Die Zentralbank verzögert die Refinanzierung der Oschtschadbank, die ihr bei der Ausgabe des Kredites an “Naftogas Ukrainy” versprochen wurde. Wie Delo (Nr. 89 vom 09.06.2009) mitteilte, hatte das Staatsunternehmen 3,8 Mrd. Hrywnja (ca. 355 Mio. €) zur Bezahlung des im Mai importierten Gases erhalten. Das fand danach statt, wie Präsident Wiktor Juschtschenko sich an die NBU (Nationalbank der Ukraine) mit der Forderung zur Refinanzierung der Staatsbank wandte.
“Das Geld (an ‘Gasprom’ für die importierten Brennstoffe) ist bezahlt, doch die Emission hat bislang nicht stattgefunden. Sie war geplant und es gibt einen Beschluss der NBU bezüglich der Refinanzierung der Staatsbank”, teilte der kommissarische Finanzminister Igor Umanskij mit. Den Worten des Direktors der Abteilung für außerökonomische Beziehungen der Zentralbank, Sergej Kruglik, nach, könnte die Oschtschadbank die Mittel in der nächsten Zeit erhalten. “Es ist möglich, dass die NBU es technisch einfach nicht geschafft hat die Oschtschadbank zu refinanzieren und sie mehr Zeit benötigt”, betonte er.
Derweil teilte Umanskij die Bedingungen für die Kreditausgabe an “Naftogas” mit, die vorher nicht veröffentlicht wurden. Seinen Worten nach, erhielt das Staatsunternehmen den Kredit über drei Jahre. “Die Kosten des Kredites betragen 18-18,5% p.a.”, betonte der kommissarische Minister. Bei der Oschtschadbank weigerte man sich alle Fragen, die in Verbindung mit der Kreditvergabe an “Naftogas” stehen, zu kommentieren.
Zum Abrechnungsschema, welche mit Zuspiel des Präsidenten umgesetzt wurde, hat Umanskij einige Warnungen. Gemäß den Vereinbarungen mit dem Internationalen Währungsfonds für den Erhalt weiterer Tranchen des stand-by Kredites, ist die Zentralbank verpflichtet bis Ende September die monetäre Basis (das Geld auf den Korrespondenzkonten der Geschäftsbanken plus das Bargeld im Lande) nicht über 210 Mrd. Hrywnja (ca. 19,63 Mrd. €) und bis Ende des Jahres nicht über 211 Mrd. Hrywnja (ca. 19,72 Mrd. €) steigen zu lassen. Anfang Juni lag die monetäre Basis bei 182 Mrd. Hrywnja (ca. 17 Mrd. €). “Falls wir jeden Monat außer Plan 5 Mrd. Hrywnja (ca. 467 Mio. €) emittieren, wird es bei uns einen bestimmten Druck auf die Geldmenge geben und wir könnten die Vereinbarungen mit dem IWF sprengen”, betont der kommissarische Finanzminister.
Beim Finanzministerium geht man seinerseits davon aus, dass unter bestimmten Bedingungen “Naftogas” Abrechnungen bei “Gasprom” aus eigenen Kräften durchführen kann. “Ich bin überzeugt, dass wir ‘Naftogas’ die Möglichkeit geben müssen, Zahlungen von den kommunalen Wärmeversorgern einzutreiben. Wir (das Finanzministerium) bereiten einen entsprechenden Vorschlag vor und hoffen, dass diesen Jurij Prodan (Energieminister) und die Regierung unterstützen werden”, schloss Umanskij.
Wladimir Werbjanyj
Quelle: “Delo“:


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„Sie kann als Untermieterin bei Dir einziehen dadurch bildet Ihr keine Bedarfsgemeinschaft. Nur Ihr BG wird gekürzt, wie viel weiß ich nicht. Erkundige Dich mal in diese Richtung.“