Anträge für die Bewilligung von Lizenzen für Mobilfunkdienste der dritten Generation (3G) haben gleich sechs Anbieter eingereicht. Bei der Nationalen Kommission für Fragen der Regulierung der Kommunikation sagt man, dass der Frequenzbereich nicht für alle reicht und man plant jeweils eine Lizenz mit einem Bandbereich von 35 und 25 MHz und zwei mit einem Bereich von 20 MHz auszugeben. Marktteilnehmer erklären, dass dies ungleiche Bedingungen für die Entwicklung von 3G-Netzen gibt und ebenfalls bedeutende Investitionen erfordert, da das Verteidigungsministerium für die Freigabe der Frequenzen 2,5 Mrd. Hrywnja (ca. 250 Mio. Euro) fordert.
Die Nationale Kommission für Fragen der Regulierung der Kommunikation schloss am 8. Januar die Annahme von vorläufigen Anträge auf die Teilnahme an der Ausschreibung für den Erhalt von Frequenzen für das Angebot von Mobilfunkdienstleistungen der dritten Generation (3G) im UMTS Standard ab, heißt es in der am Freitag von der Kommission verbreiteten Mitteilung. Das Mitglied der Kommission, Wladimir Swerjew, präzisierte, dass Anträge von sechs Unternehmen eingereicht wurden – “Kyivstar”, “MTS-Ukraina”, “Astelit”, “Ukrainskije Radiosistemy” (URS; Beeline), “Golden Telecom” und ITS (CDMA Ukraina).
Den Worten von Swerjew nach, bestehen alle sechs Betreiber auf Frequenzbändern von 35 MHz Bandbreite. Doch der mit dem Verteidigungsministerium abgestimmte Konversionsplan sieht die Zuweisung von lediglich 100 MHz für alle Betreiber vor: “Wir untersuchen derzeit eine Variante, nach der wir vier Lizenzen vergeben werden: eine über 35 MHz, eine über 25 MHz und zwei über jeweils 20 MHz”. Er merkte übrigens an, dass die Kommission noch andere Vorschläge zur Verteilung der Frequenzressourcen hat, die gerade diskutiert werden.
Der Generaldirektor von “MTS-Ukraina”, Andrej Dubowskow, geht davon aus, dass der vorgeschlagene Plan der Frequenzverteilung die Anbieter in eine ungleiche Situation bringt. “Wenn für die Konversion lediglich 100 MHz verfügbar sind, dann hätte die Kommission diese in Bänder zu 25 MHz aufteilen müssen”, sagte er. “Um so schlechter das Frequenzbank, um so weniger Abonnenten kann das Netz bedienen und um so schlechter wird die Qualität der Dienstleistungen”, erläutert der Direktor für technische Entwicklung bei URS, Dmitrij Siwkow. “Natürlich wäre die ideale Variante ein Band von 35 MHz”. Seinen Worten nach, werden Betreiber, welche eine engere Frequenzbreite erhalten, in der Entwicklung ihres 3G-Netzes eingeschränkt, besonders in größeren Städten, wo sich die besonders hochrentablen Kunden konzentrieren. Um 3G kommerziell auszubeuten, ist, den Einschätzungen des Generaldirektors der URS, Alexander Barinow, nach, etwa ein Jahr erforderlich und die Kosten der Ingangsetzung des UMTS-Netzes betragen etwa 100 Mio. $.
Neben der Einschränkung der Radiofrequenzressourcen, wird die Entwicklung des 3G-Netzes in der Ukraine von den Kosten der Frequenzkonversion behindert. Den Worten Wladimir Swerjews nach, fordert das Verteidigungsministerium für die Freigabe der Frquenzen 2,5 Mrd. Hrywnja (ca. 250 Mio. Euro): “Doch diese Summe stellt weder uns noch die Betreiber zufrieden”. “2,5 Mrd. Hrywnja – ist eine wirklich überhöhte Summe, besonders unter den Bedingungen der ökonomischen Krise”, denkt Dubokowskow. Und Alexander Barinow führt das Beispiel Russlands an, wo der Staat die Konversion selbst bezahlte und die bereits bereinigten Frequenzen zur Auktion stellte. Wladimir Swerjew sagt, dass derzeit eine Arbeitsgruppe tätig ist, welche eine unabhängige Bewertung für die Kosten der Konversion erstellt. Die Resultate der Arbeit sollen im Februar bekannt werden.
Die Fristen für die Konversion sind bislang ebenfalls nicht festgelegt, doch Swerjew schließt nicht aus, dass sie etappenweise vor sich gehen kann. “3G wird zuerst in großen Städten gestartet werden, wo es keine Radar-/Funkmessgeräte des Verteidigungsministeriums gibt. Zukünftig, im Zuge der Freigabe der Frequenzen in den Regionen, kann die Abdeckung erweitert werden”, sagte er. Beim Pressedienst des Verteidigungsministeriums konnte man gestern die Mitteilung der Kommission nicht kommentieren.
Pawel Urussow
Quelle: Kommersant-Ukraine


Forumsdiskussionen
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Falls dann da eine Erweiterung der APP kommt oder was neues, werde ich natürlich ausprobieren und dann berichten. Hab mir jetzt mal die APP geholt, derzeit funktionieren ja nur Busse und LKW, im Grunde...“
Obm100 in Recht, Visa und Dokumente • Re: Aufenthaltsgenehmigungen müssen wieder erneuert werden
„Ich vermute Geldmacherei! Immerhin kostet die bescheuerte Karte über 1000 Hrivnas+ Krankenversicherung für 2000 Hrivnas und ungefähr 300 Euro Absicherung beim Ernstfall, die aber kein Arzt der Ukraine...“
Frank in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Bekannte (UA) ist gestern gegen 17 Uhr wieder in Korczowa eingereist - ca. 1h“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Bin gestern Nachmittag um 15.00 Uhr Kiewzeit am Grenzübergang Zosin / Ustiluh eingereist. 12 PKW in der Schlange nach ca. 20 Minuten war ich im Grenzbereich, da erstmals die EU Spur nur EU Kennzeichen,...“
Frank in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Gestern ist ein Bekannter (Ukrainer) über Krakowez mit dem Auto ausgereist. 1h vor der Grenze und 0,5h im Grenzbereich“
Anuleb in Hilfe und Rat • Re: Mit ukrainischer Frau unter einem Dach
„Sie kann als Untermieterin bei Dir einziehen dadurch bildet Ihr keine Bedarfsgemeinschaft. Womöglich keine gute Idee. Unser Sozialamt z. B. wollte die Nebenkosten in einer ähnlichen Situation detailliert...“
Bernd D-UA in Hilfe und Rat • Re: Mit ukrainischer Frau unter einem Dach
„Weshalb wollt ihr zusammenziehen, wenn Deine Rente nicht reicht? Du kannst diese Frau nicht ernähren? Dann ist sie doch bisher besser dran, hat ihr Bürgergeld und Wohnraum etc., Krankenversicherung hat...“
ukra in Hilfe und Rat • Re: Mit ukrainischer Frau unter einem Dach
„Sie kann als Untermieterin bei Dir einziehen dadurch bildet Ihr keine Bedarfsgemeinschaft. Nur Ihr BG wird gekürzt, wie viel weiß ich nicht. Erkundige Dich mal in diese Richtung.“
Obm100 in Recht, Visa und Dokumente • Re: Ich (Deutscher) und meine Freundin (Ukrainerin) zusammenleben = Welche Möglichkeiten?
„Wenn die Ukrainer/innen schon einen Flüchtlingsstatus haben, ist ein weiterer Status als Flüchtling in Europa nicht mehr möglich. Es zählt das Erstaufnahmeland. In Deutschland wird sie dann nicht mehr...“
Obm100 in Recht, Visa und Dokumente • Re: Aufenthaltsgenehmigungen müssen wieder erneuert werden
„Was soll der Quatsch wieder? Der Krieg noch voll im Gange, aber schon wird wieder an solchem Zeug raumgemacht. Haben die keine anderen Probleme?“
Obm100 in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„Mittlerweile sind wieder Blockposten bei Korczowa bzw. Krakovez. Am letzten Dienstag jedenfalls wurde ich angehalten im Wald kurz vor der Grenzkontrolle. Wahrscheinlich brauchen sie wieder Männer an deren...“
Bernd D-UA in Berichte und Reisetipps • Re: An welchem Grenzübergang zwischen Polen und der Ukraine geht es am schnellsten?
„ Heute 10:30 Einreise in Urgyniw, waren bis Ende 40 Minuten, also sehr stabil, Montag, diese Uhrzeit...das läuft.
Heute wurde ich nach der polnischen "Endkontrolle" zur weiteren Kontrolle in die Garage eingeladen, hat mich mit Wartezeit, andere waren vor mir dran, genau eine 1h gekostet. Seit happens! Zu früh über die 40 Minuten gefreut.
Vielleicht mal noch eine Info, man fährt in d3n Zollbereich ein, es liegen dann 5 bis 6 Spuren vor einem, offensichtlich ist dann die Spur wo "alle" stehen, die ist ca. In der Mitte. Die EU Spur ist links davon, es gibt ein Leuchtzeichen (Leuchtreklame) über der Spur, die ist nur kaputt und man gerade noch das EU Symbol etc. erkennen. Dann passt das. Der PKW ist entscheidend, es dürfen dann auch Ukrainer im PKW sitzen.
“