Gestern wurde dem Kommersant-Ukraine bekannt, dass die Untersuchung zweier Dioxinproben im Rahmen der Ermittlungen zur Vergiftung Wiktor Juschtschenkos abgeschlossen wurde. Die Expertise stellte fest, dass das Dioxin, welches in den USA und Großbritannien hergestellt wird, im Falle Juschtschenkos nicht verwendet wurde. Zur gleichen Zeit hat die Generalstaatsanwaltschaft noch keine Probe Dioxins aus russischer Produktion erhalten.
Gestern wurde dem “Kommersant-Ukraine“ weiterhin noch bekannt, dass die Untersuchungskommission zum Fall der Vergiftung des Präsidentschaftskandidaten verstärkt wurde. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft Nikolaj Golomscha unterzeichnete gestern einen Beschluss über den Wechsel ihrer Leitung. Die Kommission leitet jetzt die Senior-Untersuchungsrichterin für besonders wichtige Fälle Galina Klimowitsch.
Der Kandidat auf den Posten des Präsidenten Wiktor Juschtschenko wurde am 5. September 2004 vergiftet. Er fühlte sich unwohl nach dem Abendessen mit dem damaligen Geheimdienstchef Igor Smeschko und seinem Stellvertreter Wladimir Sazjuk. Am 21. September 2004 eröffnete die Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen des Verdachts der Vergiftung. Die Ergebnisse der Untersuchung des Blutes von Juschtschenko ergaben Spuren von Dioxin. Im September 2006 erklärte der Generalstaatsanwalt Alexander Medwedko, dass eine Expertise zur Herkunft des Dioxins, mit dem Wiktor Juschtschenko vergiftet wurde, unumgänglich sei. Für die Durchführung der Untersuchung plante die Generalstaatsanwaltschaft Dioxin in Russland, den USA, Großbritannien und Kanada zu kaufen. Später wurde vom Kauf kanadischen Dioxins Abstand genommen. Die Expertise wird vom Institut für Ökohygiene und Toxikologie namens Lew Medwed vorgenommen.
Gestern wurde dem “Kommersant-Ukraine“ bekannt, dass das Institut für Ökohygiene und Toxikologie namens Lew Medwed die Untersuchung der Dioxinproben aus den USA und Großbritannien abgeschlossen habe. “Durch die Expertise wurde bestätigt, dass das Dioxin nicht aus den USA und nicht aus Großbritannien stammt.”, wurde dem “Kommersant-Ukraine“ vom Vertreter des Generalstaatsanwaltes Nikolaj Golomscha gesagt. In der Generalstaatsanwaltschaft wartet man weiter auf die Dioxinprobe aus russischer Produktion. “Wir einigten uns mit unseren Kollegen in Russland darauf, dass sie zur Ausführung auf unsere Anweisung warten, welche wir ihnen schon seit langem gaben. Jetzt müssen sie uns vortragen, wie und wann sie unsere Anweisung erfüllen.”, sagte der Vertreter des Staatsanwaltes.
Gestern wurde ebenfalls die Leitung der Untersuchungskommission, welche den Fall der Vergiftung Wiktor Juschtschenkos untersucht, ausgewechselt. Diese Information bestätigte dem Korrespondenten des “Kommersant-Ukraine“ der Senior-Untersuchungsrichter für besondere Fälle der Generalstaatsanwaltschaft Ljubomir Wojtowitsch, der bislang diesen Posten inne hatte. Wojtowitsch weigerte sich zu erklären wodurch dieser Wechsel begründet wurde. “Wir stellen einen wesentlich erfahrerenen Untersuchungsrichter auf – Klimowitsch Galina Iwanowna, sie hat wesentlich mehr Erfahrung.”, erzählte dem “Kommersant-Ukraine“ der stellvertretende Leiter der Abteilung für besondere Fälle in der Generalstaatsanwaltschaft Eduard Schewtschenko.
Ein Informant des “Kommersant-Ukraine“ in der Hauptuntersuchungsleitung erzählte, dass die Entscheidung über den Wechsel der Leitung in der Untersuchungskommission im Fall der Vergiftung von Wiktor Juschtschenko vom stellvertretenden Generalstaatsanwalt Nikolaj Golomscha initiiert wurde. “Er hat eine gute Beziehung zu Klimowitsch, er kennt ihre Fähigkeiten im Fach gut, wahrscheinlich wahr dies einer der Gründe dafür, dass ihr die Leitung übertragen wurde.”,- sagte der Informant.
Nikolaj Golomscha sagt hingegen, dass die Entscheidung über die Übertragung an Galina Klimowitsch aus dem normalen Arbeitsprozess entsprang. “Ich bat um eine Verstärkung dieser Kommission, da sich gerade der Arbeitsaufwand verdoppelt hat, und daher wurde die Entscheidung darüber getroffen, Galina in diesen Fall einzubeziehen.”, – sagte dem “*Kommersant-Ukraine der stellvertretende Generalstaatsanwalt. Seinen Worten nach. wurde die Entscheidung am letzten Freitag getroffen und der Beschluss am Montag unterzeichnet. “Galina ist einer der besten Untersuchungsrichter bei schwersten Verbrechen, ich denke, dass ihre Erfahrung uns sehr bei der Verfolgung hilft.”, denkt Golomscha.
Nikolaj Poludjennyj, der Vertreter des Präsidenten im Fall über dessen Vergiftung, erfuhr über den Wechsel in der Führung der Untersuchungskommission vom Korrespondenten des “Kommersant-Ukraine“. “Ein Wechsel in der Leitung der Untersuchungskommission ist nicht sehr gut, da es für eine bestimmte Zeit den Lauf der Ermittlungen aufhält.”, denkt Poludjennyj. Gleichzeitig hält es der Vertreter des Präsidenten nicht für ausgeschlossen, dass die Generalstaatsanwaltschaft eine Grundlage und objektive Gründe für diese Entscheidung hat.
Der “Kommersant-Ukraine“ merkt an, dass die Senior-Untersuchungsrichterin für besonders wichtige Fälle der Generalstaatsanwaltschaft Galina Klimowitsch spezialisiert ist auf Auftragsmorde. Auf sie wurden bereits zwei Anschläge verübt, wonach ihr staatlicher Personenschutz gestellt wurde. Momentan befindet sie sich unter ständiger Bewachung von Vertretern einer Spezialabteilung des Geheimdienstes. Einer der aufsehenerregendsten Fälle, welche durch Galina Klimowitsch vor Gericht gebracht wurden, war der so genannte Fall der “Marjantschukbande” (”Kommersant-Ukraine“ vom 10.08.2005), wobei der Redakteur der Zeitung “Wetschernaja Odessa” Boris Drewjanko umgebracht, ein Anschlag auf den Bürgermeister von Odessa Eduard Gurwitz und Klimowitsch selbst verübt wurde. Dabei ist gemäß einer Version, welche von dem ehemaligen Innenminister Jurij Luzenko stammt, die Teilnahme von Leute aus der “Marjantschukbande” bei der Vergiftung Wiktor Juschtschenkos nicht ausgeschlossen. “Ich möchte dieses Thema nicht weiter vertiefen, da dies nicht zum Nutzen der Untersuchung ist.”, vermeidet Golomscha eine Antwort auf diese Frage, dabei unterstreichend, dass im Übrigen, “Du niemals weißt, wohin und zu wem Dich die Spuren führen”.


Forumsdiskussionen
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„ Ist die Meldung überhaupt aktuell, die "Welt" schrieb offenbar schon 2023 über genau dieses Thema ?
“
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“
Awarija in Ukrinform • Re: Russland attackiert erneut Grenzübergang zu Moldau in Region Odessa, Verkehr gesperrt
„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?
“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“
Frank in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„ Hallo julib77,
Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.
Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)
Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.
Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.
“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“
julib77 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.
“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht"
“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“