FacebookXVKontakteTelegramWhatsAppViber

Die Hoverla bekam am Wochenende ein neues Nationalmonument

0 Kommentare

Am Freitag fand auf dem Berg Hoverla/Goverla (höchster Berg der Ukraine mit 2.061 m) die Eröffnung einer “Dreizack/Trisub” Skulpur statt. An der feierlichen Zeremonie nahmen Präsident Wiktor Juschtschenko, der Leiter des Präsidialamtes Wiktor Baloga, die Sekretärin des Rates für Nationale Sicherheit und Verteidigung Raissa Bogatyrjowa, die “Heldin der Orangen Revolution” Baba Paraska, Governeure und Vertreter politischer Parteien und gesellschaftlicher Organisationen teil. Der Präsident eröffnete am 18. Juli feierlich das Monument von staatlicher Bedeutung. Auf der Hoverla wurde ein drei Meter hohes Denkmal in der Form des kleinen Staatswappens der Ukraine, des Dreizacks, und einer Marmorstele errichtet.

Auf den höchsten Punkt der Ukraine begaben sich die Teilnehmer der Zeremonie in zwei Gruppen. Von der Seite der Iwano-Frankiwsker Oblast, wo der Anstieg steiler ist, gingen Journalisten und die Vertreter politischer Parteien und gesellschaftlicher Organisationen. Das Staatsoberhaupt und die Gouverneure nutzten den längeren, doch weniger steilen Aufstieg aus der Richtung der “Sakarpatija”. Bleibt anzumerken, dass Wiktor Juschtschenko an den Fuß der Hoverla mit einem Helikopter gebracht wurde. Die erste Gruppe, welche den Aufstieg von der Touristenbasis “Sarosljak” begann, ging unter den Fahnen von “Unsere Ukraine”, “Jedinnyj Zentr” und der Ukrainischen Volkspartei. Es war neblig und es gab leichten Regen. Nah am Gipfel half im dichten Nebel ukrainische Pop-Musik, die auf die Hoverla getragen wurde, nicht vom Wege ab zukommen – dort hatten die Organisatoren der Veranstaltung eine Anlage installiert. Übrigens, der Pfad, der zum Gipfel führt, war mit frischgeschmückten gelb-blauen Zeichen gekennzeichnet und an jedem Kilometer standen Posten des Katastrophenschutzministeriums mit Ärzten.

Die feierliche Zeremonie, für 10 Uhr geplant, begann mit einer mehr als einstündigen Verspätung – die zweite Gruppe wurde auf dem Weg aufgehalten.

Unter der Musik ukrainischer Popsternchen kamen auf dem Gipfel die Journalisten und die Vertreter der politischen Parteien an. Nach ihnen erschien auch die Gruppe, die vom Präsidenten angeführt wurde.

Unter denen, die auf dem höchsten Punkt des Landes auf das Staatsoberhaupt warteten, war auch dessen Tochter Witalina. Am Vortag nahm sie gemeinsam mit dem Minister für Jugend- und Sportangelegenheiten, Jurij Pawlenko, an der feierlichen Beendigung des Sommerlagers für Waisenkinder “Neue Generation” in den Karpaten teil, wonach sie mit den Kindern auf die Hoverla stieg.

Als sich alle Teilnehmer der feierlichen Zeremonie (etwa 800 Menschen) auf dem Gipfel versammelt hatten, interpretierten das Volksensemble aus der Siedlung Dejatin “Tscherleny Pazjorki” und der Chor des Iwano-Frankiwsker Zement- und Schieferkombinats die Nationalhymne. Der Präsident zog die Staatsflagge (6×4m, speziell für die Zeremonie in Lugansk angefertigt) hoch. Das gelb-blaue Bändchen lösend, welches um das Monument gebunden war, öffnete Wiktor Juschtschenko das
Monument zur Betrachtung. Geistliche der Ukrainischen Orthodoxen Kirche des Kiewer Patriarchats und der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche segneten das Denkmal.

Das Staatsoberhaupt verlas von einer vorher vorbereiten Tribüne eine kurze Rede. Während seines Auftritts ließen die Wolken kurz Sonnenstrahlen hindurch. Die rief eine Belebung unter den Versammelten hervor; sie lächelten, dabei davon redend, dass dies “ein gutes Zeichen ist”.

Danach begannen die Gouverneure in spezielle Löcher in der Marmorstele Kapseln mit Erde, von Plätzen – wie verkündet wurde – die “Triumphe des ukrainischen Geistes und der ukrainischen Waffen” repräsentieren, zu stecken. Die Inschrift auf dem Sockel verkündet: “Auf der Hoverla sind Deine Länder geeint/versammelt, Ukraine!”. Die Kiewer legten eine Kapsel mit der Erde vom Platz der Befreiungsschlacht am Dnepr bei, die Lwiwer vom Berg Makiwka, wo die Ukrainischen Sitscher Schützen/Strilzy im Ersten Weltkrieg einen Sieg über die russische Armee erlangten und die Leute von der Krim vom Sa(w)ur – Grab aus der Donezker Oblast.

Die Zeremonie wurde mit Fotographien der Veranstaltungsteilnehmer von der Berglandschaft und dem neuen Monument beschlossen. Raissa Bogatyrjowa (Partei der Regionen) ließ sich auf Bitte des Korrespondenten mit Baba Paraska fotografieren. Sich neben dem “Dreizack” abzulichten gelang nicht allen, die Schlange an der Skulptur erwies sich als zu groß.

Um den Veranstaltung nicht hinzuziehen, entschieden sich die Organisatoren mit Hilfe eines Lautsprechers die Versammelten an eine Sturmwarnung zu erinnern, welche am Vortag von Metereologen verkündet wurde. Die Erinnerung wirkte: die Teilnehmer der Zeremonie begannen zügig den Gipfel zu verlassen – sie schafften es zu den Autobussen zu gelangen bevor der Platzregen einsetzte.

Quelle: Kommersant-Ukraine

Den täglichen oder wöchentlichen Newsletter abonnieren und auf dem Laufenden bleiben!

Fotos auf der Seite des Präsidenten

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 721

Hat Ihnen der Beitrag gefallen? Vielleicht sollten Sie eine Spende in Betracht ziehen.
Diskussionen zu diesem Artikel und anderen Themen finden Sie auch im Forum.

Benachrichtigungen über neue Beiträge gibt es per Bluesky, Facebook, Google News, Mastodon, Telegram, X (ehemals Twitter), VK, RSS und täglich oder wöchentlich per E-Mail.

Artikel bewerten:

Rating: 5.0/7 (bei 1 abgegebenen Bewertung)

Neueste Beiträge

Kiewer/Kyjiwer Sonntagsstammtisch - Regelmäßiges Treffen von Deutschsprachigen in Kiew/Kyjiw

Karikaturen

Andrij Makarenko: Russische Hilfe für Italien

Wetterbericht

Für Details mit dem Mauszeiger über das zugehörige Icon gehen
Kyjiw (Kiew)-21 °C  Ushhorod-3 °C  
Lwiw (Lemberg)-20 °C  Iwano-Frankiwsk-15 °C  
Rachiw-8 °C  Jassinja-10 °C  
Ternopil-19 °C  Tscherniwzi (Czernowitz)-12 °C  
Luzk-18 °C  Riwne-18 °C  
Chmelnyzkyj-20 °C  Winnyzja-18 °C  
Schytomyr-25 °C  Tschernihiw (Tschernigow)-26 °C  
Tscherkassy-20 °C  Kropywnyzkyj (Kirowograd)-17 °C  
Poltawa-19 °C  Sumy-21 °C  
Odessa-6 °C  Mykolajiw (Nikolajew)-8 °C  
Cherson-9 °C  Charkiw (Charkow)-24 °C  
Krywyj Rih (Kriwoj Rog)-12 °C  Saporischschja (Saporoschje)-10 °C  
Dnipro (Dnepropetrowsk)-12 °C  Donezk-11 °C  
Luhansk (Lugansk)-12 °C  Simferopol-1 °C  
Sewastopol0 °C  Jalta0 °C  
Daten von OpenWeatherMap.org

Mehr Ukrainewetter findet sich im Forum

Forumsdiskussionen

„Das sind Untermenschen, normale Menschen verhalten sich anders. Slava Ukraine“

„Hallo Lev, habe das im Internet gefunden, Probleme ist wohl die Grenzkontrolle ohne EU Pass, dann wird es eine Warterei von 2h..., Mein Browser hat mir das automatisch auf Deutsch übersetzt.“

„Hat eventuell jemand hier im Forum, Erfahrung mit der neuen Zugverbindung und dem Umstieg in Przemyel ?“

„Zuletzt war ich zweimal kurz hintereinander in Ustyluh/Zosin im Röntgenapparat (Polen), kostet halt jedes Mal auch noch ca. 15 - 20 Minuten..., das nervt. Nach Kiew würde ich ebenfalls die "nördliche"...“

„Kowel-Sarnyj-Korosten-Kiew, weil wesentlich weniger Verkehr als die A4-Route im Süden. Ach die Strecke kann man normal fahren? Da ist nur der Grenzübergang Dorohusk nicht möglich.“

„Das hat sich spätestens erledigt seitdem "die Russen" ein Teil der Russen von damals hinterhältig überfallen hat. Und ein Teil der Russen von damals über "den Russen" von heute genauso denkt. Heisst...“

„In diesem Zusammenhang würde mich ja Mal interessieren welche Rolle E-Autos in UA unter den derzeit herrschenden Bedingungen spielen ?“

„Gerade wir als Deutsche sollten uns jetzt hüten wieder in alte verhängnisvolle Denkmuster gegenüber "den Russen" zu verfallen !“

„Ja das könnte passen. Der stand da mitten im Wald auf der Strasse mit der Kalaschnikow um den Hals. Da waren es noch paar km bis zur Grenze. Hatte da nur den EU-Pass gezeigt, hat er mich durch gewunken....“

„Bin erst 2025 das erste Mal bei Uhryniv über die Grenze, der Blockposten ist Schätzungsweise 7 Kilometer von der Grenze weg. Ansonsten lässt sich noch vermuten ggf. Gibt da was in der Nähe, dass gerne...“

„Interessant, Blockposten gibt es an den anderen Grenzorten schon lange nicht mehr. Zumindest nicht in Budomierz oder Korczova, Astey, Kosun, Richtung Ungarn. Uhryniv .... Ist das nicht der wo Armeeposten...“

„"RESPEKT " ist vermutlich das "Fremdwort" schlechthin für einen Russen. Meine Erwartungshaltung wurde " leider " nicht enttäuscht, faschistisches Russenpack, ist bleibt was es ist, ein Haufen voller...“

„Wieso Respekt? Werden die Russenfaschisten mit Absicht gemacht haben - wie kann man auch die Feiertage wie im Westen nutzen ....“

„Ja, das ist interessant, eigentlich sollen ja mit unter, Männer vor der Annäherung zur Grenze abgehalten werden und natürlich dann die Flucht außer Landes. Du hast recht, im Sommer hatte ich in Astey...“

„War über die Feiertage in der Ukraine in Luzk bei der Familie, die Russen sind schon blöde Arschlöcher, Luzk als Stadt zählt meiner Ansicht nach auch eher noch zu den ruhigeren Plätzen im Kriegsgebiet,...“

„Interessant, Blockposten gibt es an den anderen Grenzorten schon lange nicht mehr. Zumindest nicht in Budomierz oder Korczova, Astey, Kosun, Richtung Ungarn.“

„Grenzübergang Urgyniw - Dolgobytschuw Wollte in der Nacht von Samstag 3.1.26 auf Sonntag 4.1.26 am Grenzübergang Urgyniw um ca 2 Uhr ausreisen, daraus wurde aber nichts, da wir am "Blockposten" - Kontrollpunkt...“

„Was wohl die Russen davon halten, dass die Ukrainer beinahe schon nach belieben jede Raffinerie erfolgreich angreifen können, Putins Residenz aber so derartig gut gesichert ist, sodass sie angeblich 91...“

„Was wohl die Ausgebombten aus Dnipro oder die Bauern im Kursker Gebiet denken wenn sie erfahren würden daß sich ihre Kriegsherren selbst gegenseitig nur mit Samthandschuhen anfassen ?“

„Also bisher habe ich nichts davon gelesen dass es entsprechende Angriffe gab. Letztes Jahr gab es mal ein Ziel in der Nähe vom Präsidentenpalast. ... denke mal das läuft auf Gegenseitigkeit hinaus...“

„Mal ganz abgesehen davon daß dieses behauptete Ereignis vermutlich nur als Vorwand konstruiert wurde um sich vor ernsthaften Friedensverhandlungen drücken zu können: Putin scheint wohl ein schlechter...“

„Bin am 24.12.25 in Zosin/Ustyluh in die Ukraine eingereist, war das erste und einzige Auto, in ca. 45 Minuten durch gewesen. Ausreise nach Polen, ca. 10 PKW zu der Zeit.“

„Typisch Russenkasper welche vom korrupten Putin und der Machtelite um ihn herum verarscht werden. Zu mehr als zivile Ziele in Städten zu zerstören reicht es nicht.“

„Warum sollten die sich auch trollen?? Für mich ist es immer wieder eine Offenbarung, wenn man mal wieder feststellen kann, mit welch limitierten Fähigkeiten und Qualitäten jene Russlandfans unterwegs...“

„Hallo Hendrij, habe mal ne Frage zu der neuen Zugverbindung Leipzig - Krakau - Przemyel. Wir fahren ja seit vielen Jahren immer mit dem Wohnmobil und im Winter mit dem Bus nach Lwiw. Da wir unweit von...“

„Meine Ehefrau ist eine Ukrainerin, und ich kenne sie schon seit dem 4. Oktober 2016. Das ist der Grund, weshalb ich mich als deutscher Zivilist in der Ukraine aufhalte. Als Gerhard Schröder noch Deutschlands...“

„Irgendwas stimmt mit dieser Meldung wohl nicht. Katar ist schon seit mehreren Jahren in der Tat aus der OPEC ausgetreten. Warum wird diese offenbar längst überholte Nachricht jetzt wieder aufgewärmt...“

„Danke. Ergänzend dazu habe ich heute gelesen daß es wohl auch noch eine Truppe "Achmat Ost" im Gebiet Saporischschija geben soll.“

„Achja, das Großmaul Kadyrow.ist auch noch da. Das Blatt scheint sich zu wenden. Von den angeblichen Heldentaten seiner Kadyrowzy in der Ukraine ist ja schon länger nichts mehr zu hören. Weiß jemand...“

„@kobmicha Besonders helle scheinst Du nicht zu sein. Falsches Forum für Dich, geh Dich bei den Russen anbiedern, Troll.“

„Tauchen hier eigentlich immer neue Idioten auf oder sind das die gleichen? Offensichtlich sind es immer die gleichen Idioten die hier Schreiben.Sieht man ja an Ihnen. Sie,wahrscheinlich; heldenhafter Ukrainer....“

„Naja, Neuankömmlinge müssen erst einmal drei irgendwie gehaltvolle Beiträge schreiben, bevor sie komplett freigeschalten werden. Dieser Fall hatte sich schon 2011 registriert und sich bei anderen Sachen...“

„Tauchen hier eigentlich immer neue Idioten auf oder sind das die gleichen? Offensichtlich sind es immer die gleichen Idioten die hier Schreiben.Sieht man ja an Ihnen. Sie,wahrscheinlich; heldenhafter Ukrainer.“

„so....und wo ist in dem Text die Rede von Folter.Sobald irgend etwas ukrainisches das Maul aufmacht kommen nur Lügen heraus!“

„Der Klerus wusste schon immer wo Geld zu holen ist.Und die blöden deutschen ..zahlen. und zahlen und zahlen.“

„Respect für den Priester.Das ist wahre Nächstenliebe. Lass doch die Oligarchen und Selensky an der Front Kämpfen. Aber da scheißen sich die Maulhelden in die Hose!“

„Nein,nein,nein,,daß machen die braven ,guten Ukrainer nicht.Das hat ihm bestimmt ein böser Russe heimlich und das Auto gelegt!“

„Selensky wir als der größte Blender und Rattenfänger in die Weltgeschichte eingehen.Und als Milliardär in der Schweiz leben.Skrupel kennt diese Egomanie nicht!“

Newsletter jeden Morgen

Sie möchten täglich über Neuigkeiten auf der Seite benachrichtigt werden? Dann ist vielleicht ein Kurzüberblick mit den wichtigsten Beiträgen der vergangenen 24 Stunden für Sie interessant. Der Versand erfolgt jeden Tag 6.00 Uhr morgens.




Nach dem Eintrag Ihrer E-Mailadresse erhalten Sie eine E-Mail zum Bestätigen Ihrer Adresse und können dann die Eintragung abschließen (so genanntes "Double Opt-In-Verfahren"). Ihre E-Mailadresse wird dabei nur auf unserem Server in Deutschland gespeichert und nicht an Dritte übermittelt.