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Einbruch der „Regionen“, Durchbruch der „Swoboda“ und Fast-Zusammenbruch der „Batkiwschtschyna“

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In der Ukraine läuft die Stimmenauszählung nach der Wahl gerade auf Hochtouren. Die Landeskarte mit Ergebnissen der Kommunalwahlen ist noch nicht ganz vollständig, lässt aber schon jetzt Rückschlüsse auf die aktuellen Tendenzen zu. Mit einigen Ausnahmen haben die Wähler offenbar so abgestimmt, wie sie es bei der Präsidentenwahl getan haben.

Diejenigen, die gegen Janukowitschs Sieg waren, haben auch jetzt ihre Meinung kundgetan, indem sie oppositionelle Kräfte unterstützten. Und diejenigen, die „pro-Janukowitsch“ waren, haben jetzt ihre Bewertung seiner Politik abgegeben, indem sie ihm entweder im Vertrauen den nächsten Blankoscheck „ausstellten“ oder, im Gegenteil, ihre Enttäuschung und Unzufriedenheit zum Ausdruck brachten.

Durchbruch ohne Blitzkrieg. Die Partei der Regionen gewinnt das Rennen in den meisten Gebieten. Die Rechnung ging jedoch nicht ganz auf: Es gab nicht den erhofften „Blitzkrieg“ nach den Präsidentschaftswahlen. Obwohl die Partei der Regionen in den Zentralgebieten der Ukraine einen Durchbruch geschafft hat, hat sie in ihren „Stammgebieten“ Wählerstimmen verloren (so geschehen in Charkow und Saporoschje).

Wobei die Partei der Regionen hier nicht nur von der Opposition in Person von „Batkiwschtschyna/Vaterland“ und „Front Smin/Front der Veränderungen“ bedrängt wird, sondern auch von den eigenen Koalitionspartnern – der KPU (Kommunistische Partei der Ukraine) und der „Narodnaja Partija/Volkspartei“, sowie von den Wohlgesinnten – der „Silnaja Ukraina/Starke Ukraine“.
Die „Regionalen“ sahen sich selbst als Machtpartei und wollten keine Partnerschaftsabkommen. Ihre mangelnde Koalitionsbereitschaft spielte ihnen einen bösen Streich – die Partei der Regionen konnte die Wahl im Alleingang nicht überzeugend gewinnen.

Ein standhafter Soldat ohne Anführer. Die Hauptoppositionellen, die Vereinigung „Batkiwschtschyna“, blieb standhaft, hat jedoch große Verluste davongetragen. Vor dem Hintergrund der Verluste in der Zentral- und besonders in der Westukraine (in Lwiw/Lemberg konnte die Vereinigung ihr Recht auf Teilnahme an der Wahl nicht durchsetzen und gab das Rennen auf) hat „Batkiwschtschyna“ im Osten die Front punktuell durchbrechen und im Hinterland der „Regionalen“ Fuß fassen können.

In dieser Situation halfen die inneren Reserven – revanchistische Stimmungen bei einem Teil der Timoschenko-Wähler und effektive Arbeit der lokalen Parteiorganisationen sowie einzelner Führungspersonen.

Im Freudentaumel nach dem Erfolg befindet sich derzeit die eigentliche Sensation dieser Wahlen – die Vereinigung „Swoboda/Freiheit“. Im Westen und im Zentrum haben sie ihre Ergebnisse verbessert und insgesamt 5,1% der Stimmen bekommen (bei den Wahlen der Oblasträte, laut den Exit-Polls von GFK).

„Swoboda“ bewies, dass sie in guter Form ist, und sprang auf die günstige Welle auf. Man könnte es auch in Politikersprache so ausdrücken: Die Partei hat es geschafft, die Hoffnungen und Trends derjeniger Wähler aufzufangen und zum Ausdruck zu bringen, die von „Nascha Ukrajina/Unsere Ukraine“ und „Batkiwschtschyna“ enttäuscht wurden.

„Swoboda“ bildet faktisch die einzige Kraft rechts vom Zentrum, die eine deutliche Position, einen redegewandten Anführer (der sich überdies in der Öffentlichkeit gut fühlt) und eine straffe, klare und deutliche Parteistruktur vorweisen kann.

Eine Stimme für „Swoboda“ ist gleichzeitig ein Protest gegen den plumpen und aggressiven Wahlkampf der egionen“ und gegen die erstarrte Hilflosigkeit der National-Demokraten.

Interessant ist, dass „Swobodas“ Durchbruch auch von den Gegnern schwer als ein bloßer Sieg westukrainischer Nationalisten dargestellt werden kann, da die Partei ihre Ergebnisse auch in der Zentralukraine und sogar im Süden immens verbessert hat (Daten aus dem Donbass und von der Krim liegen noch nicht vor).

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Symptomatisch ist auch der Fakt, dass sogar die Wähler der Stadt Charkow, die als Hochburg der neuen Machtpolitik gilt („Gas im Austausch für russische Flotte in Sewastopol“) fast 3% ihrer Stimmen der „Swoboda“ gegeben haben.

Übrigens, kommt rechter Populismus sogar mancherorts in Europa gut an. Die Frage ist nur, ob „Swoboda“ ihre Position auf Dauer halten kann oder sich von den verschiedenen Koalitionen vom Typus „Antifa“ in die Kategorie „nationalistische Monster“ abdrängen lässt.

Die „Starke Ukraine“ verliert ihre Kraft. Schmerzhafte Verluste bei der Wählerschaft musste die „Starke Ukraine“ von Tigipko hinnehmen. Weder die Versuche, „Primaries“ nach amerikanischem Vorbild auszurichten, noch frische unverbrauchte Gesichter auf den Werbetafeln, noch Tigipkos liberaler Reformismus konnten da groß helfen und die Anhänger der „Regionalen“ überzeugen.

In der starken Ukraine von Janukowitsch und von den „Regionalen“ kann es eben keine andere „starke Ukraine“ geben. Die „virtuelle“ Werbetafel-Strategie von Tigipko war auch unbrauchbar bei den Lokalwahlen, wo Menschen die Parteien in erster Linie nach deren Taten beurteilen.

Linke und liberale Stabilisatoren. Die stabilen Ergebnisse der Kommunistischen Partei und der „Front Smin“ waren vorhersehbar, genauso wie die regionale Gewichtung – im Westen mehr Stimmen für die „Front“, im Osten für die KPU.

Diese beiden politischen Kräfte haben entschieden große Stücke vom „Batkiwschtschyna“- bzw. „Partei der Regionen“-Kuchen abgebissen und sich als politische Räuber gezeigt.

Erste Bilanz der Verhältniswahlen zeigt uns eine Dominanz der Partei der Regionen vor dem Hintergrund der Spaltung und Aufsplitterung der Parteilandschaft. Für ein endgültiges Fazit aber muss man noch die Ergebnisse der Wahlkreise abwarten, wo Direktwahlen durchgeführt werden, sowie den Ausgang der Bürgermeisterwahlen.

Diese Bilanz stellt jedoch schon jetzt eine Grundlage für Targeting im Hinblick auf die mögliche Veränderung des Wahlsystems bei den Parlamentswahlen und den Ausgang der kommenden Werchowna Rada-Wahl. Denn die Strategie und Taktik des Wahlkampfes von morgen wird heute begründet.

02.11.2010 // Wadim Karassjow, Leiter des Instituts der globalen Strategien (IGLS), für die Ukrajin’ska Prawda

Quelle: Ukrainskaja Prawda

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Übersetzerin:   Lyudmyla Shnyr — Wörter: 849

Lyudmyla Shnyr stammt aus dem westukrainischen Lwiw/Lemberg. Sie hat in der Heimat Wirtschaft und an der Freien Universität Berlin osteuropäische Geschichte und Kultur studiert und neben dem Studium Erfahrungen im Übersetzen gesammelt. Nach dem Abschluss der staatlichen Übersetzer- und Dolmetscherprüfung arbeitet sie als Übersetzerin und Dolmetscherin für Russisch und Ukrainisch in Berlin.

www.ich-uebersetze.de

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„Ich habe mal sie Einreise in die UA (aus Polen), am Grenzübergang Uhryniw gemacht. Inzwischen 3 Mal am Freitagabend 21 Uhr MEZ. Nur zwei bis drei PKW, was schon gut ist. Aber der Hit ist, dort gibt es...“

„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“

„ Ist die Meldung überhaupt aktuell, die "Welt" schrieb offenbar schon 2023 über genau dieses Thema ?


“

„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“

„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?


“

„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“

„ Hallo julib77,

Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.

Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)

Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.

Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.


“

„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ups, ja. Irgendwie war zwar die Rede von einem durchgängig buchbaren Fahrschein, aber das bedeutet in der Tat wohl nicht auch zugleich eine unterbrechungsfreie und bequeme Fahrt mit der Bahn. Schade“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“

„Ja auf dem Papier sieht das wohl alles sehr einfach aus. Offenbar hat Leo da den Mund etwas zu voll genommen, scheint übrigens typisch für die private Verkehrsbranche zu sein. Soweit ich sehe hat sich...“