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Ukrainischer Abgeordneter erhält Puschkin-Medaille und verspricht Putin, Russisch als zweite Amtssprache einzuführen

8 Kommentare

Sichtlich bewegt von der Auszeichnung mit der Puschkin-Medaille im Kreml, die ihm Russland für die Verbreitung der russischen Sprache verlieh, erzählte Sergej Kiwalow Putin von der in Vorbereitung befindlichen Verfassungsreform, nach der die russische Sprache zweite offizielle Staatssprache werden soll.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat dem ukrainischen Abgeordneten der Partei der Regionen Sergej Kiwalow im Rahmen einer feierlichen Zeremonie die Puschkin-Medaille überreicht und ihn dergestalt für seine Verdienste um die Verbreitung der russischen Sprache ausgezeichnet.

Kiwalow dankte Putin für diese Auszeichnung und erklärte, dass man in der Ukraine gegenwärtig beabsichtige, eine Verfassungsreform durchzuführen und die russische Sprache zur zweiten offiziellen Staatssprache zu machen.

„Wir planen, die Verfassung zu ändern und Russisch zur zweiten Staatssprache zu machen“, wird Kiwalow von [der russischen Nachrichtenagentur] ITAR-TASS zitiert.

Im Gegenzug dankte Putin Kiwalow dafür, dass um die russischsprachigen Menschen in der Ukraine Sorge getragen wird und erklärte, dass man in Russland der ukrainischen Sprache mit nicht minderem Respekt begegne.

„Es ist mir eine große Freude, heute derart nette Worte in Bezug auf die russische Sprache in der Ukraine zu vernehmen, dass an die russischsprachigen Bürger in der Ukraine gedacht wird. Auch uns ist dies ein ständiges Anliegen. Ich möchte jedoch anmerken, dass wir der ukrainischen Sprache mit nicht minder viel Respekt begegnen. Wenngleich wir uns in die innerpolitischen Auseinandersetzungen in der Ukraine nicht einmischen werden, gehen wir doch davon aus, dass der gesunde Menschenverstand [in der Sprachen-Frage] obsiegen wird“, sagte Putin.

Ferner merkte Putin an, dass man den Ukrainern in Russland wie einem Brudervolk begegne, ungeachtet der Kontroversen zwischen beiden Ländern, wie sie in einer ganzen Reihe von Fragen, inklusive der „Gas-Frage“, bestünden.

„Es war mir eine ganz besondere Freude, heute einen Vertreter unseres ukrainischen Brudervolkes hier zu sehen. Ich erlaube mir, genau diese Worte zu verwenden und von der Ukraine als einem Bruder zu sprechen. Und zwar deshalb, weil wir vor dem Hintergrund der endlosen Gas-Streitigkeiten die Hauptsache aus den Augen zu verlieren scheinen – dass wir nämlich in der Tat Brüdervölker sind“, unterstrich der russische Präsident.

Quelle: Serkalo Nedeli

Ein Videomittschnitt der Verleihung findet sich bei bei NTW.

Übersetzer:   Patrick Will — Wörter: 354

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Kommentare

#8 von Anonymous
Zitat Putin:
“Es war mir eine ganz besondere Freude, heute einen Vertreter unseres ukrainischen Brudervolkes hier zu sehen. Ich erlaube mir, genau diese Worte zu verwenden und von der Ukraine als einem Bruder zu sprechen. Und zwar deshalb, weil wir vor dem Hintergrund der endlosen Gas-Streitigkeiten die Hauptsache aus den Augen zu verlieren scheinen – dass wir nämlich in der Tat Brüdervölker sind”, unterstrich der russische Präsident.

Wäre Putin ein wahrer Demokrat, würde er solche Worte nicht finden. Da er nun einmal Diktator ist, gehört es dazu solchen Schwulst von sich zu geben. Aber es wird nicht in die Weltgeschichte eingehen und eher mitleidvoll belächelt.
Bruder hin oder her, es liegt allein an der Ukraine wie die "liebe Verwandtschaft" ihr auf dem Kopf tanzt.

#7 von Kurt Simmchen - galizier
Das ist nicht das Problem der Sprachen so sehr. Das haben wir ausreichend erörtert und würden jetzt nur wiederkäuen wie ein paar dumme Ochsen.
Die Sache der Verwandtschaft macht mich unruhig. Nach der Wandlung des Siegers in den Bruder, und zwar in den älteren und größeren Bruder ging es nicht mehr bergauf in der DDR.
Welcher fürsorgliche ältere Bruder läßt seinen kleinen Bruder im Winter in der Kälte sitzen, klaut ihm die Rosinen aus dem Nachlass der Mutter Sowjetunion, usw.
Als sich damals bei uns die alten Männer anfingen den Bbruderkuss zu geben und ganze Knutschorgien veranstalteten, war es aus mit der DDR.

Ich halte es da lieber mit dem Spruch: "In die Verwandtschaft wird man hineingeboren, Freunde und Partner kann man sich aussuchen."

Zitat Putin:
“Es war mir eine ganz besondere Freude, heute einen Vertreter unseres ukrainischen Brudervolkes hier zu sehen. Ich erlaube mir, genau diese Worte zu verwenden und von der Ukraine als...

#6 von Anonymous
Von Russisch als zweite Amtssprache reden sie schon seit ca. 10 Jahren. Ich glaub es nicht mehr.
Das Thema ist aber immer wieder geeignet, von wirklich Wichtigem abzulenken.

Gruß
Siggi
Wer hat Angst davor, Leute die nach einem Grund für eigene Unzufriedenheit suchen. Bedroht von der russischen Sprache war die Ukraine zu keiner Zeit. Mehr als hundert Jahre russischen Einflusses hätten gereicht die ukrainische Sprache zu vernichten, aber das war nie Ziel gewesen. Nur einige Schwachmaten möchten jetzt die Geschichte fälschen, nun bitte, wer halt in der Scheinwelt sein Dasein fristen möchte, soll es halt tun. Oder er bringt Beweise, Dass meine Frau, deren Mutter, deren Grossmutter, deren Urgrossmutter keine ukrainische Sprache in der Schule gelehrt bekommen hat. Alle habe ukrainische Sprache zu kommunistischen Zeiten gelernt, auch Kultur und Lieder, wer etwas anderes behauptet sollte auch das Gegenteil beweisen.

#5 von Handrij
Von Russisch als zweite Amtssprache reden sie schon seit ca. 10 Jahren. Ich glaub es nicht mehr.
Das Thema ist aber immer wieder geeignet, von wirklich Wichtigem abzulenken.
Die Aufgabe ist es das Thema bis 2015 warmzuhalten, aber bis auf Kiwalow/Kolesnitschenko sind wohl nicht sehr viele wirklich daran interessiert.
Kiwalow war übrigens bis zum 8. Dezember 2004 der Vorsitzende der Zentralen Wahlkommission ...

#4 von Siggi
Von Russisch als zweite Amtssprache reden sie schon seit ca. 10 Jahren. Ich glaub es nicht mehr.
Das Thema ist aber immer wieder geeignet, von wirklich Wichtigem abzulenken.

Gruß
Siggi

#3 von Anonymous
sichtlich bewegt....wieso springt das Messer in meiner Hosentasche immer auf ?
Kann sein, weil es ein Klappmesser ist?
Denn an den Äußerungen von Putin kann es nicht liegen - wenn man ihn beim Wort nimmt.
Natürlich Klappmesser - allerdings nur eine Metapher - aber ich meine die Äusserung des ukrainischen Mastdarmakrobaten nnn

#2 von Sonnenblume
sichtlich bewegt....wieso springt das Messer in meiner Hosentasche immer auf ?
Kann sein, weil es ein Klappmesser ist?
Denn an den Äußerungen von Putin kann es nicht liegen - wenn man ihn beim Wort nimmt.

#1 von Anonymous
sichtlich bewegt....wieso springt das Messer in meiner Hosentasche immer auf ?

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