FacebookXVKontakteTelegramWhatsAppViber

Wird die PromInvestBank doch noch verstaatlicht?

0 Kommentare

Wie dem “Kommersant-Ukraine“ bekannt wurde, konnten die Kljujew Brüder kein Geld für die Zusatzkapitalisierung der PromInvestBank (PIB) finden, daher entschied sich die Zentralbank (NBU) dazu, die Bank zu verstaatlichen. Bei der NBU betont man, dass man keine Eile hat, die Entscheidung zu verkünden, da man unter Druck von Seiten möglicher Investoren steht. Dabei hat die Leitung der NBU bereits den Vorschlag an das Kabinett vorbereitet, die PIB zu rekapitalisieren, da der Regulierer nicht genügend Mittel für die Einlagenrückgabe an die Anleger besitzt.

Die Leitung der Zentralbank verabschiedete am Abend des 9. Dezember eine Anordnung, die vom Wesen her zu einer Verstaatlichung der PromInvestBank führt, teilte dem “Kommersant-Ukraine“ ein Informant in der Leitung mit. Seinen Worten nach, wurde die Unfähigkeit der Parlamentsabgeordneten Andrej und Sergej Kljujew eine Aktien-Zusatzemission von 900 Mio. Hrywnja (ca. 94,73 Mio, Euro) durchzuführen. “Im ersten Punkt des Dokumentes wurde es dem zeitweiligen Administrator (der stellvertretende NBU Präsident Wladimir Krotjuk) erlaubt, diese Emission in Verbindung damit zu annullieren, dass die Frist für die Aktienzuteilung abgelaufen ist”, erzählte der Informant dem “Kommersant-Ukraine“. “Zweitens – dem zeitweiligen Administrator zu empfehlen, die Suche nach möglichen Investoren privater Natur einzustellen und drittens – dem Kabinett der Minister zu empfehlen als Investor bei der Bank aufzutreten. Es gibt noch zehn weitere Punkte, die diese Prozedur beschreiben”.

Andere Mitglieder der Leitung der NBU weigerten sich diese Information zu bestätigen. “Die Entscheidung wurde nicht veröffentlicht, das heißt, dass sie nicht angenommen wurde”, erklärte einer von ihnen. “Am Morgen (11. Dezember) wird es auf der Seite der Zentralbank eine Pressemitteilung geben. Aus der sie erfahren werden, was beschlossen wurde”. Auf die Frage, warum die Information so lange zur Veröffentlichung braucht, antwortete ein weiteres Mitglied der Leitung der NBU, dass der Text des Dokumentes eventuell noch abgeändert wird, da der Präsident der NBU, Wladimir Stelmach, unter Druck steht. “Nach der Annahme des Dokumentes gab es Anrufe und der Zentralbankchef könnte seine Entscheidung abändern”, sagte er. “Sie wissen schon, dass Abgeordnete eine zeitweilige Kommission zur Überprüfung der Tätigkeit der NBU bilden wollen, damit Leute, welche die PIB übernehmen wollen, Vergünstigungen erhalten” Kommentare von den Kljujew Brüdern zu erhalten, gelang gestern nicht.

Wladimir Stelmach selbst wollte die Situation nicht kommentieren. “Warum soll ich ihnen irgendwas erzählen?”, wehrte er die Journalisten ab, doch gab er trotzdem zu, dass die Bank verstaatlicht wird. “Wir werden in die zweite Phase eintreten, so dass keine Kapitalisierung sondern eine Rekapitalisierung stattfindet”, sagte der NBU Chef. “Und eine Rekapitalisierung ist im Gesetz zur Überwindung der Finanzkrise dargelegt worden”. Er verwies darauf, dass die Überprüfung der Bank durch den Regulierer, nach deren Resultaten man eine Schlussfolgerung zum Niveau der problematischen Zahlungsverpflichtungen und den notwendigen Investitionen ziehen kann, noch nicht abgeschlossen ist.

Den Angaben der Zentralbank nach, belegte die PromInvestBank unter 178 Banken den 6. Platz den Aktiva (27,651 Mrd. Hrywnja; ca. 2,91 Mrd. Euro) nach, mit einem Stammkapital von 200,175 Mio. Hrywnja (ca. 21,07 Mio. Euro), Verpflichtungen von 24,05 Mrd. Hrywnja (ca. 2,53 Mrd. Euro), von denen 11,357 Mrd. Hrywnja (ca. 1,2 Mrd. Euro) Einlagen von physischen Personen sind.

Bei der NBU hält man eine Verstaatlichung der PIB für das äußerste Mittel, doch für die einzige bleibende Möglichkeit die Liquidität der Bank zu erhöhen, was eine Bedingung für den Erhalt der nächsten Tranche vom IWF ist. “Der Garantiefonds für Einlagen von physischen Personen (zum 1. Dezember in Aktiva – 2,919 Mrd. Hrywnja; ca. 307 Mio. Euro) hat nicht genügend Geld um den PIB Kunden ihre Einlagen zurückzugeben”, erklärte der Staatsangestellte der NBU. “Wir haben ebenfalls nicht soviel Geld, um ihnen Kredit zu geben. Und selbst wenn wir diesen geben, wer und wovon wird man den Kredit zurückzahlen?” Derweil ist diese Entscheidung noch nicht bis zum Management der PIB vorgedrungen. “Ich weiß davon nichts”, erklärte dem “Kommersant-Ukraine“ der Erste Stellvertreter des Vorstandsvorsitzenden der Bank, Igor Franzkewitsch. Beim Sekretariat des Kabinett teilte man dem “Kommersant-Ukraine“ mit, dass man keine Briefe von der NBU mit dem Vorschlag der Rekapitalisierung der PIB erhalten habe.

Ruslan Tschornyj, Jelena Gubar

Quelle: Kommersant-Ukraine

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 712

Hat Ihnen der Beitrag gefallen? Vielleicht sollten Sie eine Spende in Betracht ziehen.
Diskussionen zu diesem Artikel und anderen Themen finden Sie auch im Forum.

Benachrichtigungen über neue Beiträge gibt es per Bluesky, Facebook, Google News, Mastodon, Telegram, X (ehemals Twitter), VK, RSS und täglich oder wöchentlich per E-Mail.

Artikel bewerten:

Rating: 5.0/7 (bei 1 abgegebenen Bewertung)

Neueste Beiträge

Kiewer/Kyjiwer Sonntagsstammtisch - Regelmäßiges Treffen von Deutschsprachigen in Kiew/Kyjiw

Karikaturen

Andrij Makarenko: Russische Hilfe für Italien

Wetterbericht

Für Details mit dem Mauszeiger über das zugehörige Icon gehen
Kyjiw (Kiew)13 °C  Ushhorod14 °C  
Lwiw (Lemberg)10 °C  Iwano-Frankiwsk12 °C  
Rachiw11 °C  Jassinja11 °C  
Ternopil11 °C  Tscherniwzi (Czernowitz)16 °C  
Luzk10 °C  Riwne10 °C  
Chmelnyzkyj12 °C  Winnyzja14 °C  
Schytomyr11 °C  Tschernihiw (Tschernigow)11 °C  
Tscherkassy14 °C  Kropywnyzkyj (Kirowograd)16 °C  
Poltawa13 °C  Sumy12 °C  
Odessa20 °C  Mykolajiw (Nikolajew)20 °C  
Cherson19 °C  Charkiw (Charkow)15 °C  
Krywyj Rih (Kriwoj Rog)18 °C  Saporischschja (Saporoschje)17 °C  
Dnipro (Dnepropetrowsk)16 °C  Donezk18 °C  
Luhansk (Lugansk)15 °C  Simferopol18 °C  
Sewastopol22 °C  Jalta22 °C  
Daten von OpenWeatherMap.org

Mehr Ukrainewetter findet sich im Forum

Forumsdiskussionen

„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“

„ Ist die Meldung überhaupt aktuell, die "Welt" schrieb offenbar schon 2023 über genau dieses Thema ?


„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“

„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?


„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“

„ Hallo julib77,

Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.

Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)

Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.

Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.


„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.


„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“

Der Link zum Anbieter ist ja da.
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.
War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht" :-([smilie=dntknw.gif]

„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“

„Vielen Dank, mit einem Briefchen meiner Frau im Gepäck gab es keine Probleme“

„Am besten wäre natürlich, wenn die Frau mit dabei ist. Alleinreisende Männer stehen schließlich immer unter Verdacht.“