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Zwischen Bosnien und Kroatien: Welchen Weg der Reintegration hat die Ukraine gewählt?

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Kroatien - Feier am Jahrestag des Endes der Operation Sturm am 5. August 2011

Die Annahme der „Steinmeier-Formel“ gibt eine bestimmte Strategie in den Beziehungen zwischen Kiew, Moskau und dessen Satelliten im Donbass vor. Mit der Abhaltung von Wahlen vor dem vollständigen Truppenabzug, Amnestie und Sonderstatus der Region riskiert die Ukraine ein neues Bosnien zu werden. Ein Land ohne aussichtsreiche Zukunft, von Nato und EU umgeben, doch nicht beitretend. Lassen Sie uns klären, warum die Ukraine kein erfolgreicher Spieler ähnlich Kroatiens werden kann, in inneren Streitigkeiten für die nächsten Jahrzehnte steckenbleibt und welche Rolle hier die Religion spielt.

Der Donbass-Konflikt ist in nichts einzigartig. Ja, es ist ein Krieg und ja, in der modernen Welt finden Kriege statt. Wie für uns in den 1990er Jahren der entflammte Balkan irgendwie weit weg war, genauso weit weg für die Europäer und Amerikaner sind unsere Ilowajsk und Debalzewo.

Eben diese beiden heißen Punkte zwangen die Ukraine Minsk 1 und Minsk 2 zu unterzeichnen. Einfach, um das Blutvergießen zu stoppen. Eine Pause in militärischer Hinsicht war für eine Umgruppierung und Konzentration von Kräften für einen Gegenangriff nötig. Niemand wollte offensichtlich ernsthaft diese Abkommen umsetzen. Sie waren als Zwischenakt zwischen den Hauptakten notwendig. In dieser Zeit sollten wir Kräfte sammeln und die Bewaffnung verstärken. Es war vorgesehen, dass in dieser Zeit die Sanktionen der russischen Wirtschaft einen spürbaren Schaden zufügen und den Kreml dazu zwingen zurückzuweichen. Im Idealfall hätte die Ukraine eine Gegenoffensive gestartet und den Donbass befreit, wie es schrittweise in der Mitte des Sommers 2014 geschah.

Das ist die Variante, die Kroatien im Krieg mit Serbien ging. Beim Auseinanderfallen Jugoslawiens und dem Erlangen der Unabhängigkeit durch Kroatien, tauchten für Zagreb Probleme in den Regionen, die an Serbien grenzten auf. Sie verkündeten ihre Unabhängigkeit und so erschienen die kroatischen ORDLO [gesonderte Kreise der Gebiete Donezk und Lugansk, A.d.Ü.] – die Republik Srpska Krajina. Die Kroaten unterzeichneten ebenso ein Abkommen über eine Waffenruhe, doch boten sie den Serben keinerlei Sonderstatus an, sondern sammelten einfach Kräfte solange nicht der Zeitpunkt X eintrat. 1995 begann Zagreb die Operation „Sturm“, die mit der erfolgreichen Wiederherstellung der Kontrolle über die aufständischen Regionen und der Herausführung der serbischen und proserbischen militärischen Formationen aus den Grenzen Kroatiens endete. Das Ende der Operation wird bis heute von den Kroaten als Tag des Sieges gefeiert.

Doch das benachbarte Bosnien führte eine andere Politik durch. Dort wurde einer Föderalisierung und einem Sonderstatus für die serbischen Regionen zugestimmt. Jetzt haben sie ein Vetorecht und sind in der Lage jede europäische und euroatlantische Initiative der Bosniaken und Kroaten zu blockieren, die gleichberechtigt im Präsidium von Bosnien und Herzegowina vertreten sind. Mit diesem System der gegenseitige Kontrolle ist es nicht verwunderlich, dass dieses Land im Stillstand verweilt.

Natürlich vermochte Kroatien es nicht eigenständig mit Serbien fertig zu werden. Zagreb wurde von den westlichen Staaten unterstützt und nicht zuletzt aus dem Grunde der Religion. Die Kroaten sind Katholiken und ihnen leisteten sowohl katholische als auch protestantische Länder Beistand. Den Serben half Russland.

Der religiöse Faktor spielt eine spürbare Rolle. Die Linie der Teilungen und der Konflikte verlief gerade nach dem religiösen Vorzeichen. Katholische Kroaten, orthodoxe Serben und muslimische Bosniaken sind die drei Konfliktseiten, die entsprechend drei bedingte Zivilisationen unterstützten: die westliche, die orthodoxe und die islamische.

Die Balkankriege sind ein chrestomatisches Beispiel für den Zusammenprall der Zivilisationen [Kampf der Kulturen, A.d.Ü.] des amerikanischen Politologen Samuel Huntington. Sein Wesen besteht darin, dass in der Welt neun Zivilisationen existieren, die auf religiösen Anzeichen basieren: die westliche, die orthodoxe, die islamische, die hinduistische, die buddhistische, die konfuzianische, die lateinamerikanische, die afrikanische und die japanische. In jeder dieser Zivilisationen gibt es einen Führungsstaat, um den sich die anderen gruppieren. Konflikte zwischen den Zivilisationen finden in gemischten Staaten des Typs von Bosnien statt.

Diese Theorie war am Ende der 1990er, Anfang der 2000er populär, doch danach wurde begonnen sie aktiv zu kritisieren. Jedoch die globalen Ereignisse in der Welt, die in der Mitte der 2010er geschahen, haben sie aktuell gemacht.

Gemäß Huntington verläuft die Grenze zwischen den westlichen und orthodoxen Zivilisationen darunter auch entlang der Ukraine – beim Sbrutsch [Fluss in der Westukraine an der Grenze wischen den Oblasten Ternopil und Chmelnyzkyj, der die alte Grenze zwischen Österreich-Ungarn und dem Russischen Zarenreich bzw. der Zweiten Polnischen Republik und der Sowjetunion darstellte. A.d.Ü.] Wenn man auf die Karte der ersten Präsidentschaftswahlen in unserem Land blickt, dann scheint es die Wahrheit zu sein. Doch die Sache ist die, dass sich mit jeden Präsidentschaftswahlen die Trennungslinie weiter nach Osten verschob: auf diese Weise fand eine Abgrenzung eines immer größeren Teils des Territoriums der Ukraine [von der orthodoxen Zivilisation] statt. So war es bis zu den Wahlen, bei denen Poroschenko siegte. Es schien so, als ob wir endlich aufhörten über die außenpolitische Ausrichtung zu streiten und jetzt die Ärmel hochgekrempelt und an der Näherung der strahlenden Zukunft gearbeitet werden könne.

Doch fünf Jahre später standen wir vor der Wahl mühsam am Sieg zu arbeiten oder sich nicht abzumühen, friedlich, doch in einer Grauzone zu leben.

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So ist es den Kroaten gelungen, da sie von Anfang an einig waren. Sie stritten nicht über den Entwicklungsvektor, sehnten sich nicht nach dem Imperium zurück. Sie gleichen dabei den Polen. Die Ukrainer streiten bereits ein Vierteljahrhundert nach der Erlangung der Unabhängigkeit über Basisdinge, anstatt sich zu entwickeln. Darin gleichen sie der Bevölkerung Bosniens.

Und obgleich in unserem Land ethnische Ukrainer die Mehrzahl der Bevölkerung stellen, gibt es keine Einigkeit bei den grundlegenden Dingen. Die Sache ist die, dass wir, ähnlich den Einwohnern Bosniens, geteilt sind, doch nicht nach ethnischen, sondern nach religiösen Anzeichen. Wir haben drei große religiöse Zentren: die Orthodoxe Kirche der Ukraine, die Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche und die Ukrainische Orthodoxe Kirche (Moskauer Patriarchat). Die ersten beiden treten für den europäischen Vektor ein, wo zur gleichen Zeit die letztere eine enge Union mit Russland unterstützt.

***

Bei uns sind die Basisbedingungen vorhanden wie Bosnien zu sein. Wir haben eine Kategorie der Bevölkerung, die den Kreml nicht als Aggressor ansieht und möchte, dass alles wie früher wäre. Es gibt bei uns mehrere Zentren des religiösen Einflusses und wir können uns nicht auf fundamentale Dinge einigen. Sind wir dazu verurteilt Bosnien zu sein? Das ist kein Fakt. Wenn die Regierung die Lehren aus den Balkankriegen ziehen und die Erfahrung Zagrebs als Grundlage nehmen würde, hätten wir Chancen das Beispiel Kroatiens zu wiederholen.

Übrigens wird die neue Führung der Ukraine kaum diesen Weg gehen: denn jetzt ist es wichtig die Macht und die Loyalität (lies: die Umfragewerte) zu bewahren. Und das bedeutet, dass sie uns zu einem anderen Theaterstück drängen werden. Und leider kann man das nicht kroatisch nennen.

3. Oktober 2019 // Dmitrij Gorewoj

Quelle: Lewyj Bereg

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 1098

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„Ich habe mal sie Einreise in die UA (aus Polen), am Grenzübergang Uhryniw gemacht. Inzwischen 3 Mal am Freitagabend 21 Uhr MEZ. Nur zwei bis drei PKW, was schon gut ist. Aber der Hit ist, dort gibt es...“

„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“

„ Ist die Meldung überhaupt aktuell, die "Welt" schrieb offenbar schon 2023 über genau dieses Thema ?


“

„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“

„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?


“

„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“

„ Hallo julib77,

Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.

Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)

Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.

Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.


“

„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“