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Petljura, Juden, Pogrome: Wie sollen wir mit einer solchen Geschichte leben?

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Denkmal für Symon Petljura in WinnyzjaAm 14. Oktober 2017 in Winnyzja eingeweihtes Denkmal für Symon Petljura

Die Geschichte hätte anders sein können. Zum Beispiel hätte Symon Petljura auf das Proskuriwer Pogrom (das Judenpogrom, das am 15. Februar 1919 in der Stadt Proskuriw, heute Chmelnyzkyj stattfand) hart reagieren – und als einer der fortschrittlichsten Heerführer des damaligen Europas gelten können. Er reagierte jedoch nicht – und infolge des Pogroms starben etwa 1.500 Juden.

Zum Vergleich: Infolge der Pazifizierung 1930, als die polnische Armee die Sabotageaktion der OUN (Organisation der ukrainischen Nationalisten) unterdrückte, starben mehrere Dutzend Ukrainer. Dennoch ist diese Pazifizierung immer noch der Eckstein des Hasses bei ukrainischen Nationalisten in Bezug auf das Piłsudski-Regime. Im berüchtigten Gefängnis in Beresa Kartuska gab es nur wenige hundert Gefangene, von denen nicht alle Ukrainer waren. Trotzdem rechtfertigt Beresa zusammen mit der Pazifizierung immer noch die „Aktion der Vernichtung der Polen“ von Bandera.

Ich wiederhole: Allein bei dem Proskuriwer Pogrom wurden in ein paar Tagen 1500 Juden getötet. Und das Pogrom war nicht das einzige. Und neben den Toten gab es noch Verkrüppelte, Ausgeraubte und Gedemütigte. Symon Petljura reagierte darauf nicht. Die Pogrome gingen weiter.

Und als die Juden wegen des Petljura-Denkmals im ehemaligen jüdischen Bezirk von Winnyzja empört waren – kam im Umfeld der nationalistisch orientierten Ukrainer ein Sturm auf: Sie werden uns niemals erlauben, unsere eigenen Helden zu haben!

Dann stellt sich die Frage: Warum brauchen wir überhaupt eigene Helden? Um mit ihnen alle in der Umgebung zu reizen? Unwahrscheinlich.

Um von ihnen zu lernen? Und was können wir von denjenigen lernen, die verloren und in einem fremden Land getötet wurden?

In der Tat können wir von ihnen etwas lernen. Solche Helden können nur dann nützlich sein, wenn wir, anstatt perfekte Idole aus ihnen zu bilden, sorgfältig alles analysieren würden, was sie taten, und wenn jeder Schritt der strengsten Kritik unterzogen würde.

Zum Beispiel Symon Petljura. Wir wissen ja, dass er kein überzeugter Antisemit war. Wie kam es dazu, dass seine Truppen Massenmorde auf ethnischer Basis verübten und er nicht protestierte und die Täter nicht bestrafte? Ich würde annehmen, dass der Haupt-Otaman die geringe Motivation seiner Soldaten begriff. Die Ukrainer in der Mehrheit (obwohl es auch eine bewusste Minderheit gab) verstanden nicht ganz, dass sie Ukrainer waren, und noch weniger, warum sie für die Ukraine kämpfen sollten. Unter solchen Umständen wagte Petljura einfach nicht, seinen Soldaten vielleicht das Einzige wegzunehmen, womit ihnen für ihre Beteiligung in der Armee der UNR (Ukrainische Volksrepublik) gedankt werden konnte – das Recht auf willkürliche Gewalt. Grob gesagt bezahlte Petljura mit den jüdischen Leben seinen Soldaten für ihre Loyalität, weil es nichts mehr gab. Was ergab sich im Endeffekt? Die jüdische Bevölkerung neigte den den Bolschewiki zu. Die Länder der Entente wandten sich schließlich von der UNR ab, die ihnen sowieso unangenehm war. Die Ukraine konnte nicht befreit werden. Bereits im nächsten Jahr gab Petljura Polen die westukrainischen Gebiete ab – wodurch sich auch die Galizier von ihm abwandten. Polen half Petljura, Kyjiw zu erobern, aber er konnte es nicht halten. Sogar das postume Urteil verlor Petljura – lesen Sie das Stenogramm, es ist wirklich interessant.

Dabei habe ich persönlich keine Ansprüche gegenüber der Ideologie von Petljura (im Gegensatz zur Ideologie von (Stepan) Bandera oder (Andrij) Melnyk), aber es gibt einen konkreten und begründeten Anspruch auf seine tatsächliche Politik. Zumindest verdient er es, wegen krimineller Fahrlässigkeit verurteilt zu werden.

Lohnt es sich, so einer Persönlichkeit ein Denkmal zu errichten? Lohnt es sich, es insbesondere in einem Stadtgebiet zu errichten, in dem die Truppen unter ihrem Befehl die Bürger der UNR für ihre jüdische Herkunft vernichteten?

Ich denke, diese Fragen sollte alle unsere Gesellschaft beantworten, aber nur nachdem sie die objektiven historischen Tatsachen sorgfältig studiert hatte. Und die Einrichtung, die „Institut für Nationales Gedenken“ genannt wird, müsste diese Tatsachen der Gesellschaft zur Verfügung stellen – und keine Ausreden für diejenigen erfinden, die sie gerne als nationale Helden sehen würde. Aber natürlich geht es nicht um die moderne Ukraine.

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Sie können entweder zustimmen, oder nicht – aber meiner Meinung nach ist die Ukraine, die keine Angst hat, über die unangenehme Wahrheit ihrer Geschichte zu sprechen, in der Tat eine viel bessere Ukraine. Das ist die stärkere Ukraine. Und das ist genau die Ukraine, die das Gegenteil der russischen Welt und nicht eine seiner regionalen Varianten ist.

Ja, die Geschichte hätte anders sein können. Leider war sie es nicht. Und wir müssen uns überlegen, wie wir mit ihr leben können.

14. November 2017 // Pawlo Subjuk

Quelle: Zaxid.net

Übersetzerin:   Roksoliana Stasenko — Wörter: 736

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„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“

„ Hallo julib77,

Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.

Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)

Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.

Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.


„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.


„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“

Der Link zum Anbieter ist ja da.
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.
War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht" :-([smilie=dntknw.gif]

„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“

„Vielen Dank, mit einem Briefchen meiner Frau im Gepäck gab es keine Probleme“

„Am besten wäre natürlich, wenn die Frau mit dabei ist. Alleinreisende Männer stehen schließlich immer unter Verdacht.“

„Kein Zoll. Du musst an sich nur sagen dass das privat ist und du nicht damit handeln willst. So lange das nicht Originalverpackt ist und ersichlich das nicht neu sollte es keine Probleme geben“

„Hallo Leute, ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin mit meiner Anfrage. Ich möchte 4 Umzugskartons mit gebrauchter Straßen Kleidung bei der Einreise in die Ukraine mitnehmen. Es ist gebrauchte Kleidung...“

„Wir sind mit unserem Wohnmobil, wie geplant am Montag 15.6. in Krakovets rüber. Sehr zeitig los gegen 5 Uhr in der Früh. Mit sehr sehr wenig Verkehr, super bis zur Grenze. Nur 8 PKW vor der Schranke....“