Premierministerin Julia Timoschenko meldete, dass in Kiew ein Mensch an der A/H1N1 Grippe gestorben ist.
Ihren Worten nach, hat sie diese Information über den bestätigten Tod durch das H1N1 Virus von Gesundheitsminister Wassilij Knjasewitsch erhalten.
Die Erste Stellvertreterin des Kiewer Bürgermeisters, Irina Kiltschizkaja, teilte mit, dass gestern eine Frau an Lungenentzündung gestorben ist. “Heute gibt es den ersten bestätigten Verdacht, das dies die kalifornische Grippe ist”, betonte Kiltschizkaja. Sie teilte ebenfalls mit, dass in Kiew derzeit 26 Tausend Menschen an Grippe und akuten Atemwegsinfektionen erkrankt sind, fast die Hälfte von ihnen sind Kinder. Die epidemiologische Schwelle ist in Kiew um 14% überschritten worden.
Vorher hatte Julia Timoschenko auf einer Konferenz mitgeteilt, dass sich die Zahl der Erkrankungen an Grippe und akuten Atemwegsinfektionen in den Oblasten Winnyzja, Dnepropetrowsk, Donezk, Saporoshje, Kiew, Lugansk, Odessa, Poltawa, Sumy und Tschernigow der epidemiologischen Schwelle nähert.
Ihren Worten nach wurde diese Schwelle in den Oblasten Wolhynien, Transkarpatien, Iwano-Frankiwsk, Lwiw, Riwne, Ternopil, Chmelnyzkyj, Tscherniwzi und der Stadt Kiew überschritten. Der Regierungschefin nach gibt es in den Oblasten Shitomir, Kirowograd, Nikolajew, Charkow, Cherson, Tscherkassy und der Stadt Sewastopol eine “relativ entspannte epidemiologische Situation”.
Julia Timoschenko hob hervor, dass in allen Oblasten “wo es bereits eine Epidemiesituation gibt”, eine harte Quarantäne eingeführt werden soll. Sie rief die Gouverneure dazu auf die Umsetzung der Regierungsanordnung zur Einstellung des Unterrichts und der Absage von Massenveranstaltungen zu überprüfen. Timoschenko betonte, dass im Fall der Unmöglichkeit der Verhinderung von Massenaufläufen, insbesondere auf Märkten, die Stadtverwaltung das Vorhandensein von Masken bei den Bürgern überprüfen soll. Den Informationen der Regierungschefin nach, wurde in den Oblasten Charkow und Sumy der Unterricht an den Bildungseinrichtungen nicht eingestellt.
Den Worten der Premierin nach, ist es heute auf der Regierungssitzung notwendig die Frage der Einführung einer Quarantäne in den Oblasten zu diskutieren, wo die epidemiologische Schwelle noch nicht überschritten wurde.
Der Hauptamtsarzt der Ukraine und ebenfalls Stellvertreter des Gesundheitsministers, Alexander Bilowol, teilte im Verlaufe der Konferenz mit, dass in der Ukraine 14 Fälle an Erkrankungen mit dem A/H1N1 Virus festgestellt wurden, von denen drei Menschen starben. Insgesamt sind zum Stand 1:00 Uhr am 4. November im Land an Grippe und akuten Atemwegsinfektionen 81 Menschen gestorben. Seinen Worten nach, sind in der Ukraine bereits 450.000 Menschen erkrankt.
Ebenfalls wurde bekannt, dass mit Verdacht auf A/H1N1 zwei Menschen in der Kiewer Oblast in Krankenhäuser eingewiesen wurden. Wie Wiktor Bakarsch, Gouverneur der Kiewer Oblast, während der Konferenz mitteilte, wurden die Kranken mit dem Verdacht auf das Virus A/H1N1 in Peresljaw-Chmelnizkij und Boguslaw sofort in Krankenhäuser gebracht und ihre Analysen in Laboratorien für eine Bestätigung der Diagnose gebracht.
In Verbindung damit gab die Premierministerin dem Gesundheitsministerium und dem Hauptamtsarzt, Alexander Bilowol, die Anweisung, sofort in die Kiewer Oblast 10.000 Packungen des Präparates “Tamiflu” zu senden. Ihren Worten nach ist es notwendig zusätzliche Medikamente in alle Oblaste zu senden, die sich der epidemiologischen Schwelle nähern.
Außerdem wurde eine Person mit Verdacht auf A/H1N1 in Uman (Oblast Tscherkassy) in ein Krankenhaus eingeliefert. Wie der Gouverneur der Oblast Tscherkassy, Alexander Tscherewko, mitteilte, kehrte der Erkrankte aus Kiew zurück.
Zur gleichen Zeit nimmt die Weltgesundheitsorganisation an, dass die Mehrzahl der Grippefälle in der Ukraine vom Virus H1N1 hervorgerufen wurde, da das pandemische Virus schnell zum dominanten in der Welt wurde. Wie der Pressedienst der Organisation mitteilte, empfiehlt die WHO eine frühe Behandlung mit Oseltamivir oder Zanamivir, sogar bei Patienten, bei denen eine positive Bestätigung der Existenz des Virus H1N1 fehlt. Die neunköpfige Delegation der WHO, die in der Ukraine am 2. November eintraf, beginnt die klinischen und epidemiologischen Besonderheiten des Ausbruchs der Erkrankung zu untersuchen. Die WHO empfiehlt nicht die Grenzen zu schließen und nicht den internationalen Tourismus einzuschränken, darunter auch in der Ukraine. Die Erfahrung zeigt, dass diese Maßnahmen die weitere Ausbreitung des Virus nicht stoppen.
Erinnern wir daran, dass Julia Timoschenko am Vortag im Saal der Werchowna Rada während ihres Vortrages zur Situation, die sich in der Ukraine in Verbindung mit der Ausbreitung der Grippeepidemie eingestellt hat, Daten darüber veröffentlichte, dass in den ersten neun Monaten des Jahres 2009 in der Ukraine 4.720 Menschen starben (in den ersten neun Monaten des Jahres 2007 waren es 3.822). Insgesamt wurden Timoschenkos Worten nach in den ersten neun Monaten 2009 5.316.524 an Grippe oder akuten Atemwegsinfektionen erkrankte Personen registriert (im gleichen Zeitraum 2007 waren es 6.279.819 Menschen).
Den Angaben der Premierministerin nach, starben zum Stand 2. November im Ergebnis der Epidemie an Grippe und akuten Atemwegsinfektionen in der Ukraine 71 Menschen. Gemäß den Informationen des Gesundheitsministeriums nach, wurden in der Ukraine 14 Fälle der Erkrankung an der A/H1N1 Grippe bestätigt, einer mit letalem Ausgang. Die Gesamtzahl der Grippekranken lag am 2. November bei 19.189 Menschen und die Gesamtzahl der Erkrankten an Grippe und akuten Atemwegsinfektionen erreichte 255.516 Menschen.
Quelle: RBK-Ukraina


Forumsdiskussionen
Trick in MDR • Re: Ukraine-News: Warn-App funktioniert nach Hackerangriff wieder
„App funktioniert nur bedingt wieder Drohnensymbole etc. werden momentan noch nicht angezeigt“
Eric in Recht, Visa und Dokumente • Re: Einfuhr PKW aus Deutschland in die Ukraine
„Hallo in die Runde. Das Thema passt nicht so, aber ich habe zum Thema ukrainischer Führerschein sonst nichts gefunden. Wie ich erfahren habe, muss ich nach 2 Monaten Aufenthalsgenehmigung in der Ukraine...“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„ Mal was Neues, gestern wurde der Grenzposten Uhryniw mit Drohnrn "bedroht", jedenfalls wurde der Grenzposten geschlossen. Was dann zu erheblichen Wartezeiten an den Grenzübergängen geführt hat.
Also, jetzt werde ich wohl auch noch die grenznahen Luftalarme kalkulieren müssen.
Interessant war, google maps wusste Bescheid, ich aber, mit meinen Dickkopf, bin halt doch erst mal nach Uhrymiw gefahren.
Also Luftalarm spielt jetzt zusätzlich eine Rolle.
“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Ich habe mal sie Einreise in die UA (aus Polen), am Grenzübergang Uhryniw gemacht. Inzwischen 3 Mal am Freitagabend 21 Uhr MEZ. Nur zwei bis drei PKW, was schon gut ist. Aber der Hit ist, dort gibt es...“