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Business-Logik für die Ukraine

Business-Logik für die Ukraine
1996 erschien das Buch „Spiral Dynamics“. Die Autoren Don Beck und Chris Cowan untersuchten darin, wie sich die Gesellschaft evolutionär entwickelt, und versuchten, Antworten auf die Fragen nach den Gründen für Erfolg und Scheitern zu finden. Später bewaffneten sich Business-Trainer in aller Welt mit diesem Buch. Ganz auf ihrer Linie empfiehlt heute jeder Berater, die Mitarbeiter eines Unternehmens in drei Gruppen zu unterteilen. Es gibt diejenigen in einem „offenen Zustand“, diejenigen, die in einem „gefangenen Zustand“ festhängen, und diejenigen, die sich zu einem „geschlossenen Zustand“ verurteilt haben. Und diese Einteilung passt genau auf die heutige Ukraine.

Im „offenen Zustand“ sind Menschen offen für Wandel und Innovationen und bereit zur Veränderung ihrer Lebensumstände. Der „gefangene Zustand“ ist charakteristisch für diejenigen, die Gründe dafür finden, keinerlei Anstrengungen zu unternehmen. Ihre Vorwärtsbewegung wird blockiert durch Ungläubigkeit und ohne lange Arbeit mit ihnen gelingt es nicht, ihren Zustand zu „öffnen“. Der „geschlossene Zustand“ ist typisch für Menschen, die keine Alternativen zu ihrer Lebensweise sehen. Sie nehmen ihre Beschränkungen nicht wahr, deswegen wollen sie auch nichts an ihrem Existenzmodell ändern.

Erinnert das nicht an etwas?

Die Ukraine wurde schließlich auch aufgeteilt. Niemand sollte sich von der Einheitlichkeit personalisierter Facebook-Meldungen täuschen lassen. Schon allein deshalb, weil in der hiesigen Tradition die beste Kommunikationsstrategie der Ausschluss ist. Und selbst wenn er nicht missbraucht wird, führt das Fehlen von Likes für Posts von „Andersdenkenden“ dazu, dass sie im sozialen Netzwerk nicht mehr angezeigt werden. Im Endeffekt wird Facebook in einzelne Lakunen aufgespalten, die einander nicht überschneiden.

Die Bewohner jeder Lakune betrachten sich als Mainstream, als einzig mögliches Bild der Weltwahrnehmung. Sie sammeln sich thematisch einheitliche Medienberichte an und errichten dadurch Festungsmauern um ihre Agenda. Sie lesen ausschließlich ihre eigenen Meinungsmacher und ignorieren die anderen. Und nur soziologische Befragungen schaffen es manchmal, ihnen die Augen zu öffnen für den Grad der (Ir-)Relevanz ihrer Weltauffassung.

Das Kriterium der Angemessenheit ist im Grunde die Fähigkeit des Menschen, sich selbst nicht als Norm zu begreifen. Aber selbst, wenn man das Land anhand soziologischer Befragungen beurteilt, kann man erkennen, dass sich die Bürger der Ukraine in die drei Gruppen aufteilen, die von den Forschern beschrieben wurden.

Im Land gibt es den „offenen Zustand“. Diejenigen, die Reformen und Veränderungen wollen. Die, deren Potenzial nicht durch Ungläubigkeit und Depressionen auf null gesetzt ist. Diejenigen, die zur Investition von eigener Zeit und eigenem Geld in das Land bereit sind. Diejenigen, die ihre Augen weit offen haben und Veränderungen als Prozess begreifen, bei dem sowohl Rückschläge als auch Vorwärtsbewegung möglich sind, das Endergebnis aber von der Anzahl der Gewichte abhängt, die auf jede dieser Waagschalen gelegt werden.

Dieses Empfinden ist den Menschen im zweiten Zustand abhanden gekommen. Diejenigen, die meinen, dass sie es aus eigenem Erleben besser wissen. Diejenigen, deren persönliche Erfahrung allzu traumatisierend war. Sie wurden davon in Ungläubigkeit und Verzweiflung gestürzt. Ihr Blickfeld hat sich auf den unmittelbaren Familienkreis verengt, sie sehen keine Möglichkeit, irgendetwas zu beeinflussen, was jenseits davon liegt. Eine Art Tragödie des „kleinen Mannes“. Aber die „Kleinheit“ bezeichnet nicht mehr seine tatsächlichen Ressourcen, sondern sein Weltbild.

Man darf diese Menschen nicht als hoffnungslose Fälle sehen. Sie können sogar die Reihen derjenigen im ersten Zustand ergänzen. Dafür brauchen sie aber Beispiele gerade solcher „success stories“, die ihre eigene traumatische Erfahrung aufwiegen könnten. Die sie von ihrem eigenen Potenzial überzeugen könnten. Und davon, dass sie mehr können, als sie zu glauben gewohnt sind.

Darin unterscheiden sie sich von der dritten Gruppe. Denn die Vertreter des „geschlossenen Zustands“ sind nicht nach der Zukunft oder der Gegenwart, sondern nach der Vergangenheit ausgerichtet. Sie können weder ihre Lage noch die Gründe, warum sie sich in ihr befinden, reflektieren.

Im Unterschied zur ersten Gruppe sind sie nicht bereit, ihr Potenzial zu erkennen. Im Unterschied zur zweiten wollen sie nicht Rechenschaft über die Schwächen des Vergangenen ablegen. Es ist für sie mitunter einfacher, den Mythos ihrer selbst zu leben. Oder die Kränkung, die bekanntermaßen eine der stärksten mentalen Drogen ist. Denn sie ermöglicht es dir, weiße Kleidung zu tragen und alle anderen für Ausgeburten der Hölle zu halten.

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Diese Menschen zu verändern ist ausgesprochen schwierig. Anders als die zweite Gruppe haben sie nicht das Stadium erreicht, in dem man das Problem und den eigenen Anteil an ihm erkennt. Sie sind nicht bereit, allgemeine Aufgaben anzugehen, weil sie sie nicht sehen.

Die Rezepte aus der Wirtschaft sind pragmatisch. Die erste Gruppe stärken. Die zweite Gruppe rekrutieren. Den potenziellen Schaden durch die dritte Gruppe minimalisieren. Manchmal unterscheidet sich die Leitung eines Unternehmens kaum vom Regieren eines Staates, nicht wahr?

7. Oktober 2017 // Pawel Kasarin

Quelle: Ukrainskaja Prawda

Übersetzerin:    — Wörter: 760

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„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“

„ Ist die Meldung überhaupt aktuell, die "Welt" schrieb offenbar schon 2023 über genau dieses Thema ?


„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“

„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?


„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“

„ Hallo julib77,

Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.

Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)

Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.

Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.


„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.


„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“

Der Link zum Anbieter ist ja da.
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.
War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht" :-([smilie=dntknw.gif]

„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“

„Vielen Dank, mit einem Briefchen meiner Frau im Gepäck gab es keine Probleme“

„Am besten wäre natürlich, wenn die Frau mit dabei ist. Alleinreisende Männer stehen schließlich immer unter Verdacht.“