Außenminister Pjotr Poroschenko erklärte in einem Interview mit dem Wochenmagazin “Korrespondent”, dass die Ukrainer bereits im Jahre 2011 auf Visafreiheit mit den Ländern der Schengenzone zählen können.
“Innerhalb von zweieinhalb Monaten gab es 43 internationale Veranstaltungen mit meiner Beteiligung. Faktisch alle zwei Tage hatten wir wichtige offizielle Treffen. Das ist das beste Zeugnis dafür, dass die Ukraine sich heute in einem sehr aktiven außenpolitischen und außenwirtschaftlichen Dialog befindet und die Aufmerksamkeit für unser Land sehr hoch ist”, erklärte Poroschenko.
Poroschenko nach sind bereits wichtige Ergebnisse bei den Treffen in Brüssel bei der Koordinierung der Handlungen mit der EU erreicht worden: der Anschluss der Ukraine an die Europäische Energiegemeinschaft und die Gewährung des 500 Mio. $ Kredites für die Ukraine durch die EU in nächster Zeit.
“Wir haben konkrete, systematische Maßnahmen für den Schutz der Rechte und Interessen der ukrainischen Bürger unternommen. Meine Hauptaufgabe bei der Lösung der heute vor uns stehenden Probleme sehe ich in einer Sache – das ist die Visafreiheit mit den Ländern der Schengenzone”, sagte Poroschenko dem “Korrespondent”.
Seiner Ansicht nach ist das Hauptproblem derzeit, dass “… die Dokumente, die bei den Konsulaten eingereicht werden, müssen echt sein. Leider sind heute bis zu 94% der Absagen eben mit unechten Zeugnissen verbunden, die von Bürgern für den Visaerhalt eingereicht wurden2, fügte er hinzu.
Außerdem hob Poroschenko hervor, dass es notwendig ist die Prozedur der Festlegung der Staatsgrenzen abzuschließen. “Wir haben die Fragen mit Belarus und Moldova gelöst. Auf der Tagesordnung steht die Lösung der Fragen mit Russland”, erklärte er.
“Wenn wir gemeinsam mit der Regierung und dem Parlament aktiv und effektiv arbeiten, dann schaffen wir es bis zum Jahre 2011. Wenn die Sache sich lediglich auf Gespräche und Korruption beschränkt, die, offen gesagt, bislang noch blüht, dann wird es niemals getan werden“, betonte Poroschenko.
Poroschenko erzählte gleichfalls, mit welchen Ländern eine Visafreiheit in nächster Zeit erreicht werden kann. “Am 2. Dezember haben wir während des Besuches des brasilianischen Präsidenten ein Abkommen unterzeichnet, für dessen Vorbereitung anderthalb Jahre vergingen. Heute werden zusätzlich zu Brasilien Abkommen über visafreie Einreisen mit Argentinien und Paraguay ausgearbeitet”, erklärte der Außenminister.
Ebenfalls ihm nach wurden Abkommen mit einer Reihe von Balkanstaaten, einschließlich Mazedonien und Montenegro ausgearbeitet. Mit den Vereinigten Arabischen Emiraten, Singapur und Marokko werden, so unterstrich Poroschenko, Abkommen zur Visafreiheit für Besitzer von diplomatischen und dienstlichen Pässen ausgearbeitet. “Es gibt noch ein Dutzend Staaten, mit denen analoge Lösungen als erstem Schritt der Liberalisierung der Visumsregime ausgearbeitet werden”, fügte er hinzu.
“Ungeachtet der nicht einfachen Diskussion, die innerhalb des Staates Israel stattfindet, haben mich die Garantien zufriedengestellt, die von der israelischen Regierung zum Abschluss eines Abkommens zur Visafreiheit bereits im ersten Halbjahr 2010 gegeben wurden”, resümierte der Diplomat.
Quelle: Korrespondent.net


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