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Juschtschenko zeigt sich entschlossen, notfalls das Parlament aufzulösen

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Gestern trat der Präsident mit einer scharfen Erklärung an die Adresse der Werchowna Rada auf, in der er die Prinzipien der Koalitionsbildung scharf kritisierte. Das Staatsoberhaupt drohte mit der Auflösung des Parlaments und der Ausrufung von Neuwahlen, in dem Fall die Parlamentsmehrheit damit fortfährt sich zu erweitern, über den individuellen Übertritt von einzelnen Abgeordneten. Noch vor dieser Erklärung, informierte die Koalition darüber, einen eventuellen Erlass nicht befolgen zu wollen. Gleichzeitig drohte sie dem Präsidenten mit Amtsenthebung und Neuwahlen des Präsidenten. Heute führen die Vertreter der einzelnen Fraktionen mit dem Präsidenten als auch mit dem Premierminister Konsultationen durch, die womöglich zur Auflösung des Parlaments führen.

Der Kommersant-Ukraine informierte heute darüber, dass gestern auf der Website des Präsidenten ein Schreiben anlässlich des Jahrestages der Parlamentswahlen vom 26. März 2006 veröffentlicht wurde. In diesem nahm der Präsident eine scharfe Kritik an der Tätigkeit der Werchowna Rada vor. Wie in allen vorhergehenden Erklärungen des Präsidenten, so existiert auch in dieser keine direkte Beschuldigung einer Gruppe oder Fraktion. So kritisierte er aufs neue “einzelne politische Kräfte”, welche versuchen die Inhalte von Gesetzen nach ihrem Gusto auszulegen. In dem Dokument heißt es weiter: “Die Mehrheit des Parlamentes bestätigte das illegitime Gesetz über die Zusammensetzung des Ministerialkabinettes, welches die Regierung außerhalb der Grenzen des Gesetzes stellt, systematisch die die Verfassung der Ukraine verletzt, sowie die konstitutionellen Rechte der und Freiheit der Staatsbürger einschränkt.”. Dennoch begann der Präsident sich noch härter als sonst auszudrücken, indem er die Taten der Politiker bewertete. Dazu in dem Schreiben: “Offen und frech kehrte in die Werchowna Rada eine Kampagne über die Organisation des Übertritts einzelner Abgeordneter in die aktuelle Koalition ein, entgegen der nationalen Gesetzgebung.”.

Der Präsident erinnerte daran, dass eine Koalition sich im Laufe einer Monats nach der ersten Parlamentssitzung aus den Fraktionen formiert. Oder, im Verlauf eines Monats nach der Unterbrechung der Tätigkeit der vorhergehenden Koalition. “ Dass, was momentan vor sich geht in der Werchowna Rada, dass ist nicht nur eine Entartung von Koalitionen, sondern eine offene Revision des Willens der ukrainischen Wähler. eine Verletzung der Verfassung und der direkte Weg in die Gesetzeslosigkeit.”, zeigte sich das Staatsoberhaupt sicher. In der gestrigen Erklärung konstatierte der Präsident nicht nur das Vorhandensein einer Krise der Macht, er forderte eine Überwindung derselben. Wiktor Juschtschenko forderte das Verfassungsgericht auf, sofort Auswege innerhalb des Gesetzesrahmens zu finden und das Parlament, ebenfalls so schnell wie möglich in Gesetzesform einen Ausgleich zwischen Parlamentsmehrheit und Opposition zu beschließen. Die Erklärung ließ keinen Zweifel daran, dass der Präsident dazu entschlossen ist, harte Entscheidungen zu treffen. “Die Zeit von ergebnislosen, runden Tischen ist vorbei. Die Politiker müssen Verantwortung übernehmen, andernfalls wird das ukrainische Volk das Wort übernehmen.”, resümierte der Präsident.

Wie bekannt ist, sucht insbesondere der Präsident in der Form von runden Tischen nach Kompromissen. Gerade an einem solchen wurde der Beschluss über die universelle. nationale Einheit gefasst (3.08.2006) Trotzdem hatte der Präsident genug zu kritisieren an der Umsetzung des Dokuments. Genauso versuchte Juschtschenko die gegenseitige Beziehung mit Janukowitsch zu regeln, nach der Annahme des Gesetzes über das Kabinett der Minister im Januar diesen Jahres.

Der Kommersant erinnert noch daran, dass zum Jahrestag ebenfalls der Premier Janukowitsch auftrat. Diese Unterschied sich erheblich von der des Präsidenten. Nach den Worten des Premiers, herrscht in der Wirtschaft Stabilität, aber die von Zeit zu Zeit aufkommenden Konflikte zwischen Janukowitsch und dem Präsidenten definierte er als “Emotionen” und sieht einen realen Prozess. So erklärt er: “Zwischen Wiktor Andrejewitsch und mir gibt es keine und wird es keine Dissidenzen geben.” und er fügte hinzu, “… dass es zu keiner Zeit einen Verlust der gegenseitigen Achtung gegeben hat oder geben wird.”??.

Die Erklärung tauchte auf der Website auf, als sich der Präsident gerade zu einem Arbeitsbesuch in der Lugansker Oblast aufhielt. Die anstehenden Pressekonferenz konnten die anwesenden Journalisten kaum erwarten. Auf dieser erklärte Juschtschenko offen, dass er die Variante von vorgezogenen Parlamentswahlen ernsthaft in Betracht zieht. Auf der Pressekonferenz bezichtigte der Präsident erneut die Parlamentsmehrheit der Verletzung der Verfassung, und hob dabei den Artikel 83 hervor, der die Formierung von Koalitionen behandelt. Dabei wiederholte er noch einmal, dass sich Koalitionen auf Fraktionsbasis formieren innerhalb eines Monates nach der ersten Sitzung des Parlamentes. Und unterstrich dabei, dass “…wir bereits im achten Monat [nach der Koalitionsbildung] befinden.” Nach seinen Worten findet gerade eine Usurpation der Macht statt, welche die Verfassung verändert.

Juschtschenko sieht zwei Auswege. Erstens, die “heißen” Köpfe kühlen sich ab und es wird eine Koalition auf Fraktionsbasis gegründet, gemäß den Vorgaben der Konstitution. “Sollte diese Variante jemandem nicht optimal erscheinen und irgendwelche politischen Kräfte auf dreihundert Stimmen bestehen sollen, dann muss eine politische Entscheidung getroffen werden – die Durchführung von vorgezogenen Wahlen. Geht, appelliert an die Gesellschaft. Wenn es Euch so sehr liebt und gibt Euch dreihundert Mandate, dann kann man über eine neue Mehrheit reden”, erklärte Wiktor Juschtschenko.

Die Reaktion der Koalitionsvertreter auf die zweite Variante der Entwicklung der Geschehnisse wurde bereits bekannt, bevor der Präsident seine Position erklärte. So erklärte das Vorstandsmitglied der Partei der Regionen Wassilij Kisseljow, dass die Koalition einen Erlass des Präsidenten über die Parlamentsauflösung nicht befolgen wird. Nach den Worten Kisseljows, wird das Parlament seine Arbeit fortsetzen. Mehr noch, wird die Koalition in diesem Fall in der ersten Sitzung nach dem Präsidentenerlass den Beschluss über gleichzeitige, vorgezogene Wahlen des Präsidenten, aber auch des Parlamentes entscheiden. Denn, “” … wenn der Präsident darüber entscheiden kann, wieso wir nicht auch?”, zeigte er sich verwundert.

Diese Erklärung blieb im Sekretariat des Präsidenten nicht unbemerkt. Der ständige Vertreter des Präsidenten in der Rada, Roman Swarytsch, erklärte, dass die Drohung der Abgeordneten aus der Koalition über ein Misstrauensvotum dem Präsidenten gegenüber als absurd. Nach seinen Worten hat das Parlament, keine Gesetzesgrundlage dafür. So führt er weiter aus, dass der Präsident nur vom Verfassungsgericht seines Amtes enthoben werden kann und nur dann, wenn ihm Gesetzesbruch nachgewiesen wird.

Der Kommersant weist jedoch nach, dass Artikel 111 einer Parlamentsmehrheit von 300 der 450 Abgeordneten der Rada eine spezielle Kommission, die aus dem Generalstaatsanwalt und Untersuchungsrichtern bestehen muss, einsetzen kann. Die Ergebnisse der Kommission werden vom Verfassungsgericht beurteilt.

Der von Roman Swarytsch und dem Präsidenten verwendete Begriff der “Usurpation der Macht” weist auf den Artikel fünf der Verfassung hin. In diesem heißt es, dass niemand die Macht “usurpieren” kann. Im Beschluss des Verfassungsgericht (Entscheidung Nr. 6 rp/2005 vom 5. Oktober 2005) wird der Begriff näher erklärt. Damit ist nach der Rechtsauffassung des Gerichts, sowohl jegliche gewaltsame Aneignung der Macht als auch die Übernahme entgegen den Gesetzen als auch der Verfassung der Ukraine gemeint.

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Aufgrund der Äußerungen des Präsidenten wurden die Abgeordneten der Rada zu einer außerordentlichen Sitzung zusammengerufen, der Adam Martinjuk vorsaß. Der Premier, welcher sich gerade in der Donezker Oblast aufhielt, erklärte, dass er hoffe, das es nicht zu der erwähnten Parlamentsauflösung kommt. Sollte es doch dazu kommen, so zeigte er sich überzeugt davon, dass das Verfassungsgericht diese Entscheidung nie für verfassungsgemäß halten wird. Er hoffte weiter, dass auf dem heute anstehenden Treffen die Probleme gelöst werden können.

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 1185

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„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“

„ Ist die Meldung überhaupt aktuell, die "Welt" schrieb offenbar schon 2023 über genau dieses Thema ?


„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“

„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?


„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“

„ Hallo julib77,

Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.

Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)

Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.

Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.


„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.


„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“

Der Link zum Anbieter ist ja da.
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.
War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht" :-([smilie=dntknw.gif]

„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“