FacebookXVKontakteTelegramWhatsAppViber

Reges Interesse an UMTS Lizenzen

Anträge für die Bewilligung von Lizenzen für Mobilfunkdienste der dritten Generation (3G) haben gleich sechs Anbieter eingereicht. Bei der Nationalen Kommission für Fragen der Regulierung der Kommunikation sagt man, dass der Frequenzbereich nicht für alle reicht und man plant jeweils eine Lizenz mit einem Bandbereich von 35 und 25 MHz und zwei mit einem Bereich von 20 MHz auszugeben. Marktteilnehmer erklären, dass dies ungleiche Bedingungen für die Entwicklung von 3G-Netzen gibt und ebenfalls bedeutende Investitionen erfordert, da das Verteidigungsministerium für die Freigabe der Frequenzen 2,5 Mrd. Hrywnja (ca. 250 Mio. Euro) fordert.

Die Nationale Kommission für Fragen der Regulierung der Kommunikation schloss am 8. Januar die Annahme von vorläufigen Anträge auf die Teilnahme an der Ausschreibung für den Erhalt von Frequenzen für das Angebot von Mobilfunkdienstleistungen der dritten Generation (3G) im UMTS Standard ab, heißt es in der am Freitag von der Kommission verbreiteten Mitteilung. Das Mitglied der Kommission, Wladimir Swerjew, präzisierte, dass Anträge von sechs Unternehmen eingereicht wurden – “Kyivstar”, “MTS-Ukraina”, “Astelit”, “Ukrainskije Radiosistemy” (URS; Beeline), “Golden Telecom” und ITS (CDMA Ukraina).

Den Worten von Swerjew nach, bestehen alle sechs Betreiber auf Frequenzbändern von 35 MHz Bandbreite. Doch der mit dem Verteidigungsministerium abgestimmte Konversionsplan sieht die Zuweisung von lediglich 100 MHz für alle Betreiber vor: “Wir untersuchen derzeit eine Variante, nach der wir vier Lizenzen vergeben werden: eine über 35 MHz, eine über 25 MHz und zwei über jeweils 20 MHz”. Er merkte übrigens an, dass die Kommission noch andere Vorschläge zur Verteilung der Frequenzressourcen hat, die gerade diskutiert werden.

Der Generaldirektor von “MTS-Ukraina”, Andrej Dubowskow, geht davon aus, dass der vorgeschlagene Plan der Frequenzverteilung die Anbieter in eine ungleiche Situation bringt. “Wenn für die Konversion lediglich 100 MHz verfügbar sind, dann hätte die Kommission diese in Bänder zu 25 MHz aufteilen müssen”, sagte er. “Um so schlechter das Frequenzbank, um so weniger Abonnenten kann das Netz bedienen und um so schlechter wird die Qualität der Dienstleistungen”, erläutert der Direktor für technische Entwicklung bei URS, Dmitrij Siwkow. “Natürlich wäre die ideale Variante ein Band von 35 MHz”. Seinen Worten nach, werden Betreiber, welche eine engere Frequenzbreite erhalten, in der Entwicklung ihres 3G-Netzes eingeschränkt, besonders in größeren Städten, wo sich die besonders hochrentablen Kunden konzentrieren. Um 3G kommerziell auszubeuten, ist, den Einschätzungen des Generaldirektors der URS, Alexander Barinow, nach, etwa ein Jahr erforderlich und die Kosten der Ingangsetzung des UMTS-Netzes betragen etwa 100 Mio. $.

Neben der Einschränkung der Radiofrequenzressourcen, wird die Entwicklung des 3G-Netzes in der Ukraine von den Kosten der Frequenzkonversion behindert. Den Worten Wladimir Swerjews nach, fordert das Verteidigungsministerium für die Freigabe der Frquenzen 2,5 Mrd. Hrywnja (ca. 250 Mio. Euro): “Doch diese Summe stellt weder uns noch die Betreiber zufrieden”. “2,5 Mrd. Hrywnja – ist eine wirklich überhöhte Summe, besonders unter den Bedingungen der ökonomischen Krise”, denkt Dubokowskow. Und Alexander Barinow führt das Beispiel Russlands an, wo der Staat die Konversion selbst bezahlte und die bereits bereinigten Frequenzen zur Auktion stellte. Wladimir Swerjew sagt, dass derzeit eine Arbeitsgruppe tätig ist, welche eine unabhängige Bewertung für die Kosten der Konversion erstellt. Die Resultate der Arbeit sollen im Februar bekannt werden.

Die Fristen für die Konversion sind bislang ebenfalls nicht festgelegt, doch Swerjew schließt nicht aus, dass sie etappenweise vor sich gehen kann. “3G wird zuerst in großen Städten gestartet werden, wo es keine Radar-/Funkmessgeräte des Verteidigungsministeriums gibt. Zukünftig, im Zuge der Freigabe der Frequenzen in den Regionen, kann die Abdeckung erweitert werden”, sagte er. Beim Pressedienst des Verteidigungsministeriums konnte man gestern die Mitteilung der Kommission nicht kommentieren.

Pawel Urussow

Quelle: Kommersant-Ukraine

Übersetzer:   Andreas Stein — Wörter: 621

Hat Ihnen der Beitrag gefallen? Vielleicht sollten Sie eine Spende in Betracht ziehen.
Diskussionen zu diesem Artikel und anderen Themen finden Sie auch im Forum.

Benachrichtigungen über neue Beiträge gibt es per Bluesky, Facebook, Google News, Mastodon, Telegram, X (ehemals Twitter), VK, RSS und täglich oder wöchentlich per E-Mail.

Artikel bewerten:

Rating: 5.0/7 (bei 1 abgegebenen Bewertung)

Neueste Beiträge

Kiewer/Kyjiwer Sonntagsstammtisch - Regelmäßiges Treffen von Deutschsprachigen in Kiew/Kyjiw

Karikaturen

Andrij Makarenko: Russische Hilfe für Italien

Wetterbericht

Für Details mit dem Mauszeiger über das zugehörige Icon gehen
Kyjiw (Kiew)12 °C  Ushhorod14 °C  
Lwiw (Lemberg)11 °C  Iwano-Frankiwsk14 °C  
Rachiw9 °C  Jassinja10 °C  
Ternopil14 °C  Tscherniwzi (Czernowitz)13 °C  
Luzk15 °C  Riwne14 °C  
Chmelnyzkyj13 °C  Winnyzja10 °C  
Schytomyr12 °C  Tschernihiw (Tschernigow)11 °C  
Tscherkassy13 °C  Kropywnyzkyj (Kirowograd)13 °C  
Poltawa10 °C  Sumy10 °C  
Odessa15 °C  Mykolajiw (Nikolajew)14 °C  
Cherson12 °C  Charkiw (Charkow)10 °C  
Krywyj Rih (Kriwoj Rog)12 °C  Saporischschja (Saporoschje)11 °C  
Dnipro (Dnepropetrowsk)11 °C  Donezk9 °C  
Luhansk (Lugansk)10 °C  Simferopol13 °C  
Sewastopol15 °C  Jalta11 °C  
Daten von OpenWeatherMap.org

Mehr Ukrainewetter findet sich im Forum

Forumsdiskussionen

„Ich habe mal sie Einreise in die UA (aus Polen), am Grenzübergang Uhryniw gemacht. Inzwischen 3 Mal am Freitagabend 21 Uhr MEZ. Nur zwei bis drei PKW, was schon gut ist. Aber der Hit ist, dort gibt es...“

„Inzwischen hat sich ja auch die Tagesschau etwas eingehender mit diesem Thema befaßt. Demnach seien indirekte Geldflüsse zum Kreml der Grund für das erfolgte Verbot der Serie. Ich schätze jedenfalls...“

„ Ist die Meldung überhaupt aktuell, die "Welt" schrieb offenbar schon 2023 über genau dieses Thema ?


“

„Kennt jemand vielleicht die Hintergründe dafür ? Soweit ich das sehe handelt es sich doch um eine völlig harmlose Kinderserie ohne jede Spur von Propaganda oä ?“

„ Was meint "erneut" ??
Bislang glaubte ich daß man sich als Reisender zumindest in unmittelbarer Grenznähe sicher fühlen konnte ?


“

„Bei Ankunft am Blockposten im Internet (nakordoni.eu) 4h Wartezeit und 40 PKW am Grenzübergang, einen Teil der Wartezeit sitzt man am Blockposten ab, die halten die PKW Warteschlange von dem eigentlichen...“

„Auch wenn ich diese Verbindung toll finde, hätte ich ehrlicherweise Angst, von Polen aus in die Ukraine zu reisen. Die Polen werden immer gewaltsamer gegen Ukrainer und ukrainische Projekte. Außerdem...“

„Ich dachte z.B. Krakovetz hat diese Spur nicht, jedenfalls bin ich in 2025 mit allen anderen bei den Ukrainern durchgeschleust worden, anschließend bei den Polen EU Spur..“

„ Hallo julib77,

Bzgl. Ausreisen mit PKW nach Polen möchte ich Dir deutlich widersprechen, ich weiß nicht woher Du Deine Informationen beziehst.

Schau einfach hier einmal Thread nach "An welchem Grenzübergang geht's am schnellsten? Da musst Du nicht suchen, der steht derzeit auch immer weit oben. Auch wenn wir da, nur über die Abläufe und die Wartezeiten berichten, findest Du nicht einen Kommentar darüber, dass Ukrainer schlecht behandelt werden. (2025 bis heute, ca. 25 Ein- und Ausreisen)

Ich kann nur sagen, ich beobachte keinerlei Repressalien, ganz im Gegenteil, die Ukrainer werden respektvoll behandelt, ist stelle keinen Unterschied zu mir als Deutschen fest. Das einzig berichtenswerte ist, dass die meisten Ukrainer-Innen fotografiert werden, bei der Ein - und Ausreise. Dieser Vorgang läuft professionell ab, ich kann dabei keine "Erniedrigung " beobachten, es wird gelacht und gescherzt dabei und die Frauen richten ihre Haare etc. Damit es ein 'schönes" Bild gibt.

Bzgl. Ungarn kann ich nur von einer Einreise berichten in 2025 (noch unter Orban), an dem mir sehr gut bekannten Grenzübergang "Lushanka" (Berehove HU), die Ausreiseseite kann man beobachten, ich kann nichts berichten, d.h. für mich normale Abläufe bei der Ausreise, wie auch bei der Einreise. Normale PKW Schlange, ganz im Rahmen. Kurz um, mir ist damals nichts aufgefallen. Alles war SICHER, wie die letzten 70 Mal, als ich den Grenzübergang von 2004 an bis 2025 überquert habe. Ein- und Ausreise.


“

„Ich werde am Sonntag ca. 12 Uhr auch wieder in Uhryniw Ausreisen. Dazu mal eine Frage, in Uhrnyiw gibt es ja die besagte EU-Spur, die ja durchweg bei den Ukrainern und den Polen die Ausreisezeit doch erheblich...“