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Devisennachfrage sank im Oktober um ein Drittel

Die Dokumentation von Geldtauschoperation hat die Nachfrage der Bevölkerung nach Devisen um 32% reduziert, was weitaus weniger war, als von der Zentralbank in Aussicht gestellt wurde. Eine unerwartete negative Folge der Einführung der Praxis der Vorlage von Ausweisen bei derartigen Operationen wurde, dass die Leute praktisch damit aufhörten, den Banken Devisen zu geben. Banker sagen, dass sie eine Wiederbelebung des Angebots für Ende des Jahres erwarten. Dann verkauft die Bevölkerung die Dollar, die sie im August-September in Erwartung einer Hrywnja-Abwertung erworben hatte.

Im Oktober sank die Gesamtnachfrage der Bevölkerung und der Schattenwirtschaft nach ausländischem Bargeld um 1,11 Mrd. $ auf 2,45 Mrd. (- 31,8%), teilte man gestern bei der Zentralbank (NBU) mit. Im gleichen Tempo verringerte sich auch die reine Nachfrage nach Devisen – um 32,7%. Jedoch versprach Ende September die Direktorin der Generalabteilung für Geld- und Kreditpolitik bei der NBU, Jelena Schtscherbakowa, bei ihrer Erklärung der Notwendigkeit vom 23. September an eine Kopie eines Ausweisdokuments beim Geldtausch zu machen, dass sich die reine Devisennachfrage vonseiten der Bevölkerung auf ein Viertel reduziert.

Derweil bringen die Bürger seltener Auslandswährung zur Bank – die Verkaufsmenge fiel um 30,5% (-457,4 Mio.$), da man bei den Kreditinstituten erst vom 28. Oktober an aufhörte Pässe beim Wechsel (in Hrywnja) zu kopieren. Die Bevölkerung verkaufte ihnen 1,04 Mrd. $. Das ist der niedrigste Wert seit Anfang des Jahres. Sogar im Januar und Februar verkauften die Ukrainer den Banken mehr – 1,28-1,3 Mrd. $ und in den nachfolgenden Monaten brachten sie jeweils 1,5 Mrd. $ im Monat zu den Wechselstellen. Im August erreichte das Verkaufsvolumen 2,2 Mrd. $.

Banker sagen, dass ein Teil der Bevölkerung damit aufhörte, Devisen zu kaufen, da sie durch die Dokumentation der Währungsoperationen eingeschüchtert wurden. „Einige sind auf den illegalen Markt gegangen oder kauften voneinander Devisen in Umgehung des Bankservices. Einige entschlossen sich einfach in dieser Zeit auf Käufe zu verzichten und solange zu warten, wie der Regulierer nicht klar seine Forderungen formuliert hat“, sagt der Stellvertreter des Vorstandsvorsitzenden und Direktor der Kasse und der Finanzinstitute der VAB-Bank, Sergej Borissow. „Sobald die Bevölkerung begreift, dass die vertrauliche Information, die in ihren Passdaten enthalten ist, geschützt ist, und die Dokumentation des Geldwechsels keine Nutzung der persönlichen Informationen des Kunden zu anderen Zielen vorsieht, außer der Bestätigung dieser Operationen, wird sich die Verkaufsmenge schrittweise wiederbeleben“.

Der Schattensektor setzt damit fort, Druck auf den Markt auszuüben. „Die Banken sammeln eine riesige Menge an Informationen über Geldwechsel an, doch die Existenz der Passkopien bei der Bank schreckt die Schwarzimporteure nicht besonders. Nur die augenblickliche elektronische Verarbeitung dieser Operationen und ihre schnelle Analyse könnte die Bargeldwirtschaft überwinden“, ist Marjan Sablozkij, Analyst bei der Ersten Bank, überzeugt. Die Senkung der Erwartung einer Hrywnja-Abwertung sollte den Währungsmarkt wiederbeleben. „Die Abwertungserwartungen der Bevölkerung verringern sich, daher werden Nachfrage und Angebot steigen“, meint der Stellvertreter des Vorstandsvorsitzenden der „Tochterbank der Sberbank/Sparkasse Russlands“, Dmitrij Solotko. ??„Bald sehen wir eine Aktivierung des Angebots vonseiten derjenigen, die Devisen auf der Welle der Kursschwankungen des US-Dollars und des Euros im Hinblick auf die Möglichkeit spekulativer Gewinne gekauft haben“, betont Sergej Borissow. „Jedoch nach zwei bis drei Monaten werden die, die Devisen gekauft haben, sehen, dass die Voraussetzungen für eine Änderung der Kurse sich nicht besonders entwickelt haben und diese zurückgeben. Dieser Prozess wird von den hohen Zinsen auf Hrywnja-Einlagen begünstigt werden“.

Jelena Gubar

Kauf- und Verkaufsmengen von Fremdwährungen an physische Personen, in Mrd. $

Verkauf durch die BevölkerungKauf durch die Bevölkerung
Januar1,2832,146
Februar1,3082,612
März1,5522,656
April1,5882,35
Mai1,5492,445
Juni1,6892,901
Juli2,0582,923
August2,2093,033
September1,53,593
Oktober1,0422,451

Quelle: Kommersant-Ukraine

Übersetzer:   Andreas Stein  — Wörter: 596

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Leserkommentare

«Sicher. Nur dass die Ukraine vor dem 1.weltkrieg noch nicht mal existiert hat, geschweige den es ein "ukrainisches" Volk...»

«"wenn der Russe aus der Ukraine verschwinden würde" Dann müssten ja die hälfte der Ukrainer aus der Ukraine raus :D Zumal...»

«Und die Ukaine ist in diesen Ranking so viel besser? Ich glaube nicht. Zumal die Ukraine massive Probleme mit der Abwanderung...»

«Sie waren noch NIEMALS in Russland. Sonst würden sie nicht so einen eloquenten Unfug schreiben. Rangliste der Pressefreiheit;Russland...»

«Nun,sie haben meine beiden Fragen verneint... Somit müssten sie eigentlich nun pro-ukrainisch argumentieren... Denn, 1)...»

«nun ihr Beitrag zeigt das sie Teil des Konfliktes sind. Dafür können sie nichts. Insofern nehme ich ihr Polemik als teil...»

«aktuell ist Russland ein Land das es trotz seiner vielen Ethnien schafft im inneren Stabilität zu erhalten. Das ist deutlich...»

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