Gestern gab der erste Kandidat für die Wahlen zum Bürgermeister von Kiew alle erforderlichen Dokumente für die Kandidatur ab – der Abgeordnete des Kiewer Stadtrates Witalij Klitschko, der davon ausgeht, dass nur er bei den aktuellen Bürgermeister Leonid Tschernowezkij bei den Wahlen besiegen kann. Heute wird der Name des Kandidaten für den Posten des Stadtoberhaupts des Blockes Julia Timoschenko (BJuT) bekanntgegeben. Doch bereits gestern, vor der offiziellen Vorstellung, bestätigten Mitglieder von BJuT die Information des “Kommersant-Ukraine“ darüber, dass der erste Vizepremier Alexander Turtschinow um den Bürgermeistersessel kämpfen wird.
Gestern morgen gab der Abgeordnete des Kiewer Stadtrates, Witalij Klitschko, die erforderlichen Dokumente für die Teilnahme an den vorgezogenen Wahlen des Kiewer Stadtoberhauptes bei der Wahlkommission ab. Am Vortag kündigte der Wahlstab Klitschkos dieses Ereignis an, doch sorgte er nicht für Akkreditierungen von Journalisten. Diese Tatsache, dass die Miliz sich weigerte die Journalisten in das Gebäude zu lassen, versuchte Witalij Klitschko als Element in seiner Kampagne zu nutzen, dabei für die Redefreiheit eintretend, welche vom aktuellen Bürgermeister, Leonid Tschernowezkij, unterdrückt wird. “Ich kenne nicht ein einziges Rathaus, wohin die Presse so schwer gelangen kann.”, erklärte Klitschko entrüstet.
Dieser improvisierte Start der Wahlkampagne endete für den Bürgermeisterkandidaten mit einem unangenehmen Zwischenfall, aus dem er nicht als Sieger hervorging. Klitschko halfen weder Appelle an den Pressedienst der Stadtverwaltung mit der Bitte um Einlass für die Pressevertreter, noch die persönliche Fürsprache beim Sicherheitsdienst des Gebäudes.
“Wie heißt Du?” – fragte Witalij Klitschko den Milizionär halblaut, welcher am Gebäudeeingang Dienst hatte.
“Oleg.“
“Also, Oleg, lass die drei Leute mit den Kameras auf meine Verantwortung rein.”
“Und was soll mit den anderen passieren? Nein. Einigen Sie sich mit dem Dienstältesten.”, antwortete der Millizionär.
Die Verhandlungen mit den Mitarbeitern der Stadtverwaltung und der Miliz zogen sich über eine halbe Stunde. “Als Abgeordneter des Kiewer Stadtrates, habe ich das Recht in die Stadtverwaltung drei Leute mit hineinzubringen. Doch wurde angeordnet niemanden hereinzulassen. Der Dienstälteste ist verschwunden.”, erklärte Klitschko am Ende, wonach er sich selbst zur Wahlkommission begab um seine Kandidatur einzureichen.
Nachdem die Formalitäten bei der Einreichung der Dokumente erledigt waren, gab Witalij Klitschko den Journalisten ein kurzes Briefing. Er teilte den Journalisten mit, dass er es bislang nicht geschafft hat die Unterstützung seiner Kandidatur von Seiten politischer Parteien zu erreichen. “Ich stelle mich der Abstimmung, ohne Vertreter einer politischen Kraft zu sein.”, sagte Klitschko. “Nichtsdestotrotz setze ich die Verhandlungen mit den Vertretern der demokratischen Kräfte über die Aufstellungen eines gemeinsamen Kandidaten für den Bürgermeister fort.” Dabei merkte Witalij Klitschko an, dass jeder ihm nachfolgende Kandidat “in die Hände von Leonid Tschernowezkij spielt”.
Zur gleichen Zeit erwies sich BJuT gestern nicht bereit den Namen seines Kandidaten zu nennen, ungeachtet dessen, dass Premierministerin Julia Timoschenko versprach dies bis zum 31. März zu machen. “Ich denke, dass morgen (1. April), wahrscheinlich, unser Kandidat für den Posten des städtischen Vorsitzenden präsentiert wird.”, erklärte gestern auf einer Pressekonferenz der Parlamentsabgeordnete, der Leiter der Kiewer Organisation der Allukrainischen Vereinigung “Batkiwschtschina/Vaterland”, Anatolij Seminoga. Seinen Worten nach, werden noch “interne Diskussionen” in Bezug auf den zukünftigen Kandidaten geführt, daher beabsichtigen die Fraktion von BJuT in der Werchowna Rada gemeinsam mit dem Blockvorstand diese Frage erst am Dienstag zu diskutieren und über eine Abstimmung eine gemeinsame Entscheidung zu treffen. Seminoga unterstrich, dass die Kandidatur von BJuT gleichfalls auf einem Parteikongress am 11.-12. April bestätigt wird.
Auf die Frage des “Kommersant-Ukraine“, wer die ersten fünf Listenplätze des Blockes für den Kiewer Stadtrat erhält, antwortete Anatolij Seminoga: “Das einzige was ich sagen kann ist, die ersten zwei Plätze der Fünf sind bekannt. Den ersten nimmt Julia Wladimirowna Timoschenko ein, den zweiten Alexander Walentinowitsch Turtschinow”. Er präzisierte, dass das Gesetz es Timoschenko nicht verbietet den Posten einer Abgeordneten des Kiewer Stadtrates zu besetzen.
“Was Alexander Turtschinow betrifft, wird er als Kiewer Stadtvorsitzender arbeiten – Angelegenheiten führen, Sitzungen vorbereiten.”, plauderte Anatolij Seminog aus, damit die Information des “Kommersant-Ukraine“ bestätigend, dass man bei BJuT beabsichtigt den ersten Vizepremier, Alexander Turtschinow, für den Posten des Bürgermeisters aufzustellen.
Informanten des “Kommersant-Ukraine“ im Umfeld der Premierministerin bestätigen, dass auf die Aufstellung von Turtschinow auf den Posten des Bürgermeisters von Kiew Julia Timoschenko persönlich besteht. “Turtschinow selbst, ungeachtet der Überzeugungen Julia Wladimirownas, möchte sich nicht zur Abstimmung stellen.”, sagte der Gesprächspartner des “Kommersant-Ukraine“. “Er geht davon aus, dass es für BJuT reicht mehr als die Hälfte der Plätze im Kiewer Stadtrat zu erhalten.”
Quelle: Kommersant-Ukraine


Forumsdiskussionen
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„ Ist die Meldung überhaupt aktuell, die "Welt" schrieb offenbar schon 2023 über genau dieses Thema ?
“
Awarija in Ukraine-Nachrichten • Re: Die Ukraine hat Sanktionen gegen die Macher der Zeichentrickserie „Mascha und der Bär“ verhängt
„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“
Awarija in Ukrinform • Re: Russland attackiert erneut Grenzübergang zu Moldau in Region Odessa, Verkehr gesperrt
„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?
“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“
Frank in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„ Hallo julib77,
Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.
Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)
Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.
Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.
“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“
julib77 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“
Awarija in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„ Obwohl der Leo-Express angeblich seit Juni den Betrieb auf dieser Strecke aufgenommen hat wird die "Bahnfahrt" über Przemysl nach UA wohl noch lange Zukunftsmusik bleiben.
Wie zu lesen ist gibt es noch nichtmal für das polnische Streckennetz eine Zulassung so daß derzeit dort wohl noch mit Bussen gefahren wird.
“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„изображение.png изображение.png Da muß man wohl mit den Daten etwas herumspielen ... Da wird wohl noch nicht täglich gefahren. Trotzdem Danke.“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„
Ist korrekt, aber ich finde man hätte trotzdem im Text gleich darauf hinweisen können.War aber nicht "böse" gemeint ...
Bis jetzt sind die Tickets auch noch nicht auf der Webseite buchbar - warum auch immer ...
Hab´s versucht - bekomme aber immer angezeigt "auf dieser Strecke fahren wir nicht"
“
MHG1023 in Berichte und Reisetipps • Re: Mit dem Zug in die Ukraine
„Man sollte aber explizit dazu schreiben, daß es ein Zug von LeoExpress ist - und nur auf deren Webseite kann man die Fahrkarten kaufen. Zumindest ist es die erste Umsteigefreie Verbindung von Deutschland...“
Eric in Recht, Visa und Dokumente • Re: Deklaration gebrauchter Kleidung beim Zoll
„Vielen Dank, mit einem Briefchen meiner Frau im Gepäck gab es keine Probleme“
Anuleb in Recht, Visa und Dokumente • Re: Seit Anfang des Jahres haben die Zollbeamten Verstöße im Wert von fast 11 Milliarden aufgedeckt
„Am besten wäre natürlich, wenn die Frau mit dabei ist. Alleinreisende Männer stehen schließlich immer unter Verdacht.“