Die Kiewer Stadtverwaltung beabsichtigt eine Gebühr für Taxistände einzuführen. Die Existenz einer solchen Anordnung wurde gestern bekannt. Das Dokument sieht die Umrüstung spezieller Stellen in unterschiedlichen Rajonen der Stadt vor, deren Nutzungstarife von der Lage abhängen werden. Außerdem beabsichtigt die Stadtverwaltung die Zahl der Taxis zu begrenzen. Derweil ist die Quotierung der Autozahl und die Einführung einer differenzierten Gebühr für die Nutzung von Standplätzen der Taxigewerkschaft der Ukraine nicht recht.
Gestern wurde bekannt, dass die Kiewer Stadtverwaltung beabsichtigt eine Gebühr für Taxis an speziell ausgerüsteten Plätzen/Taxiständen einzuführen. Gemäß der Anordnung Nr. 152 “Zur Regelung der Arbeit von Taxis in der Stadt Kiew”, ist die Haupttransportverwaltung angewiesen die nominelle Zahl an Taxis und der Standstellen für diese festzulegen. Danach soll die Verwaltung die Stellen der Taxistände festlegen, Anforderungen an ihre Umrüstung, eine Ordnung der Zuweisung der Stellen, der Regeln und der Form des Vertrages zu ihrer Nutzung an die Personentransporteure ausarbeiten. Für die Nutzung der Stände wird die Erhebung einer Gebühr vorgesehen, deren Höhe noch nicht festgelegt ist. Die Tarife werden von der “Priorität der Zone” abhängen, wo die Stände sich befinden und ebenfalls von den Ausgaben für ihren Unterhalt.
Außerdem wurde für das Studium der Taxitätigkeiten in Kiew per Anordnung Nr. 167 der Stadtverwaltung eine Arbeitsgruppe gegründet, die der Erste Stellvertreter des Vorsitzenden der Kiewer Stadtverwaltung, Jewgenij Tscherwonenko, anführt. Das Erscheinen dieser Dokumente erklärte Tscherwonenko mit “der Notwendigkeit den Taximarkt zu ordnen”. “Darin ist nichts extraordinäres, da unser Markt absolut anarchisch (i.O. machnoartig) ist. Er garantiert weder die Sicherheit des Verkehrs, noch die Beachtung von Tarifen. Beispielsweise, zahlen sie nicht nach dem Zähler, sondern die Summe, die ihnen der Taxifahrer nennt”, erklärte dem “Kommersant-Ukraine“ Jewgenij Tscherwonenko (a.d.Ü. ich habe hier noch nie ein Taxameter gesehen). Er betonte, dass die Einführung von kostenpflichtigen Taxiständen und die Quotierung der Zahl der Taxis, der erste Schritt zu einer Regulierung des Marktes ist. “Wir arbeiten daran, dass die Situation mit den Taxis bei uns an die USA und Großbritannien erinnern, wo gleiche Autos, mit ähnliche Nummern arbeiten und jeder Taxifahrer Verantwortung für seine Tätigkeit trägt”, teilte Tscherwonenko mit.
Der Vorsitzende der Taxigewerkschaft der Ukraine, Wassilij Popik, ist einverstanden mit der Einführung von Gebühren für die Nutzung von Taxiständen, wenn “diese eingerichtet werden”. Gleichzeitig wird die Gewerkschaft, seinen Worten nach, niemals mit der Einführung von unterschiedlichen Gebühren und der Begrenzung der Taxizahl einverstanden sein. “Wenn ein differenzierter Tarif eingeführt wird, dann wird ein Taxifahrer aus der Trojeschtschina nicht mehr zum Kreschtschatik fahren. Er wird zu viel Geld für einen Standplatz bezahlen müssen. Außerdem, wenn der Staat anfängt die Zahl der Taxis die auf den Straßen von Kiew arbeiten sollen zu regulieren, dann setzt sofort Korruption ein”, sagte Popik dem “Kommersant-Ukraine“.
Wadim Downar, Konstantin Ussow
Quelle: “Kommersant-Ukraine“:


Forumsdiskussionen
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„Ich vermute Geldmacherei! Immerhin kostet die bescheuerte Karte über 1000 Hrivnas+ Krankenversicherung für 2000 Hrivnas und ungefähr 300 Euro Absicherung beim Ernstfall, die aber kein Arzt der Ukraine...“
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„Sie kann als Untermieterin bei Dir einziehen dadurch bildet Ihr keine Bedarfsgemeinschaft. Nur Ihr BG wird gekürzt, wie viel weiß ich nicht. Erkundige Dich mal in diese Richtung.“