiosender Kommersant-FM, bei einer Fusion von Gasprom und Naftogas wäre »die Auslastung des ukrainischen Pipelinenetzes garantiert«. Gasprom-Chef Miller erklärte überdies, sein Unternehmen sei bereit, umfassende Investitionen in das marode ukrainische Leitungssystem zu tätigen. Putin stellte der am Rande des Staatsbankrotts taumelnden Ukraine zudem einen Kredit in Höhe von 500 Millionen US-Dollar in Aussicht.

In Sotschi erneuerte der russische Ministerpräsident auch seinen Vorschlag zur Fusion des russischen Kernenergieunternehmens Atomenergomasch mit dem ukrainischen Schwesterkonzern Turboatom. In solch einer Holding wären »alle Zweige des entsprechenden Maschinenbaus, der Kernbrennstoffherstellung und der Stromlieferung« vereint, berichtete Stimme Rußlands. Moskau strebt außerdem eine engere Zusammenarbeit in der Luftfahrtindustrie an. Vor allem ist Rußland an einer Mehrheitsbeteiligung am ukrainischen Flugzeugbauer Antonow interessiert.

Die ukrainisch-russische Annäherung hatte bereits am 21. April mit dem Abschluß neuer Gasverträge zwischen Kiew und Moskau einen Durchbruch erlebt. Bei einem Gipfeltreffen in der ukrainischen Stadt Charkow kamen Präsident Viktor Janukowitsch und sein russischer Amtskollege Dmitri Medwedew darin überein, auf das für die Ukraine bestimmte russische Erdgas einen Nachlaß von 30 Prozent des jeweiligen Marktpreises zu vereinbaren. Das Abkommen ist bis Ende 2019 gültig. Janukowitsch bezeichnete diesen Vertragsabschluß als »beispiellos« und bezifferte die Ersparnis für die Ukraine in den kommenden zehn Jahren auf rund 30 Milliarden Euro. Im Gegenzug stimmte Kiew einer Verlängerung der Stationierung der russischen Schwarzmeerflotte auf der Krim um weitere 25 Jahre über 2017 hinaus zu. Die Vertragsunterzeichnung war ebenfalls von massiven Protesten der ukrainischen Opposition begleitet, die der neuen, als prorussisch geltenden Regierung den »Ausverkauf nationaler Interessen« und eine »Kapitulation vor Moskau« vorwarf.

Autor:    — Wörter: 712

Der Autor ist freier Journalist und berichtet über Osteuropa und die Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Seine Texte finden sich unter der Adresse im Netz.

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„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“

„ Ist die Meldung überhaupt aktuell, die "Welt" schrieb offenbar schon 2023 über genau dieses Thema ?


„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“

„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?


„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“

„ Hallo julib77,

Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.

Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)

Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.

Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.


„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.


„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“

Der Link zum Anbieter ist ja da.
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.
War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht" :-([smilie=dntknw.gif]

„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“

„Vielen Dank, mit einem Briefchen meiner Frau im Gepäck gab es keine Probleme“

„Am besten wäre natürlich, wenn die Frau mit dabei ist. Alleinreisende Männer stehen schließlich immer unter Verdacht.“