Gestern traf Premierministerin Julia Timoschenko zu einem zweitägigen Besuch in Brüssel ein, wo sie auf der Konferenz “Ukraine-Europäische Union” auftrat. Timoschenko versprach in kürzester Zeit die Privatisierung von strategischen Unternehmen durchzuführen und drohte damit Erdölförderern im Fall nichteffektiver Nutzung von Lagerstätten die Lizenz zu entziehen. Zum Schluss kommentierte sie die politische Situation im Land, dabei erklärend, dass sie keine Alternative zur Einschränkung der Vollmachten des Präsidenten sieht.
Premierministerin Julia Timoschenko besuchte gestern aufs Neue Brüssel. Dies ist bereits der zweite Besuch von Julia Timoschenko in Brüssel innerhalb der letzten Woche. Wie bekannt ist, nahm die Premierministerin am 6. März an der Konferenz “Frauen: Die gefährliche Welt stabilisierend” teil, wohin sie gemeinsam mit ihrer Tochter Jewgenija fuhr. Am Freitag verbreitete die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit des Ministerialkabinetts eine Erklärung, dass die Tochter des Regierunsoberhauptes diese Reise auf eigene Rechnung machte. “Für den Flug Kiew-Brüssel-Kiew zahlte Jewgenija Carr dem staatlichen Flugunternehmen ‘Ukraina’ 6.860 Hrywnja (ca. 915 €) persönlich.”, heißt es in der Erklärung. Bleibt anzumerken, dass die Fluglinie “Ukraine” die Reisen der ersten Personen des Staates realisiert und am 6. März das Unternehmen eine Reise von Kiew nach Brüssel mit der Premierministerin an Bord ausführte.
Der zweitägige Besuch Julia Timoschenkos wurde von ihrem Treffen mit den Teilnehmern der gesellschaftlichen Organisation “Runder Tisch der Industriellen der Europäischen Union” eröffnet. Diese Veranstaltung fand im nichtöffentlichen Rahmen statt. Informanten des “Kommersant-Ukraine” bestätigen, dass in den Verhandlungen ein “enger Kreis an Teilnehmern, in Höhe von zehn Menschen” teilnahm, dabei hatte das Unternehmen Shell beim Treffen zwei Vertreter dabei.
Den Inhalt des Gespräches mit der Leitung von Shell konnte man aus den öffentlichen Erklärungen Timoschenkos schließen, welche von ihr nach der nächsten Veranstaltung getan wurden. Die Premierministerin trat auf der Konferenz “Ukraine – Europäische Union” auf, wo sie das Thema der Erdölförderung berührte. Julia Timoschenko versprach, dass zukünftig die Suche nach Investoren für die Erschließung von Lagerstätten ausschließlich über Auktionen stattfinden wird. “Wenn in der festgelegten Zeit die Lagerstätte nicht erschlossen ist, dann geht diese zurück an den Staat und wird in einer neuen Auktion für die Attraktierung effektiver Investoren verkündet. Wir erwarten von Investoren dynamische Handlungen, falls diese kommen und in der Ukraine arbeiten möchten.”, sagte sie.
Eine weitere Erklärung Timoschenkos, die auf Resonanz stieß, betraf die Privatisierung von strategischen Unternehmen. “Im Laufe von drei bis vier Monaten werden wir ‘Ukrtelekom’, chemische und energetische Unternehmen privatisieren.”, teilte die Premierministerin mit.
Von der Wirtschaft ging Julia Timoschenko zur Politik über, dabei die Perspektiven der Durchführung einer Verfassungsreform kommentierend. Vor allem unterzog sie die Existenz zweier Machtflügel einer Kritik, einer der vom Präsidenten geführt wird und ein anderer vom Premierminister. Timoschenko unterstrich, dass die Vollmachten eines der beiden begrenzt werden müssen, was es erlaubt im Lande entweder eine parlamentarische oder eine präsidiale Form der Regierung zu errichten. “Ich denke, dass nur die parlamentarische Form eine Chance hat durch die Werchowna Rada zu kommen.”, merkte das Regierungsoberhaupt an.
Quelle: Kommersant-Ukraine


Forumsdiskussionen
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„ Ist die Meldung überhaupt aktuell, die "Welt" schrieb offenbar schon 2023 über genau dieses Thema ?
“
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“
Awarija in Ukrinform • Re: Russland attackiert erneut Grenzübergang zu Moldau in Region Odessa, Verkehr gesperrt
„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?
“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“
Frank in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„ Hallo julib77,
Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.
Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)
Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.
Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.
“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“
julib77 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.
“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht"
“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“